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Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

1

Friday, August 14th 2009, 11:13pm

stummer Kamerad (Gedanken eines Kriegsveteranen)

zwischen blühenden Herbstblumen
spülte dir der Regen
das Blut von den Händen,
die oft so fremd dir waren.

Ich lebe noch heute
mitten im Tod.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

sim

Professional

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Location: Hamburg

2

Friday, August 14th 2009, 11:32pm

Hi Alexa,

vom Klang her gefällt mir das Gedicht, vom Inhalt ist es leider eines derer, zu denen mir der Zugang fehlt.
Ich lese von Dissoziation, blutende Hände, dem LD fremd. Weil es mit ihnen Dinge tun musste, die es nicht wollte? Weil sie Dinge verrichtet haben, die ihm widerstrebten? Verletzt es selbst die Hände, weil sie ihm so wenig zugehörig scheinen, dass es sie trennen wollte?
Ein Chirurg nach der Operation in seinem Büro, Blumen auf dem Schreibtisch?
Wechsel zum lyrischen Ich, das mitten im Tod lebt, einfachste Interpretation: Menschen oder Tiere sterben um es herum. Ein Koch? Ein Metzger? Ein Mensch, der den Tod so sehr fürchtet, dass er darüber das Leben vergisst? Übermäßige Beschäftigung mit dem Tod?
Du merkst, ich tappe im Dunklen. Für Lyrik bin ich nicht geschaffen, tut mir leid.

Trotzdem liebe Grüße
sim
Texte einer multiplen Persönlichkeit

I've always considered writing the most hateful kind of work. I suspect it's a bit like fucking — which is fun only for amateurs. (Hunter S. Thompson)

Alexa

Blickdicht(erin)

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3

Monday, August 17th 2009, 6:10pm

Hallo Sim,

dass es die Gedanken eines Kriegsveteranen sein sollen, die mir nach dem Lesen des Buches "mir selber seltsam fremd“ kamen, weißt du ja schon. Ich denke, um es zu verdeutlichen, werde ich das mal einfach unter den Titel setzen.
Ansonsten weiß ich nicht, was ich ändern sollte, um den Text deutlicher zu gestalten.

Vielen Danke für deine Rückmeldung, ohne die ich nicht wüsste, dass dieser Gedankenfetzen doch zu sehr verschlüsselt ist.

Quoted

Für Lyrik bin ich nicht geschaffen, tut mir leid.

Das stimmt nicht! Mir fehlt es offensichtlich an klaren Worten.

Liebe Grüße
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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