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Marot

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1

Tuesday, May 11th 2010, 9:04am

The shocking story of Telephos

So, ich hänge beim Herkules wie gewöhnlich in der Rohfassung fest und weiss nich so recht wie ich die ganzen Probleme beheben soll. Daher hab ich jetzt erstmal den zweiten Teil meiner Persiedentriologie geschrieben, der allerdings inhaltlich nicht mit dem Herkules zusammenhängt das ist nur ne Lose verbindung. Das Ganze ist natürlich auch erst ne rohfassung, auch wenn ich hier wesentlich mehr Land sehe.
Ich poste trotz des Titels in kleinen Stückchen damits leseverträglicher ist und weils mir so mehr Spaß macht

The Shocking Story of Telephos
eine ziemliche Farce in einem Stück von Jens W. Kroker

Vier Müllmänner:
Am Morgen wenn der letzte Säufer fällt
die Sonne in den schwarzen Himmel springt
und selbst der Stadtlärm ganz kurz innehält
dann kommen wir und putzen weg was stinkt

Es ist für uns ganz ehrlich eine Wonne
zu putzen ist das aller größte Glück
Wenn alles blitzt und strahlt wie in der Sonne
dann lachen wir und strahlen froh zurück

Wir sind die Wischwaschwischwasch Putzkolonne
Die Heilsarmee für Müll, Kompost und Dreck
Oh ja das Putzen ist uns eine Wonne
wir wischen wischwasch, wischwash alles weg

Da klebt die Kotze fest auf dem Asphalt?
Nur keine Angst, wir wischen es gleich auf!
Und dieser Hundehaufen ist schon alt ?
Schnell aufgelesen, das nimmt man in kauf.

Wir sind die Wischwaschwischwasch Putzkolonne
Die Heilsarmee für Müll, Kompost und Dreck
Oh ja das Putzen ist uns eine Wonne
wir wischen wischwasch wischwash alles weg

Wir räumen Flaschen, Trinker und Kondome
ganz klaglos fort, und spülen hinterher.
Der ganze Unrat fließt in einem Strome
den Gulli abwärts. Danke? Bitte sehr!

Wir sind die Wischwasch wischwasch Putzkolonne
Die Heilsarmee für Müll, Kompost und Dreck
Oh ja das Putzen ist reinste Wonne
wir wischen wischwasch, wischwash alles weg

Murrat: Warum müssen wir jeden morgen dieses scheiß Lied singen?

Udo: Maketing, hat der Boss gesagt.

Murrat: Das ist doch Mist, uns hört eh keiner.

Udo: Prinzip ist Prinzip. Hey du hast die Kotze da übersehen.

Heinz: Man sieht die Kotze vor lauter Kotze nicht, könnten man sagen.

Murrat: Lernt man solche Sprüche an der Uni?

Heinz: Man lernt überhaupt nichts an der Uni, außer Selbstbeweihräucherung

Murrat: Haben sie dich deshalb raus geschmissen?

Heinz: Sie haben mich nicht raus geschmissen, der Job gefiel mir nicht mehr.
Zu viele unangenehme Charakter

Petra: Könnt ihr jetzt mal was schaffen, es graut schon.

Murrat: Geh du doch anschaffen, statt hier zu nerven. Weiber haben hier eh nichts zu suchen

Petra: Was machst du dann hier?

Mohamet: Halt die Fresse du Schlampe, ich...

Udo: Ruhe! Verdammt ich bin es Leid. Murrat da rüber zu dem Flaschenhaufen, Petra du hilfst mir mit dem Müllberg hier.

Petra: Ich will mich wegen sexistischem Verhalten beschweren.

Udo: Geh zum Chef.

Petra: Der ist der schlimmste Sexist von allen.

Udo: Und was soll ich dann machen?

Petra: Auf dich hört er, alle hören auf dich.

Udo: Bis auf meine Frau.

Petra: Sag Murrat er soll aufhören mich ständig zu beleidigen. Ist mir egal ob er Türke ist und das bei denen so üblich ist. Wir sind hier in Deutschland.

Heinz: Das hat nicht damit zu tun das er Türke ist, er ist einfach nur jung.

Petra: Was soll denn das heißen.

Heinz: Wenn du das nicht verstehst, ist dir nicht zu helfen.

Petra: Ihr seid alle verschworen, wie?

Udo: Wie war eigentlich dein Vorstellungsgespräch?

Heinz: Ich bin zu alt und zu lange aus dem Geschäft. So ein junger Dozent der bei den Mädels beliebt ist hat den Posten bekommen.

Udo: Immer das Gleiche.

Petra: Ich hab übrigens dein Buch angefangen

Heinz: Und verstehst du es?

Petra: Klar, bin ja nicht doof, außerdem kannte ich die Geschichte.

Heinz: Du kennst die Sage? Woher?

Murrat: Hey, kommt mal rüber, da liegt einer zwischen den Flaschen.

Udo: Nicht schon wieder! Hey, sie, aufwachen.

Murrat: Vollkommen weggetreten der Typ

Petra: Lebt er noch?

Udo: Hey! Hm scheint zu atmen. Helft mir. Wir legen ihn da rüber.

Heinz: Ich rufe die Polizei.

Telephos: Ha! Ich lebe! Ich lebe! Hahahahahahaha! Ich bin dem Tartaros entronnen. Ich habe Hades ein Schnippchen geschlagen! Hahahahahaha. Ihr armselige Kreaturen, ihr kleinen niederen Götter, ihr seid nichts gegen mich. Sieh Vater, du bist ein Gott geworden? Lachhaft, ich bin ein Titan, der die Götter bezwingt

Murrat: Hä?

Petra: Der ist noch völlig betrunken.

Heinz: Und obendrein ungebildet, die Götter haben die Titanen besiegt.

Telephos: Kniet nieder ihr armseligen Menschlinge, kniet vor eurem neuen Gott!

Udo: Jetzt setzt dich erstmal hin, es kommt gleich Hilfe. Petra hol ihm eine Decke und ich denke wir rufen lieber die Klapsmühle statt die Polizei.

Telephos: Ich bin ich durch das Nichts geirrt. Die endlosen Schattengänge und die ewige Dunkelheit der Unterwelt, ich habe sie überwunden. Ich Telephos bin endlich frei!

Heinz: Du hältst dich für Telephos? Warum nicht Achilles oder Perseus?

Udo: Wer ist Telephos?

Heinz: Ein unbedeutender griechischer Held, der Sohn des Herkules

Murrat: Hey, Herkules kenne ich, das ist der Muskelmann oder?

Telephos: Unbedeutend? Unbedeutend? Stirb!

Udo: Hey, immer mit der Ruhe, Murrat hilf mir.

Telephos: Ich bring dich um du Wurm, ich reiße dich in Stücke, unbedeutend, der Sohn des
Herkules, wer schert sich schon um den? Ich Telephos bin aus der Unterwelt entkommen!

Heinz: Das ist Herkules auch und ebenso Theseus und Orpheus, das ist nichts besonderes für griechische Helden. Die gehen da ein und aus.

Telephos: Ich stopf dir das freche Maul.

Udo: Mann Heinz, reg ihn nicht noch mehr auf, ich kann ihn kaum halten.

Heinz: Aber es ist wahr! Telephos ist nur eine billige Nachahmung.

Udo: Das ist mir scheiß egal, ruf die Klapse an verdammt.

Telephos: Nachahmung? Ich habe Pergamon gegründet.

Petra: Das Museum? Ich war als Kind mit meinem Vater drin. Wunderschön.

Heinz: Deswegen gibt es den Telephosmythos ja nur. Damit die Stadtgründer von Pergamon einen Helden hatten. Alles zusammen geklaut aus den echten griechischen Heldensagen.

Telephos: Museum?

Petra: Ja die haben da die halbe Stadt Pergamon drin stehen, alles Stein für Stein abgebaut und in Berlin wieder aufgebaut. Das Tor von Babylon haben die auch. Ich erinnre mich an den Tag. Papa hat mir ein Eis gekauft.

Tephos: Museum?

Petra: Und dann sind wir noch ins Ballett. Ich hasse Ballett.

Telephos: Meine Stadt, die ich selbst Stein für Stein aufgebaut habe wurde Stein für Stein abgebaut.

Petra: Und wieder aufgebaut

Udo: Hör auf dich über den Irren lustig zu machen.

Petra: Aber es ist so süß, wie er dahin schmilzt.

Udo: Deiner Stadt geht’s gut, sie steht noch immer da wo sie stand, keine Sorge. Jetzt warte kurz, dann kommen Leute, die dir helfen. Heinz, was macht der Anruf?

Heinz: Geht keiner dran, ist wohl zu früh.

Udo: Dann eben doch die Polizei.

Heinz: Warte noch, ich würde gerne wissen warum er glaubt ausgerechnet Telephos zu sein.

Udo: Spinnst du? Eben wollte er dich noch in Stücke reisen.

Heinz: Ja aber jetzt ist er völlig am Ende, völlig kraftlos. Es ist so echt, ich will wissen ob er makiert oder nicht.

Telephos: Stein für Stein und ich dachte ich schaffe etwas für die Ewigkeit.

Heinz: Stichwort Ewigkeit, du warst wohl eine ganze Weile in der Unterwelt?

Telephos: Die Unendlichen Weiten des Schattenreiches sind ziemlich groß, wie du dir denken kannst.

Heinz: Sicher, aber ist dir klar, das 2500 Jahre vergangen sind, plus die unbestimmte Zeit, die zwischen historischer Realität und überlieferte Mythologie liegt natürlich?

Telephos: Was ist schon Zeit, wenn einem das Lebenswerk Stein für Stein unter den Füßen weg geklaut wird? Ich habe gar keine Kraft mehr, ich will zurück.

Murrat: Geh doch einfach ins Museum, musst nur ein Ticket kaufen.

Telephos: Bist du von verrückt? Ins Museum wo sie meine Stadt verschandelt haben? Da gibt es sicher elektrisches Licht und einen Haufen Idioten die Photos schießen und rumm schreien und sich dumme Hörspiele über die Entstehungsgeschichte Pergamons anhören.

Petra: Es ist ein schönes Hörspiel mit lauter guten Schauspielern!

Heinz: Ha, jetzt habe ich dich! Du makierst. Woher sollte der echte Telephos etwas von Fotoapperaten, Museen und Hörspielen wissen? Wenn du wirklich glauben würdest Telephos zu sein würdest du auch nicht von alldem wissen.

Telephos: Ich bin ein Titan geworden, ich bin allwissend, außerdem sind wir ja nicht taub in der Unterwelt. Es kommen ständig neue Leute und die erzählen so einiges. Wir wissen alles über die Sauereien, die ihr hier anstellt.

Heinz: Das ist doch Unsinn! Ich wette du kennst die dämliche Geschichte von Telephos nicht einmal.

Telephos: Ha! Die Wette gilt! Ich zeig sie dir. Du da bist Herkules!

Udo: Ich? Was?

Telephos: Und du bist Auge

Petra: Wie bitte?

Telephos: Und es begab sich das Herkules an einem Bach der wunderschönen Jungfrau Auge begegnet.

Murrat: Wunderschön? Da brauchen wir aber eine andere Darstellerin.

Petra: Halt die Klappe

Herkules( Udo) : Wie ist dein Name du schöne Blüte der Aphrodite.

Auge ( Petra): Ich bin Auge, die Tochter des Aleos, eine Jungfrau der Athene, und wer bist du.

Herkules(Udo): Dein glühenster Verehrer!

Murrat: Hahahahaha du siehst total dämlich aus, wenn du leidenschaftlich guckst Udo.

Telephos: Hör auf die Geschichte zu unterbrechen Muselman!

Murat: Muselman?

Herkules: Ich bin Herkules, dein Diener und Geliebter!

Auge: Warte, ich bin der Athene versprochen.

Herkules: Schon bald bin ich selbst ein Gott, ich bin ihr keine Rechenschaft schuldig.

Auge: Nein, nein, oh Hilfe..

Murrat: Hey, ihr müsst das nicht ausspielen

Heinz: Außerdem ist das Unfug, wer sagt das Herkules Auge vergewaltigt?

Telephos: Der gesunde Menschenverstand, der Kerl war ein Hurenbock!

Heinz: In der Geschichte, die ich kenne, lässt Auge sich verführen.

Petra: Und ich will hier auch nich nur das arme Lämmchen spiele, wir sind im 21. jahrhundert.

Herkules: Ich bin Herkules, dein Diener und Geliebter.

Auge: Ist das so? Dann diene mir mit deiner Wollust

Herkules: Oh Auge, du Früchtchen...

Murrat: Hey das ist widerlich, den Teil will keiner sehen!

Telephos: Die andere Variante ist sowieso realistischer.

Murrat: Ich will keine von beiden sehen.

Telephos: Wie auch immer, die Grundbotschaft ist erzählt. Die beiden kommen zusammen und zeugen mich gegen den Willen der Göttin Athene. Nun begab es sich, dass das Orakel Aleos dem König von Tegea weihsagte er würde einst von seinem eigenen Enkel gestürzt werden. Vor lauter Angst schickte er daher Auge in die Sklaverei und ließ mich in der Wildnis aussetzten.
In dem Teil spiele ich mich selbst und du bist die Hirschkuh!

Petra: Die was?

Telephos: Die Hirschkuh. Du musst dich nur auf alle Viere stellen und mich an deinen Brüsten nuckeln lassen.

Petra: Du spinnst ja!

Telephos: Ich dachte wir sind im 21. jahrhudnert. Gut dann erzähle ich es eben, aber ich sage euch, mit dieser Einstellung wird das hier nie eine gute Inszinierung

Heinz: Es ist schon keine gute Geschichte, wo soll da eine gute Inszenierung herkommen.
Geld ist teuer!

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Marot

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2

Wednesday, May 12th 2010, 4:32am

Telephos: Jajaja, also der kleine Telephos strandet in der Wildnis, auf Grund eines Orakels

Heinz:
Ödipus

Telephos: Was?

Heinz: Nichts, musste nur husten

Telephos: Schutzlos liegt er im tiefen Gras, da kommt eine Hirschkuh daher, die ihn von ihrer Milch säugt, weshalb er ein mächtiger Krieger der Wildnis wird.

Heinz: Romulus und Remus

Murrat: Und Mogli!

Heinz: Ja eine lange Tradition der von Tieren geesäugten Helden und Telephos ist mit Abstand der hanebüchenste.

Telephos: Ich muss mir so was nicht von einem Müllmann sagen lassen.

Udo: Er hat einen Doktor in Griechisch.

Heinz: Alte Geschichte.

Telephos: Ach und was räumst du dann hier den Dreck anderer Leute weg?

Heinz: Erzähl weiter!

Telephos: Hehe, der tapfere Telephos wuchs also in der Wildnis auf, als ihn eines Tags sein treuloser versoffener Vater mehr zufällig findet.

Herkules(Udo): Hey, Junge, nimm die Euter aus dem Mund und komm mal her.

Telephos: Wer bist du?

Herkules ( udo): Ich bin Herkules, der tollste und stärkste Held aller Zeiten. Wie es aussieht bist du mein Sohn. Ehrlich gesagt bist du mir scheißegal, ich hab hunderte Bälger wie dich, aber da wir uns schonmal begegnen, kannst du auch mitkommen. Ich will ins nächstbeste Hurenhaus und auf dem Weg dahin können wir gleich ein paar Dörfer überfallen und die Frauen und Kinder schänden.

Heinz: Hey warte mal. Das kannst nicht machen. Solche Worte kannst du dem größten aller Helden nicht in den Mund legen. Das ist Rufmord.

Telephos: Ach ja, was weißt du denn schon? Der Kerl ist ein Schwein. Ich stelle hier nur Missverständnisse richtig.

Heinz: Wenn du nicht objektiv bleiben kannst, erzähle ich weiter.

Herkules: Endlich, nach all den Jahren habe ich dich gefunden.

Telephos: Wer bist du?

Herkules: Ich bin Herkules, dein Vater.

Telephos: Mein Vater? Aber wo warst du alle die Jahre.

Herkules: Wir wurden bei deiner Geburt getrennt. Ich habe dich überall gesucht. Höre zu Junge, ich kann dir nicht viel mit auf den Weg geben, denn ich habe selbst nichts außer meinen Ruf und meine Stärke. Aber ich will, dass du niemals vergisst, wer du bist! Der Sohn der Herkules, ausersehen Großes zu leisten. Es wird Zeit dass du deinem Schicksal begegnest. Diese Wildnis ist kein Ort für meinen Sohn. Geh nach Mysien und diene dem König Theutras. Er ist ein Freund und wird dich bei sich aufnehmen. Diene ihm gut und enttäusche mich nicht. Vergiss niemals, du bist ein Enkel der Götter.

Telephos: Vater, ich werde dich nicht enttäuschen. Jetzt mal ehrlich, diesen Quatsch habe ich nie gesagt. Ich erzähle weiter, sonst wird das hier noch eine Seifenoper.
Nach dem er seinen stinkenden, dummen Vater in der Wildnis stehen lies, machte er sich auf nach Mysien. Auf seiner Reise erlebte er hunderte, großartige Abenteuer.

Heinz: Da bin ich jetzt aber gespannt.

Telephos: Kannst du auch. Zum Beispiel die Geschichte mit den Nympfen. Wir brauchen zwei!

Petra: Ähm, ich bin die einzige Frau hier.

Telephos: Was? Drei Männer und nur eine Frau bei der Müllabfuhr? Wo bleibt da die Gleichberechtigung?

Petra: Meine Rede.

Murrat: Ja weil sich die Weiber ja so um den Job reißen.

Telephos: Was solls, dann spielst du eben die zweite!

Murrat: Ich? Spinnst du Alter! Willst du aufs Maul?

Telephos: Jetzt stell dich nicht so an, du bist der Jüngste und hübscheste von euch drei!

Murrat: Vergiss es. Ich bin keine Frau.

Telephos: Du sollst ja auch keine sein, sondern eine spielen, du Dummkopf.

Petra: Was ist los Murrat, hast du schiss, dass du es nicht bringst?

Murrat: Ich zeig dir wie ichs bringe.

Nympfe( murrat): Oh schöner, Fremder wohin des Weges.

Zweite Nympfe( Petra): Bleib doch ein wenig bei uns du schöner starker Mann!

Telephos: Ich kann nicht, ihr Süßen, ich bin auf dem weg nach Mysien

Erste Nympfe ( murrat): Ach Mysien, bleib ein wenig und gönne etwas dir etwas Muse. Wir wollen dich verwöhnen.

Zweite Nympfe: Ja du musst müde sein, von der langen Reise. Setzt dich, ruhe dich aus. Lass dich massieren. Lass und all deine Sorgen vergessen machen.

Telephos: Ähm, ja warum eigentlich nicht. Ein wenig Rasten kann nicht schaden.

Erste Nympfe (Murrat): Hier mein Süßer, iss von dieser Blüte

Telephos: Köstlich, oh wie wunderbar. Was wollte ich noch gleich tun? Egal ich bleibe einfach hier.

Heinz: Hey, dass ist nicht deine Geschichte. Das hast du aus der Odyssee geklaut.

Telephos: Ach und wer sagt dir, dass ich das geklaut habe und nicht Odysseus.

Heinz: Menschenkenntnis.

Murrat: Ich will noch mal betonen, dass das eben nur gespielt war.

Heinz: Erzähle lieber, wie du in blinder Wut deinen Onkel Lycratus umgebracht, damit das Geschlecht des Aleos ausgeräuchert und das Orakel erfüllt hast.

Telephos: Unwichtige Details. Ich kam also nach großen Abenteuern in Mysien an, wo man mich als Helden empfing.

Heinz: Stimmt und jetzt kommt der wirklich lustige Teil.

Udo: Wirklich, was ist passiert?

Heinz: Er hätte fast seine Mutter...

Telephos: Zum Griechenheer! Telephos war in Müsien angekommen und der erste Krieger des Reiches, als plötzlich am Horizont ein gewaltiges Heer auftauchte:

Heer der Griechen ( Udo, Heinz, Murrat ):
Wir sind das Heer aus Griechenland,
Gesendet um zu sünen
Es bringen Blut und Furcht und Brand
Die Großen und die Kühnen

Ihr stahlt uns unser schönstes Weib,
Wir stehlen euer Leben
Die Sünde zahlt ihr Leib für Leib.
Wir pflücken euch wie Reben

Wir schlachten ab, wir töten schnell,
Wir kennen keine Gnade,
Dem Paris ziehen wir das Fell
Vom Scheitel bis zur Wade

Nun kleines Troja sei bereit,
Es folgt das große Sterben.
Genug der Rede es ist Zeit,
Stürmt los und zählt die Kerben

Telephos: Hey, ihr, wartet mal! Troja? Seit ihr bescheuert? Das hier ist Mysien.

Agamemnon (Udo): Hä?

Telephos: M-y-s-i-e-n!

Agamemnon: Mysien? So ein Unsinn, wir sind immer nach Osten gesegelt.

Telephos: Die Winde müssen euch abgetrieben haben. Ihr seit Tage von Troja entfernt.

Argamemnon: Verdammter Mist! Odysseus, wie kann das sein?

Odysseus (Murrat): Es ist mir ein Rätsel.

Telephos: Die Winde sind tückisch, das kann schon mal passieren. Immer in diese Richtung. Wenn ihr eine riesige Burg seht, für die man mindestens 10 Jahre braucht, um sie zu schleifen, seit ihr richtig. Ich wünsche eine gute Reise und viel Glück.

Achilles (Heinz): Ich mag nicht, wie er redet. Und seine Vissage kann ich auch nicht leiden.

Agamenon: Hm, die Männer sind gelangweilt von der langen Fahrt und die Stadt sieht recht reich aus. Was meinst du Odysseus.

Odysseus: Ein wenig Training kann nicht schaden und da wir schonmal hier sind. Es wäre unhöflich einfach so wieder zu gehen.

Achilles: Ich will Blut saufen!

Agamemnon: Dann ist es abgemacht.

Das Heer der Griechen:
Wir sind das Heer aus Griechenland,
Wir haben uns verlaufen.
Die falsche Stadt am falschen Strand,
Was solls, jetzt last uns raufen!

Telephos: Warum! Wir haben euch nichts getan

Agamemnon: Es ist nichts Persönliches, aber wir haben Prinzipien. Wenn wir in ein fremdes Land kommen, erobern wir es auch! Angriff!

Telephos: Stopp, ich habe die Liebesgeschichte vergessen! Die ist dramaturgisch wichtig.

Heinz: Ich dachte du wolltest verheimlichen, dass du fast mit deiner Mutter...

Telephos: Doch nicht das, ich meine die mit der Amazone.

Hiera ( Petra): Ich bin hässlich!

Telephos: Nein du bist wunderschön. Vom ersten Moment da ich dich sah, konnte ich meine Augen nicht mehr abwenden.

Hiera: Doch, ich bin hässlich und ich habe nur eine Brust. Alle lachen über mich. Sie zeigen es mir nicht aber ich kann ihr Gedanken hören. Sie denke ich habe hier nichts zu suchen. Ich bin nicht schön wie Helena oder liebreizend wie Europa. Ich bin nichts. Wenn ich wenigsten die weibliche Kraft von Pentisinea hätte, ihre Entschlossenheit und Willensstärke, dann wäre ich wenigsten irgend etwas. Aber Ich bin nur Hiera mit der einen Brust, halb Mann halb Frau. Wer ist das schon!

Heinz: Guter Punkt, dass sage ich ja die ganze Zeit. Die Besetzung ist zweitklassig.

Telephos: Halt endlich die Schnauze. Du musst nicht Pentisinea sein und auch nicht Europa. Und um Gottes Willen sei nicht Helena, dann werden wir die Kerle da nie los.

Hiera: Du machst dich über mich lustig.

Telephos: Wie könnte ich? Ich bin Telephos. Ich weiß ganz genau von was du sprichst, aber du irrst dich. Wir sind wer, gemeinsam sind wir wer. Telephos und Hiera, die eine Liebe verbindet die nichts und niemand trennen kann. Ich würde sogar ins Totenreich steigen um dich zu holen

Hiera: Oh Telephos...

Telephos: Oh Petra... ähm... Hiera

Murrat: Wir greifen an!

Argamaemnon: Seit wann gibt hier Odysseus die Befehle?

Odysseus: Angriff sage ich!

Achillies: Sterbt ihr Trojaner!

Ein Kampf. Telephos erschlägt alle Griechen.

Heinz: Hey warte mal, so ist es nicht gewesen.

Telephos: Ach nein? Wer sagt das?

Heinz: Willst du ernsthaft behaupten, du, ich meine Telephos, hätte Achilles, Odysseus, Agamemnon und das gesamte griechische Heer im Alleingang besiegt?

Telephos: Klar, wie soll es denn sonst gewesen sein?

Heinz: Tuh nicht so, du weißt ganz genau, dass die Griechen hier nicht sterben dürfen. Die müssen nach Troja. Sonst kann Achilles nicht von Apollo getötet , Agamemnon nicht von seiner Frau betrogen und abgeschlachtet werden und Odysseus kann keine keine 10 Jahre durch die Ägäis irren

Odysseus und Agamemnon: Kein Problem, uns stört es nicht hier zu sterben.

Heinz: Ach seid still. Wir machen es richtig.

Ein Kampf. Hiera wird von Achilles erschlagen

Telephos: Nein, Hiera,

Murrat: Petra.

Agamemnon: Halt dich zurück Odysseus.

Telephos: Hiera, atme, atme es wird alles gut

Hiera: Es ist alles gut. Ich habe gegen Achilles gekämpft. Es war ein guter Kampf.

Telephos: Ja das war er, du warst eine Löwin!

Hiera: Glaubst die Leute werden sich einmal an mich erinnern? Werden sie sagen, das war Hiera, die gegen Achilles kämpfte.

Telephos: Was? Nein, sie werden sagen, das war Hiera, die Telephos liebte und der sie...

Agamemnon: Sie ist tot, sie hört nichts mehr. Tut mir Leid Kumpel. War nicht so gemeint.

Telephos: Achilles! Du hast mir alles genommen! Meine Liebste, meine Zukunft, und sogar den letzten Gedanken, den sie auf Erden hatte!

Achilles: Willst du kämpfen? Du verletzt dich nur!

Telephos: Ich bringe dich um!

Kampf. Achilles besiegt Telephos mühelos, lässt ihn aber leben.

Achilles: Armer Mann. Ich habe es dir doch gesagt. Du bist nur Telephos. Man sollte seinen Platz kennen. Mir ist langweilig. Wo sind die echten Trojaner?

Agamemnon: Ja lass uns gehen. Wenn wir weiter so trödeln dauert die Eroberung noch 10 Jahre und wer weiß was meine Frau in der Zeit anstellt.

Murrat: Aber Petra, wir können sie doch nicht hier liegen lassen.

Udo: Murrat, sie spielt nur verdammt.

Murrat: Ach ja.

Murrat, Udo, Heinz ab

Telephos:

Wir sind die Geister der verkannten Krieger
und unsre Namen sind nur Schall und Rauch
wir bleiben stets die zweiten Sieger
Versteht ihr nicht, uns gibt es auch!

Wir kauern hinter Helden und Idolen
und keinen schert es, dass wir uns bemühn
Sie sind Brillianten, wir die Kohlen
Sie strahlen hell und wir verglühn

Wir taugen nur für kurze Zwischenspiele
und keiner weint wenn wir zu Grunde gehen.
Wir sind nicht wichtig aber viele,
die unbemerkt im Schatten stehen.


Telephos: Hiera mit der einen Brust, die der Achilles erschlug. Telephos, mit dem haben Herz, den Achilles am Leben lies. Warum? Warum hast du mich nicht erschlagen? Wer redet schon von den Verschonten? Bin ich es nicht einmal Wert, dass man mich tötet. Warum hast du mich in diese Welt geworfen Vater. Herkules der Große, der Mächtige, der Halbgott und ich dein Sohn bin nicht als ein Wurm, den seine Feinde verspotten. Wo bist du Vater, wo bist du? Warum hast du mich verlassen?

Petra: Also das wird jetzt aber wirklich zu melodramatisch.

Telephos: Findest du? Ich dachte es wäre anrührend. Telephos die tragische Gestalt vom Feind missachtet, vom eigenen Vater ignoriert. Das bewegt die Leute doch.
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3

Thursday, May 13th 2010, 11:20am

schön!
witzig, schnell und mit haarsträubenden rechtschreibfehlern gespickt (PENTHESILEA) - so in etwa hab ich mir das vorgestellt :)
ich mag die lustigen müllarbeiter_innen, die auf den dramatischen, egozentrischen telephos treffen. sehr absurd. ich bin gespannt, wie es weiter geht.
ich kann mir auch sehr viele möglichkeiten für dieses stück auf der bühne vorstellen.
---------------------------------
diese beiden gedichte stehen einander gegenüber:
die eignung
und
die fremdung

Strohpuppe

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4

Saturday, May 15th 2010, 1:04pm

Wunderbar. =) ich hab zwar nicht die leiseste Ahnung von Komödien respektive Tragödien - aber das hier ist echt gut gemacht. :thumbsup: bin gespannt auf die Fortsetzung und würde es gern aufgeführt sehen, dann würde ich höchstwahrscheinlich lachend vom Stuhl fallen. du hast hier was sehr anspruchsvolles und vor Witz strotzdendes am Wickel, nur weiter so!
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

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5

Saturday, May 15th 2010, 1:30pm

Bin noch am Lesen, aber bevor ich es vergesse:

Quoted

Telephos: Unbedeutend? Unbedeutend? Stirbt!

"Sterbt!" wäre richtiger, glaube ich. ;)

Ansonsten sind noch ein paar Fehlerchen drinne. Wenn ich Lust und Zeit habe, kann ich Dir das mal korrigieren.

Aber ansonsten: ich finde das genial. Vor allem wenn ichs mir gespielt vorstellen. :thumbup:

Quoted

und würde es gern aufgeführt sehen, dann würde ich höchstwahrscheinlich lachend vom Stuhl fallen. du hast hier was sehr anspruchsvolles und vor Witz strotzdendes am Wickel, nur weiter so!

Dem kann ich mich genauso anschließen.
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

Marot

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6

Saturday, May 15th 2010, 2:18pm

Huchje wie unterschiedlich doch Reaktionen sein können. Auf dem dp hat man mir geraten den Vorhang gleich nach dem ersten Post fallen zulassen. Ich wollte mich schon wieder genüßlich in meiner ganzen Unverstandenheit sulen und jetzt so was:D
Ich danke vielmals die Damen, das tut dem Edgo gut :)
ich habs schon fertig und poste nachher noch die nächste kleine Passage.
wegen den fehlern: pentisinea :D weigere ich mich richtig zu schreiben süßemauß und was das andere angeht: ich weiß, ich habs durchgeschaut aber es ist ein Grausen mit mir. Ich werde es noch ein paarmal durchgehen. Das gute an Theaterstücken ist, dass man die Rechtschreibfehler bei der Aufführung nicht sieht :D

Und bezüglich des Aufgeführt sehen wollen: Ein größeres Lob gibt es für einen Dramatiker gar nicht :)

marie: ho ja dass soll eigentlich ein singular sein also "Stirb" weile r heinz direkt anspricht. ich korrigiere es gleich
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7

Saturday, May 15th 2010, 2:51pm

Auftritt Heinz

Heinz: Nein tut es nicht, weil es unerträglich kitschig ist. Da ist kein einziges Wort originell an deiner Geschichte. Das ist auch der Grund, warum dich keiner kennt. Du bist Unoriginell und langweilig. Copy-Past-Generation hin oder her, man muss schon Helene heißen und einen Theaterpapi haben um damit durchzukommen.
Ich würde wirklich gerne wissen, warum du unbedingt Telephos sein willst. Achilles ist doch viel besser oder Herkules oder wenn es unbedingt ein Romantiker sein muss, dann wenigsten Orpheus. Aber Teleophos, keine Sau mag Telephos.

Telephos: Weißt du, ich würde wirklich gerne mal dein Buch lesen. Kann ich das im Laden kaufen oder bestelle ich es einfach bei Amazon?

Heinz:...

Telephos: Ach jetzt ist er still.

Udo: Und jetzt? Warst das?

Petra: Lass uns weiter aufräumen.

Telephos: Wars das? Seit ihr verrückt, meine Abenteuer fangen gerade erst an.

Petra: Wir müssen langsam wirklich weiterarbeiten.

Telephos: Unsinn, das hier ist wichtiger.

Udo: Dann mach schnell.

Telephos: Telephos überlebte den Kampf mit Achillis, trug aber eine Wunde davon, die sich nicht mehr schließen wollte. Auf der Suche nach Heilung, begab er sich zum Orakel

Telephos: Orakel, ich weiß deine Weihsagungen bringen absolut immer Unglück und erfüllen sich gerade deshalb, weil man versucht hat sie zu verhindern. Aber dennoch, ich brauche deine Hilfe. Vor dir steht steht ein gebrochener Mann. Ein Feind hat mir diese Wunde zugefügt, aber sie will nicht heilen. Was kann ich tun, wo kann ich ein Heilmittel finden.

Orakel ( alle) : Du musst dich auf eine lange Reise begeben. Ans Ende der Welt noch hinter den
kalten Pol, jenseits der Dunkelheit und fern der Zeit, zwischen das Grauen und die Furcht und noch weiter in die tiefe Sonne hinein musst du reisen.
Dort am Ende aller Dinge ist eine Quelle, in die musst du tauchen, durch die Tunnel der Entsagung in die Grotte der Versuchung und hindurch zum Portal der Verzweiflung. Dieses passiere und schreite durch die Hallen der Erniedrigung zur Kammer der Verdammnis. Dort gibt es einen Geheimgang, den man den Pfad der Entleibung nennt. Ihn durchquere, dann kommst du in den Garten der 1000 Martern. Von dort aus....

Telephos: Ähm warte mal, das klingt ganz schön kompliziert, gibt es auch eine einfachere Heilungsmethode.

Orakel: Natürlich, wenn du ein solcher Langweiler sein willst, dann finde jenen, der dir die Wunde zugefügt hat. Nur er kann sie wieder schließen, aber ich empfehle dir den anderen Weg.

Telephos: Warum? Der Zweite ist so viel leichter.

Orakel: Genau

Telephos: Also begab sich Telephos nach Griechenland, um Achilles zu finden.

Udo: Moment mal, ist dieser Achilles nicht in Troya und kämpft da?

Heinz: Eben. Ich sag ja die Geschichte ist nicht nur dumm sie macht dramaturgisch nicht mal Sinn.

Telephos: Ruhe. Auf seiner Reis erlebt Telephos wieder hunderte große Abenteuer. Zum Beispiel die Geschichte mit dem Zyklopen

Heinz: Das ist schon wieder Odyssee

Telephos: Dann eben die Geschichte mit der Hexe, die alle in Schweine verwandelt

Heinz: Das ist auch Odyssee

Telephos: Das Abenteuer wie er den Ring der Macht in den Feuerberg wirft, ist aber nicht Odyssee

Murrat: Nee, das ist „Herr der Ringe“

Telephos: Gut, dann eben nicht. Also Telephos kommt ohne jegliche Abenteuer in Griechenland an.
Dort begibt er sich nach Mykene weil es heißt, Achilles halte sich dort auf.

Heinz: Statt in Troja wo er eigentlich sein müsste...

Telephos: Hey ihr, habt ihr Achilles gesehen?

Stadtbewoner: ( Heinz). Nee, weil er in Troja ist.

Telephos: Und du, hast du vielleicht Achilles gesehen?

Stadtbewohnerin( Petra) : Nein, keine Ahnung, ich würds in Troja versuchen.

Telephos: Ihr versteckt ihn vor mir, ich weiß das ihr mich anlügt. Du da, sag mir wo Achillis ist oder ich werde euch alle töten.

3. Stadtbewohner( Murrat): Mann Alter, bist du taub? Er ist in Troja und kämpft da!

Telephos: Telephos von den frechen Lügen der Stadtbewohner in Rasche gebracht wütet fürchterlich unter ihnen.

Heinz: Aua, das tut weh!

Telephos: Das soll es auch!

Heinz: Das hier ist Theater, verdammt , du sollt nicht wirklich zuschlagen.

Telephos: Alles für den Realismus.

Heinz: So das wars, verrückt oder nicht, jetzt ist Schluss mit Rücksicht!

Schlägerei

Udo: Hey, auseinander! Mir reicht es bald. Ich hab schon genug mit Murrat und Petra. Da brauch ich euch beide nicht auch noch! Wenn ich Schreiereien will geh ich nach Hause! Du Heinz, darüber, die Kotze aufwischen. Und du Telephos kümmerst dich um die Hundehaufen da! Petra, Murrat, hier helft mir mit dem Glas!

Telephos: Ich bin kein Müllmann! Ich bin ein griechischer Held!

Udo: Das ist mir scheiß egal. Du hilfst jetzt!

Sie räumen auf.

Murrat: Ich wusste gar nicht das du so gut Schaupielern kannst.

Petra: Wie bitte?

Murrat: Du warst echt... überzeugend.

Petra: Das soll eine Beleidigung sein, stimmts?

Murrat: Nein, überhaupt nicht. Ich meine als du Hiera warst. Das war echt... toll!

Petra: Du meist, das ich gestorben bin?

Murrat: Nein, ich mein wie du... ach vergiss es.

Petra: …

Murrat: …

Petra: Danke.

Murrat:

Petra: Warum arbeitest du hier eigentlich? Das habe ich mich schon immer gefragt.

Murrat: Willst du mich dumm anmachen?

Petra: Nein, ich willst wirklich wissen.

Murrat: Und du? Was machst du hier?

Petra: Ich hab zuerst gefragt.

Murrat:Mein Onkel hat mir den Job verschafft.

Petra: Das wars? Du bist 22 oder so und arbeitest hier, weil dir jemand den Job verschafft hat?

Murrat: Und was ist daran falsch?

Petra: Willst du nichts Besseres machen? Du bist doch nicht dumm.

Murrat: Du bist doch auch hier, was ist daran falsch.

Petra: Vergiss es, will ja nicht urteilen. Ist nur irgendwie traurig, wenn man so gar keinen Ehrgeiz hat.

Murrat: Halt doch dein Maul, was weist denn du? Vielleicht gefällst mir hier ja, warum sollte ich mir ein Bein ausreißen und vor irgend welchen Chefs buckeln wenn ich hier genug verdiene?
Und außerdem du musst gerade reden, was machst du denn hier, du höheres Töchterechen, kannst mir doch nicht erzählen, dass du hier arbeiten musst!

Petra: Ich hab meine Gründe.

Murrat: Und die wären?

Petra: Das geht dich nichts an, privat.

Murrat: Ach ja aber ich soll dir hier mein Leben ausbreiten!

Petra: Du musst nicht alles wissen. Vielleicht war ich schwanger, oder bin von zu Hause raus geflogen oder muss meine drei kleinen Brüder durchfüttern.

Murrat: Wirklich?

Petra: Qautsch!

Telephos: Das ist ja alles wirklich herzerweichend, aber mal ganz ehrlich, meine Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt und ich muss ja wohl finden, dass die deutlich interessanter ist, als diese Seifenoper hier!

Udo: Dann leg halt los, besser als als diese Schnulze.

Heinz: Das finde sogar ich!

Telephos: Also Telephos wütete fürchterlichen...

Heinz: Vorsichtig

Telephos: Jaja... unter den Stadtbewohnern und kam im Eifer des Gefechtes zum Palast des Argamemnon. Dort spielte ein kleiner Junge im Garten und Telephos, der von einer meuchelnden Menge bedrängt wurde, griff sich den Knaben und nahm in als Geisel
( packt einen Müllsack und hält ihn vor sich)

Wächter( Heinz): Er hat Orest den Sohn des Königs.

Klythemestra (Petra): Nein, lass meinen Sohn gehen, er hat nichts getan.

Wächter (Heinz): Lass ihn los!

Telephos: Ich will das ihr mir Achillis bringt. Er soll vor mir nieder knien und um das Leben des Knaben flehen oder ich schlachten den Jungen ab.

Klythemestra: Bitte nicht, er hat dir doch nichts getan.

Telephos: Er nicht aber sein Vater und Achilles. Sie haben mir alles genommen. Meine Liebe, meinen Stolz meine Heimat. Jetzt nehme ich ihnen was sie am meisten lieben.

Odysseus: Komm zur Vernunft, Achillis ist der Junge schnuppe, selbst wenn er hier wäre (was er nicht ist weil er ja in Troja ist), würde er keinen Finger rühren.

Klythemestra: Odysseus? Was machst du denn hier? Ist mein Mann auch da?

Argamemnon:
Jawohl!

Klythemestra: Warum? ich dachte ihr seid in Troja.?

Armamenon: Freust du dich nicht mich zu sehen?

Klythemestra: Wo ist Iphigenie, was hast du mit ihr gemacht?

Argamemnon: Verbrannt, für guten Wind, aber jetzt ist nicht die Zeit für so was. Telephos! Lass den Jungen los.

Telephos: Warum seid ihr hier, solltet ihr nicht Troja sein.

Odyseus: Scheinbar haben wir uns verlaufen.

Agamemnon: Hey es ist deine Geschichte mach uns keine Vorwürfe. Und jetzt gib verdammt noch mal den Jungen frei.

Telephos: Wo ist Achillis?

Argamemnon: Nicht hier.

Telephos: Aber wo ist er dann?

Alle: In Troya!

Telephos: Gut wenn ihr in nicht herbei schafft dann habe ich keine Wahl. Ich werde ein Kindsmörder ich schwöre es.

Oddyseus: Nein, halt! Es gibt eine Lösung. Ich weiß wie wir deine Wunde ohne Achilles heilen können?

Telephos: Echt jetzt?

Odysseus: Natürlich ich bin der listige Odysseus, schon vergessen. Pass auf. Das Orakel hat gesagt die Wunde können nur durch den, der sie verursacht hat geschlossen werden und du bist der Auffassung das sei natürlich Achillis. Aber du irrst dich. Nicht Achillis hat dir die Wunde zugefügt sondern sein Speer und es begibt sich zufällig, dass ich seinen Speer dabei habe.

Heinz: Warum weiß kein Mensch.

Telephos: Und was heißt das jetzt? Soll ich mir den Speer in die Wunde stecken?

Heinz: Hervorragende Idee!

Odysseus: Nein, wir müssen nichts weiter tun als die Spitze des Speeres zu Metallpulver zu verarbeiten und es in deine Wunde zu streuen, dann wird sie heilen. Kinderleicht gar kein Ding!

Telephos: Genial! Dass ich da nicht drauf gekommen bin. Und genau so geschah es. Sie bereiteten die Medizin, heilten die Wunde und alles wart gut. Es wurde ein riesiges Fest gefeiert, mit hundert Ochsen und Liter weise Wein und alle war glücklich und zufrieden. Agmenmon und Klythemestra verliebten sich erneut, Oddyseus fand ohne Umwege nach Hause, Achillis wurde der Hausdiener von Telephos und der großartige Held selbst ging als größter aller Helden in die Geschichte ein. Ende!

Heinz: Hey warte mal, das ist nicht das Ende!
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Babac

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8

Saturday, May 15th 2010, 11:17pm

lieber marot,

nach dem ersten durchlesen des ersten auftrittes bin ich zu dem schluß gekommen, dass es grauenhaft ist. alles liest sich abgestumpft und recht primitiv, dazwischen tauchen leere phrasen auf, dass mir das ganze bisher wie eine hohle nuss vorkommt, als ein gewürztes humorleckerbissen mit reichlich an vitamin farce.
ich muss mir dich als einen angehenden jungen koch vorstellen, der ein umfangreiches gericht kreieren will, wobei seine fähigkeiten nur zu einem eieromlett ausreichen.

ich finde die leute recht amüsant, wenn marot von ihnen angefeuert wird, dass es gut ist. ihr machts gleich der mutter, die ihr kind bei dem gezeichenten strichleinmännchen lobt, wie schön es gemalt hat; und marot selbst, wie das kind, fühlt sich davon ermuntert und haut weiter dann im gleichen tone wie bisher auf die tasten.

lg, babac

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9

Sunday, May 16th 2010, 3:25am

Jo babac damit war zu rechnen, die Meinung sei dir gelassen, auch wenn ich sie mir weniger feindselig und mehr begründet gewünscht hätte.
Aber das ist wohl nicht wirklich machbar, weil wir zwei, was Dramaik angeht, wie Feuer und Wasser sind. Es gibt schon einen Grund, warum ich auf deine Theatertsücke nie antworte, da käme wohl ne ähnliche Antwort raus .

Also verbleiben wir in Frieden. Ich rate dir ebenso, es einfach nicht zu lesen :)
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10

Tuesday, May 18th 2010, 10:50am

[b]Heinz: Hey warte mal, das ist nicht das Ende!

Telephos: Doch das ist das Ende!

Heinz: Das hättest du wohl gern. Das ganze geht weit aus weniger fröhlich aus. Es ist eine dumme Geschichte, aber immerhin eine Tragödie.

Telephos: Niemand will wissen wies weiter geht, das Ende ist gut wie es ist, oder nicht?

Udo: Naja ein wenig unbefriedigend ist das alles schon.

Murrat: Und hanebüchen.

Petra: Und halbgar

Heinz: Macht euch keine Illusionen besser wird’s nicht, aber lasst mich euch noch ein paar Blüten aus Telephos beeindruckender Heldengeschichte präsentieren. Telephos hat zum Beispiel völlig vergessen die Geschichte seiner Jugendliebe zu erzählen. Das ist eine Schande, ist sie doch so herzerweichend romantisch. Als Telephos nach Mysien kam und sich dort wie auch immer als würdiger Held erwies, beschloss Theutras ihm eine Frau zu geben. Die hinreißende, wenn auch schon etwas ältere Auge. Am Brautbett begab es sich also, dass...

Telephos: Ich weigere mich das zu spielen.

Heinz: Jetzt sei kein Spielverderber.

Telephos: Ich habe die Geschichte so erzählt, wie ich sie für richtig halte. Mehr braucht keiner wissen.

Heinz: Sind dir deine eigenen Abenteuer peinlich?

Telephos: [/b]Du genießt das, nicht war?

Heinz: Oh ja.

Telephos: Schön, mach was du willst, ich spiele nicht mehr mit.

Heinz: Wie ein kleines Kind, der verzogene Sohn des Herkules, nichts weiter!

Telephos: Na warte du Arschloch, du möchtegern Wissenschaftler du... du Müllmann.

Udo: Hey, das reicht. Los Heinz erzähl schon, damit wir es hinter uns haben.

Heinz: Wie denn ohne Telephos?

Murrat: Ich kann ihn spielen. Das ist doch eine Liebesgeschichte, oder?

Heinz: Ja schon, aber...

Murrat: Na also, endlich.

Telephos ( Murrat): Oh Auge, endlich sind wir alleine. Ich wollte dir schon immer sagen, wie wunderschön du bist.

Auge ( petra): Ich bin nicht schön, und außerdem viel zu alt für dich.

Telephos( Murrat): Ach was, Alter spielt für mich überhaupt keine Rolle. Du bist das schönste Geschöpf, dass ich je gesehen habe. Wenn ich in deiner Nähe bin fühle ich mich so wohl und warm. So geborgen, als gäbe es eine alte Verbindung zwischen uns. Es ist als kenne ich dich schon mein ganzes Leben. Es gibt keinen Zweifel, du bist alles was ich will.

Petra:...

Murrat: Ich meine es ernst. Ich kann an nichts anderes mehr denke als an dich. Ich komme sogar zu dieser Drecksarbeit wegen dir.

Petra: O Murrat...

Schlange( heinz): Halt telephos, tuh es nicht!

Murrat: Hey, Mann, du störst.

Schlange: Schau genau hin, schau ihr in die Augen was siehst du da?

Petra: Heinz, das ist der falsche Moment.

Schlange: Und du Auge. Blicke den Jüngling an
Der vor dir steht. Sieht er nicht aus wie Herkules. Nicht so kräftig und auch nicht so hübsch, aber kannst die Ähnlichkeit abstreiten? Und dieser Augen, Ihr kennt sie doch beide.

Auge: Sohn?

Telephos ( Murrat): Mutter? Ach scheiße

Heinz: Hahahahahaha, köstlich nicht war! Und schon wieder alles nur geklaut. Und im Gegensatz zum Original werden hier nicht mal die Konsequenzen gezogen. Telephos springt von der Schippe und wird trotzdem König von Mysien

Murrat: Ich war so nah dran. Giebt es noch eine weitere Liebesgeschichte?

Heinz: Sag es ihr doch einfach so.

Murrat: Ich kann nicht.

Heinz: Du hast es ihr schon gesagt.

Murrat: Als Telephos, als Murrat wird sie mich nur auslachen.

Heinz: Warum sollte sie?

Murrat: Ich bin ein Müllmann.

Heinz: Sie doch auch... ähm... Müllfrau

Murrat: Das ist was anderes, sie macht das zu Spaß oder so. Ach vergiss. Los erzähl weietr ist da noch ne liebesgeshcichte.

Heinz: Ja schon aber... naja was solls du wolltest es ja nicht anders. Wir springen wieder vor zu dem Punkt, da seine Wunde geheilt wurde. Er reißt nach Troya , wo er die Schöne Tochter des Priamos Laodice antrifft und sofort ihren Reizen erliegt.

Telephos (Murrat) : Oh Leodice du bist die schöne Frau die ich je gesehen habe.

Leodice: Du meist außer Helena.

Telephos( Murrat) : Nein du bist schöner und klüger und besser und überhaupt.

Leodice: Du bist ein Charmeur. Aber ach....

Telephos(Murrat) : Ach? Was meinst du? Bedrückt dich etwas?

Leodice: Ach nein, es ist nichts.

Telephos (Murrat): Wenn du Sorgen hast musst du sie mir anvertrauen. Ich werde alles menschenmögliche tun um dir zu helfen.

Leodice: Ach nein, ich kann dich darum nicht bitten es ist nicht dein Problem.

Telephos (Murrat): Doch, doch, doch! Deine Probleme sind meine Probleme!

Leodice: Nun gut wenn du darauf gestehst. Helicaon, mein mann ist ein Tyrann und schrecklicher Mensch. Er hat sogar deinem Vater Herkules Vieh gestohlen und was er in den Nächten mit mir anstellt, willst du gar nicht wissen. Ich wollte ihn nie heiraten und mein Vater war auch dagegen aber Helicaon hat mich geraubt und zur Hochzeit gezungen.

Telephos( Murrat): Das ist ja schrecklich und sogar das Vieh meines Vater.

Telephos: Das einzige Vieh das Herkules besaß war er selbst.

Heinz: Ruhe auf den billigen Plätzen. Telephos fällt also auf die Lüge der listigen Leodice rein und hilft ihr den armen, furchtbar netten und völlig unschuldigen Helicaon zu töten.

Petra: Wie schrecklich.

Heinz: Warte ab. Danach heiraten die beiden Mörder, aber das Glück wehrt nicht lange. Den leodice wollte Helicaon nur los werdenw eil der ihr vorwürfe wegen ihrer Affaire mit dem Sohn des Theseus Acmas gemacht hatte. Dieser kämpfe für die Griechen und war ein feind der Trojana. Kaum war sie helicaon los zeugte sie einen Sohn mit ihm

Telephos( Murrat): Warum hast du mir angetan?

Leodice: Ich brauchte einen Dummen der mir hilft.

Telephos: Ich dachte du liebst mich?

Leodice: Dich? Telephos? Mach dich nicht lächerlich. Du bist ein Witz.

Telephos: Aber Acmas ist besser?

Leodice: Er hat einen hübschen Kinnbart.

Udo: Erinnert mich an meine Frau. Weiber sind alle gleich!

Petra: Ihr seid doch selbst schuld wenn ihr euch so einfach benutzen last.

Murrat: Ein Witz, hat sie gesagt

Heinz: Schau mich nicht so an, es ist ja wohl nicht mein Fehler, dass der Kerl ein solche Versager ist.

Telephos: Ich hatte ihr wirklich geglaubt.

Heinz: Jaja so ist das Leben. Wie auch immer. Eines Tages begab es sich, das man am Strand ein gewaltiges hölzernes Pferd fand. Diesmal spiel ich Telephos, oder willst du für dein Glanzstück selber ran?

Telephos: Lass mich in Ruhe.

Hector( Udo): Ein Pferd? Was soll das? Warum bauen sie uns ein Pferd?

Lakoon ( Murrat): Gebt acht vor diesem Pferd, es wird der Untergang Trojas sein. Ich Lakoon habe die Flammen gesehen, die dieses Pferd in Troyas Hallen trägt. Zerschlag es, verbrennt es und werft es in die Fluten, denn tut ihr es nicht, gehen wir alle zugrunde

Telephos (Heinz): Ach was, hört nicht auf diesen Verrückten. Das ist ein tolles Pferd. Und was für eine Mühe sie sich gegeben haben diese Griechen. Es ihr Tribut für Troja, sie wollen uns ihre Ehrerbietung demonstrieren. Wir sollten es in die Stadt bringen und ein großes Fest feiern. Schaut nicht so kritisch, wir haben gewonnen. Es leben Troja und Mysien! Hurra, Hurra, Hurra!

Telephos: Das ist eine Lüge, ich bin es nicht gewesen, ich habe die Trojaner nicht verraten.

Heinz: Behauptet ja auch keiner, du warst einfach zu dumm um die Falle zu erkennen. Hurra, Hurra!

Telephos: Woher hätte ich das denn wissen sollen? Wer kommt denn auf die Idee sich in einem hölzernen Pferd zu verstecken, um in eine Stadt zu kommen? Was würdet ihr denn tun? Die hatten sich doch solche Mühe gegeben mit dem Pferd, so was verbrennt man doch nicht.

Udo: Niemand verurteilt dich Telephos.

Murrat: Ja man, so was kommt vor.

Petra: Wir wären vielleicht auch drauf reingefallen.

Telephos: Ich hab es doch nicht gewollt, ich hab ja von nichts gewusst.

Heinz: Ja am Ende will wieder niemand was gewusst haben. Ist ja auch leicht zu übersehen so ein riesiges, hohles Pferd. Man sieht von außen ja nicht, was die da drin anstellen.

Petra: Jetzt hör doch auf ihn zu treten, wenn er am Boden liegt.

Heinz: Du fandest es doch so süß, wie er dahin schmilzt.

Petra: Ja, aber langsam ist es nicht mehr lustig. Siehst du denn nicht, wie er kaputt geht. Er kann doch nicht für sein Schicksal.

Heinz: Jeder kann was für sein Schicksal, er hätte ja kein griechischer Held werden müssen. Das kann eben nicht jeder.

Petra: Und du hättest das Buch nicht schreiben müssen. Soll ich es ihm verraten?

Heinz: Sei bloß still

Petra: Warum denn, ist es dir peinlich?

Heinz: Kommen wir zum tragisch peinlichen Ende! Nach dem Telephos Frau während dem Fall Trojas in einer Erdspalte verschwindet, ist der tragische Held wieder Solo und er zieht los, eine neue Frau zu finden. Es folgt eine Serie von Kämpfen und Niederlagen gegen andere nichtsnutzige Söhne großer Helden.
Erst verliert er gegen Neoptolemus des Sohn des Achilles, der ihm seine alte Wunde wieder aufreißt und dann auf seiner irrsinnigen Suche nach Kassandra der Tochter des Priamos in die er sich unsterblich verliebt hat, gegen Thelemachus den Sohn des Odysseus.

Telephos: Ich hatte einen schlechten Tag, und der Rasen war glitschig

Petra: Und hat er Kasandra bekommen?

Heinz: Natürlich nicht, aber stattdessen eine andere. Man fragt sich wirklich, was die Frauen an ihm finde. Auf Rodos trifft er Helena, die schönste Frau der Welt

Murrat: Ich spiele Telephos.

Heinz: Dachte ich mir

Telephos (Murrat): Es ist wahr, was man über dich sagt. Du bist wirklich die Schönste von allen.

Helena (petra): Und du bist ein Schmeichler.

Telephos ( Murrat): Ich muss nicht schmeicheln, es ist alles war. Nie habe ich eine Frau so sehr geliebt wie dich. Du bist anders als die andren. So mutig und rebellisch, lässt dir von niemandem was sagen und machst was du willst. Ich habe mich schon immer gefragt warum bist nach Troja gekommen. Du hattest zu hause doch alles oder nicht. Du kommst aus reichem Haus hast einen einflussreichen Vater. Warum bist du nach Troja gegangen?

Helena ( Petra): Vielleicht Langeweile, vielleicht Abenteurlust, vielleicht Liebe, wer weiß.

Telephos (Murrat): Warum antwortest du nie direkt auf meine Frage. Warum bist du immer so verdammt überlegen?

Helena (Petra): Du hast doch selbst gesagt ich sei anders als die Anderen? Warum beschwerst du dich jetzt? Ist es dir lieber wenn ich eine reine Stichwortgeberin für deine Helden- und Liebesabenteuer bin?
Ich bin Helena von Troja, wegen mir ist eine ganze Stadt zugrunde gegangen. Glaubst du da lässt es ich leicht antworten. Mir war mein Zuhause zuwider. Ich wollte den vorgegeben langweiligen Weg meines Vater... ich meines meines Mannes nicht weiter gehen. Da gab es nichts als Jurastudium und eine Sinnlose Moral von Pflichterfüllung. Ich will mir von nichts und niemandem mein Leben diktieren lassen. Ich wusste von Anfang an wie es Enden würde und habe mein Schicksal selbst gewählt. Ich stehe lieber in Ruinen als im golden Käfig zu versauern.

Murrat: Petra, das ist...

Petra: Halt die Klappe.

Küsst ihn.

Polyxo ( Udo): Mutter, du Schlampe, du lässt dich mit diesem Versager ein? Das ist Telephos der Troja verriet

Telephos: Ich wars nicht!

Heinz: Halt dich raus, jetzt wird’s spanned

Helena( Petra): Polyxo warte, tuh ihm nichts, ich liebe ihn. Ist nicht genug Blut vergossen worden an den Toren von Troja?

Polyxo (Udo): Und wessen Fehler, Mutter, glaubst du war das wohl?

Helena( petra): Sei doch doch nicht dumm. Glaubst du Agamemnon hat diesen Krieg nur wegen mir geführt: Männer führen keine Kriege wegen einer Frau und auch nicht wegen Religion oder Moral. Nichteinmal wegen Geld. Das einzige was sie stets zum kämpfen bringt ist ihr Ego!

Polyxo ( Udo): Stirb du Hexe, stirb!

Telephos( Murrat) : Las sie zufrieden oder du bekommst es mit mir zu tun.

Polyxo und telephos kämpfen. Telephos verliert. Polyxo tötet Helena.

Murrat: Nein, nein petra, nein!

Petra: Du Dummkopf wie oft denn noch, es ist ein Spiel.

Murrat: Ich liebe dich!

Petra: Ich weiß.

Fallen sich in die arme und beginnen eine Knutscherei in deren Verlauf sie irgend wann ins off verschwinden.


Heinz: Wenigstens haben wir dass jetzt hinter uns. Hey Telephos, dein Ersatz fällt aus, willst du deine bewegende Schlussszene selbst spielen?

Telephos: Was bin ich schon? Was Götter sagt mir bin ich? Sie habe ich wirklich geliebt. Helena habe ich geliebt, wie jede andere Frau bei der ich lag.
Alle sind sie gestorben und jede einzige ist berühmter als ich!
Ich weiß, das spielt keine Rolle, aber gibt es denn irgend einen Grund, warum ich hier bin?
Damit alle über mich lachen können? Damit sich ein abgehalfterter Altgriechischdozent über mich lustig machen kann.
Als ob ich nicht wüsste, dass meine ganze verdammte Lebensgeschichte ein alberner Flickenteppich griechischer Heldensagen ist. Habe ich mir das ausgesucht? Wollte ich ich ein Hanswurst sein, der nichts zustande bringt? Es war schon alles erlebt und alles erzählt als ich zur Welt kam. Es gab schon genug Helden. Was kann ich ich denn dafür, dass ich zu spät gekommen bin?
Ich hab mich wirklich angestrengt. Ich hab mir ein Bein ausgerissen um ein großer Held zu werden, aber was soll ich sagen: Ich bins nicht. Ich bin Mittelmaß. Ein normaler Kerl ohne große Talente. Hab ich deswegen kein Recht etwas aus meinem Leben zu machen. Habe ich kein Recht meine Träume zu verfolgen?
Ach vergesst es. Wie kann ich erwarten, dass ihr mich versteht?
Meine Augen haben die größten Helden der Erde gesehen und die schönsten Frauen. Ich selbst habe es zu nichts gebracht, meine Augen schon. Ich war kein Held aber ein guter Zuschauer, die brauchst doch auch.

Sticht sich die Augen aus

Heinz: Hey, du solltest dir die Augen aus liebe zu Helena ausstechen, was schon wieder eine Klauerei bei Ödipus wäre.

Telephos: Warum lässt du mich nicht in Ruhe? Du hast doch was du wolltest. Alle wissen was für ein Versager ich bin. Selbst mein Schlussmonolog ist lächerlich.

Heinz: „Verkannte Helden. Die Bedeutung des Telephos in den griechischen Heldensagen“

Telephos: Was soll das sein?

Heinz: Mein Buch, du Idiot. Die Kritiker und Kollegen haben es verrissen. Niemand wollte es lesen. Es sei unwissenschaftlich und vollkommen irrelevant hat es gehießen. Ich habe nie wieder eine Anstellung an einer Universität bekommen. Ich habe alles verloren wegen deiner dummen Geschichte und jetzt sag nochmal dein Schlussmonolog wäre lächerlich.

Telephos: Es gibt ein Buch über mich? Kann ich es lesen?

Heinz: Nein, du bist blind.

Telephos: Ach ja, kannst du es mir vorlesen?

Heinz: Ach, es ist ist nicht gut, du wirst es hassen.

Telephos: Nein bitte, ich muss es hören. Ein ganzes Buch nur über mich. Es ist bestimmt großartig.

Heinz: Du willst es wirklich hören?

Telephos: Ja natürlich, unbedingt!

Heinz: Ok, wir gehen zu mir, halt dich an mir fest.

Telephos: Nein sie brauchen es nicht einzupacken. Das ist für mich!

Heinz und Telephos ab.


Udo: Hey, wo wollt ihr denn hin, wer glaubt ihr, räumt das hier alles auf? Und wir haben noch gar nicht über mich gesprochen! Ich bin Udo 45. War Lasterfahrer und hab mein Knie verletzt. Meine Frau hat gemeint, ich soll doch Müllfahrer werden, aber das ging auch nicht wegen dem Knie und dann bin ich halt ein normaler Müllmann geworden aber eigentlich würde ich gerne...

Lautsprecher alle: udo übertönen)

This is the Story of Telephos
dem Helden den keiner braucht
This is the Story of Telephos
die jeden zuschauer schlaucht


Udo: … eine Wirtschaft aufmachen...

lautsprecher:
This is the Story of Telephos
Das ganze ist nur kopiert
This is the Story of Telephos
die keine Sau interessiert

Udo: ... aber meine meine Frau, die....

Lautsprecher:

This is the Story of Telephos
der Pfeife ohne Format
This is the story of Telephos
Ach hätten wir`s uns bloß gespart

Udo: Ach leckt mich doch alle.

Udo ab.

Ende
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

Erik R. Andara

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11

Tuesday, July 19th 2011, 6:21pm

uh, ja, tatsäclich zu ende gebracht; ich muß mich in aller form entschuldigen und lese selbstverständlich demnächst die vemissten (vergessenen ?) teile nach!

lg
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

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