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Chepre

Moderator

Date of registration: Aug 22nd 2008

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Location: Gießen

Occupation: Student

1

Thursday, December 9th 2010, 10:22pm

nachts

Wege verlieren
ihre Konturen
unter dem Schnee
vermehrt sich das Licht
und lässt uns nicht schlafen.
diese Nacht hat so viele Sterne.
sie hat dein Gesicht.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Summermoon

Unregistered

2

Friday, December 10th 2010, 6:48am

text gelöscht

Rain

Intermediate

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3

Friday, December 10th 2010, 7:20am

Hallo Chepre,
das Gedicht ist so berührend gut, die Art, wie du die Worte fügtest, für mich so perfekt, dass es mich fast entmutigt, selbst noch etwas in dieses Forum hineinzustellen. :(
Gruß Rain
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ringelnatz

lila

Trainee

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4

Friday, December 10th 2010, 2:42pm

1 mit Stern und so. Mehr kann und will ich nicht sagen.
Grüße Lara

Aso: Perlentaucher, wenn ich an meine Liste wieder dran komme
"ego sum, ego existo...quamdio cogit" Descartes

Babac

Master

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5

Friday, December 10th 2010, 8:09pm

ich frage mich, hat jemand hier wirklich das gedicht verstanden? das besondere an dem gedicht ists, dass mans nicht zu verstehen braucht, allein die ahnung macht uns die beste freude.

grüße, rb.

Rain

Intermediate

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6

Friday, December 10th 2010, 10:32pm

Zynismus ist selten eine kluge Variante, Babac.
Gruß Rain
Jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise. Ringelnatz

Chepre

Moderator

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Occupation: Student

7

Sunday, December 12th 2010, 3:37pm

hallo, ihrs

und vielen Dank für eure Kommentare! freut mich sehr, dass euch der Text gefällt und dass er sogar berührt - ich war nämlich ziemlich unsicher damit, gerade im vorderen Textteil. das Ende scheint mir auch am gelungensten. das hatte ich auch als erstes im Kopf.
Ja, manche Gedichte hat man vielleicht wirklich am besten verstanden, wenn man nicht mehr das Gefühl oder das Bedürfnis hat, sie bis ins Detail verstehen zu müssen.

Gruß
Chepre
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

rivus

Professional

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Occupation: Nachtschwärmer

8

Monday, December 13th 2010, 9:37pm

hi chepre,
dieses kleine durchdrang einige zwiebelschichten von mir. in seiner schlichten eindringlichkeit lassen diese worte wohl auch den verzweifelsten ein gesicht finden.
wege pfaden uns, machen uns zu suchern, zu findern, zu unterwegs-seienden, zu wegseienden. sie können uns zu vielem führen. wenn sie aber ihre konturen verlieren, wenn vorgegebenes nicht mehr gültig scheint, wege sogar ins fata-morganische oder zugedeckte verschwinden, können auch die inneren konturen eines wanderers gefährdet sein. doch unterm schnee des zeitlichen, egal in welcher wärtigkeit, kann sich möglichweise die physische kristallwelt zum metaphysischen lichthalt für verwirrte, verirrte, verlorene werden und somit das lebensgehalt schlafloser und vielleicht von dunkelheit gepeinigter, in positive, hellere, astronomischere lebenseinstellungen heben, ja wenn sich solche seelen diese eine, besondere nacht in ihrer ganzer dimension wahrnehmen würden, wären sie trotz konturenverlust in viel stärkerem maße in der lage schicksalschläge, mißliche äußere lebensbedingungen oder innere gefangenheiten, seelische verletzungen zu meistern, denn jegliches leben, jegliche nacht hat "dein gesicht", dein vielsternengesicht, das auch ein teil von li,ld, lw ist und ewig, auch nachts, unser bild von welt, liebe, schnee, weg vergegenwärtigen wird, dass alles aushaltbar und eben wegbar bleibt u. sein wird, möge da noch mehr seelen- und schneeballast auf uns lasten. wir schultern, wegen es nachts, vielgestaltig und mit sternenphantasien, ja sternenkraft ...
gr, r

Babac

Master

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9

Monday, December 13th 2010, 9:42pm

ach rivus, mein guter, es geht immer aus deinen kommentaren die gefahr aus, das sie dem gedicht die show stehlen: in diesem falle, die sterne.



grüße,

R.B

Chepre

Moderator

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Occupation: Student

10

Monday, December 13th 2010, 9:50pm

:D Babac, wie recht du hast. wenn rivus Kommentare schreibt, lese ich, lese nochmal, staune und sitze dann schweigend und mit etwas fragendem Blick davor. was nichts daran ändert, dass es meinen Text ehrt, dass sich jemand mit so tiefen Gedanken wie du, rivus, so tief hinein versenkt. danke dafür.
und entschuldige bitte, dass ich dir im andren Forum auf deinen Seetang-Kommentar nicht geantwortet habe - auch über diesen hatte ich mich sehr gefreut. nur fühlte ich mich mit der Zeit dort drüben immer weniger heimisch, weswegen ich auch nicht mehr auf deinen Kommentar eingegangen bin.
ich finde deine Lesart hier sehr schön. vielleicht noch schöner als meine eigene... :P
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

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11

Thursday, December 16th 2010, 5:17pm

Hallo Chepre,

ein wahnsinnig gutes Gedicht, wenn ich das als Neuling sagen darf...es hat mich ins Forum gezogen...und da bin ich... :)

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12

Monday, December 20th 2010, 8:37pm

Rein spontan würde ich sagen: dein bester Text. Rein von der Sache her, dass und wie er mich erreicht.
Das ist kurz knapp, nicht überladen, nicht zu leer, da fehlt nichts und jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle. Was den Text aber so besonders macht ist sein Klang und das Fließen. Und hier passt kein anderes Wort als KLANG. Es klingt und zieht, wie ein Stein der ins Wasser fällt, Kreise. Kreise im Leser, die man nicht vergisst, die im Ohr bleiben.
Und das Atmen des Textes macht mir Gänsehaut.
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

findefuchs

Intermediate

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13

Tuesday, December 21st 2010, 10:35am

Hallo und :whistling: ,
nicht doch zu viel Lametta? Die ganzen Blink-Blinks? Ja, schon gut, ich schütte nur einige winzige Tröpfchen Wasser in den Wein und sag's halt, was ich denke: Der Text ist kitschig, erklärt zuviel, wenngleich herrlich wohlig-romantisch-yellow-frauen-press-mäßig. Nein, im Ernst, der Anfang ist toll, ein sanftes, ansprechendes Bild. Warum versteckst Du nicht das Gesicht im Licht unter dem Schnee, so wie es ja auch in der Seele des LyrI geborgen ist und lässt einfach den Himmel voller Sterne weg und die Erklärung, wessen Gesicht diese Nacht trägt? So würde der Text tiefer werden, denke ich zumindest.

Cheers!
finde
Auch wenn die Katz' gerade einen Kanarienvogel gefressen hat, kann sie deshalb dennoch nicht singen.

Chepre

Moderator

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14

Tuesday, December 21st 2010, 11:49am

hallo, findefuchs

deine Ansicht ist nachvollziehbar. vielleicht schlägt dieser Text wirklich ziemlich stark Richtung Kitsch aus. auch die Sterne wurden sicherlich schon sehr oft bemüht.
jedoch will und kann ich an diesem Text das Ende nicht streichen. es war zuerst da und trägt die tiefere Textaussage, wenigstens meiner Absicht nach. und außerdem mag ich es so gern :huh: .
danke für deinen Kommentar!

@marie

Quoted

Rein spontan würde ich sagen: dein bester Text.

=) dankeschön. auch wenn ich ganz so weit nicht mitgehen würde *lol*. die Bänder, die sich lösen, finde ich persönlich gelungener. hier hadere ich halt im Geiste immer noch a weng mit den Zeilen 1-5. wenn sie für den Leser mehr mit dem Ende harmonieren als in meinem Kopf, kann ich allerdings sehr gut damit leben.
fein, dass ich endlich auch mal wieder was zustande bekommen habe, was dich so beeindruckt ^^

Gruß
Chepre
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

findefuchs

Intermediate

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15

Tuesday, December 21st 2010, 4:34pm

Hi Chepre,

mir ist schon klar, dass die letzten Zeilen die stärkste Aussage des Textes transportieren sollen, nur hättest Du sie dem Leser so deutlich erklären müssen? Sind sie nicht zu wertvoll, um sie so lapidar hinzuschreiben? Siehst Du, das meine ich: Verpack' sie, verzaubere sie, mach sie unsterblich. Das geht nur mit viel Zauber. Zaubere das Gefühl unter den Schnee in den Text. Hätte nicht "vermehrt sich das Licht auf deinem Gesicht " viel zauberhafter, geheimnisvoller und vorsichtig zärtlicher geklungen? Dahin wolltest Du doch mit dem Text, oder?

Nur so.
Have yourself a merry little Christmas.

finde
Auch wenn die Katz' gerade einen Kanarienvogel gefressen hat, kann sie deshalb dennoch nicht singen.

Chepre

Moderator

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16

Tuesday, December 21st 2010, 8:51pm

ich wollte nicht so sehr vorsichtige Zärtlichkeit als vielmehr Staunen ausdrücken. dazu passt eine deutliche, unverwundene Aussage. deswegen sehe ich den Anfang auch eher als Vorspann.
dir auch frohe Weihnachten!

Gruß
Chepre
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Mara

Trainee

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17

Saturday, January 8th 2011, 8:58am

Hallo Chepre,

hier finde ich sie wieder, die Einfachheit.
Das Vollkommene in der Einfachheit.

Es gibt nicht viel zu sagen,.. über Deine Zeilen,
aber um so mehr zu spüren,
und wenn ich es ausdrücken könnte,
würde ich es in Form eines Verses tun.

Ich glaube, ich kann es nicht anders. :)

Liebe Grüsse,
Mara
Wo keine Erwartungen sind, geschehen Wunder.

Chepre

Moderator

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18

Saturday, January 8th 2011, 6:05pm

hallo, Mara

vielen Dank. =) ein sehr schönes Kompliment hast du dem Text gemacht, das meine Linie zu bestätigen scheint - ich versuche inzwischen mehr als früher, meine Texte als Gesamtbild wirken zu lassen, denn das perfekte Metaphernspiel zu kreiieren. dabei kann eine verschlankte, aber pointierte Ausdrucksweise oft sehr viel wirken, finde ich. man braucht nicht 25tausend Neologismen, damit Texte über die Liebe noch treffen... =) dein Kommentar hat mich sehr gefreut. prost!

Chepre
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Marco Moll

Intermediate

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19

Tuesday, January 11th 2011, 5:10pm

Prägnanz, Einfalt, fließender Klang, sehr vieles wurde hier schon gelobt, was ich nur unterschreiben möchte. In einem Kommentar zweifeltest Du an Deinem Anfang. Für mich sehr überraschend, denn gerade Dein Anfang macht es für mich besonders interessant. Ein schöner Kontrast mit einem Ausgang, der sogar in mir erfreuliche Assoziationen erweckt...
LG Marco

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Occupation: Denker der Tiefe

20

Tuesday, January 11th 2011, 5:21pm

zutreffend

Hi Chepre dein Text ist sehr bedenkend Wert, weil ich die empfindung hat das du die ganze Nacht gesessen hast und nur über eine Person nachgedacht hast und diesen Text ihm widmest.
Doch allein wenn man ja schon drauf kommt das die Wege sich verlieren können, dann ist man in dem fall Du weit genung.
lg Omar
:) :) :) :) :) :)
In jedem lebt ein Berg und doch nur wenige erreichen seinen Gipfel.

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