Der stolze Jäger
Ein Jäger saß im Morgengrau'n,
allmählich dämmerte der Tag,
im Eichenwald an einem Baum,
sein Rucksack gleich daneben lag.
Den Keiler wollte er erschießen,
feucht zog der Nebel durch den Wald,
der aber lief auf and'ren Wiesen,
dem Jäger ward es langsam kalt.
Er ging ein Stück, lauschte besonnen,
im Unterholz knackte ein Ast,
er hörte Tritte näherkommen,
hielt seine Flinte fest umfasst.
Vom Dunst verhüllt, nur schemenhaft,
sah er das wilde Borstentier,
der Schuss aus seiner Flinte kracht
und widerhallt im Jagdrevier.
Er lief zur Stelle, wohl zufrieden,
glaubte sein Jagdglück immer noch,
dort sah er nur den Rucksack liegen,
mit einem riesengroßen Loch.
viele Grüße
Benjamin
(C) Benjamin Spitz