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Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

Date of registration: Jun 3rd 2005

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Location: Wien

1

Friday, July 23rd 2010, 11:10pm

Sommerwettbewerb 2010 - Die Gedichte

Wetbwerbsfaden:

Im Wettbewerbsfaden postet Ihr bitte Eure Beiträge, die Ihr in den Wettberb nominieren lassen wollt.

Zeitrahmen: 23. Juli bis 15. August

Bitte bedenkt, daß Ihr den Text rechtzeitig einstellen solltet, wenn Ihr auf die drei, für den Wettbwerb notwendigen, Nominierungen kommen wollt!
Patz für die Nominierungen, Gespräche und Diskussionen rund um die Texte findet Ihr im Sommerwettberweb 2010 - Der Nominierungsfaden !

und so funktionierts: Somerwettbewerb 2010

Viel Glück und gutes Gelingen wünschen
Erik und das restliche Team von Gedichteforen


Liste der zu nominierenden Gedichte:

"Alle Macht dem Volk und was für ein Sommer ?" von armandia
"der Sommer kann mich mal von oben ..." von J. Locke
"Was für ein Sommer ..." von lyrikel .... (fixer Startplatz im Finale)
"Nichts zu tun" von marie lautgedacht
"Schlangenwispern" von Wüstenfuchs .... (fixer Startplatz im Finale)
"heliotrop" von Erik R. Andara .... (fixer Startplatz im Finale)
"bevor es vorbei ist" von marie lautgedacht .... (fixer Startplatz im Finale)
"ich seh sie schon Zitronen tragen" von Strohpuppe .... (fixer Startplatz im Finale)
"Kinderaugen" von marie lautgedacht
"Sommerlochgedicht - DJ Summer / Sommersonnenende" von jimi
"DER SOMMERKÖNIG" von Wüstenfuchs
"SOMMER" von Sarisand
"Sommernachtstraum" von Marot .... (fixer Startplatz im Finale)
"Es dämmert" von Tinus .... (fixer Startplatz im Finale)
"EIN ÖL FILM" von hera dam .... (fixer Startplatz im Finale)
"Sommerliebe - Ode von Juan" von jimi
"Sommerliebe II - Ode von Jean Pierre" von jimi
"an den Sommer" von Babac
"Sommerballade" von Hazel .... (fixer Startplatz im Finale)
"Augenklopfen" von J.Locke
"Natursommer" von ruelfig .... (fixer Startplatz im Finale)
"ohne Titel" von Undine .... (fixer Startplatz im Finale)
"Liebeserklärung" von sim (Text vom Autor zurückgezogen)
"Höchste Stunde" von MoE .... (fixer Startplatz im Finale)
"Was für ein Sommertag" von Benjamin Spitz
"schöne Morgenleiche" von J. Locke
"Juni-Juli-Troglodyt" von Alcedo .... (fixer Startplatz im Finale)
"Strandgedanken" von zweiflerin
"Zehntausend Stunden" von jimi
"Folterknecht im Schwitzkasten" von °°MioiM°°
"Des Sommers blutende Dolche" von jimi
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

lyrikel

Professional

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Location: Mecklenburg-Vorpommern

Occupation: Biologin

2

Monday, July 26th 2010, 9:58pm

Was für ein Sommer ...

Der Sommer ...
spielt frei
Licht Theater

auf ausgedörrten Bühnen
flirrt Staub
bis an den Horizont

Wassertropfenkristalle
blinzeln
ins Gegenlicht
und brechen
ans schwarzen Wimpern
ins blau

durchs dickichte Grün
wachsen
Lichtlianen hinab

und Schäfchenwolken
werfen Schatten
auf das Land


Date of registration: Jul 25th 2010

Posts: 10 wcf.user.activityPoints: 70

Location: Region MÜnchen

Occupation: Student

3

Tuesday, July 27th 2010, 3:42pm

Schlangenwispern

Der Sommer küsste ihre Augenlider.

Sie trug den roten Hut und verstreute Wacholderbeeren
bis zum Bärenwald.

Wunden trug das ausgebrannte Land.

Ein schwarzer Flügel zog eine tiefe Furche
unten am Fluss.

Der Sommer nagelte sich ihr ins Herz.


Sie hockte im verdorrten Gras.

Der Tag rauchte.

Nur die Pinien zählten die Stunden.

Endlich fiel der Schlaf.

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

Date of registration: Jun 3rd 2005

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Location: Wien

4

Tuesday, July 27th 2010, 8:49pm

heliotrop

in mündern schmelzen
juliworte und eis am stiel
im see reisen gleißend
die sterne hinüber
hinauf und
hinab
abends dann spricht man nicht
über liebe
man tut es
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Date of registration: Jan 31st 2007

Posts: 1,494 wcf.user.activityPoints: 8,225

5

Wednesday, July 28th 2010, 2:51pm

bevor es vorbei ist

barfuß auf heißem asphalt
den schmutz der großstadt
von einem ort zum anderen tragen
schritt für schritt eine spur
hinterlassen und mitnehmen
was mir vor die füße fällt
ein weg
erinnerungen an sommer
wie ein pflaster
auf die wunde zu kleben
wenn der herbst
auf kopf steine
und füße blutet
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

Strohpuppe

Moderator

Date of registration: Aug 22nd 2008

Posts: 1,416 wcf.user.activityPoints: 7,695

Location: Gießen

Occupation: Student

6

Wednesday, July 28th 2010, 5:29pm

ich seh sie schon Zitronen tragen

die Leute verbiestern
in geschlossenen Räumen
fällt uns ständig was auf den Kopf.

es zieht mich nach draußen.
es ist nicht mein Wille,
sondern der Herbst, der mich ruft.

.
zum Thema "warum mich dieser Sommer mal kann"
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

Marot

Administrator

Date of registration: May 19th 2003

Posts: 3,570 wcf.user.activityPoints: 19,405

Location: bei dir zuhause, wenn du willst, weiblich bist und Sommersprossen hast

Occupation: Bademütze

7

Thursday, July 29th 2010, 8:25pm

Sommernachtstraum

Ach haett es jene Sommernacht gegeben
Ein frischer Duft nach einem Feuertag
Ich seh die Voegel in den Linden kleben
In jener Nacht, da ich nicht bei dir lag

Ach waer ich doch an deiner Brust vergangen
Nur blauer Dunst im heissem Wuestenwind
Ich sehe Staub und rotgekochte Wangen
Von Kuessen die nie wahr gewesen sind

Und waer mein Herz in dich hinein geflossen
Wie Wellen in taifunisch heisser Gier
In Sternenmilch vergluehen Sommersprossen
In jener Stund war keiner von uns hier

Ach haett es jene Sommernacht gegeben
Ein kurzer Traum von Liebe, Luft und Licht
Ein einzger Sommer fuer ein ganzes Leben
Doch jene Nacht, die gab und gibt es nicht
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

Tinus

Master

Date of registration: Feb 5th 2005

Posts: 532 wcf.user.activityPoints: 3,215

Occupation: rausfinden, wer ich bin

8

Thursday, July 29th 2010, 10:49pm

Dämmerung

Unwirklich
wie alle Tage
stolziere ich
Spötter in der
Dämmerung
am Horizont
schwülfeuchtes
zwielichtiges
Wetterleuchten
den Himmel
verdunkelnd
es dämmert
mir nicht.

hera dam

Professional

Date of registration: Mar 4th 2005

Posts: 327 wcf.user.activityPoints: 2,315

Location: Schweiz

Occupation: Sprachtherapeutin

9

Thursday, July 29th 2010, 11:11pm

"DIESER Sommer kann mich mal" oder "wie geht man sprachlich mit Albträumen um?"

wer frisst wen? die bakterien öl! wir?


EIN ÖL FILM

tausend srommerstrände
zig tausend randkilometer sand
gase strömen, feuer lecken
an geölten stirnen – was fräre
wenn der brände rasen
unsre brillen zum brüllen brächten?
was fräre, wenn wir
geträuft mit öl und benzaun,
wie ein hraufen knochen,
dunkel blaun, glas gerb kochten,
nachtgezäunt alles schwärzten?
wie wrackhaufen kröchen, schichteten
krack knochen auf strände
überkreuz flügel vorboten?
da braut es sich schon!
hera dam©

Meine Privat-Lektüre (Juli 2010):

Arthur Honegger "Die Fertigmacher"
Robert Gernhardt "Was das Gedicht alles kann: Alles"
"Komische Geschichten" versch. AutorInnen, Aufbau Verlag
Urs-P. Twellmann "Arbeiten mit Holz"


Elytis "Orientierungen", p. 122:
"Deute, strebe, begreife:
Auch von hinten besehen
Bin ich der gleiche"

jimi

Trainee

Date of registration: May 2nd 2006

Posts: 29 wcf.user.activityPoints: 175

10

Thursday, July 29th 2010, 11:45pm

Sommerliebe II - Ode von Jean Pierre

Sommer, Sonne, Heiden blüh´n,
als ich ins Land gezogen kam,
von der Hitze schon ganz angetan,
da sah ich eine junge Maid,
in einem wunderschönen Kleid.

Ich grüßte Sie gar heiter froh,
doch das war ein Griff ins Klo.
Da ging ich fort ihr Tand zu kaufen,
doch sie wollte lieber Saufen.

Nun seh´ ich ein,
kein güld´ner Schein,
vermag der Liebe Lächeln zu gewinnen,
sondern nur jeck zu mimen,
ich bin der Sommersonnenschein
und schenke heit´re Gläßlein Wein ...

Babac

Master

Date of registration: Feb 5th 2007

Posts: 809 wcf.user.activityPoints: 5,365

Location: Saarbrücken

11

Friday, July 30th 2010, 1:13am

an den Sommer

Könnte ich nur das in Worte fassen,
alles was mein Herz nun fühlt.
Diese Symbiose aus Lieb’ und Hassen,
die in ihm tagtäglich glüht.

Wie du Natur, wenn sich Sommerhitze,
mit der kalten Luft vermengt;
dich abkühlst in Regen und den Blitzen,
wein’ ich aus, was mein Herz beengt.

Sommer, nein, du fühlst nicht diese Wunden!
die man meiner Seele schlug.
Die zurück als abgelebte Stunden,
kehren wie dein Wolkenzug.

Nein, ich sinke, Natur, vor Ermatten,
wie man sinkt vom Dolchenstoß;
zur Erd’ gedrückt von vergangnen Schatten;
langsam, ach, in deinen Schoß.

Hazel

Moderator

Date of registration: Sep 14th 2003

Posts: 802 wcf.user.activityPoints: 4,445

Location: München

Occupation: Germanistik-Student

12

Friday, July 30th 2010, 9:50pm

Sommerballade

Du strahlst mir schon entgegen durch vergilbte Fensterrahmen
und wie ein Bild kommst du mir vor, ein falsch gerahmtes Lachen.

Ich lass genervt das Rollo rasseln, stoß’ dich aus den Armen.
Mit Hitze klopfst du an mein Zelt: „Jetzt pack’ die Badesachen!“

Und dumpf und stumpf und träg’ und müßig roll ich mich aus Decken,
erspähe aus Facettenaugen dünne Silhouetten.
„Wer will mich da aus meinem Schlaf, aus meinen Träumen wecken?“,
frag’ ich noch ganz verdutzt und greife nach den Zigaretten.

„Der Sommer ist’s, Herr Sommer ist’s.“, singt Fräulein Sonne fröhlich,
„Dein Winterschlaf ist längst vorbei und draußen fliegt das Leben
durch jede Straße jeden Ortes, wirklich ungewöhnlich,
dass du’s als Einziger nicht schaffst, dich endlich zu erheben.

Im Park auf grünem, weichem Gras, da spielen sie Gitarre,
sie lachen und sie necken sich bis in die warmen Nächte.
Dann fließt der Wein aus schweren Krügen und man raucht Zigarre,
bis in den neuen Morgen ich die ersten Strahlen flechte.“

Zu laut, zu hoch und aufgedrungen trifft mich diese Stimme.
Was weiß denn schon die Sonne von Vergänglichkeit und Fallen.
Ich zucke hier in tausend Netzen, bin mir selbst die Spinne,
Gedanken lassen mich im Schlafe noch die Fäuste ballen.

„Die Zeit hat dich schon überholt, sieh zu, dass etwas Farbe
in dein verstaubtes Leben kommt. Ich will dich ja nicht zwingen,
doch glaube mir, ich leb schon lang, noch nie hat eine Narbe
ganz ohne Freude es geschafft, was Rechtes beizubringen.“

(an alle "Der Sommer kann mich mal" Vertreter :-) )
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

J.Locke

Professional

Date of registration: Sep 10th 2009

Posts: 338 wcf.user.activityPoints: 2,050

13

Saturday, July 31st 2010, 3:40pm

Augenklopfen

Ein oranger Himmel eben,
war das gestrige Leben,
ewig erschien es mir.

In deinen Augen war Sonne, 
eine untergehende flackernde
und eine Seele hôrte ich klopfen.

Deine Lippen hielten
meine fest - ein Moment
gegossen für einen Traum.

Bis mein Herz ruhig glaubt
alles einen Sinn zu geben.
Ein fremder Planet bis dahin.


Morgen lacht ein Schatten
in dem Staub wirbelt,
die Fùsse klopfen davon.

ruelfig

Master

Date of registration: Nov 6th 2006

Posts: 632 wcf.user.activityPoints: 3,395

Location: Von

Occupation: Ökologische Ausgleichsfläche

14

Sunday, August 1st 2010, 2:16pm

Natursommer

Ratten träumen von tieferen Schatten
und Ziegen davon, was zu saufen zu kaufen,
Spatzen ersehnen die Tatzen der Katzen
und Tauben fallen gesotten vom Dach -
verglühende Würmchen am trockenen Bach.

Skiurlaub in Kanada wünscht sich die Tarantula,
Wüstenmäuse, Schwanz an Schwanz, taumeln einen Regentanz.
Statt ein Rinnsal hochzuschnellen, kriegen Lachse Hitzewellen
und Scheißeheiß verröchelt Waldis Bellen.

Ich höre nichts von all diesen Klagen
und freu mich am Brummen der Klimaanlagen.
Gegenismen

Undine

Trainee

Date of registration: Aug 1st 2010

Posts: 32 wcf.user.activityPoints: 220

Location: Im Norden

15

Sunday, August 1st 2010, 11:07pm

ewig dein
auf drei wochen im sommer
wer häutet sich nicht
im gewitter der fluten
einmal wieder fallen wir
in die endlichkeit der sterne
aus zerwühlten dünen
kehren wir zurück
mit händen voll abgesuchter haut
in muscheln von telefonen
vergrauen sommerwörter
es bleibt sand
aus einem traum
in den wir uns
nicht mehr wünschen

MoE

Trainee

Date of registration: May 27th 2005

Posts: 46 wcf.user.activityPoints: 275

16

Thursday, August 5th 2010, 6:27pm

Höchste Stunde

Es ist die eine höchste Stunde
An Julis äußersten Gestaden
An Rändern einer bösen Wunde
In deren Feucht die Fliegen baden

Wenn alle Schatten kürzer fallen
Knirschen knöchern die Zikaden
- Wie Sand, in den sich Finger krallen -
Und staubwärts lauschen die Najaden

Bis später aus den letzten Dingen
Sich Lebenszuckungen entladen
Als wollten sie noch leise singen:
In Fransen endet Nonas -

Mit einem fremden freien Tone
Entblühen endlich Farbenschwaden
Und wischen sanft die Sonnenkrone
Vom hellen Haupte der Plejaden
Woraus bemerkenswerter Weise nichts hervorgeht

Date of registration: Feb 26th 2010

Posts: 50 wcf.user.activityPoints: 365

Location: Dort, wo Goethe "Wanderers Nachtlied" schrieb

17

Thursday, August 5th 2010, 8:34pm

Was für ein Sommertag

An einem Sommertage ging
inmitten gelber Felder
mein Weg am Unstrutufer hin
ganz in Gedanken selber

Heiß war die Luft und ungezählt
Teichjungfern flogen träge
umschwirrt mich die Insektenwelt
auf meinem Sommerwege

Auf einem Hügel unscheinbar
im sumpfigen Gelände
Thingstätte uns'rer Ahnen war
so sagt es die Legende

Mit eignen Augen wollte ich
so wie ich es gelesen
den Hügel der Geschichte seh'n
der Tretteburg gewesen

Verschollen scheint die alte Zeit
kein Stein war mehr zu seh'n
der zeugt vom alten Königreich
nur die Legende blieb besteh'n.


Benjamin Spitz
(C) Benjamin Spitz

J.Locke

Professional

Date of registration: Sep 10th 2009

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18

Friday, August 6th 2010, 3:24am

schöne Morgenleiche

Die blaue Sonne
verschmilzt per Luft
zu Luft Zirkulation
in einer Faßung
meines Ringes.

Ein meeresbreiter
Ametist, der Tiefe
ilusioniert, wie dieser 
Spiegel, der alle
Menschen reflektiert-
den 0815 Typ.


1.75m mißt der Körper,
lange Beine,
tangentiale Kurven: 
hast du schon ein Bild?
Karo oder Streifen sind NoGos!
Längs den Pulsadern = schnittig! 

Vor diesem grünen Pool
steht - bald das Abendblau,
bald der Teint gewichen,
eine schöne Tiefe
ohne Grund - 
Blutrot mein Sommer Trend
2010.


 

Date of registration: Feb 3rd 2005

Posts: 1,179 wcf.user.activityPoints: 6,675

Location: Europa

Occupation: Werkzeugmacher

19

Friday, August 6th 2010, 3:43pm

Juni-Juli-Troglodyt



Kleiner, lauter
..................... Sommersinger,
Königsschlüpfer,
..................... Größerklinger,
Schmetterkünstler,
..................... Unheilsbringer -

singst du mich ins Kühle, sag?


Lauter Sommer-
..................... morgensinger,
Hitzewellen-
..................... schwülebringer,
Sonnenscheiben-
..................... grellberinger -

bring mir Kälte, die mich mag!


Messerzungen-
..................... klingenschwinger,
Kehlenklaffer,
..................... Dunkelschlinger,
zugespitzter
..................... Schinderfinger -

schneid mein warmes Blut ins Grab!


Kleiner, lauter
..................... Sommersinger,
Schmetterkünstler,
..................... Kühlebringer,
messerscharfer
..................... Heilbezwinger -

heute ist mein letzter Tag.


zweiflerin

Trainee

Date of registration: Aug 6th 2010

Posts: 18 wcf.user.activityPoints: 95

20

Saturday, August 7th 2010, 3:17am

Strandgedanken

Strandgedanken

heikles ungewohnt
weichgezeichnet
wird bedacht erinnert

auf zu sommernächten
winterwind und weingesäusel
brechen flüchtigkeit

einreißen was niemals stand

7.8.10
"ego sum, ego existo...quamdio cogit" Descartes

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