Sehr metaphorisch und sehr geheimnisvoll und vor allem doppeldeutig,
stört die Marschmusik
auf dem ausgeschilderten Weg
zum Glück
gefällt mir unheimlich gut. Auch das satzbautechnische Recycling von "zum Glück" weist auf multiple Konnotationen des Terminus hin.
zum Glück
ist alles um-
randet von Land und dann
und wann ist im Beton ein Loch,
ein ausgelassenes Konstrukt,
Baugrund?
Aha, ein Naturliebhaber der sich über die ungezähmte Natur freut und unter der streng (bau-) normierten Umwelt zu leiden scheint, die nicht nur die Gebäude, sondern auch das Leben der Menschen vereinheitlichend reguliert (Marsch zum Glück). So lassen sich jedenfalls die letzten Zeilen intepretieren,
Augenscheinlich,
mit einem Fußabdruck
im Gesicht.
... oder ist der Walzer tanzende schlammige Stiefel gemeint? Aber warum ist dann die Rede von einem Fußabdruck und nicht von Stiefelspuren? Die Antwort auf diese Frage bleibt uns das Gedicht schuldig. ... und warum im Gesicht? ... aber da kommt der Titel des Gedichtes "Stadtgesicht" ins Spiel...
Mit nachdenklichen Grüßen
demon17