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Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

1

Tuesday, September 29th 2009, 7:21pm

gegen die Leere

Schätze
in fest geschlossenen Händen.
Unsere kleine, unsere ganze Welt.
Ich lass sie jetzt los.
Von den Klippen
zurück ins Meer.

So kann ich sie bald schon,
jeden Tag aufs Neue,
nach Hause tragen.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

franz

einfach nur franz

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2

Tuesday, September 29th 2009, 7:37pm

Hallo Alexa,

und eben mal kurzweilig:

normalerweise kann ich Texte nicht ab, in den die Zahl der Umbrüche höher ist, als rein die Zahl der Wörter. (war schwer 'in')
Deinen Text aber finde ich, so wie er dort steht, eine Spur zu 'prombt'. Einen Fetzen mehr Ruhe könnte es hier ruhig gebrauchen.

Ein sonst echt schönes Stück!

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Perry

Lyrisches Licht

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Location: Bayern

3

Wednesday, September 30th 2009, 12:13am

Hallo Alexa,

wie schön ein Meerestext. ;)
Ich lese aus deinen Zeilen die Botschaft: "Nur was man loslässt, kommt wieder zurück" oder so ähnlich.
Bildlich sehe ich eher ein Kind, dass eine Muschel als Schatz in seinen Händen hält, aber sie voll Vertrauen auf sein Glück am nächsten Tag eine neue zu finden. diese zurück ins Meer wirft.
Gut auch die eingestreuten Hinweise auf das Zuhause, weil sie eine Brücke zwischen der kleinen und großen Welt spannen. Ein kleiner Widerspruch liegt allerdings darin, dass das LI seine Schätze dann "bald schon" doch nachhause trägt.
LG
Perry

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

4

Wednesday, September 30th 2009, 8:17pm

Hallo Franz,
was genau du jetzt mit "etwas mehr Ruhe“ und "prombt“ meinst, weiß ich nicht, vll. erklärst du es mir bei Gelegenheit noch. Ist der Text dir jetzt zu direkt? Zu offensichtlich? Oder geht es dir da eher um den Rhythmus oder sogar das äußere Erscheinungsbild?
Das mit den Umbrüchen … ja, ich verstehe was du meinst, denke aber es hat weniger mit in oder out sein zu tun. (außerdem hab ich viel mehr Wörter als Zeilenbrüche :P ) Ich meine, nicht jeder Text lässt sich in jedwede Form pressen, das kommt immer ein Stück weit auf die Aussage an. Der eine braucht Reim und Form, ein anderer nicht und wieder andere sind besser im totalen Wortchaos aufgehoben.
Ein Naturkind fühlt sich im Anzug ja wahrscheinlich auch eher unwohl.
Aber ich stehe in der letzten Zeit auch etwas auf Kriegsfuß mit dem Thema Lyrik und vor Allem mit meiner Schreiberei. Hab ich doch jetzt lange versucht mit Brüchen zu experimentieren, (dabei kamen meist sehr verschlüsselte Texte raus), versuche ich es jetzt etwas offener- eher Richtung kleiner Prosatext. Ich kann es nur versuchen und auf Rückmeldungen wie die deine hoffen, die mir dann vll. bald mal Klarheit bringen.
Genug geschwafelt, vielen Dank, Timo, für deine Kritik und viele Grüße nach Berlin

Hallo Perry,
schön, dass du da irgendwo Kind und Muscheln liest. So hatte ich mir das gedacht. Auch das Zuhause dient hier einer bestimmten Aussage, genau wie die Klippen. Ich freue mich, dass die von mir eingeschlagene Richtung bei dir angekommen ist.
Warum du aber jetzt das -schon bald- widersprüchlich liest, kann ich im Moment nicht wirklich nachvollziehen, zumal du das Loslassen, mit der Hoffnung auf Rückkehr ja raus gelesen hast. Mir ging es hier nicht um das auffinden gänzlich neuer "Schätze“ in welcher Form jetzt auch immer, mir ging es u. A. vielmehr um ein erneutes Finden der "alten“ . Für gewöhnlich nimmt sich das Meer etwas Zeit, um das auszuspucken, was es in sich aufgenommen hat (nebenbei hatte ich hier einen Verarbeitungsprozess angedacht)
Oder hab ich dich da jetzt irgendwie falsch verstanden?
Vielen Dank für die Rückmeldung
Alexa
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(Winston Churchill)

Ich hier

Erik R. Andara

Glasphasen-Moderator

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Location: Wien

5

Wednesday, September 30th 2009, 8:37pm

hallo alexa;

Quoted

i threw a bitter tear at the ocean but all that came back was the tide


an diese zeile aus einem irischen volkslied (die auch von sarah maclachlan verwendet wurde) erinnert mich dein gedicht;
an ein ungeduldiges hinauslauschen in die weite, an ein kindliches wieder fortschleudern und ein beobachten der wellen, wie sie das treibholz (das muschelgehäuse ? das kästchen voller schneckenschalen ?) wieder näherbringen;
vielleicht aber auch an die zerbrechlichkeit einer erwachsenen, die die gleichen bewegungen wie das kind wiederholt, um sich nocheinmal erinnern zu können; ein schwelgen (ein verstecken ?) in den kleinen dingen, die hin und wieder so groß und unübersichtlich scheinen können, aber nie mehr so magisch, wie man sie ursprünglich mal fand;

"ich lasse sie jetzt los" da scheint sich das lyrich selbst überzeugen zu wollen; ( immer wieder aufs neue?)

sehr gerne gelesen und keine kritikpunkte;
für mich ein wirklich gutes gedicht;

lg
erik

p.s.: dacapo :)
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Wolke

Master

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Location: Am Ende des Regenbogens, in einer Schüssel voll Gold

6

Wednesday, September 30th 2009, 8:39pm

Irgendwie ein sehr berührender Text in seiner Schlichtheit. Kommt zu meinen Perlen. Vielen, vielen, vielen Dank.
Nimm die Dinge und schmeiß sie an die Wand,
aus den Resten bauen wir ein Haus.

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

7

Wednesday, September 30th 2009, 9:01pm

ja, was kann ich dazu noch sagen?

Vielen Dank, Wolke.

@Erik, du hast meinen Text so liebevoll und treffend beschrieben. Danke dafür.

L.G.
Alexa
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franz

einfach nur franz

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8

Friday, October 2nd 2009, 4:59pm

was genau du jetzt mit "etwas mehr Ruhe“ und "prombt“ meinst, weiß ich nicht, vll. erklärst du es mir bei Gelegenheit noch. Ist der Text dir jetzt zu direkt? Zu offensichtlich? Oder geht es dir da eher um den Rhythmus oder sogar das äußere Erscheinungsbild?
Das mit den Umbrüchen … ja, ich verstehe was du meinst, denke aber es hat weniger mit in oder out sein zu tun. (außerdem hab ich viel mehr Wörter als Zeilenbrüche :P ) Ich meine, nicht jeder Text lässt sich in jedwede Form pressen, das kommt immer ein Stück weit auf die Aussage an.


nein, zu direkt oder zu offensichtlich ist mir dein Text nicht. Um den Rhythmus an sich brauch man wohl auch nicht, denn diesen finde ich so wie er ist recht gut.
Was ich meine ist die Tatsache, dass ich - salopp gesagt - zu schnell am Ende angelangt bin. Du hast hier einen echt verdammt zarten Text auf's Parkett gelegt.-
in jeglicher Hinsicht! Leider komme ich nicht dazu diesen Aspekt auch voll auszukosten, denn rein die Ruhe die ich hier in den Wörtern finde
'springt' nicht durch deine Verse über.
Was mich an Gedichten anspricht sind die Wörter an sich - logisch! Hier durch kann ich sehen (im Idealfall) was du siehst. Die Form aber zeigt mir und gibt mir
zu verstehen was du 'gefühlt haben musst'. Gefühlt haben muss trifft es vielleicht nicht recht, aber durch die Form eben begreife ich >>wie>> ich das eben besehene für mich auslegen soll: schnell und dramatisch oder vielleicht sehr, sehr ruhig. Oder wie man es auch immer sehen möchte.
Dein Text nun - um den Faden wieder aufzugreifen - ist wohl eher der zarteren Sichtweisen zuzuordnen. Das hatten wir ja schon!
Was du sagen wolltest scheint wohl klar. Was hier eben nicht so klar ankommt, ist das wie du es sagen wolltest, denn das ist in deinem Falle echt von der Spur abgewichen.
Zu schnell. Als würde Beethoven seine Mondscheinsonate in der falschen Geschwindigkeit zum Besten geben und das Ding runterrattern. Von der Zärtlichkeit
und Feinfühligkeit aber bekommst du nicht viel mit.
Ja, vielleicht fehlt es mir auch nur an Worten, vielleicht sehe ich das Ganze auch etwas zu verbissen!? Ich hoffe dennoch du kannst ein wenig nachvollziehen was ich denn bishierhin
von dir wollte!

Alles Liebe, Timo

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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9

Friday, October 2nd 2009, 10:24pm

Hi Timo,

eine sehr interessante Anmerkung, die du hier machst und jetzt hab ich auch endlich verstanden was du mit Ruhe meintest. Nein, du siehst das sicher nicht zu verbissen
auch ein ruhiges Meer hat Wellen, nur kommen die sehr viel langsamer rein als wenn‘s stürmisch ist. Ja, ich bin da tatsächlich etwas zu fix und nehme die Ruhe schon wieder raus, bevor sie vom Leser überhaupt richtig aufgenommen werden kann. Das gibt mir jetzt doch einiges zu denken

Ich werd mir das mal hinter die Ohren klemmen und in Zukunft auf jeden Fall darauf achten. Hier bei diesem Text krieg ich da nichts mehr gebacken. Ich sollte vll. mal anfangen die Ursprungstexte aufzuheben, die sind nämlich meist ein gutes Stück länger
Recht vielen Dank für deine äüßerst hilfreiche Kritik.

L.G. Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

franz

einfach nur franz

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10

Sunday, October 4th 2009, 8:08am

Hier bei diesem Text krieg ich da nichts mehr gebacken.


hn, hatte eben auch mal geschaut wie das denn gefallen könnte, kam aber auch keinem Ergebnis das meinem vorherigen Fordern
entspricht. Wie sagt man da so fein? Große Fresse, nüscht dahinter!? :D

*lG

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


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