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Cora408

Intermediate

Date of registration: May 29th 2007

Posts: 85 wcf.user.activityPoints: 480

Location: Aus der Steiermark "zuagroaste" Wahlwienerin

Occupation: Kindergarten- und Familienpädagogin, Angestellte i.e.Imkereibetrieb

1

Friday, November 12th 2010, 9:34pm

Ungereimt angeleimt

Nichts möcht mich heutzutag vom Hocker reißen
will ich auch noch so durch die Seiten gleisen
nichts lässt sich finden
nichts kann mich binden

Alt werd ich und schwer -----
Erwartungen häufen sich mehr und mehr
etwas buntes etwas neues
etwas freches etwas scheues

Wenn nichts mehr mag dich so berühren
...Geister neue Pfade erführen...
das Tier in mir lässt brüllen
den tiefen Schrund kann füllen

Wie Baum und Ast verdorrt
das Land liegt brennend brach
-im Munde staubt das Wort-
und jeder Reim wird schwach

Liege ich hier am Boden
völlig krumm und verbogen
schau hinauf ins blühend weite Himmelsdach
still und lach, während ich mir mein Verslein mach
-
-
-
Wem`s konveniert ;), findet hier von mir:

Samhain, Halloween.... ("Komm, Moornacht...")
(Checkpot) - Was ist hier bitte mit experimenteller Lyrik gemeint?
Sein oder nicht sein



fang die eine momentigkeit
im copalen glas der zeit
wirf dich in die zelten der himmel, koste die wechsel des windes
liebe die welt ohne sinnen, wahr dir die augen eines kindes

Date of registration: Oct 2nd 2004

Posts: 1,189 wcf.user.activityPoints: 6,320

Location: Meckenheim

Occupation: Physiotherapeutin

2

Saturday, December 18th 2010, 11:40am

Hallo Cora,
ich verstehe hier den Titel nicht so ganz, da du ja doch viele Reime verwendest und auch der Titel in sich schon gereimt ist. In der ersten Strophe dachte ich, du würdest durchgehend unreine Reime verwenden wollen (das hätte ich cool gefunden) und damit das einerseits eigenständige, andererseits aber das angeleimte symbolisieren, aber die restlichen Reime sind alle rein. Kannst du mich da nochmal aufklären? :)
ich bin mir auch nicht so ganz sicher, ob du dir bei deinem Metrum was gedacht hast, oder ob das einfach so "passiert ist".

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x=unbetonte Silbe, X=betonte Silbe

In den Längen des Metrums zu variieren ist schon in Ordnung, aber du hast zwischendurch sehr große Sprünge in den Betonungen eingebaut, die das Lesen unnötig erschweren.
In S3 werfen sich mir auch inhaltliche Fragen auf:
Zeile eins ist leider dem Reim zuliebe stark verdreht. Das ist ein gutes Stilmittel, aber in diesem Fall kann ich keinen Sinn entdecken, ausser das arme "berühren" in den Reim zu drängen, richtiger wäre hier sowas wie "Wenn keine Menschen dich so berühren", zB, aber ich bin mir schon darüber bewusst, dass das den Inhalt sehr verändert. Eine gute Lösung für deine Version habe ich leider grade auch nicht auf Lager.
In Z4 meinst du Schlund, oder? ;)

Ich glaube, die Grundidee des Gedichtes war gut: Das lyr. Ich wird von der Welt gebeutelt, kann sich aber am Ende doch einfach an seinem Versereimen erfreuen. Schöne Idee, aber sicherlich nochmal überarbeitungswürdig :)

Viele Grüße,
Littleshine
Und ich frage mich: ist ein Bleistiftstrich den man ausradiert nicht total frustriert?
(Wise Guys)

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