Hallo Maria,
die Intuation hinter dem Gedicht ist mir bekannt, wohin die Absicht mündet, auch. Ich möchte und kann auch hier nicht ins Detail gehen, weil ich das Gedicht nur als ein Ganzes aufnehme, vorerst. Ich habe es schon gestern gelesen und habe nicht viel mit den Versen anfangen können. Ein oder zwei gute Verse machen schon lange kein gutes Gedicht: ein Beispiel könnte ich einfügen, wenn es um Fussball geht, dass oftmals eine Manchaft das Spiel gewinnen kann, und nicht ein Einzelner, der zwar besser als die anderen spielt, aber dennoch machtlos sein kann, wenn die Mannschaft nicht funktioniert, weil sie nicht eingespielt ist. Um jetzt jeden einzelnen Vers ausseinander zu nehmen, und zu schauen, ob er lose da steht im Gedicht oder sich zu den anderen fügt, dass dadurch eine klangvolle und rythmische Symbiose zwischen ihnen allen entsteht: mag ich mir nicht zutrauen, aber einen ersten Eindruck kann ich dir mitteilen, der vielleicht nicht den Kern trifft, aber dennoch für dich hilfreich sein könnte: wie die Wellen gegen den Sand oftmals im gleichen Abstand stranden, und unsere Seele davon berührt wird, in einen Zustand der Ruhe und Entspanntheit versetzt wird, diese Gleichmäißgkeit, diese Wiederholung, dieses Kommen und Stranden, das alles fehlt dem Gedicht. Das Entgegengesetzte in den Versen, verdeutlicht zwar gut, wovon hier die Rede ist, aber so poetisch wielleicht auch der Anfang genommen wurde, so nüchtern und so logisch, ja, so absehbar, endet das Gedicht, was mich, als Leser, der sich am Gedicht aufwärmen wollte, kalt bleiben lässt.
Grüße,
Rb