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Nina

Trainee

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1

Sunday, December 27th 2009, 5:03pm

Nach dem Tode

1.

Mensch: Bin ich tot?

Freund: Nein, du lebst, du wirst leben.

Mensch: Wie ist das möglich. Ich weiß, dass ich im Begriff war zu sterben

Freund: Ein Gift, wir haben dir ein Gift gegeben, das deine Glieder erschlaffen ließ.

Mensch: Sie prüfen ob man tot ist!

Freund: Der Prüfer war ein Freund.

Mensch: Wie lange ist das her?

Freund: Heute ist der dritte Tag. Wir müssen fort, der Morgen graut.

Mensch: Ich will nicht.

Freund: Sie kommen schon bald, wir müssen fort!

Mensch: Ich war bereit.

Freund: Wenn wir wir jetzt nicht gehen, war alles umsonst.

Mensch: Diese Stille, sie war so schön.

Freund: All warten auf dich.

Menschen: Und die Dunkelheit...

Freund. Sie wartet auch!

Mensch: Geht es ihr gut?

Freund: Nicht wenn wir jetzt nicht aufbrechen. Da sind die ersten Sonnenstrahlen.

Mensch: Hat sie viele Tränen vergossen?

Freund: So wie wir alle!

Mensch: Ich dachte ich sehe sie nie wieder. Ich hatte das akzeptiert.

Freund: Ich höre Schritte.

Mensch: Ich war doch tot, welchen Sinn hat es denn wenn ich lebe, welchen Sinn hatten dann eure Tränen?

Freund: Welchen Sinn hat es, wenn sie dich jetzt fangen?

Mensch: Dann eben leben ... leben ….

Nina

Trainee

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2

Sunday, December 27th 2009, 8:06pm

2.

Kunde: Ja, das Grab war offen...

Verkäufer: Nicht zu fassen... hier bitte, darf es noch etwas sein?

Kunde: Ja und leer, nur noch das Grabtuch lag in der Gruft. Von dem Lamm, von der Hüfte bitte

Verkäufe: Gerne, wie viel darf es sein

Kunde: Ein gutes Stück.

Verkäufer: So?

Kunde: Ruhig ein wenig mehr.

Verkäufer: Gab es denn keine Wachen?

Kunde: Es geschah während des Wechsels, heißt es.

Verkäufer: Unglaublich und wer hat Interesse an einem Leichnam?

Kunde: Manche sagen, er ist es selbst gewesen.

Verkäufer: Wer?

Kunde: Ja er eben.

Verkäufe. Hier bitte sehr. Zahlst du gleich?

Kunde: Wenn es geht würde ich anschreiben lassen.

Verkäufer. Kein Problem. Er?

Kunde. Sie sagen, er sei auferstanden.

Verkäufer: Das ist doch Unsinn. Oder?

Kunde: Möglich, aber wer sollte den Leichnam stehlen wollen?

Verkäufer: Na, vielleicht die Anhänger

Kunde: Zu welchem Zweck.

Verkäufer: Was weiß ich. Wer versteht schon diese Verrückten.

Kunde: Auch wieder wahr. Danke dir, ich zahle dann nächste Woche.

Verkäufer: Einen schönen Tag

Kunde: Dir auch.

J.Locke

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3

Sunday, December 27th 2009, 11:24pm

hi Nina,

Willkommen bei uns...

Ich habe gerade mein viertes Drama vorzugsweise aus der Klassik , diesen Monat aus schulischen Gründen durch..
Deswegen kann ich dir, bald routiniert, hoffentlich konstruktiv helfen..


Ich frag mich gleich, ob dies nur ein kleiner Teil des Ganzen sei, denn üblich sind Dramen klare Strukturen(Höhepunkte, Abschwächung usw) deine hat lediglich eine kleine Einleitung, die vermutlich erst gerade nach einer Pointe abspielt(Den Tod) Frage an dich: Wo ist der Rest?!

Gut, ich begnüge mich vorerst nur darum..

Interpretation:

Du willst hier vielleicht eine Anspielung oder eine Nachspielung des Neuen Testamentes,in die Kreuzigung Jesus , auf witziger Weise darbieten..

Die Idee ist nett, aber mir fehlt die Tiefe der Personen(vermutlich weil dieses Stück noch unfertig scheint, da fehlt einach alles), aber auch die erwähnten Handlungen, sowie die Beschreibung der Umwelt ..


Ps: Den Tod beschreibst du, finde ich, widersprüchlich, einmal nennt es der Protagonist, den Tod dunkel und ruhig,, einmal meint der er es sei Nichts gewesen, so dass er die Zeit nicht wahrgenommen hätte.. Bedenke dabei Aristoteles, deine Gedanken sind nicht sehr modern(ein sterotypes Problem), auch die Art die Botschaft zu übermitteln ist zu plump gehalten..

naja, ich hoffe du hast den Rest davon, vill ändere ich meine Perspektive darüber..


Lg

John


"Dramen"

Nina

Trainee

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4

Monday, December 28th 2009, 12:40am

hallo J. Locke,
vielen Dank fürs Lesen des Anfangs meines Stückes. Es ist in der Tat nur ein winziger Teil, nur die ersten zwei Kurzszenen. Das ganze Stück ist in offener Dramenform mit stark verkürzten fragmentarischen Szenen gehalten. Aufbau und Charakterentwicklung ( sofern es klar umrissene Charakter gibt) baut sich langsam ( wie das im übrigen ganz normal ist) im Stück auf.

Zwei fragen habe ich bezüglich deiner Kritik: Wo siehst du hier die humorvollen Elemente? Ich nehme an du meinst das Moderne, was im Zusammenhang mit dem testamentaren Stoff seltsam anmutet. Das kann unter umständen humorig wirken und generell wäre das nicht schlimm, wenn du es aber als bewusst lustig empfindest, habe ich was falsch gemacht ( vorallem die erste Szene betreffend, die Zweite ist natürlich ein wenig satirisch)

Zum Tod: Wo sagt der Mensch denn, der Tod wäre nichts gewesen? Ich finde die Stelle nicht und sie müsste natürlich geändert werden. ( man musste sich hier natürlich auch die Frage stellen, ob der Kerl wirklich tot war und überrhaupt vom echten Tod spricht...)
Die Schlussfolgerung der plumpen Botschaft kann ich dem gemäß dann auch nicht ganz nachempfinden, was genau ist plump? ( Ein Zitat würde da helfen.)
Und von welcher Botschaft sprechen wir genau?

Grüße von Nina

Nina

Trainee

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5

Monday, December 28th 2009, 1:35pm

3.

Herrscher: Was haben diese Leute vor?

Soldat: Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht einmal, ob sie es überhaupt waren.

Herrscher: Wer soll es denn sonst gewesen sein?

Soldaten: Vielleicht war es ein Scherz.

Herrscher: Leichenschändung, ein Scherz? Nicht bei diesem Volk. Nein die wollen etwas. Aufruhr, wahrscheinlich. Was sagt der Pöbel.

Soldat: Das er auferstanden ist.

Herrscher: Das passt.

Soldat: Aber nicht viele glauben es.

Herrscher: Noch nicht. Schickt Suchtrupps aus. Ein Kopfgeld soll auch ausgesetzt werden. Ich lasse mich nicht zum Narren halten. Findet die Leiche und bringt mir die Räuber.


4.

Blinder: Er lebt, es heißt, das er lebt!

Krüppel: Ja, ich habe das gehört. Gott hat uns doch nicht verlassen.

Blinder: Er muss ein Heiliger sein, wenn ihn nicht einmal der Tod auslöschen kann.

Krüppel: Jetzt wird alles gut.

Blinder: Er wird auch uns heilen, uns alle.

Krüppel: Es lebe der Heiland

vsilverlord

Intermediate

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6

Monday, December 28th 2009, 2:33pm

die Figur des Herrschers gefällt mir, ich hoffe für ihn hast du eine tragende Rolle vorgesehen =) Gruß

Nina

Trainee

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7

Monday, December 28th 2009, 3:59pm

Hallo vsilverlord
Danke fürs Lesen und ja, der Herrscher ist einer der wenigen Figuren, die klarer Umrissen werden und öfter vorkommen.

Grüße von Nina

J.Locke

Professional

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8

Monday, December 28th 2009, 5:50pm

hi nina

woher sollte ich wissen, dass was du zu Anfangs gepostet hast, schon doch alles ist, dass hast du oben bisdahin noch nicht determiniert, darauf zielte meine Kritik, wie ich auch sagt, sobald der Rest existiert, ändere ich meine Meinung...

Dennoch musst du wissen, muss dein Drama gezielt ein witziges sein, vorallem die Art, aber auch das Thema vereiteln einem zum grinsen, die Idee des Scheintodes durch Ein Lähmungsgift gefällt mir(vorallem bezogen zur Bibel), dass als Kern weitergespinnt, könnte eine reelnahe Parodie sein, wenn du die einzelnen Charaktere dimensionaler schaffst und mehr Bibelfakten und Selbst-Idee einmischst, könnte das was werden!

Ich bin schon gespannt, warum der Getöte, dies beabsichtete, bisher finde ich noch kein Motiv, auch die überraschte Reaktion des Scheintoten verwirrt mich, er war kaum darauf eingespielt...

Thema Tod, gut das hat sich für mich erledigt, da es ja kein echter war...



Lg

John

Nina

Trainee

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9

Tuesday, December 29th 2009, 3:58pm

Hallo J. Locke

ja hätte am Anfang darauf hinweisen sollen, dass ich die Szene Stück für Stück poste, aber ich wollte ersteinmal gar nichts dazu sagen.
Ich bin schon deutlich weiter mit diesem kleinen Stück, aber ich will es nur langsam veröffentlichen, weil es mir so auch mehr Spass macht und ich dann bei jedem Kapitel noch mal genauer schaue.

Das mit dem Humor ist ein interessanter und wichtiger Hinweiß. Mir war klar das es als satirisch aufgefasst werden würde, aber auch gleich ernstlich humorig hätte ich nicht erwartet.
Nun denn, schaden kann es nicht. Nur wenn es lächerlich wirkt bitte ich um Hinweise, denn das sollte es nicht.

Grüße von Nina

Nina

Trainee

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10

Tuesday, December 29th 2009, 4:05pm

5.

Mann: Deine Lippen sind so weich.

Frau: Dann küss sie.

Mann: Ich mache sonst nichts mehr, nie wieder.

Frau: Deine Wunden...

Mann: Vergiss sie.

Frau: Sie reißen auf, wenn du nicht auf dich achtest

Mann: Ich will nur noch auf dich achten.

Frau: Der Hahn kräht.

Mann: Lass ihn krähen. Die schlimmen Dinge passieren erst beim dritten Mal.

Frau: Das ist nicht lustig. Wir müssen aufstehen. Wir müssen weiter. Die anderen sie warten.

Mann: Lass sie warten.

Frau: Jetzt kräht er wieder

Mann: Ich dachte es ist nicht lustig.

Frau: Wir müssen gehen. Sie haben alle so viel riskiert.

Mann: Ich etwa nicht. Ich habe genug gegeben. Du auch. Wir haben ein Recht auf Ruhe.

Frau: Die Soldaten suchen im ganzen Land. Bald kommen sie hier her.

Mann: Las sie kommen, so lange ich dich bis dahin küssen kann.

Frau: Es pocht.

Mann: Das sind nur die andren, sie werden warten.

Frau: Der Hahn, er kräht.

Soldat: Ihr da, rührt euch nicht!

Mann: Hatte ich nicht vor.

Soldaten: Wir suchen Flüchtlinge und ihr seid uns gemeldet worden.

Mann: Wir sind keine Flüchtlinge, wir sind hier zum Vergnügen, wie du siehst.

Soldaten: Du siehst aber aus wie einer, dein Körper ist ganz geschunden. Und Sie passt auf die Beschreibung einer Verdächtigen. Wie ist dein Name ? Maria, nicht war?

Mann: Ich bin Barnabas, ihr habt mich vor kurzem frei gelassen. Und das ist Rachel, meine Hure.

Soldat: Barnabas der Mörder? Ich glaube dir nicht, ich...

Mann: Ein Mörder bin ich.

Frau: Wir müssen fort bevor Verstärkung kommt.

Mann: Ich... es war Notwehr

Frau: ja das war es, wir müssen jetzt weg.

Mann: Er hat mir keine Wahl gelassen

Frau: Sie kommen, los jetzt!

Mann: Das habe ich nicht gewollt


6.

Nachbar: Der Schädel war eingeschlagen. Aufgeknackt wie eine Nuss.

Wirtin: Wie fürchterlich. Wer tut so etwas?

Nachbar: Er sagte er heiße Barnabas, ich habe es den anderen Soldaten schon gesagt. Sie suchen ihn.

Wirtin: Aber du hast es nur gehört, nicht gesehen?

Nachbar: Die Wände sind dünn und löchrig. Natürlich habe ich es gehört. Und davor haben sie es die halbe Nacht wie die Tiere getrieben

Wirtin: Wie die Tiere.

Nina

Trainee

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11

Wednesday, December 30th 2009, 10:15pm

7.

Mann: Ich bin es nicht gewesen!

Soldat: Heißt du Barnabas oder nicht?

Mann: Ich bin es nicht gewesen!

Soldat: Du bist ein stadtbekannter Mörder. Warum sollten wir dir glauben? Unglaublich dass sie dich überhaupt frei gelassen haben. Sie hätten dich kreuzigen sollen du Schwein.

Mann: Ich war es nicht und eine Rachel kenne ich gar nicht.

Soldat: Du wirst es schon noch zugeben. Warte nur bis ich mit dir fertig bin.


8.

Soldat: Barnabas hat gestanden

Herrscher: Und wie lange habt ihr auf ihn eingeschlagen, bis es so weit war?

Soldat: Folter ist üblich bei Verhören

Herrscher: Was bringt mir ein sinnloses Geständnis. Er war es nicht, dieser Wegelagerer. Warum sollte er einen Wächter erschlagen? Wir haben nicht nach ihm gesucht.

Soldat: Wir glauben er ist in Panik geraten, weil er fürchtete wieder eingesperrt zu werden.

Herrscher: Genug davon, hat die Suche etwas ergeben?

Soldat: Noch nicht aber es gibt Hinweise auf die Mutter.

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12

Thursday, December 31st 2009, 1:25am

Liebe Nina,
du hast dich sehr konstruktiv mit meinem letzten Gedicht auseinander gesetzt, ich will versuchen, dir etwas ähnliches zurück zu geben.
Ich kenne mcih kaum aus mit Drameninterpretation, deshalb werde ich Szene für Szene vorgehen und Eindrücke oder Ideen evtl auch Kritik dazu schildern.

Szene1:
Das Unvermittelte gefällt mir gut. Eine Figur als Freund zu betiteln ist sehr toll, weil ich als Leserin sie automatisch "freundlich" vor mir sehe, also als ehrliche, offene Person. Dadurch wird die verstörende Situation, in der sich der Mensch befindet, für die Leserin entschärft. Ich bin nicht misstrauisch gegenüber dem Freund sondern fühle mit dem Menschen mit, und weil ich von der Regieseite aus gucke (schließlich ist es ein Theaterstück), sehe ich den Menschen vor mir, er (sie) macht eine ziemliche Gefühlsachterbahn durch. Eindrücke des allersersten Lesens: Neugierde auf weiter szenen. Hoffnung, dass es nicht esoterisch wird.

Szene2:
Der Esoterikangst gehst du gleich entgegen. Hier handelt es sich um eine handfeste Alltagssituation: Ein Mann in der Metzgerei diskutiert mit dem Verkäufer den neusten Tratsch. Ich ahne, dass es sich bei dem gestohlenen Leichnam um unseren Menschen aus Szene 1 handeln könnte. Dieses auffällig-beiläufige Gespräch, mit dem den Leserinnen oder Zuschauern die Story von Mensch aus einer anderen Perspektive erzählt wird, könnte in die Hose gehen, aber durch eine warme, persönlcihe Atmosphäre, die die Freundlichkeit der beiden Männer erzeugt, fühle ich mich nciht blöd übertölpelt bzw wird mir die Geschichte nicht untergejubelt. Diese kleine Situation würde ich gern inszenieren, das heißt wohl etwas gutes.

Szenen 3 und 4: schnörkellos, bringen die Essenz rüber bilden einen schönen Kontrast. Bisher hat das Stück Tempo, die kurzen, prägnanten Szenen bauen sich vor meinem inneren regieauge auf...

Szene 5:
romantisch, wie ich es gerne mag. Doch dann... unvorhergesehene Wendung: Der Mann erschlägt den Wächter. Krass, eindringlic. Auch verstörend, weil man natürlich total auf der Seite des Mannes, also des Mörders ist.

Szene 6:
Auch diese Szene trifft. Man möchte gerne rufen: ja, aber... es war doch alles... anders...
aber das geht natürlich nicht. Ich finde großen GEfallen an der Schlichtheit dieser kurzen Szenen.

Szene 7:
Und jetzt wird Wahrheit, was man schon befürchtet hatte: Ein Unschuldiger leidet...

Alles in allem: Eindringlich und spannend. Ich habe gar keine Lust immer gleich mit irgendwelchen jesus-Vergleichen anzufangen. Die eindeutigen Parallelen reichen aus um auch ohne Jesus und Christentumbrimborium eine sehr eindringliche, vermutlich tragische Geschichte zu schaffen. ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht!

Liebe Grüße,
Süße Maus
---------------------------------
diese beiden gedichte stehen einander gegenüber:
die eignung
und
die fremdung

Nina

Trainee

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13

Thursday, December 31st 2009, 1:36am

danke süßemaus22
Dieser Kommentar ist in der Tat sehr hilfreich. Die Idee einfach direkt das Lesegefühl wieder zu geben ist sehr spannend.
Ich habe zu deinem Schlusswort eine Frage. Ich werde später im Stück konkreter und deute klarer an, das es sich um Jesus handeln könnte in dem die Worte Nazaret und Nazarener fallen . Ich tat das weil ich denke, das eh jeder sieht wo die Parallen sind und es einen schönen dramatischen Effekt gibt.
Dein Kommentar deutet aber an, was sich mir schon selbst überlegt habe, nämlich, dass es sinnvoll sein könnte, die Parallele nicht deutlich auszuformulieren, sprich die klaren Hinweise weg zu lassen.
Was denkst du spontan? ( Meinungen Anderer zu dieser Frage interessieren mich auch.)

Grüße von Nina

Nina

Trainee

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14

Sunday, January 3rd 2010, 5:20pm

9.

Mutter: Eine Schale Wasser?

Inspektor: Nein, danke

Mutter: Es ist heiß heute. Sie müssen auf sich achten.

Inspektor: Nein, danke, ich... bin nicht durstig.

Mutter: Hatten sie eine beschwerliche Reise?

Inspektor. Nicht einfach, die Sandstürme.

Mutter: ja , das ist immer so in dieser Jahreszeit. Datteln?

Inspektor: Nein danke. Wegen den Vorfällen der letzten Wochen, sie wissen sicher, dass es zu einem Zwischenfall kam.

Mutter: Ich bekomme kaum Nachrichten hier. Es ist still in der Wüste.

Inspektor: Dann wissen sie gar nicht...

Mutter: Sie schwitzen, wollen sie wirklich nichts trinken?

Inspektor: Es gibt da etwas was ich sie fragen muss.

Mutter. Mein Mann kommt bald heim. Er kann ihnen sicher alle fragen beantworten.

Inspektor: Ich bin angewiesen, sie zu fragen.

Mutter: Mich?

Inspektor: Es ist etwas vorgefallen und es gibt Grund zur Annahmen, dass sie …

Mutter: Sie sind keiner von denen oder?

Inspektor: Wie bitte?

Mutter: Wo kommen sie her, wo sind sie geboren.

Inspektor: Ich bin hier geboren

Mutter: Hier...

Inspektor. Es gibt Grund zur Annahme, dass er...

Mutter: Waren sie da?

Inspektor: Wie meinen sie?

Mutter: An jenem Tag.

Inspektor: Nein, ich war nicht in der Stadt.

Mutter: Kannten sie ihn, aus Kindertagen vielleicht?

Inspektor: Nein .

Mutter: Und nun Arbeiten sie für Die...

Inspektor: Ich... es gibt Grund zur Annahme das...

Mutter: Glauben sie an Wunder?

Inspektor: Ich? Nein, ich bin nicht religiös.

Mutter: Dann gibt es auch keinen Grund zur Annahme.


10.

Inspektor: Sie ist irritierend.

Herrscher: Was soll das schon wieder heißen?

Inspektor. Es ist als stünde sie mit einem Bein schon im Jenseits. Als interessiere sie die Welt gar nicht.

Herrscher: So ist diese Sekte eben. Hat sie etwas gesagt, weiß sie etwas?

Inspektor. Ich bin nicht sicher. Die Gerüchte zumindest scheint sie zu kennen, aber wenn sie mehr weiß verbirgt sie es gut.

Herrscher: Nicht ein kleinster Hinweis, nicht die geringste Spur. Es ist als wären die Täter wie vom Erdboden verschluckt.

Inspektor: Herr, haben sie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass es Wahr ist?

Herrscher: Was?

Inspektor: Das er auferstanden ist.

Herrscher: Ich vergaß dass du einer von denen bist.

Inspektor: Nein Herr, das ist nicht der Grund, aber wenn es keine Täter gibt und keine Spur , vielleicht...

Herrscher: Schluss damit, und genau genommen ist es so oder so egal. Wenn man die Leiche geraubt hat will ich sie und die Täter und wenn er tatsächlich auferstanden ist, dann wandelt er in meinem Land umher. Oder nicht?

Inspektor. Ja schon aber...

Herrscher: Fangt ihn. Wie sagt man so schön: Tod oder lebendig. Es ist mir gleich.


11.

Henker: Du, Barnabas, verurteilter Dieb, Wegelagerer und Mörder, hast dich nach einer Vollständigen Begnadigung, nach einer Amnestie des Herrschers selbst, erneut des Mordes schuldig gemacht. Und als wäre dies nicht genug gewesen war es keiner deines Volkes sondern ein Soldat des Kaisers, den du aus dem Leben gerissen hast. Dafür soll nun deine endgültige Strafe der Tod am Kreuz sein.

Mann: Ich war es nicht , ich bin es nicht gewesen.

Henker: Schlagt ihn an!

Mann: Ich war es nicht, ihr müsst mir glauben, dieses mal bin ich frei von Schuld.

Nina

Trainee

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15

Monday, January 4th 2010, 6:10pm

12

Mensch: Ich hätte den Soldaten nicht töten dürfen. Sie haben einen Unschuldigen dafür hingerichtet.

Freund: Du hattest keine Wahl. Und es war kein Unschuldiger.

Mensch: Aber diese Tat hat er nicht begangen

Freund: Das erste Mal bist du für ihn, nun ist er für dich in den Tod gegangen. Das ist gerecht.

Mensch: Was hat denn Gerechtigkeit mit meinem Mord zu tun. Es war falsch und ein anderer büßt nun. Ihr hättet mich nicht retten dürfen. Ich fühle, dass ich in diese Welt nicht mehr gehören. Alles was ich jetzt noch geben kann, ist nur Leid und Unglück

Freund: Was redest du denn da? Ohne dich sind wir nichts. Die Menschen glauben an dich sie vertrauen dir. Sie brauchen deine Kraft deine Überzeugung, deine Visionen. Ohne dich wird unser Land niemals frei sein.


Mensch: Ich habe es nicht gewollt, ich habe das alles nicht gewollt, aber man hat keine Wahl. Man wird hinein gerissen, man tut seine Pflicht und je mehr man tut um so schlimmer wird es. Und alles nur weil man sich kümmert.




13.

Mutter: Er ist jetzt in einem Alter, da man sich heraus halten muss. Er lernt eigenständig zu denken. Er lernt Dinge zu hinterfragen, er lernt zu lieben und zu hassen. Aufrichtig zu hassen. Da kann ich mich nicht in den Weg stellen. Ich muss ihn Mensch werden lassen, weil ich so oder so nicht mehr kontrolierne kann was für ein Mensch er wird. Seien sie nicht zu hart in ihrem Urteil. Er hat es nicht leicht.

Lehrer: Und doch muss man Grenzen setzen. Regeln die für alle gelten.

Mutter: Für was?


14.

Herrscher: Für den Frieden unseres Landes will ich, dass sie gefangen werden. Immer mehr Anhänger trommeln sie zusammen, auf den Straßen preisen sie laut ihren Heiland und nicht einmal die Angst vor Strafe oder gar dem Tod kann sie noch zurückschrecken. Wenn er auferstehen kann, sagen sie, dann ist Gott auf ihrer Seite. Sie sind sich seiner Hilfe gewiss diese Narren. Wenn ich sie alle abschlachten muss, dann ist es nicht meine Schuld, sondern die dieser Terroristen.
Ich weiß nicht was gefährlicher ist ein hoffnungsloses Volk das nichts zu verlieren hat oder eines mit falscher Hoffnung das alles zu gewinnen glaubt.


15:

Mensch: Warum habt ihr mich zurückgeholt?

Lehrer: Wir wollten kein Blut an unseren Händen.

Mensch: Ich war bereit. Ich war bereit mich zu opfern.

Lehrer: Dein Opfer nützt niemandem etwas. Die Erinnerung an dich alleine ist nicht genug! Die Menschen brauchen deine Führung.

Mensch: Ich war einverstanden ein Märtyrer zu sein, aber ich bin kein Gott. Ich bin dem nicht gewachsen

Mutter: Doch mein Junge, dass bist du.

Mensch: Ihr hättet es mir sagen können.

Lehrer: Die Menschen mussten jemanden sehen, der bereitwillig in den Tod geht. Du selbst musstest es glauben. Jetzt werden sie auch glauben, dass du wieder kommst.

Mensch: Ich bin zu schwach. Ich bin nur ein Mensch

Mutter: Ach mein Kind, du bist so viel mehr, für sie für mich, für die Welt bist du so viel mehr. Du bist die Freiheit.

Mensch: Ich habe Angst

Mutter: Das brauchst du nicht, ich bin bei dir.

Nina

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16

Tuesday, January 5th 2010, 12:48pm

16.

Mensch: Ich bin zurückgekehrt um euch meine Liebe zu bringen, meine Liebe und Gottes Freiheit.
Aber nicht seine Macht, nicht meine Taten sondern die Euren sind es die letztlich den Weg für unser aller Freiheit bereiten. Seht diesen Feigenbaum dort. Der Sommer naht und seine Äste schlagen aus. Grün wachsen sie bis zum Himmel empor. Auch euer Sommer naht und wie für die Bäume ist die Zeit für euch gekommen auszuschlagen.

Hörer: Aber ist es nicht Frieden den du uns gepredigt hast?

Mensch: Ich will den Frieden auf Erden für alle Völker und ich will das ihr ihn euch nehmt.
Versammelt euch in der Stadt, bringt jeden Bruder, jede Frau und jeden Freund und wartet bis komme.

17.

Mann: Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich nicht aufrichtig bin

Frau: Du tust was du musst, denke ich.

Mann: Und sie stört dich nicht, diese Täuschung?

Frau: Doch, schon.

Mann: Aber?

Frau: Kein aber, muss es ein Aber geben? Küss mich.

Mann: Wie kannst du mich küssen wenn du mich nicht für aufrichtig hälst?

Frau: Ich halte dich für Aufrichtig. Mir gegenüber bist du es.

Mann: Und alles an was du denkst bist nur du selbst?

Frau: Wäre ich dann hier, hier bei dir?

Mann: Ich fühle nur Traurigkeit. Wir beginnen einen Krieg. Sie werden sterben diese Schafe und alles was ich fühle ist Traurigkeit

Frau : Küss mich.


18.

Soldat: Bist du die Mutter des Aufwieglers?

Mutter: Ich bin die Mutter aller Menschen, mein Junge

Soldat: Wie auch immer, du bist festgenommen. Der Herrscher will dich sehen.



19.

Herrscher: Weist du warum du hier bist Frau?

Mutter: Weil du Angst hast.

Herrscher: Du hast zumindest keine.

Mutter: Wovor sollte ich schon Angst haben?

Herrscher: Vor dem Tod?

Mutter: Ich kenne ihn, er bringt nur Seligkeit.

Herrscher: Dachte ich mir, dass du das sagst. Dann vor der Folter. Erst vor kurzem haben sie hier einen Mörder halb Tod geprügelt. Er lebte am Ende noch, wenn man eine Existenz als blutigen Fleischklumpen als Leben bezeichnen kann. Aus Gnade habe ich ihn am Ende hinrichten lassen

Mutter: Schmerzen sind nur ein weitere Weg zur Erlösung.

Herrscher: Du bist gefährlich und wenn es das Volk nicht noch weiter erregen würde, hingst du längst am Kreuz.

Mutter: Jedes weitere Kreuz bringt nur zwei weitere Latten für euren Scheiterhaufen.

Herrscher: Drohst du mir?

Mutter: Dass muss ich nicht, du zitterst schon vor Angst

Herrscher: Wo ist dein Sohn?

Mutter: Bei seinem Vater im Himmel

Nina

Trainee

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17

Friday, January 8th 2010, 12:39am

20.

Soldat 1: Hast du Claudius gestern gesehen?

Soldat2: Nein ich konnte nicht. Meine Frau hat ein riesiges Theater veranstaltet. Sagte, ich verbringe nicht genug Zeit mit der Familie.

Soldat 1: Mann, ich kann nicht fassen, dass du es verpasst hast.
Er alleine gegen vier Mann. Es wahr sagenhaft.

Soldat2: Denke ich mir und ich hatte mir extra die Karte einen Monat vorher gekauft.

Soldat1: Und es heißt, dass er vielleicht zurücktritt. Ich meine er ist ja auch schon alt

Soldat2: Diese verdammte Schlampe, wenn das sein letzter Kampf war, dann kann sie was erleben.

Soldat1: Warum hast du sie nicht mitgenommen?

Soldat 2: Bist du bescheuert? In die Arena? Außerdem wäre Ester da gewesen.

Soldat1: Läuft das noch zwischen euch.

Soldat 2: Klar, die bläst wie ein Nielpferd.

Sodaten 1: Was ist denn mit den Leuten heute los? Wo wollen die den alle hin?

Soldat 2: Frau, halt, was geht hier vor?

Pasantin: Es heißt er kommt. Er und seine Jünger, sie kommen aus der Wüste in die Stadt.

Soldat1: Wer kommt? Von was sprichst du überhaupt.

Passantin: Der Heiland und Gott ist mit ihm. Jetzt geht es euch an den Kragen, ihr Schweine.

Soldat2: Warte, bleib stehen, was meinst damit, bleib stehen habe ich gesagt. Verdammt.

Soldat 1: Was sollte denn das?

Soldat 2: Verrückte Weiber!


19.

Mensch: Ich weiß nicht ob den Mut habe es zu tun.

Freund: Wir glaube an dich.

Mensch: Ist es das Wert?

Freund: Wie meinst du das?

Mensch: Die ganzen Opfer. Wäre es nicht besser alles so zu belassen wie es ist?

Freund: Wie kommst du plötzlich auf so einen Gedanken?

Menschen: Als ich am Kreuz hing und sie alle mich anstarrten verzweifelt und voller Trauer, da dachte ich einen Augenblick: Jetzt halten sie es nicht mehr aus. Jetzt erbebt sich der Aufstand und sie befreien mich, koste es was wolle. Sie haben es nicht getan, sie stand nur da und haben gejammert. Und ich dachte mir. Wie kann ihr Leben so schrecklich sein, wenn sie diese Gräul mit ansehen und schweigen können.

Freund: Es war nicht der richtige Zeitpunkt, wir waren noch nicht genug. Zu viele haben gezweifelt, aber das ist jetzt anders.

Mensch: Darum geht es doch gar nicht, das habe ich doch nicht gemeint.

Freund: Wenn wir jetzt aufgeben sind unsere Bemühungen unser Schweiß unser Blut völlig umsonst gewesen. Wir haben uns entschieden , und jetzt gibt es kein Zurück.

Mensch: Aber mit jedem Schritt vorwärts, gibt es nur noch mehr Schweiß und Blut.

Freund: Glaubst wirklich es endet wenn wir aufhören? Sie werden uns jagen und wenn wir sie nicht entthronen werden sie uns auch finden.

Frau: Deine Mutter, ich habe es gerade gehört, sie haben deine Mutter. Sie halten sie gefangen.

Freund: Siehst du, sie kennen auch keine Gnade, wir müssen es vollenden.

Mensch: Ja...

20.

Frau: Zweifel nicht mehr mein Liebster, unser Leben unsere Liebe all das steht auf Spiel wenn wir jetzt nicht zaudern, ist unser Glück nicht weit. Stell dir nur vor : Freiheit. Ein freies Land und Frieden für jeden Menschen: für uns für deine Eltern und für unser Kind.

Mann: Für unsere Kind?

Frau : Ja

21:

Mensch: Die Zeit des Zweifels hat ein Ende. Unser Leben unsere Liebe zu unseren Eltern und unseren Kindern, alle das steht auf dem Spiel. Die Freiheit, meine Brüder und Schwestern, sie glänzt wie ein Stern am Firmament, aber sie ist kein Stern denn sie ist greifbar für uns geworden.
Du sollst nicht töten, sagt Gott und er hat recht. Du sollst lieben sagt er und er hat recht. Doch um zu Lieben müssen wir verhindern, dass unsere Liebsten getötet werden.
Wir hassen nicht, wir zürnen nicht, wir wollen nichts als nur den Frieden. Nun meine Freunde holen wir ihn uns!

Nina

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18

Saturday, January 9th 2010, 8:56am

22.

Inspektor: Sie stürmen aus allen Gassen zum Palast. Viele sind bewaffnet andere schreien einfach nur wie die Verrückten. Es sind so viele, einige Männern wurden einfach nieder getrappelt . Die Wächter hatten keine Wahl, als sich zurück zu ziehen und die Tore zu schließen, aber jetzt hämmern diese Wahnsinnigen an die Pforten und schreien nach Gott, er soll die Mauern einreißen. Ein Paar der Männer glaubten, dass dies wirklich geschehen könnten und sind geflohen.

Herrscher: Ich habe eine Aufgabe für dich.

Inspektor: Für mich?

Herrscher. Du wirst zum Auferstandenen gehen und ihm sagen, dass ich ihn sprechen will.

Inspektor: Herr, in deren Augen bin ich genau so ein Feind wie ihr, selbst wenn ich , nein weil ich von ihrem Volk bin. Wenn ich da raus gehe zerreißen die mich

Herrscher: Dann solltest du beten, das euer Messias wirklich so gnädig ist wie er behauptet.

23:

Eiferer: Freiheit für unser Volk,

Eiferer 2.: Oh Herr alle Dinge bring uns dein Licht.

Eiferin: Zerdrücke die Unterdrücker mit deiner göttlichen Faust

Alle: Heil dir, Heiland, heil dir Heiland, heil, heil heil!


24.

Inspektor: Ich komme um dir zu sagen, dass der Herrscher dich sprechen will

Mensch: Was kann er mir schon zusagen haben?

Inspektor: Er will den Frieden verhandeln. Er sagte er kenne einen Weg wie dieser Streit ohne weiteres Blutvergießen enden kann.

Mensch: Wirklich, dann weiß er mehr als ich.

Inspektor: Er sagt, wenn ihr ihm traut, werdet ihr es nicht bereuen.

Mensch: Wo will er mich treffen.

Inspektor: Ihr sollt in den Palast kommen.

Mensch: Ein guter Scherz, warum sollte ich mich dieser Gefahr aussetzten.

Inspektor: Er sagt, wenn ihr wirklich der Heiland seit, dann gibt es für euch keine Gefahr, die ihr euch aussetzten könntet und er sagt auch, dass er Frieden will. Wenn er euch tötet, so weiß er, gibt es nur Mord und Totschlag.

25

Mann: Ich werde gehen

Frau: Das kann nicht dein Ernst sein.

Mann: Warum nicht, vielleicht meint er es ernst.

Frau : Und wenn nicht? Er wird dich töten!

Mann: Und damit sein Schicksal besiegeln. Sie legen seinen Palast in Schutt und Asche, wenn ich sterbe.

Frau: Bist du derartig versessen darauf zum Märtyrer zu werden?

Mann: …

Frau: Bedeute ich dir nichts, sind wir dir völlig egal? Wir sind so kurz davor ihn zu stürzen, wir gewinnen, siehst du das nicht. Wir gewinnen ohne deinen Tod

Mann: Willst du wirklich einen solchen Sieg?

Frau: ...

Mann: Ich liebe dich

Frau: Komm mir nicht so!

Mann: Du weißt dass ich gehen muss!

Frau: …. Dann verschwinde, verschwinde und komm nicht wieder!

Mann: Ich schwöre, das ich wieder komme , ich schwöre es meine Liebe.

Frau: Schwör lieber nicht...

Nina

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19

Sunday, January 10th 2010, 3:51am

26:

Herrscher: Du bist wirklich gekommen.

Heiland: Meine Jünger glauben, ich bin verrückt.

Herrscher: Damit könnten sie recht haben. Nun, es ist mir jedenfalls eine Ehre dich so munter wieder zu sehen. Das letzte Mal sahst du ein wenig abgekämpft aus.

Heiland: Das könnten an deinen Foltermethoden gelegen haben.

Herrscher. Warum so bitter? Es sollte keine Bitterkeit zwischen uns herrschen, wo wir doch beide nur Frieden wollen. Im Übrigen sind es nicht meine Foltermethoden, wenn es nach mir ginge würde die Verdächtigen gleich zu Anfang gestehen und niemand müsste leiden.

Heilandd: Ich hatte nichts zu gestehen.

Herrscher.:Wahr. In deinem Fall gab es gewissen Interessengruppen, die dich Leiden sehen wollten.

Heiland: Und zu diesen, willst du nicht gezählt werden?

Herrscher: Mein einziges Interesse ist Macht und die habe ich schon.

Heiland: Wir sehen wie lange noch.

Herrscher: Richtig, um das zu klären, sind wir ja hier, nicht war? Aber zuvor musst du mir eine Frage beantworten, die mir seit Wochen den Schlaf raubt

Heiland: Frage.

Herrscher. Bist du nun tot oder nicht? Und wenn nein, wie habt ihr es angestellt?

Heiland: Nervengift.

Herrschaft: Nervengift. So einfach. Phantastisch. Es stimmt eben doch, die einfachsten Ideen sind oft die Besten.

Heiland: Jetzt habe ich eine Frage.

Herrscher: Bitteschön.

Heiland. Damals als ihr mich gefangen nahmt, hättest du mich einfach im Kerker töten können, statt in einem öffentlichen Prozess einen Aufruhr zu provozieren. Warum das Risiko eingehen?

Herrscher: Eine gute Frage. Es gibt zwei antworten, suche dir eine Aus:
Erstens: Ich bin ein netter Kerl und ich töte niemanden heimlich. Ich gebe jedem meiner Untertanen eine faire Chance, selbst wenn er noch so eine Plage ist. Ich konnte es nicht verantworten dich einfach so zu töten. Ich wollte es gerecht tun. Deswegen der Öffentliche Prozess.
Oder zweitens: Ich war einfach neugierig.

Heiland: Verstehe. Noch eine Frage: Warum hast du keine Angst

Herrscher: Genau die wollte ich dir eigentlich aus stellen. Ich bin dran mit fragen also Antworte du zuerst.

Heiland: Ich habe Angst. Angst das mein Volk für immer verdammt ist in der Sklaverei andere zu leben.

Herrscher: Aber vor dem Tod hast du keine Angst nicht war?

Heiland: ...

Herrscher: Ja so habe ich dich eingeschätzt. Aber freue dicht nicht zu früh, heute wird hier niemand sterben.

Heiland: Richtig, wenn du dich ergibst muss niemand mehr sterben. Die Stadt ist in unserer Hand der Palast ist umstellt, es gibt keinen Ausweg. Wenn du dich ergibst stoppe ich die Kämpfe, niemand wird mehr getötet und du und dein Volk können das Land unversehrt verlassen

Herrscher: Das ist es,das ist dein Angebot? Das Land für mein Leben?

Heiland: Für deines und das deines Volkes. Ja!

Herrscher: Gut, dann mache ich dir das selbe Angebot: In der Wüste vor der Stadt sind fünf frische Legionen verborgen. Ich habe sie schon vor Wochen her beordert. Sie warten auf Feuerzeichen die Stadt zu stürmen und jeden zu Töten der sich dort aufhält.

Heiland: Was?

Herrscher: Hast du wirklich gedacht ich lasse euch gewähren: Eure kleine dumme sinnlose Revolution, sie war von Anfang an zum scheitern Verurteilt. Wenn ich dieses Volk nicht beherrschen kann, dann lösche ich es eben aus. Wir haben genug Siedler in unserem Land, die sich die Hände nach eurem Ackerland lecken würden.

Heiland: Was? Aber? So weit würdest du nicht gehen.

Herrscher. Unterschätze mich nicht. Niemals! Ich lasse m´nicht von euch erpressen. Ich diktiere euch euer Leben!

Heiland: Das ist nicht wahr.

Herrscher. Du weißt das es war ist.

Heiland: Wenn du das tust gibt es einen blutigen Endkampf, in dem auch deine Leute sterben werden und vielleicht sogar du selbst.

Herrscher: Dann werde ich ich am Ende auch noch ein Märtyrer. Wäre das nicht schön? Aber sei unbesorgt es gibt einen einfachen Ausweg. Es liegt in deiner Macht unseren Völkern ein gute Zukunft zu bringen.

Heiland: Was soll ich tun.

Herrscher: Du gehst hinaus und predigst den Menschen von deinem Frieden. Du sagst ihnen, dass sie die Waffen niederlegen sollen, dass sie sich in Gottes Namen ergeben sollen . Sag ihnen das ein leben in Knechtschaft besser ist als ein freier Tod

Heiland: Und wenn ich mich weigere

Herrscher: Du weiß was dann passiert.

Heiland: Ich werde mein Volk nicht in die ewige Sklaverei verdammen

Herrscher: Ist das dein letztes Wort?


Ende

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20

Sunday, January 17th 2010, 1:23am

Liebe Nina, endlich komme ich dazu, dein Stück zu Ende zu lesen und zu kritisieren.

Szene 9: falk richter assoiziation wegen des realistischen gesprächverlaufs und der banalen dinge, die viel unterschwelliges spüren lassen. Die mutter gefällt mir, sie scheint eine kluge, erwachsene Frau zu sein.

Szene 10: wer sind “die”? man hat Vermutungen, wird aber durch die kryptischen Andeutungen der beiden Männer nur verwirrt. Es bleibt spannend. Du schaffst es, die Charaktere sehr plastisch zu zeigen.


Szene 12

Es klingt, als redete der Mensch von einer Pflicht, die auch andere außer ihm erfüllen müssen: “Man tut seine Pflicht”, etc. das ist interessant, ich erwarte, dass diese Perspektive weiter ausgebaut wird: gibt es viele, deren Tod vorgetäuscht wird, und wieso?

Was der Freund vorher sagt, finde ich ein bisschen zu allgemein: Sie brauchen deine Kraft, etc.
Also sowohl inhaltlich, als auch was die Formulierung angeht. Dadurch ist es nicht besonders überzeugend.

Szene 15: offenbar gibt es eine viele Figuren betreffende Verschwörung, der Lehrer und die Mutter sind auch involviert.. Das ist einerseits als Grundidee sehr unterhaltsam, weil es die vielen Verschwörungstheorien aufgreift, die über alle möglichen Ereignisse kursieren. Gleichzeitig nimmst du diese Gruppe ernst, sodass es interessant bleibt.

Szene 16: schon in dieser Rede an die Anhänger_innen (?) kann ich mir vorstellen, wie schmerzhaft diese Lüge für einen sein muss, der eigentlich aufrichtig sein will. Heiligt der Zweck die Mittel, das würde der Mensch verneinen, seine Gang jedoch nicht. Das ist sehr tragisch.

Szene 17
Diese Szene ist natürlich wichtig, um die Frau besser kennen zu lernen, auch wenn man schon vorher gemerkt hat, dass sich der Mann/Mensch mit seiner neuen Aufgabe nicht besonders wohl fühlt. Es ist sehr schön, dass der Mensch in der Gegenwart der Frau nur noch Mann ist, also wie halbiert in seiner Funktion (weißt du wie ich das meine? Nicht feministisch sondern eher, dass er vom Überbegriff Mensch, der uns alle betrifft, auf die Hälfte von uns reduziert wurde.)

Szene 18
Wie schön, dass du den Soldaten so humorvoll antworten lässt J

Szene 19

Ich finde es okay, dass du dich jetzt wieder mehr an die typische Jesus-Geschichte annäherst, weil du dich vorher davon soweit entfernt hattest, dass man das Stück halbwegs unabhängig davon lesen kann.
Ich würde allerdings über die Formulierung “blutiger Fleischklumpen” nachdenken, sie kommt einem schnell über die Lippen, wenn man über Folter redet, aber vielleicht fällt dir ja noch eine weniger abgegriffene ein…?

Szene 19 (die zweite oO)

Ich bin sehr froh, dass der Mensch den Gedanken äußert, dass es vielleicht gar keine Revolution (ich nenne das jetzt mal so) geben kann. Der Freund als überzeugter, radikaler Umstürzler ist bereit, Opfer für das große Ziel einzugehen und würde die Schäfchen auch mit Tricksereien zum Aufstand bringen.
Warum es jedoch Schweiß zu dem Blut dazu gibt ist mir nicht ganz klar. Schweiß steht für mich für harte, körperliche Arbeit, was hat die denn mit der gewaltvollen Revolution zu tun?

Ein weiteres Mal freue ich mich über deinen Verzicht auf Regieanwerisungen, es ist viel eindringlicher wenn ich mir selbst ausmalen darf, wie aufgeregt die Frau zu den andern ins Zimmer stürzt und die Nachricht von der gefangenen Mutter überbringt, als wenn es dazu eine langatmige, autoreneitle Einleitung gäbe.

Übrigens musst du noch mal neu nummerieren, ich merke grade, dass da was nicht stimmt.
Szene 20

Das find ich nun ein bisschen kitschig, diesen Überzeugungsversuch mit dem Kind. Und ich hatte die Frau auch für weniger manipulativ gehalten. Schade.

Szene 21

Das klingt ein bisschen nach George Bush und Co. Und es ist herzzerreißend, zu sehen, dass der Mensch sich weiter instrumentalisieren lässt.

Szene 23

Sehr toll, alles. Sowohl die Bezeichnung als Eiferer als auch das Heilsgeschrei am schluss.

Szene 24
So weit haben ihn die eigenen Leute, dass der Mensch bereit ist, mit dem größten Feind zu verhandeln…

Szene 25

´der Herrscher betont nebenbei subtil, dass er seine Hände in Unschuld wäscht, das ist ein kleiner Jesus-Hinweis, den ich gelungen finde, weil er eben nicht nur auf die Bibelgeschichte zutrifft sondern auf so ziemlich jede_n Herrscher_in, der/die mir einfällt.

Letzte Szene

Und wieder siegt die Obrigkeit, es ist einfach und wahr. Und traurig.
Dein Ende erinnert mich irgendwie an ein anderes Stück, das ich mal gelesen hab. Es handelte auch vom Tod, da ging es um so ein Dorf in Aufruhr. Habe leider vergessen, wie es heißt, vielleicht komm ich ja noch mal drauf.

Also, das waren meine ersten Eindrücke zu deinem Stück liebe Nina. Noch immer hätte ich große Lust, mir eine Inszenierung dafür auszudenken und es zu proben.

Alles Liebe,
Süße Maus
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diese beiden gedichte stehen einander gegenüber:
die eignung
und
die fremdung

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