Hey Oreos-Nascher,
Doug Heffernan findet die Dinger auch nett schlecht. Und ich mag sie auch iwie.
Deinen Text hier mag ich auch iwie. Das iwie entstammt dem Punkt, dass ich den Beginn zu greifen glaube und dann aber den Faden verliere.
Deine erste Strophe
>> tagesrauschen ist in meinen
muschelohren
sichtbares geschwätz der trickbetrüger
will das man setzt
hat seine Höhen und Tiefen. Vornan die Muschelohren kann ich nicht mehr hören, geschweige denn lesen. Werte ich so auf der Stufe mit dem ganzen Bernstein-Klimmbimm, der auch mal ganz toll war, aber nunmehr stinkt. Das Tagesrauschen ist nett, denn es erinnert mich iwie (wie oft denn noch?) an Tagesschau, was aber ganz gut passen würde wenn man es in den Kontext setzen würde. Vers 3 & 4 find ich sehr gut, denn sie verleiben dem Ganzen etwas naives an, dass deine fiktive Figur (Held wie sei einer ist) natürlich längst erspäht hat.
Auch die zweite Strophe
>> euer gebardengesank
versingt sich
opferbleich in teile
für ein hügelstück
der ganzen reise
knüpft in ihrem Gefallen an die Erste an und schafft es mich noch etwas mehr zu begeistern!
Kleine und sehr feine Wortspielereien hast du hier implizit, wie zum Bleisift gebardengesank, versingt und auch das opferbleich ist nicht ohne.
An sich alles naheliegende Witzeleien, wenn man drauf kommt, die du hier jedoch sehr gut verpackt hast.
Dein fiktiver Held kreidet an und das nicht zu knapp. Gut kommt das versingt, denn man kann sehr wohl sehr, sehr viel aus diesem Wort herausholen:
versinkt -> von versinken; versingt -> von versingen wie es den gescheiterten Versuch inne hat; von versingen wie es vielleicht sogar als Steigerung das Aussichtslose inne hat!? Die ganze Reise scheint in Relevanz gesetzt 'verkleinern' zu wollen!?
Ab jetzt wird es für mich und meine Synapsen obskur:
>> hätte ich dann wäre wenn
das rette mich ein happy end
dein Held scheint doch nicht so Held wie ich zum Anfang dachte, denn er ergeht sich hier in einer Odyssee aus Selbstzweifeleien.
>> die wahrheit deines lebens
ist der film den du dir schiebst
sagt mir dies und kurz sei lang
was jetzt ? ich tragn kopf
im sonnenuntergang
ab hier kommt es mir so vor, als wenn sich ein quasi-Erzähler über das Ganze begibt und sich au die vorherigen Zeilen bezieht.
"Die Wahrheit deines Lebens ist nicht der Film den du schiebst, sondern jener Film den du dir schiebst...". Auch das 'kleine Hügelstück der ganzen Reise' kommt hier wieder zur Sprache, wie mir scheint (und kurz sei lang) und wird kurzerhand und flux zum einfachen und simplen >>Leben<< erhoben.- das was es einfach und simpel ist. Dein Sonnenuntergang im letzten Vers hat was von Lucky Luke gleichem, dass sich Happy End gleich ans Ende setzt. Hat trotz dem Happy End das ich hier andichte was trauriges, ne!?
>> die haut dein licht
mein auge taut
im blick
aufhängen will ich mich hier am getauten Auge, denn das legt sich für mich über das Geschehen dieser Strophe.
Hat was von Erkenntnis dieser Teil deines Textes, die dem armen, armen Held die Tränen in die Augen treibt.
Ob nun aus Freude oder aus Trauer, wer weiß es...
>> klick
hast du die Glotze ausgemacht?
Nicht schlecht was du hier geschrieben hast, auch wenn ich nicht alles zu fassen bekomme. Der Mittelteil zum Ende hin ist mir zu schnulzig, was sich jedoch in den Kontext einer etwaigen Interpretation einfügt.
Zu 75% meins! Der Rest ist Gusto.
Findet, franz