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Chepre

Moderator

Date of registration: Aug 22nd 2008

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1

Wednesday, November 10th 2010, 10:43pm

Form

v1:

du bist das Land und ich die See.
so stetig du, so wehe ich,
so fallen wir einander zu.
du zerbrichst mein stummes Grollen.
wie der Mond die Wolken lichtet,
strählst du mir das schwere Haar.
wir stranden liebend ineinander.
doch einen werden wir uns nie.

.
v2:

du bist das Land und ich die See.
an dir zerbricht mein stummes Grollen.
wie der Mond die Wolken lichtet,
strählst du mir das schwere Haar.
wir stranden liebend ineinander.
doch einen werden wir uns nie.

.
taugt das was oder ist das für die Tonne? die Originalversion ist ein ganz bisschen länger, da steht nach Z1 noch folgendes:

so stetig du, so wehe ich,
so fallen wir einander zu.

die zweite Zeile dessen würde ich eigentlich gern irgendwie noch verwenden, weiß aber nicht so recht, wie.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Babac

Master

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2

Thursday, November 11th 2010, 8:42pm

Hallo Maria,

die Intuation hinter dem Gedicht ist mir bekannt, wohin die Absicht mündet, auch. Ich möchte und kann auch hier nicht ins Detail gehen, weil ich das Gedicht nur als ein Ganzes aufnehme, vorerst. Ich habe es schon gestern gelesen und habe nicht viel mit den Versen anfangen können. Ein oder zwei gute Verse machen schon lange kein gutes Gedicht: ein Beispiel könnte ich einfügen, wenn es um Fussball geht, dass oftmals eine Manchaft das Spiel gewinnen kann, und nicht ein Einzelner, der zwar besser als die anderen spielt, aber dennoch machtlos sein kann, wenn die Mannschaft nicht funktioniert, weil sie nicht eingespielt ist. Um jetzt jeden einzelnen Vers ausseinander zu nehmen, und zu schauen, ob er lose da steht im Gedicht oder sich zu den anderen fügt, dass dadurch eine klangvolle und rythmische Symbiose zwischen ihnen allen entsteht: mag ich mir nicht zutrauen, aber einen ersten Eindruck kann ich dir mitteilen, der vielleicht nicht den Kern trifft, aber dennoch für dich hilfreich sein könnte: wie die Wellen gegen den Sand oftmals im gleichen Abstand stranden, und unsere Seele davon berührt wird, in einen Zustand der Ruhe und Entspanntheit versetzt wird, diese Gleichmäißgkeit, diese Wiederholung, dieses Kommen und Stranden, das alles fehlt dem Gedicht. Das Entgegengesetzte in den Versen, verdeutlicht zwar gut, wovon hier die Rede ist, aber so poetisch wielleicht auch der Anfang genommen wurde, so nüchtern und so logisch, ja, so absehbar, endet das Gedicht, was mich, als Leser, der sich am Gedicht aufwärmen wollte, kalt bleiben lässt.


Grüße,
Rb

Chepre

Moderator

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3

Wednesday, November 24th 2010, 5:48pm

Tach, Babac

nun, ich habe deiner Kritik wohl stattgegeben, indem ich an diesem Text nicht mehr weiter gearbeitet habe, seit ich ihn hier eingestellt habe. eins mehr für den Müll, die Ratten freuen sich. danke für deinen Kommentar und sorry, dass du so lang auf Antwort warten musstest.


Gruß
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

eva cb

Trainee

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4

Thursday, December 16th 2010, 6:25pm

Form

du bist das Land und ich die See.
so stetig du, so wehe ich,
so fallen wir einander zu.
du zerbrichst mein stummes Grollen.
wie der Mond die Wolken lichtet,
strählst du mir das schwere Haar.
wir stranden liebend ineinander.
doch einen werden wir uns nie.


So, wie ich es bei den "Gedankenfetzen" gefunden habe, gefällt es mir am allerbesten, und ich empfinde es als Ganzes, als in die dem Sinn entsprechende Form gegossen.
Die poetischen Bilder "sehe" ich ganz stark, Rhythmus und Anklänge berühren mich sehr.
Für mich ist es ein ganz besonderes Gedicht, also bloß nicht in den Papierkorb!

LG Eva

Chepre

Moderator

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5

Thursday, December 16th 2010, 6:55pm

hallo, eva

und vielen Dank für deinen Kommentar! ich hatte die ehemaligen Z2 und 3 rausgestrichen, weil ich der Meinung war, sie unterscheiden sich zu stark vom Rest und könnten nicht in Bezug zum Rest des Textes treten. vielleicht war das ein Fehler... freut mich, dass es dir gefällt!

Gruß
Chepre
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.