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Schnuffel

Intermediate

Date of registration: Aug 9th 2008

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Occupation: Schülerin

1

Friday, July 10th 2009, 2:08pm

Im Zug

Bewachsene Schienen,
Überfluten den Weg;
Und zwischen jungen Blättern
Verrosten alte Erinnerungen.

Ich berühre das kalte Glas,
Blicke - auf den schwimmenden Weg;
Zwischen meinen Fingern rinnt -
In silberner Seide : die Zeit.
Wer anderen hilft
sich selbst du finden,
hat sich schon gefunden.


http://lub-lyrik.spacequadrat.de/news.php

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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Location: Wien

2

Friday, July 10th 2009, 2:19pm

hallo schnuffel, ich bin angenehm überrascht von deinem gedicht, da hast du aber einiges dazugelernt;

nun zur kritik:

Bewachsene Schienen,
Überfluten den Weg; --> schienen können den weg nicht überfluten sie sind fest im erdboden verankert, schien eben, wahrscheinlich wolltest du sowieso sagen: überfluteter weg?
Und zwischen jungen Blättern --> hier ist der unschöne anfang mit dem Und nicht nötig;
Verrosten alte Erinnerungen.

Ich berühre das kalte Glas, --> nachdem es egal ist, welches glas würde ich es unbestimmter halten, um so das bild der abgrenzung noch zu verstärken: ich berühre kaltes glas
Blicke auf den schwimmenden Weg (warum schwimmend? das scheint hier etwas aus dem kontext gerissen, da wäre ein anderes adjektiv sicher passender)
Zwischen meinen Fingern rinnt -
In silberner Seide : die Zeit. --> für mich wirkt es, als wolltest du die rinnende zeit mit der seide vergleichen? --> wie silberne seide: die zeit, wobei das silbern hier als färbung fast zu willkürlich wirkt, obwohl es doch eine gewise kälte erzeugt, im benutzten bild, geschmacksache, das

im großen und ganzen:
stimmige bilder erzeugen eine grundstimmung;

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Schnuffel

Intermediate

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3

Friday, July 10th 2009, 2:26pm

Hallo erikroderickandara !

Erst mal danke für deinen Kommetar. Schön, dass es dir doch gefallen hat.

Mit bewachsenen Schienen, meinte ich, dass sie mit Pflanzen überwachsen waren. Und diese Pflanzen überfluten den ganzen Weg.

Ich hab mir deine Kritik und die verbesserungsvorschläge zu Herzen genommen und mal etwas verändert:

Bewachsene Schienen,
Überfluten den Weg;
Zwischen jungen Blättern
Verrosten alte Erinnerungen.

Ich berühre kaltes Glas,
Blicke auf dem schwimmenden Weg;
Zwischen meinen Fingern rinnt -
In silberner Seide : die Zeit.

Lg,
Schnuffel
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hat sich schon gefunden.


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erikroderickandara

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4

Friday, July 10th 2009, 2:28pm

nachtrag zur kritik:

mit blicke auf dem /den habe ich mich beim lesen wohl selber etwas verfranst; kann man hier wohl halten wie man will;

blicke auf den weg
oder
blicke auf dem weg

mfg
erik
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