hallo liebe regenböginII,
guggemoos erwachte also, wie die stormsche regentrude. doch diesmal waren es nicht andree u. maren, auch nirgends ein gegenspieler wie der siegesgewisse feuermann eckeneckepenn, sondern die kräfte des magischen windes, die solchermaßen erwachen ermöglichten. doch wurde guggemoos nicht blühend aufgeweckt, sondern ein höllenwind fegte jegliches, auch das dazu sprachlich fassbare hinweg und verwaiste guggemoos.
der solchermaßen aufgeschreckte, eigentlich medial gut aufgehobene u. vernetzte guggemoos, vermochte auch im äther der radiowellen nur wortleere zu erlauschen u. selbst die verzeitigten zeitungswörter grausten auf blank gefegten papieroberflächen mit einem zeichenschwund, der einen totalen sprachverlust ankündigte. sowohl die lichten, pathethischen, gekünstelten worte, als auch die schmutzigen, verstrassten, alltäglichen worte entschwanden offensichtlich infernalisch aus der polarisierten, aus der fasslichen, aus der zwischen- u. jeglicher verständigungswelt. (flattern klingt aus meiner sicht zu harmlos, da es ja zuvor im himmel orkanisch tobt ... eher ein wegreißen, ein wegfetzen, ein abhäuten von sprache)
für den kontemplativen guggemoos, der sich in diesen prozess des sprachloswerdens hineinstellt, bleibt zunächst nur das ringen um fassung u. das auseinandersetzen mit dem eigenen mentalen chaos. dennoch bemüht er sich, worte zu finden. doch die worte, welche aus seinem mund drangen, wirken fremdgesteuert u. haben eine so starke affinität zu den verschwundenen, dass sie sich zu den anderen begeben, aber immerhin noch so, dass sie am horizont für alle sichtbar bleiben. und dennoch ist der magiezug am ende so stark, dass alles von menschenhand/menschengeist/menschenfleisch geschaffene hinaufgesogen wird u. die personifizierten ideale der dunklen/hellen dränge/leidenschaften im nebeneinander "windflirten" u. übers ganze (menschen)land getragen werden, um vielleicht marginal aufzu-"zeichen", welche mächtige kräfte im menschlichen sprachvermögen schlummern u. welche verluste sprache an menschen / landschaften / völker / nationen anrichten können.
was mag uns der magische wind noch sagen wollen. vielleicht will er uns leser an das ursprüngliche alles menschenseins zurückwinden. das sprache auch u. überwiegend in der wiege der menschheit dazu diente, um sich gemeinsam zu verständigen u. um welt/mensch/ich&du&wir . zu verstehen u. nicht zu zerstören. ich erinnere mich noch an ein werk von victor klemperer, in welchem er uns leser schon so sprachlos u. eindringlich die sprache des dritten reiches näher brachte u. aufzeigte wie sprache alles menschliche so verobjektivieren kann, dass der mensch selbst verlustig geht.
nachdenklich gelesen
glg, rivus
p.s.:
1, (du hast eine sehr eigene sprache)
2, hoffentlich habe ich meine interpretation nicht total in den sand gesetzt

, da dein "magischer wind" von dir in der rubrik humor, satire,
rätselhaftes eingestellt wurde u. dann könntest du mir vielleicht bitte mit einem hinweis helfen, ja?
3, verzeih, wenn ich zu sehr in dir zu fremde assoziationen abgedriftet bin
4, vielleicht hat mich ja dein magischer wind einfach ins spekulative hypnotisiert