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vsilverlord

Intermediate

Date of registration: Jun 24th 2009

Posts: 88 wcf.user.activityPoints: 510

Occupation: soldat

1

Friday, December 11th 2009, 11:29pm

Stuhl

quirlig manch die Gedanken
rasen, flieh stuhl renne
lauf doch, denn wenn
hastig Stille sich verbreitet,
mich fasrig elektrisiert;
ich mich Dich vergessen lasse
deine Beine statisch sterben
der Untergang der Sinne, es:
gravierende Macht, das Deinige nicht
nie endet, nie loslässt, nie befreit

Perry

Lyrisches Licht

Date of registration: Jun 22nd 2007

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Location: Bayern

2

Saturday, December 12th 2009, 7:13pm

Hallo vsilverlord,

das ist Pech, dass du gleich mit einem Schreibfehler anfängst (quirlig), obwohl das doppelte r schön rollt.
Bei experimentiellen Texten kannst du dich ja immer auf Absicht heraussreden, aber dann solltest du es formell kennzeichnen.
Und schon gehts weiter in der ersten Zeile, denn nach "manch" stört der Artikel "die" mehr, als er den Lesefluss (soweit gewollt) unterstützt.
Damit höre ich aber gleich wieder auf, denn ich will ja nicht beim ersten Komm mein ganzes Kritikpulver verschießen.
Viel Spaß hier und LG
Perry

Strohpuppe

Moderator

Date of registration: Aug 22nd 2008

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Location: Gießen

Occupation: Student

3

Saturday, December 12th 2009, 7:17pm

hallo, vsilverlord

ich finde deinen Text unverständlich. Sehen wir hier ein lyrisches Ich, das auf einem Stuhl sitzt, der dazu aufgefordert wird, sich endlich zu bewegen und somit der Geschwindigkeit der Gedanken des Sprechenden Rechnung zu tragen? Was mache ich dann mit dem Ende, wo irgendwas von einer gravierenden Macht (schreckliche Wortwahl für einen lyrischen Text wie diesen hier) erzählt wird, die das lyrische Ich den Stuhl vergessen lässt? um's kurz zu sagen: ich blick's net wirklich. ich will nicht für andere Leser urteilen, aber ich glaube, die Unverständlichkeit und die zumindest scheinbare Zusammenhanglosigkeit von einem Aspekt zum anderen ist ein großes Problem deines Textes.

außerdem tust du den Worten, sorry, teils schon echt Gewalt an:
v1: manch - Was soll das?
v6: ich mich Dich vergessen lasse - warum nicht einfach vergesse ich dich?
v7: Beine Deine - au! deine Beine hätt's auch getan, oder?
v8: es - Mit welchem Inhalt soll das gefüllt sein?
Du hast wahrscheinlich versucht, dich besonders poetisch auszudrücken, was aber nich so ganz geklappt hat. eher hast du hier sinnlos verdrehte Ausdrücke und inhaltsleere Phrasen produziert, ohne das wirklich klar machen zu können, was du meinst. Eine klare Sprache ist, solang man noch nicht versteht, sie mit Absicht und Raffinesse zu verdrehen, besser!

verzeih mir den erhobenen Zeigefinger :huh: , aber ein Lesevergnügen ist dein Text nicht gerade zu nennen.

Gruß
Strohpuppe
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

vsilverlord

Intermediate

Date of registration: Jun 24th 2009

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Occupation: soldat

4

Saturday, December 12th 2009, 8:09pm

huhu

vielen Dank für die ehrlichen Kommenare!
Der Rechtschreibfehler war hier nicht mit Absicht, ichs habs jetzt zu 'quirlig' gemacht, auch das 'quirrlig' irgendwie schöner war.
das 'manch die' ist mit purer Absicht, es ist eine Abkürzung von 'manchem die', wo es als Subjekt dient und gleichzeitig 'manches die', in dem es eine Erweiterung des wortes quirlig ist und nicht zum nächsten dazugehört, also 'quirlig manches' .Ich wollte beide Bedeutungen offen halten, und nicht ausdrücklich eine Richtung vorweisen. Tut mir Leid, wenn es zu eurer Verwirrung beträgt!
Nun zu Zeile 6 'ich mich Dich vergessen lasse'. Es bedeutet nunmal nicht 'ich vergesse dich'. Es bedeutet, ich lasse mich Dich vergessen. Es ist schon richtig ausgedrückt.
V7:' Beine Deine', du hast Recht, das ist bescheuert.
v8: 'es'. Dieses Wort ist schon nicht sinnlos hier, es ist der Mittelpunkt von 3 Sätzen, die möglich sind:
Es ist der Untergang der Sinne.
Es ist die gravierende Macht.
Es nie endet, es nie loslässt, es nie befreit
-> bzw in Verbindung mit 'das deinige:
Es das Deinige nie endet, es das Deinige nie loslässt, es das Deinige nie befreit.
Es ist zwar schön Strohpuppe, dass du offen heraus sagst, was du denkst, aber in dem Fall finde ich traurig, weil ich nicht versucht habe, poetische wilde verrückte Phrasen ohne Inhalt zu erschaffen, sondern der Inhalt zuerst da war, und ich versucht habe meine Bilder in Worte zu fassen. Das Gedicht hat in meinen Augen wohl einen Sinn, eine Bedeutung und lässt auch eine Interpretation zu. Wenn das aber in Deinen Augen anders ist, kann ich das gut verstehen und nachvollziehen. Im übrigen bin ich für Verbesserungsvorschläge immer offen =)
(edit: rechtschreibfehler :D )

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