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Alexa

Blickdicht(erin)

Date of registration: Dec 15th 2006

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Location: von draußen vom Walde...

1

Friday, July 17th 2009, 2:08pm

Engel weinen Eiskristalle (2 Versuch)

Es ist Juni. Ich stehe an dem großen Fenster in einem dieser scheinbar endlosen, weißen Flure. Weiß wie die Blüten, die draußen im Wind umher wirbeln.
Ich mag den Sommer, aber der Winter ist immer noch meine Lieblingsjahreszeit. Er hat für mich etwas beruhigendes; die weiße, unberührte Landschaft und ein Gefühl von Wärme, wenn der Schnee wie ein dicker Mantel die Gärten zudeckt. Ich mag es, mit einer Tasse heißem Kakao am Fenster zu sitzen, wenn der klare, kalte Wind die glitzernden Eiskristalle, die Tante Haffner auch „die Tränen der Engel“ nannte, um die Häuser peitscht.
Ich muss dabei immer unweigerlich an einen Tag in meiner Kindheit denken;

Ich war gerade sieben Jahre alt und hatte die Nase an die Fensterscheibe gedrückt, um die ersten zarten Schneeflocken zu beobachten, da erzählte mir Tante Haffner, die damals oft bei mir war, wenn meine Mutter arbeiten ging, die Schneeflocken wären eigentlich verzauberte Engelstränen. Und jede dieser Tränen sollte uns zeigen, dass es Engel gibt, die uns liebten und auf uns aufpassten.
Nachdem es die ganze Nacht hindurch geschneit hatte, legte ich mich am nächsten Morgen, nur mit einem Nachthemd bekleidet, in den Schnee und ließ die Schneeflocken auf mein Gesicht fallen. In meiner kindlichen Naivität war ich fest davon überzeugt, dass diese weichen, glitzernden Tränen der Engel mich warm halten würden.
Ich weiß noch genau, wie meine Mutter mich schimpfend aus dem eisigen Weiß gehoben hat und mich schleunigst unter die warme Dusche stellte.
Als ich einige Tage später mit Fieber das Bett hüten musste und ich Tante Haffners heißen, selbstgemachten Holunderbeersaft trank, während sie mir aus einem dicken Buch vorlas, war ich mit dem, was diese Engelstränen bewirkt hatten, doch recht zufrieden.

„Ist alles in Ordnung?“, höre ich eine klare Stimme hinter mir fragen. Ich drehe mich zu der freundlichen, jungen Krankenschwester um. Sie war eine der wenigen Menschen, die in den letzten Stunden an meiner Seite stand und durch ihre ruhige Art bewirkte, dass ich mich nicht so hilflos fühlte. „ Ja danke“, lächle ich ihr gequält entgegen.
„ Gibt es Angehörige, die ich verständigen kann?“, fragt sie weiter. „Nein, es gibt keine Angehörigen“, antworte ich leise.
Mein Blick schweift in den Gang, in dem zwei Schwestern ein Bett aus dem Zimmer mit der Nummer 155 den Flur entlang zum Aufzug schieben.
Unter dem weißen Laken erkenne ich die Umrisse eines menschlichen Körpers.

Noch keine zwei Jahre ist es her. Es war Winter:
Ich stellte gerade die Kaffeemaschine an, als es an meiner Wohnungstür klingelte.
Tante Haffner, die eigentlich gar nicht meine Tante und mit Vornamen Gertrud hieß, hatte ihren Besuch für diesen Tag angekündigt und schien wie immer zehn Minuten zu früh zu sein. Schnell begutachtete ich noch den liebevoll gedeckten Frühstückstisch und öffnete dann freudig die Tür.
„ Guten Morgen“, begrüßte sie mich lächelnd und nahm mich zärtlich in den Arm. Die Wärme, die von ihr ausging und der Veilchengeruch, der sie umgab, begleiteten mich seit meiner Kindheit.
Mittlerweile war ich kein Kind mehr und wohnte in einer anderen Stadt, aber der Kontakt zu Tante Haffner ist nie abgebrochen. Sie ist mir in all den Jahren ans Herz gewachsen und ich liebte sie wie eine Mutter. Ich half ihr aus dem schneenassen Mantel und sah vergnügt zu, wie sie ihre Bluse zurecht zupfte. Ja, sie legte immer viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Wir setzten uns plaudernd an den Esstisch und genossen unser Beisammensein. Wir hatten es uns zur Gewohnheit gemacht einmal im Monat gemeinsam zu frühstücken. Allerdings war ich in den letzten zwei Monaten beruflich so sehr eingespannt, dass ich nur einmal kurz bei ihr vorbei gesehen hatte. Umso mehr freute ich mich, dass sie nun da war.
Wir führten oft anspruchsvolle Gespräche, wie auch an diesem Morgen und ich war jedes Mal überrascht, wie gebildet Tante Haffner doch war.
Doch irgendetwas war anders an ihr. Ihre, sonst so fröhlichen, Augen lagen in schwarzgeränderten Höhlen und blickten auf eine seltsame Art traurig. Auch im Gespräch mit ihr fiel auf, dass etwas nicht in Ordnung war. Sie wiederholte manche Frage und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr so tun als ob ich es nicht bemerkte.
„ Was ist los, Tante Haffner? “, fragte ich sie geradeheraus. Erschrocken starrte sie mich an. „Was soll los sein?“, erwiderte sie sichtlich nervös. „Na, du scheinst mir irgendwie so zerstreut heute“, antwortete ich vorsichtig. Da brach Tante Haffner plötzlich weinend über dem Esstisch zusammen.
So kannte ich sie gar nicht. Sie war doch immer die starke Frau, die mir Halt gab. Sie war es, die mir mit Rat und Tat zur Seite stand, wenn ich Probleme hatte. Wie oft hatte ich mich schon bei ihr ausgeheult. Sie war stets wie eine Mutter zu mir. Heute glaube ich sogar, manchmal war sie noch viel mehr als das. Sie, die da weinend vor meinen Augen zusammenbrach und mir schluchzend erzählte, was der Arzt ihr bei der letzten Untersuchung eröffnet hatte.
Alzheimer – Demenz.

Seit diesem Tag ging alles viel zu schnell, als dass ich es hätte begreifen können. Der Krankheitsverlauf schritt unerbittlich voran. Da halfen auch keine Besuche bei allen erdenklichen Spezialisten.
Tante Haffner wurde zu einer hilflosen Person, die alleine nicht mehr zurechtkam. Sie wurde schließlich, nachdem man sie zweimal mitten in der Nacht völlig verwirrt im Stadtpark aufgriff, in ein Seniorenheim eingewiesen.
Anfangs ging ich sie, so oft es mir möglich war, besuchen. Wir spielten "Mensch ärgere dich nicht“ oder ich las ihr etwas vor. Aber mit der Zeit fürchtete ich mich fast davor ihre Zimmertür zu öffnen, weil ich nie wusste, was mich dahinter erwartete.
Es war die Veränderung ihrer Persönlichkeit, die mir Angst machte. An manchen Tagen lag sie einfach nur still da und hatte die Augen weit geöffnet. Aber sie war nicht ansprechbar. Sie starrte oft stundenlang an die Zimmerdecke. Der Geruch, der mir aus ihrem Zimmer entgegenschlug, hatte keinerlei Ähnlichkeit mehr mit ihrem Veilchenparfum. Es roch nach Desinfektion und nach etwas, dessen Ursache ich gar nicht herausfinden wollte.
Es gab Tage, da sprach sie mich mit Sie an und ließ sich von mir auch nicht helfen, wenn ich ihr aus dem auf links gezogenen Kleid helfen wollte. Sie vergaß ihre Haare zu kämmen, sich richtig anzuziehen. Sie vergaß, wo sie einmal gearbeitet hatte und dass ihr Mann seit über dreißig Jahren tot war. Oft rief sie nach ihm, meist in der Nacht, erzählten mir die Krankenschwestern.

Sie wurde mir immer fremder und ich begriff allmählich, dass diese Veränderung, die da in ihrem Gehirn stattfand, unaufhaltsam war.
Ich vermisste meine Tante Haffner, die mir stets half meine Probleme zu meistern. Jetzt war sie es, nein, nicht sie, diese Krankheit war es, die mein Herz schwer und müde machte.
Oft saß ich weinend in meiner Wohnung und musste an früher denken.
Ich meinte noch zu fühlen, wie sie meine Hand hielt als ich ihr von meiner Angst vor dem ersten Schultag erzählte. Wie sie mich in den Arm nahm, wenn ich mir die Knie blutig geschlagen hatte, und sie mir über die Wange streichelte als mein allererster Freund mich von heute auf morgen sitzen ließ. Ich fühlte diese Berührungen noch, als wären sie erst gestern gewesen.

Nun war sie, diese, für mich immer starke Frau, nur noch ein winziger Teil ihrer Selbst.
Ich glaube heute, dass Schlimmste für sie waren die Stunden in denen sie etwas klarer denken konnte. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem sie sich ihr schönstes Kleid anzog und ungeduldig im Flur des Seniorenheimes auf meinen Besuch wartete. Als ich dann durch die Eingangstür trat, kam sie mir schon lächelnd entgegen. Dass sie zwei verschiedenfarbige Strümpfe trug, nahm ich in diesem Moment nur am Rande wahr. Ich hielt sie wie ein Kind an der Hand und wir gingen gemeinsam in den kleinen angrenzenden Park. Da saßen wir auf einer Bank und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen.
Ich bemerkte, dass ihr die Worte fehlten, um einen vernünftigen Satz raus zu bringen, aber trotzdem stellte ich ihr Fragen und sie bemühte sich, sie zu beantworten.
Doch mit einem Mal wurde sie schrecklich wütend und beschimpfte mich, weil ich ihr nicht gesagt hatte, dass sie zwei verschiedene Strümpfe trug.

Heute glaube ich, dass ich die Zeit, die ich mit ihr verbrachte, noch anders genutzt hätte, wenn ich damals schon geahnt hätte wie schnell das Ende auf uns zuraste. Zu der Demenz gesellte sich noch Magenkrebs und Tante Haffner wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, in dem sie heute Morgen gestorben ist.
Das Letzte, was ich für sie tun konnte war, ihre Hand zu halten und zu hoffen, dass sie wusste, wer da an ihrem Bett saß.

Ein letztes Mal gehe ich an dem Zimmer mit der Nummer 155 vorbei zum Fahrstuhl, der mich ins Erdgeschoß bringt.
Mit großen Schritten durchquere ich die Eingangshalle. Ich will nur noch raus. Der Geruch des Essens, der sich hier mit Krankheit und Tod mischt, verursacht mir Übelkeit
Leise summend öffnet sich die elektrische Ausgangstür und eine frische, warme Sommerluft strömt mir entgegen.
Weiße Blüten wirbeln mir in die Haare... und um mich herum duftet die Luft nach Veilchen.

©Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Babac

Master

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2

Saturday, July 18th 2009, 12:50am

hallo alexa,





eine empfindsame traurige kurzgeschichte aus dem alltag mit einem ja recht poetischen ende lese ich. warum die geschichte so empfindsam ist, weil sie von einer engen beziehung zwischen zwei menschen erzählt, die sich von der kindheit der erzählerin an schon mehr sein dürften, nämlich, gegenseite vertrauten, da die eine an der anderen wie umgekehrt eine besondere zuneigung für das liebenswürdige fand. schön deshalb, weil die tante - ich nenne sie weiter hin tante, die liebe gertrud- möge sie in frieden ruhen - immer ihre bedeutung im leben der erzählerein hatte, selbst durch berufliche umstände im leben der erzählerein, konnte die beziehung nicht brechen; und wie stark dieses band auch zwischen den beiden ist, sieht man am ende der erzählung, dass auch selbst der tod es nicht zerschneiden kann.





warum aber uns die geschichte alle berührt; weil es von unserem eigenen umfeld erzählt, wo wir von den schicksalen der vertrauten alten menschen, oft unmittelbar getroffen werden, und von allerlei mitleid und elend und dunklen ahnungen heimgesucht werden; über den zerfall eines lebens durch eine unheilbare krankheit, wie mit jedem augenblick über den ewigen abschied dieses fürchten wir uns, wie bei dem anblick, dass wir mit keiner macht der welt und keinen tropfen genesung aus unserer gesunden seele, der sterbenden einflößen können.


lg, babac

franz

einfach nur franz

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3

Saturday, July 18th 2009, 9:34am

Hallo Alexa,

.

Quoted

Zeile 1-2
die wie Schneeflocken aussehen


den Vergleich finde ich der Wortwahl halber eher ungelenk, denn er kommt bei weitem nicht an das sonst so 'zarte' Sprachkonstrukt' heran

Quoted

Zeile 2-3
Ich mag die Wärme im Sommer, aber der Winter ist immer noch meine Lieblingszeit. Er hat so etwas beruhigendes an sich;
die weiße, scheinbar unberührte Landschaft und dieses Gefühl von Wärme, wenn der Schnee wie ein dicker weißer Mantel die Gärten zudeckt.


keine Ahnung ob die Wiederholungen hier gewollt oder ungewollt waren, aber auf dem kurzen Stück Text kann ich bei aller
Betonung nichts positives herbeiziehen

Quoted

Zeile 8
Ich war gerade sieben Jahre alt und hatte die Nase an die Fensterscheibe gedrückt, um die ersten zarten Schneeflocken zu beobachten. Da erzählte mir Tante Haffner,[...]


durch das >>da<< Zwängt sich mir hier ein Komma auf, das in deinem Fall aber ein Punkt ist. Vielleicht auch nur Gusto!?

Quoted

Zeile 11
legte ich mich am nächsten Morgen, in aller Frühe, nur mit einem Nachthemd bekleidet in den


würde ich rausnehemn, da fast doppelt gemoppelt

Quoted

Zeile 12-13
dass diese weichen glitzernden Tränen der Engel mich warm halten würden.


ich weiß nicht recht warum, aber ich finde dieses >>der<< mundet schräg. Vielleicht durch die beiden d's bei >>dass diese<<, oder ich weiß es nicht.
Rein Engelstränen würde wohl vollschnulzig klingen, aber was hältst du von Tränen von Engeln?

Quoted

Zeile 15-16
Als ich einige Tage später mit Fieber das Bett hüten musste und ich Tante Haffners heißen, selbstgemachten Holunderbeersaft trank, während sie mir aus einem dicken Märchenbuch vorlas, war ich mit dem, was diese Engelstränen bewirkt hatten, doch recht zufrieden.


das Satzkonstrukt an sich fide zu monströs und das Märchenbuch ist mir zu viel nicht benötigter Input. ich denke auch ohne es drückt das Bild das aus, was du wohl sagen wolltest

Quoted

Zeile 24
„ Sturm klingelte"


finde ich sprachlich und rhythmisch nicht gut. Ich denke ein einfaches laut macht es hier auch recht gut

Quoted

Zeile 47
Der Krankheitsverlauf schritt unerbittlich voran. Unerbittlich!


das doppelte unerbittlich ist vielleicht eine nette Idee die ich aber in ihrer Ausführung ungelenk finde. ich würde das zweite unerbittlich an den kommenden Satz mit anknüpfen

Quoted

Zeile 54
stierte


hier ist dein Sprachgerüst wieder durch 'Umgangsfloskel' aus der Bahn...
________________________________________________________________________

und ich muss hier leider aufhören, denn ich hätte nicht gedacht das es so lang dauert.
Muss schnell noch was einkaufen gehen, bevor ich mir 2,5 Std GZSZ reinfahre :D

Ich hoffe ich habe nicht nur Murks vom Stapel gelassen und konnte wenigstens ein Wenig helfen.
Kurzgeschichten sind nicht so meins und meine erste ging mehr als in die Hose!

Alles Liebe bis hier hin, franz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

4

Monday, July 20th 2009, 5:01pm

Hallo babac, Hallo Franz

babac, ich freue mich sehr über deine Gedanken zu dieser Geschichte. Vielen Dank, dass du sie mir mitgeteilt hast.

@franz,

Quoted

Zeile 1-2
die wie Schneeflocken aussehen
den Vergleich finde ich der Wortwahl halber eher ungelenk, denn er kommt bei weitem nicht an das sonst so 'zarte' Sprachkonstrukt' heran

die Erklärung, wie diese Blüten aussehen, kann ich leider nicht rausnehmen, da sie ja für den Übergang zu den Kindheitserinnerungen gebraucht wird.

Quoted

Zeile 2-3
Ich mag die Wärme im Sommer, aber der Winter ist immer noch meine Lieblingszeit. Er hat so etwas beruhigendes an sich;
die weiße, scheinbar unberührte Landschaft und dieses Gefühl von Wärme, wenn der Schnee wie ein dicker weißer Mantel die Gärten zudeckt.
keine Ahnung ob die Wiederholungen hier gewollt oder ungewollt waren, aber auf dem kurzen Stück Text kann ich bei aller
Betonung nichts positives herbeiziehen

Stimmt! Diese Wiederholungen sind mir gar nicht aufgefallen. Hab‘ schon geändert.


Quoted

Zeile 8
Ich war gerade sieben Jahre alt und hatte die Nase an die Fensterscheibe gedrückt, um die ersten zarten Schneeflocken zu beobachten. Da erzählte mir Tante Haffner,[...]
durch das >>da<< Zwängt sich mir hier ein Komma auf, das in deinem Fall aber ein Punkt ist. Vielleicht auch nur Gusto!?

Nö, kein Gusto. Auch hier hast du Recht. Geändert

Quoted

Zeile 11
legte ich mich am nächsten Morgen, in aller Frühe, nur mit einem Nachthemd bekleidet in den
würde ich rausnehemn, da fast doppelt gemoppelt

Schon geschehen!

Quoted

Zeile 12-13
dass diese weichen glitzernden Tränen der Engel mich warm halten würden.
ich weiß nicht recht warum, aber ich finde dieses >>der<< mundet schräg. Vielleicht durch die beiden d's bei >>dass diese<<, oder ich weiß es nicht.
Rein Engelstränen würde wohl vollschnulzig klingen, aber was hältst du von Tränen von Engeln?

Nein, von Engeln gefällt mir nicht. Mal sehn, ob mir noch was einfällt.

Quoted

Zeile 15-16
Als ich einige Tage später mit Fieber das Bett hüten musste und ich Tante Haffners heißen, selbstgemachten Holunderbeersaft trank, während sie mir aus einem dicken Märchenbuch vorlas, war ich mit dem, was diese Engelstränen bewirkt hatten, doch recht zufrieden.
das Satzkonstrukt an sich fide zu monströs und das Märchenbuch ist mir zu viel nicht benötigter Input. ich denke auch ohne es drückt das Bild das aus, was du wohl sagen wolltest

O.K. der Satz ist lang, ja. Ich lasse mich darauf ein das Märchen vom Buch zu streichen. Macht den Satz zwar auch nicht wesentlich kürzer, aber ein Input weniger. Immerhin, ne. Das Vorlesen muss allerdings bleiben, denn nur Holunderbeersaft wäre hier nicht genug, weil der nämlich sooo toll gar nicht schmeckt.

Quoted

Zeile 24
„ Sturm klingelte"
finde ich sprachlich und rhythmisch nicht gut. Ich denke ein einfaches laut macht es hier auch recht gut

laut klingeln geht nicht. Die Klingel klingelt laut, aber eine Person kann nicht laut klingeln. Aber o.k. „Sturm klingeln“ passt hier vll. tatsächlich nicht. Ich werde es etwas sanfter beschreiben und sie nur klingeln lassen

Quoted

Zeile 47
Der Krankheitsverlauf schritt unerbittlich voran. Unerbittlich!
das doppelte unerbittlich ist vielleicht eine nette Idee die ich aber in ihrer Ausführung ungelenk finde. ich würde das zweite unerbittlich an den kommenden Satz mit anknüpfen

Hab's rausgenommen.

Quoted


Zeile 54
stierte
hier ist dein Sprachgerüst wieder durch 'Umgangsfloskel' aus der Bahn

wat denn? Stieren is nix Floskelhaftes, noch nichtmal Umgangssprache :P Soweit ich weiß stammt das Wort starren sogar aus dem Wort stieren. Aber gut-wenn es dir nicht gefällt änder‘ ich das mal.

Quoted

Ich hoffe ich habe nicht nur Murks vom Stapel gelassen und konnte wenigstens ein Wenig helfen.

Oh ja, das hast du durchaus. Nein, nicht Murks vom Stapel gelassen, geholfen. Vielen Dank, Timo.

Gruß von Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

franz

einfach nur franz

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5

Monday, July 20th 2009, 9:21pm

Guten Abend Alexa,

.

Quoted

die Erklärung, wie diese Blüten aussehen, kann ich leider nicht rausnehmen, da sie ja für den Übergang zu den Kindheitserinnerungen gebraucht wird.


dass das hier gebraucht wird hatte ich auch nicht geleugnet oder bekrittelt. Es ging mir hier rein um die Wahl deiner Wörter. Der Vergleich mit "die wie" klingt m.E.
plump!

Quoted

Stieren is nix Floskelhaftes, noch nichtmal Umgangssprache :P


also ich finde das Wort stieren recht seltsam. Dann finde wohl nur ich das.- genehmigt :D

Naja, wie schon geschrieben sind Kurzgeschichten ganz und gar nicht so meins, weshalb es mich umso mehr freut, dass etwas von meinem verzapften dir helfen konnte.
Dem Rest würde ich mich dan aber auch noch ganz gern hingeben. Jetzt weiß ich womit ich morgen früh aufstehe :D

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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6

Monday, July 20th 2009, 11:50pm

Hallo Alexa

ich schleiche jetzt schon eine gewisse zeit um diesen deinen text herum, ohne das ich es bis jetzt über mich gebracht habe eine antwort zu erstellen; was sich ja jetzt hiermit ändert;

also zuerst ein bißchen im text rumgepflügt und dann meinen overall - eindruck abgegeben, wenn das so recht ist;

also: ein großes problem ist für mich der erste satz, der einen sehr unentschlossenen eindruck hinterläßt, wo eigentlich das interessenfundament für die nachfolgende geschichte ausgehoben werden soll:

Quoted

Es ist Juli und ich stehe an dem großen Fenster in einem dieser weiß gestrichenen Flure und beobachte wie draußen weiße Blüten, die wie Schneeflocken aussehen, im Wind tanzen.

Es ist Juli (sehr gut konkretes, zeitliches setting) und ich stehe an dem großen fenster (wiederum gute, konkrete benennung des physischen aufenthalts der erzählerin) in einem der (nicht so gut zuerst ist es ein konkretes fenster dann nur noch unbestimmte flure) und beobache draußen wie weiße blüten (schön konkrete beobachtung) die wie (zweites mal wie: besser : und beobachte draußen blüten, die wie schneeflocken im wind tanzen; weil das die assoziation blüten/schneeflocken viel kräftiger darlegt)
ich würde im drauffolgenden satz die Lieblingszeit ebenfalls konkreter mit Lieblingsjahreszeit festlegen; und das so im nächsten satz ganz streichen (man beachte daß hier natürlich mein eigenes sprachgefühl miteinfließt, daß mitunter nicht deinem entsprechen muß!)

Quoted

die Tante Haffner auch „die Tränen der Engel“ nannte
ich würde hier ein perfekt statt dem imperfekt verwenden: genannt hat, weil es mittelbarer wirkt;

Quoted

Ich muss dabei unweigerlich an einen Tag in meiner Kindheit denken;
jetzt gerade oder immer im winter ist hier durch das adverb nicht so klar;
muß dabei immer/ständig/oft??? oder unweigerlich weil gerade diese weißen blüten die erinnerung aufkeimen lassen?

Quoted

Als ich einige Tage später
erst einige tage später?? oder noch einige tage später oder einige tage lang?

dieser teil mit der erinnerung gefällt mir übrigens sehr gut;

Quoted

Noch keine zwei Jahre ist es her, als alles begann. Es war Winter;
hier könnte man den winter als wiederkehrendes motiv besser ausreizen und als alles begann ist mir zu allgemein als diese konkrete geschichte in der wir uns hier befinden seinen anfang nahm um den haupthandlungsstrang in den mittelpunkt zu stellen und dem leser einen roten faden zu geben;

Quoted

Ich stellte gerade die Kaffeemaschine an
hier sollte man vielleicht betonen dass das ereignis, das folgt von einer solchen gewichtigkeit ist, daß man sich solche unbedeutende details, wie das anstellen der kaffeemaschine merkte;

Quoted

Ich half ihr aus dem schneenassen Mantel und sah vergnügt zu wie sie ihre Bluse zurecht zupfte. Ja, sie legte viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild.
ja, sie legte viel wert ist mir hier etwas zu unpassend vielleicht als erinnerung einfügen daß sie schon immer (ja schon immer??) viel wert auf das erscheinungsbild legte;

Quoted

Wie eine Mutter war sie zu mir und ich glaube heute, manchmal war sie noch mehr als das
da könnte der ebenensprung in einem satz etwas verwirrend sein. Sie war stets wie eine Mutter zu mir gewesen. Heute glaube ich, manchmal war sie noch mehr als das.

Quoted

Sie wurde, nachdem man sie zweimal mitten in der Nacht völlig verwirrt im Stadtpark aufgriff, in ein Seniorenheim eingewiesen.
vielleicht diese wendung als etwas markantes festhalten durch worte wie : schlußendlich oder schließlich??

Quoted

weil ich nicht wusste
niemals statt nicht, um die wechselhaftigkeit der situation festzuhalten ???

Quoted

An manchen Tagen lag sie einfach nur still da und hatte die Augen weit geöffnet.
Aber sie war nicht ansprechbar.
das aber ist hier nicht ganz nachvollziehbat, weil keine inhaltliche rechtfertigung nachvollziehbar ist; das aber streichen????

nun eine reine frage des gustos

Quoted

zu sehen gab
hier würde ich einen konjunktiv verwenden: gäbe??

Quoted

Nun war sie, diese, für mich immer starke Frau
vielleicht diese ausage mit der möglichkeit verbinden, daß man sie immer nur als starke frau gesehen haben könnte??

Quoted

und um mich herum duftet die Luft nach Veilchen.
das ist mir fast ein zu großer zufall, was wenn man den veilchengeruch mit einer geruchserinnerung ausdrückt oder zu irgendwelchen anderen wahrnehmungen assoziieren läßt?

so; verzeih meine rezensionswut, die wahrscheinlich daher rührt, daß ich momentan selber die kurzgeschichte für mich entdeckt habe und mir deswegen viele gedanken über ausdrucksmöglichkeiten in der prosa mache;
die viele fragzeichen sind der denkanstoß, den ich gerne geben würde und um zu verdeutlichen daß alle rezensionen (meine auf jeden fall) auch nur von menschen gemacht werden die ihre gedanken in die ebengleichen wort kleiden wie du deine geschichte!

(verzeih außerdem die tippfehler in meiner rezension die ich jetzt aus faulheit nicht alle entfernen werde, vielleicht wenn ich morgen nochmal drüberlese!)

im großen und ganzen lese ich eine anrührende geschichte über einen verlust; der verlust selber findet nicht nur im dahinscheiden der tante statt sondern auch im verlust der kindheit
die tante, die früher mal so stark gewesen war und die sich um einen gekümmert hat, wird schlußendlich durch ihre krankheit selber hilfsbedürftig
ich finde du hast das motiv daß du am anfang durch die schneeflocken und weißen blüten so schön begonnen hast, zu schnell fallen lassen; da hätte man wahrscheinlich mehr draus machen können;

die charakterisierung der beziehung zur tante haffner ist dir aber mitunter wirklich gut gelungen;
die hilflosigkeit selber kommt immer nur kurz und unscheinbar daher, wie z.b: am frühstückstisch im gespräch mit der schwester und beim eintreten in die tür; auch das hätte man wahrscheinlich deutlicher durchziehen können;
im großen und ganzen beschleicht mich hier das gefühl, das dieser text nicht ganz das ist, was er sein könnte, was die erzählerin wirklich über sich selbst in dieser situation und der sich ändernden beziehung zu ihrer freudin erzählen könnte; schade; der text hat viel potential;

lg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Alexa

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Location: von draußen vom Walde...

7

Tuesday, July 21st 2009, 6:34pm

@Timo:
Vor lauter Änderungen hab ich deine Rückmeldung doch fast aus den Augen verloren.
Ich hoffe du hast dir den Rest dieser Geschichte nicht noch vor dem Frühstück angetan? :)

Quoted

also ich finde das Wort stieren recht seltsam. Dann finde wohl nur ich das.- genehmigt

genehmigt? Jetzt isses schon weg 8)
Dass du das Wort "stieren" seltsam findest, liegt vll. daran, dass du ein Berliner bist? In meinem Umkreis höre ich dieses Wort doch noch recht häufig
Keine Ahnung, ob das nun in anderen Landkreisen auch noch gesprochen wird.

Quoted

Zitat
die Erklärung, wie diese Blüten aussehen, kann ich leider nicht rausnehmen, da sie ja für den Übergang zu den Kindheitserinnerungen gebraucht wird.

dass das hier gebraucht wird hatte ich auch nicht geleugnet oder bekrittelt. Es ging mir hier rein um die Wahl deiner Wörter. Der Vergleich mit "die wie" klingt m.E.
plump!

in den Einleitungssätzen hakt es noch ganz schön. Ich hab jetzt mal etwas geändert, bin aber noch nicht völlig zufrieden. Mal sehn, was noch wird.
Danke und
Gruß von mir


Hallo Erik,

man, hast du dir viel Mühe gemacht. Dafür ein dickes Dankeschön. Ich gehe mal die einzelnen Punkte durch und versuche deine Ideen und Vorschläge einzubauen, wo es eben geht und ich denke, dass es von Vorteil ist

Quoted

Es ist Juli (sehr gut konkretes, zeitliches setting) und ich stehe an dem großen fenster (wiederum gute, konkrete benennung des physischen aufenthalts der erzählerin) in einem der (nicht so gut zuerst ist es ein konkretes fenster dann nur noch unbestimmte flure) und beobache draußen wie weiße blüten (schön konkrete beobachtung) die wie (zweites mal wie: besser : und beobachte draußen blüten, die wie schneeflocken im wind tanzen; weil das die assoziation blüten/schneeflocken viel kräftiger darlegt)

Ein ganz bestimmtes Fenster, ja. Eine ganz bestimmte Jahreszeit, aber der Flur, nur einer von vielen. Eigentlich hatte ich das so beabsichtigt: einer von vielen. Kein Halt in einer sterilen Umgebung. Außerdem kann man als Besucher nicht wissen wie viele Flure es gibt, man fühlt sich tatsächlich irgendwie verloren.
Konkreter werde ich dann wieder, denke ich zumindest, mit der Zimmernummer.
Wo du allerdings recht hast ist das doppelte –wie-. Ich werde diese Zeile mal etwas umschreiben. Das Tanzen und das Beobachten, das m.M.n. nie wirklich passte, nehme ich raus.

Quoted

ich würde im drauffolgenden satz die Lieblingszeit ebenfalls konkreter mit Lieblingsjahreszeit festlegen; und das so im nächsten satz ganz streichen (man beachte daß hier natürlich mein eigenes sprachgefühl miteinfließt, daß mitunter nicht deinem entsprechen muß!)


Lieblingsjahreszeit, ja, ich ändere das, obwohl -es ist ja schon ein verdammt langes Wort.
Das so kommt auch raus, aber
ohne das kommt mir die Aussage irgendwie pauschal gesagt vor. Als wäre das für jeden gültig. Ich werde mal–für mich- einsetzen.

Quoted

---Zitat---
die Tante Haffner auch „die Tränen der Engel“ nannte
---Zitat Ende---
ich würde hier ein perfekt statt dem imperfekt verwenden: genannt hat, weil es mittelbarer wirkt;

ich wollte im Präteritum bleiben.

Quoted

---Zitat---
Ich muss dabei unweigerlich an einen Tag in meiner Kindheit denken;
---Zitat Ende---
jetzt gerade oder immer im winter ist hier durch das adverb nicht so klar;
muß dabei immer/ständig/oft??? der unweigerlich weil gerade diese weißen blüten die erinnerung aufkeimen lassen?

Ich mag es mit einer Tasse heißem Kakao am Fenster zu sitzen, wenn der klare, kalte Wind die glitzernden Eiskristalle, die Tante Haffner auch „die Tränen der Engel“ nannte, um die Häuser peitscht.
Ich muss dabei unweigerlich an einen Tag in meiner Kindheit denken;

Ich denke, wenn man die beiden Sätze so liest wie sie dort stehen, nämlich untereinander, dann wird doch eigentlich deutlich, wann diese Gedanken an die Kindheit aufkommen, oder seh ich das jetzt falsch? Oder habe ich deine Frage falsch verstanden?

Quoted

---Zitat---
Als ich einige Tage später
---Zitat Ende---
erst einige tage später?? oder noch einige tage später oder einige tage lang?

Einige Tage nach diesem Morgen, an dem sich die Erzählerin in den Schnee gelegt hatte. Ich verstehe jetzt nicht wirklich, was daran unklar sein könnte. Womöglich hab ich gerade ein Brett vorm Kopf?

Quoted

---Zitat---
Noch keine zwei Jahre ist es her, als alles begann. Es war Winter;
---Zitat Ende---
hier könnte man den winter als wiederkehrendes motiv besser ausreizen und als alles begann ist mir zu allgemein als diese konkrete geschichte in der wir uns hier befinden seinen anfang nahm um den haupthandlungsstrang in den mittelpunkt zu stellen und dem leser einen roten faden zu geben;


Ja, da gebe ich dir Recht. Als alles begann hört sich zudem noch schrecklich an. Ich muss das mal in Ruhe überdenken. Vll. streiche ich das-als alles begann einfach?

Quoted

---Zitat---
Ich stellte gerade die Kaffeemaschine an

hier sollte man vielleicht betonen dass das ereignis, das folgt von einer solchen gewichtigkeit ist, daß man sich solche unbedeutende details, wie das anstellen der kaffeemaschine merkte;


:D ja. Da fehlte mir ein Übergang. Ich wollte etwas belangloses da reinpacken, nichts, was noch zusätzliche Infos enthält. Ist nicht so toll geworden, was?

Quoted

---Zitat---
Ich half ihr aus dem schneenassen Mantel und sah vergnügt zu wie sie ihre Bluse zurecht zupfte. Ja, sie legte viel Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild.

ja, sie legte viel wert ist mir hier etwas zu unpassend vielleicht als erinnerung einfügen daß sie schon immer (ja schon immer??) viel wert auf das erscheinungsbild legte;


In der ersten Version hatte ich diese Stelle etwas ausschweifender. Da kam der Beruf der Tante zur Sprache und ihr dadurch gepflegtes Erscheinungsbild. Mir wurde aber an anderer Stelle gerade dieses Ausschweifen bekrittelt, weil es von der eigentlichen Story ablenken würde. Daraufhin hab ich das geändert. ;(

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Wie eine Mutter war sie zu mir und ich glaube heute, manchmal war sie noch mehr als das

da könnte der ebenensprung in einem satz etwas verwirrend sein. Sie war stets wie eine Mutter zu mir gewesen. Heute glaube ich, manchmal war sie noch mehr als das.

Ich werde aus dem einem zwei Sätze machen. Allerdings ohne gewesen. :)

Quoted

---Zitat---
Sie wurde, nachdem man sie zweimal mitten in der Nacht völlig verwirrt im Stadtpark aufgriff, in ein Seniorenheim eingewiesen.
---Zitat Ende---
vielleicht dies wendung als etwas markantes festhalten durch worte wie : schlußendlich oder schließlich??

Ja, :thumbup: schließlich wird eingefügt.

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---Zitat---
weil ich nicht wusste

niemals statt nicht, um die wechselhaftigkeit der situation festzuhalten ???

werde ich ändern in –nie-

Quoted

---Zitat---
An manchen Tagen lag sie einfach nur still da und hatte die Augen weit geöffnet.
Aber sie war nicht ansprechbar.
---Zitat Ende---
das aber ist hier nicht ganz nachvollziehbat, weil keine inhaltliche rechtfertigung nachvollziehbar ist; das aber streichen????

Warum ist das aber nicht nachvollziehbar? Sie hatte doch die Augen offen-dann geht man normalerweise davon aus, dass die betreffende Person wach und auch ansprechbar ist.

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nun eine reine frage des gustos ---Zitat---
zu sehen gab
---Zitat Ende---
hier würde ich einen konjunktiv verwenden: gäbe??

Nein, ich werde den Satz rausnehmen. Er gefälltmir jetzt irgendwie gar nicht mehr.

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---Zitat---
Nun war sie, diese, für mich immer starke Frau
---Zitat Ende---
viellciht diese ausage mit der möglichkeit verbinden, daß man sie immer nur als starke frau gesehen haben könnte??

Wird das nicht von allein deutlich? Dadurch, dass sie weinend zusammenbricht, ist sie ja nicht mehr die starke Frau. ?(

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---Zitat---
und um mich herum duftet die Luft nach Veilchen.
---Zitat Ende---
das ist mir fast ein zu großer zufall, was wenn man den veilchengeruch irgendwie mit einer geruchserinnerung ausdrückt oder zu irgendwelchen anderen wahrnehmungen assoziieren läßt?


Ja, die Veilchen kamen mir gerade zur rechten Zeit. Ich wollte aber einen zügigen und deutlichen Abschluss. Wenn ich da jetzt noch Erinnerungen einspeise … hm … ?(

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so; verzeih meine rezensionswut

gerne

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ich finde du hast das motiv daß du am anfang durch die schneeflocken und weißen blüzen so schön aufgebreitet hast zu schnell fallen lassen; da hätte man wahrscheinlich mehr draus machen können


es ging ja in erster Linie um diesen Augenblick im Krankenhaus. Diese weißen Blüten draußen…
worauf die Erinnerungen an die Tante aufkamen. Eigentlich war es meine Absicht diese Blütensache nicht in die Länge zu ziehen, sondern sie an den Anfang und dann erst wieder an den Schluss zu setzen. So bekommt die Geschichte einen Rahmen und eine wichtige Aussage, dachte ich.

Quoted

die charakterisierung der beziehung zur tante hffener ist dir aber mitunter wirklich gut gelungen;

Puh, danke, wenigstens etwas. :)

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die hilflosigkeit selber kommt immer nur kurz und unscheinbar daher, wie z.b: am frühstückstisch im gespräch mit der schwester und beim eintreten in die tür; auch das hätte man wahrscheinlich deutlicher durchziehen können;

Ja, das stimmt. Allerdings muss man aufpassen, dass man sich nicht in zu vielen Details verläuft, die eigentlich niemanden interessieren

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im großen und ganzen beschleicht mich hier das gefühl, das dieser text nicht ganz das ist, was er sein könnte, was die erzählerin wirklich über sich selbst in dieser situation und der sich ändernden beziehung zu ihrer freudin erzählen könnte; schade; der text hat viel potential;


nun ja, wie schon gesagt, die begrenzte Anzahl Wörter ist es, die mich da in den Möglichkeiten beschneidet. Solch ein Thema einzugrenzen, verlangt einfach auch Abstriche. Natürlich könnte ich auf Belanglosigkeiten, wie die Sache mit der Kaffeemaschine, verzichten und dafür "wichtigeres“ einbauen. Damit könnte man aber auch Gefahr laufen, dass der Text zu wuchtig, mit zu vielen Eindrücken daherkommt und den Leser fast erschlägt. Ein gutes Mittelding wäre perfekt.

Ich danke dir vielmals für deine sehr hilfreiche Kritik und sollte dir das ein oder andere von mir jetzt abgeänderte nicht gefallen, lass es mich ruhig wissen.
Diese Geschichte ist, wie du schon weißt, nicht mehr ganz neu und ich bin froh über jede Hilfe, die mir dazu angeboten wird, da ich eigentlich auch kein Kurzgeschichtenschreiber bin. Romanlänge ist da eher mein métier, dauert aber immer so lange :D

L.G.
Alexa

edit
ich habe das- als alles begann- mal rausgenommen, bin aber nicht wirklich zufrieden mit diesem Übergang. Ich werde da noch was ändern müssen.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

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8

Tuesday, July 21st 2009, 7:29pm

so, während die suppe auf demher vor sich hin köchelt gleich mal eine antwort erstellt;

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Eigentlich hatte ich das so beabsichtigt: einer von vielen. Kein Halt in einer sterilen Umgebung.
war ja als idee gut und nachvollziehbarer, nur wie gesagt, mich stört diese unbestimmte angabe umrindet von all den anderen konkretismen; vielleicht wenndu das lyrich sagen läßt das es gar nicht weiß, wo genau dieser gang ist?? zumindest das bestimmte satzlich von dem unbestimmten trennen und wenn es nur durch einen punkt ist...

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Ich denke, wenn man die beiden Sätze so liest wie sie dort stehen, nämlich untereinander, dann wird doch eigentlich deutlich, wann diese Gedanken an die Kindheit aufkommen, oder seh ich das jetzt falsch?
für mich bleibt hier ausgespart ob du jetzt gerade unweigerlich an deine kindheit denken mußt oder immer in diesem surrounding (meines erachtens wichtig für die charakterisierung der erzählerin)

Quoted

In der ersten Version hatte ich diese Stelle etwas ausschweifender. Da kam der Beruf der Tante zur Sprache und ihr dadurch gepflegtes Erscheinungsbild. Mir wurde aber an anderer Stelle gerade dieses Ausschweifen bekrittelt, weil es von der eigentlichen Story ablenken würde. Daraufhin hab ich das geändert.
nur klarer machen ob die tante prinzipiell auf ihr erscheinungsbilc achtet oder nur in diesem augenblick aus unsicherheit; gar nicht ausschweifender werden :)

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Warum ist das aber nicht nachvollziehbar? Sie hatte doch die Augen offen-dann geht man normalerweise davon aus, dass die betreffende Person wach und auch ansprechbar ist.
hast du eigentlich recht mit, weiß nicht mehr genau, wo ich da gestern gehangen bin wenns mir wieder einfällt füge ich es nach...

Quoted

Wird das nicht von allein deutlich? Dadurch, dass sie weinend zusammenbricht, ist sie ja nicht mehr die starke Frau.
schon, aber du vergibst dir hier viel an den inneren vorgängen in der erzählerin, die ja die geschichte vorantreiben soll....

Quoted

Eigentlich war es meine Absicht diese Blütensache nicht in die Länge zu ziehen, sondern sie an den Anfang und dann erst wieder an den Schluss zu setzen
wie gesagt geschmack des gustos, im beobachten der umgebung durch das fenster un den momentanen inneren monolog, hättets du eine schöne ebenenmöglichkeit um die veränderte erzählerin ins lich zu rücken und gleichzeitig den leser mdurch eine klare symbolsprache ähnlich wie wegweiser, durch die geschichte führen, du mußt dich ja nicht stur auf die blütebblätter festfahren du kannst diese ja auch mit anderen dingen assoziieren/in verbindung bringen...

Quoted

nun ja, wie schon gesagt, die begrenzte Anzahl Wörter ist es, die mich da in den Möglichkeiten beschneidet. Solch ein Thema einzugrenzen, verlangt einfach auch Abstriche. Natürlich könnte ich auf Belanglosigkeiten, wie die Sache mit der Kaffeemaschine, verzichten und dafür "wichtigeres“ einbauen. Damit könnte man aber auch Gefahr laufen, dass der Text zu wuchtig, mit zu vielen Eindrücken daherkommt und den Leser fast erschlägt. Ein gutes Mittelding wäre perfekt.

ich hoffe du siehst meinen input hier, als das was er ist, nämlich erstellt von jemanden der die dinge auch noch lange nicht so sicher handhabt, wie er das gerne hätte; durch das rezensieren deiner geschichte hoffe ich auch für mich wichtige dinge zu erkennen und mitnehmen zu können;
schöne synergien hier

lg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

kleiner_goethe

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9

Tuesday, July 21st 2009, 8:41pm

Hi Alexa !

Ich nehme an, das diese Geschichte wahr ist, so habe ich das, als ich es gelesen habe gefühlt. Ich habe die anderen Beiträge noch nicht gelesen, weil ich meine Meinung einfach unbeirrt ausdrücken wollte.

Ich finde diese Geschichte wirklich traurig, diese enge Bindung zwischen dir und deiner "Tante" hat mich wirklich berührt ohne das ich das in kleinster Weise vorher(gesagt)gefühlt hätte. Ich habe selber noch nicht die Erfahrungen erfahren, einen Menschen der einem etwas Bedeutet zu verlieren, aber ich kann das sehr gut nach empfinden.. fast hätte ich selber weinen müssen ^^ ....

Naja noch was,,, ich habe leider zu wenig zeit (Bibliothek schliesst), deine Tanta hatte etwas Poetisches in ihrem Ausdruck.. Schnee als die Tränen der Engel zu umschreiben ist eines der wunderbarsten Dinge die ich je gehört habe,, vermutlich hatte diese Tatsache damit zu tun, das du Heute Gedichte schreibst..


Gruss DIR


KG

Alexa

Blickdicht(erin)

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10

Wednesday, July 22nd 2009, 6:43pm

Hallo Erik,

Quoted

ich hoffe du siehst meinen input hier, als das was er ist, nämlich erstellt von jemanden der die dinge auch noch lange nicht so sicher handhabt, wie er das gerne hätte; durch das rezensieren deiner geschichte hoffe ich auch für mich wichtige dinge zu erkennen und mitnehmen zu können;

Ja, hab ich nie anders gesehen. :)
Ich weiß ja selbst, wie viel man aus fremden Texten lernen kann.
Danke für deine erneute Antwort. Ich sehe immer mal wieder hier drüber und wenn mir für die von dir angesprochenen Zeilen etwas Passendes einfällt, werde ich es ändern.
Ich hoffe die Suppe ist nicht angebrannt :D

Hallo k.G
vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich für dich, dass du bisher noch niemanden an Krankheit oder Anderem verloren hast und hoffe das bleibt auch noch ganz lange so.

Quoted

fast hätte ich selber weinen müssen ....

Dieser Satz zeigt mir, dass du ein sehr tiefsinniger und feinfühliger Mensch bist. Behalte diese Eigenschaft!

L.G. von mir
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

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