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Strohpuppe

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Date of registration: Aug 22nd 2008

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Location: Gießen

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1

Thursday, March 18th 2010, 1:42pm

Vis II

du säst Asche in meine Gehörgänge
und gräbst mir Löcher in den Kopf,
durch die das Licht seine Spinnenfäden spannt.
deine wärmende Hand an der Schläfe
fingert wild durch meine schmelzende Stirn.
mir platzt der Frühling aus den Augen.
du füllst Holzwolle in meine Brust
und hängst mich als winterliche Erinnerung
an eine mit kalten Blicken gesprenkelte Wand.

bis auf die letzten drei Zeilen bin ich recht zufrieden mit diesem Text. aber dann geräts einfach nicht zu meiner Zufriedenheit, da ich irgendwie auf komm-raus-oder-ich-fress-dich einen Reim auf spannt und Hand haben will. sollte ich den Text nach Z6 einfach abbrechen lassen oder meint ihr, man kann da noch was retten? um Hilfe wäre ich sehr dankbar, denn verwerfen möchte ich das Teil nur ungern.

Gruß
Strohpuppe
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

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2

Thursday, March 18th 2010, 4:22pm

Hallo Strohpuppe,

mMn fügen sich die letzten 3 Verse durchaus in den Rest des Texts.

Vielleich genügte im letzten Vers: an eine kaltgesprenkelte Wand (?)

Ansonsten lese ich ein schönverliebtes Gedicht (hoffe ich zumindest) ^^
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

3

Thursday, March 18th 2010, 7:21pm

Mir gefällt es ohne die drei Zeilen recht gut. Der Satz

Quoted

mir platzt der Frühling aus den Augen.

wirkt für mich als Abschluss sehr gut. Eine erneute Aufnahme des Textes, dann noch mit einem Bild, in dem eine Brust gefüllt wird, wo du doch kurz vorher von geplatzten Augen schreibst, empfinde ich etwas unstimmig.
Die drei letzten Zeilen sind trotzdem klasse und ich finde es fast schade, sie nur so als Anhängsel an den Text zu packen. Vll. kannst du sie zu einem neuen Text verarbeiten?

Was ich noch ändern würde wäre folgendes:
durch die das Licht seine Spinnenfäden spannt
Besser noch nur Spinnfäden. Dadurch käme in der darauffolgenden Zeile die wärmende Hand deutlicher raus.

mach mal was du denkst :)
Gruß
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Strohpuppe

Moderator

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4

Thursday, March 25th 2010, 6:08pm

so, dann ma zurück zu diesem Stiefkind...

Quoted

Eine erneute Aufnahme des Textes, dann noch mit einem Bild, in dem eine Brust gefüllt wird, wo du doch kurz vorher von geplatzten Augen schreibst, empfinde ich etwas unstimmig.

stimmt. wenn die Hälfte eh schon total mottenzerfressen ist, warum sollte man einen Kadaver dann noch ausstopfen und an die Wand hängen wollen?
im Moment geben mir die drei Zeilen keine neue Textidee, aber ich werd sie dann wohl doch mal aufheben. man kann nie wissen! 8|

Quoted

Was ich noch ändern würde wäre folgendes:
durch die das Licht seine Spinnenfäden spannt
Besser noch nur Spinnfäden.

wird gemacht.

Quoted

ein schönverliebtes Gedicht

genau das wollte ich nicht. also schon Liebe, aber gewalttätige, rücksichtslose, psychisch brutale von Seiten des lyrischen Dus. wenn das nicht geklappt hat, sollte es halt nicht sein.

danke für eure Kommentare!
Abschlussfassung ist dann fürs erste folgende:

du säst Asche in meine Gehörgänge
und gräbst mir Löcher in den Kopf,
durch die das Licht Spinnfäden spannt.
deine wärmende Hand an der Schläfe
fingert wild durch meine schmelzende Stirn.
mir platzt der Frühling aus den Augen.
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

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