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erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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1

Monday, May 18th 2009, 4:59pm

mehr als freunde (m)einerseits

ich schweige
während du sprichst
deine hände zwei vögel
vor meinem gesicht
ich nicke
während du lachst
mein blick kreuzt den deinen
kein bißchen verdacht
ich klatsche, ich wippe
ich laufe im kreis
sehr nett und erbaulich
für dich als beweis
der abschied er kommt
hand schüttelt hand
ein kuß auf die wange
er dient mir als pfand
du gehst,
schöpfst keinen verdacht
mein herz folgt dir
und flieht in die nacht
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Sonja

Professional

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2

Monday, May 18th 2009, 5:03pm

Hey echt toll geschrieben, und liest sich wirklich gut. ^^
HAb da aber doch ne Frage, unzwar, was haben denn dir Vögel vor dem Gesicht zu bedeuten, daraauf konnte ich mir jetzt so gar keinen Reim machen. ?(
Ganz liebe Grüße,
Sonja. :)

Schreiben bedeutet für mich fühlen, und verstehn.

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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3

Monday, May 18th 2009, 5:04pm

Quoted

was haben denn dir Vögel vor dem Gesicht zu bedeuten


das ist ein metapher für gestikulierende hände;

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

Sonja

Professional

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Occupation: Schülerin, und Tochter ;)

4

Monday, May 18th 2009, 5:09pm

Achso...
Na dass klingt es auch irgendwie logisch. ^^
Ganz liebe Grüße,
Sonja. :)

Schreiben bedeutet für mich fühlen, und verstehn.

Babac

Master

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5

Monday, May 18th 2009, 7:50pm

ein abschiedskuß als pfand. also wer nicht bei pfand an flaschen denkt. der muss weit fern der welt leben, auf den mond vielleicht... auf den kontext hier bezogen, stellt es eine andere seite, als die bisher romatisch versuchte darstellung eines treffens und abschieds dar. die form scheint allein dem gefühl überlassen zu sein... in zeile 17 findet sich ein schreibfehler. auch finde ich recht lustig dass mit den vögeln vorm gesicht... wenn's auch nicht die besten metaphern sind; besser eine, als keine. was mir noch aufgegfallen ist, und sehr merkwürdig aller lieben und vernunftsbetonten vorstellungen liegt, dass am anfang der begegnung, das lyrische ich, recht ruhig und gelassen darsteht, und eher eine passive stellung einnimmt; dennoch sehr plötzlich ab der zeile 8 klatscht und wippt und läuft im kreise...

grüße

babac

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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6

Monday, May 18th 2009, 10:57pm

Quoted

ein abschiedskuß als pfand. also wer nicht bei pfand an flaschen denkt
schon mal was vom liebespfand gehört?

Quoted

der muss weit fern der welt leben, auf den mond vielleicht
wenn du mir unterstellst auf dem mond zu leben, muß ich dich bitten dich in deiner ausdrucksweise zu zügeln;

Quoted

die form scheint allein dem gefühl überlassen zu sein
kern der aussage?

Quoted

... in zeile 17 findet sich ein schreibfehler
und was für einer gehts statt gehst, danke;

Quoted

auch finde ich recht lustig dass mit den vögeln vorm gesicht... wenn's auch nicht die besten metaphern sind
ist eigentlich nur eine metapher gemeint apropos, rechtschreibfehler, hm?

Quoted

; besser eine, als keine
eben

wahnsinnig konstruktiver beitrag, das, babac, muß ich dir schon lassen;

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
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Strohpuppe

Moderator

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7

Monday, May 18th 2009, 11:16pm

und dann geb ich auch mal wieder meinen Senf dazu ;)

dein Text ist für mich was besonderes, vor allem deshalb, weil er mich an ne Story aus dem persönlichen Bereich erinnert. glücklicherweise mit glücklichem Ausgang, ich bin mit meinem persönlichen "lyrischen Du" ;) jetzt schon über zwei Jahre zusammen.
ich lese deinen Text als eine Betrachtung, in der sich lyrisches Ich und lyrisches Du ebenso gut vertauschen lassen würden. ich glaube nicht, dass das lyrische Du nichts davon weiß, wie die Sicht des lyrischen Ichs ist - es ahnen nur beide nicht, dass sie genau das gleiche sehen, von dem sie glauben, der jeweils andere sähe es nicht so. man teilt hier eine Wahrheit, die man nicht hat. man gaukelt sie sich vor in diesem Durch-Spielen von Kinderspielen. Schattenspiele, Fangen, den Sandkasten denke ich mir im Hinterkopf dazu. Man tut so, als sei man unschuldig und habe ja doch nichts vor dem anderen zu verbergen. Man kann ja ganz gut miteinander. ?(

ich finde, die letzten beiden Zeilen sind nicht unbedingt nötig für den Text, damit er funktioniert. mit dem Verdacht, der ungeschöpft bleibt, hat der Text schon einen guten Schluss gefunden. die letzten beiden Zeilen legen hier etwas nach, was ich so schon mit lese.

Quoted

deine hände zwei vögel
vor meinem gesicht
ich nicke
währen du lachst
mein blick ruht auf deinem
kein bißchen verdacht

für diese Stelle hast du mein Lob. ich kann mich nicht erinnern, schon mal was aus deiner Feder schöner gefunden zu haben =)

Gruß
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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8

Monday, May 18th 2009, 11:21pm

Quoted

würden. ich glaube nicht, dass das lyrische Du nichts davon weiß
natürlich weiß das lyrDu genau was sache ist, zumindest schöpft es verdacht;

Quoted

es ahnen nur beide nicht, dass sie genau das gleiche sehen, von dem sie glauben, der jeweils andere sähe es nicht so
dein wort in gottes gehörgang;

die letzen beiden zeilen sind deswegen nötig, meiner meinung nach, weil das lyrich kein glückliches ende sieht, würde ich sie wegnehemn, würde es die grundaussage zu sehr positivieren; dem lyrich ( :) ) ist aber gerade nicht nach positivieren

Quoted

für diese Stelle hast du mein Lob. ich kann mich nicht erinnern, schon mal was aus deiner Feder schöner gefunden zu haben
danke!

lg
erik
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Strohpuppe

Moderator

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9

Monday, May 18th 2009, 11:34pm

Quoted

mein herz es folgt dir

dann würd ich doch aber wenigstens das es rausnehmen, wenn du dieses pathetische Gehopse 8o schon unbedingt behalten musst! :P
und im während des von mir besonders gut gefundenen Ausschnitts ^^ hat sich doch tatsächlich noch ein Tippfehler gefunden ;)
Du kannst gehn, aber deine Kopfhaut bleibt hier.

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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Location: Wien

10

Monday, May 18th 2009, 11:38pm

Quoted

dann würd ich doch aber wenigstens das es rausnehmen
schon geschehen;

Quoted

wenn du dieses pathetische Gehopse schon unbedingt behalten mußt
ja, ich muß :D (so alle jubelzeiten mal brauche ich schmalz)

lg
erik
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lila

Unregistered

11

Tuesday, May 19th 2009, 12:01am


franz

einfach nur franz

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12

Tuesday, May 19th 2009, 9:04am

Hallo und guten Morgen Du,

.
ich finde deinen Text echt gut! Sprache, Rhythmus und so Zeug halt, kommen hier echt gut bei mir als Leser an.
Deine gestikulierenden Hände zu Gedichtbeginn finde ich gut, denn ich habe mich hier in einem Bild von davontragen verloren,
was ja auch recht gut in den Kontext passt/passen würde.
Hast du nicht Lust das Nicken etwas zu vertuschen? Der Vers du gehst ist mir zu schroff (schaut fast aus wie gewollt)
und er passt nicht in das sonst so feine Klangbild.
Den Pfand empfinde ich als echt gut und fast schon süß geschrieben! Keine Ahnung wie man hier von sich auf andere schließen kann,
denn dieses Bild ist wohl viel zu klar in seiner Aussage.
Gerade sehe ich das ich nicke ebenfalls so verloren im Text steht, weshalb sich wohl sagen lässt, das du es so wolltest,
und ich mein Komment diesbezüglich negiere :D ...Also quasi ein Abnicken der Situation!?
Ein echt schöner Text der es wohl nicht zuletzt durch seinen Klang vermag einen in seinen Bann zu ziehen!

Nicht sehr konstruktiv aber immerhin nicht vom Mond!

Alles Gute samt Gruß, fanz

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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Location: Wien

13

Tuesday, May 19th 2009, 10:48am

nachdem ich von anfang an eher unsicher mit diesem werk umging, weil für meine verhältnisse viel zu schnell vom kopf auf papier (bildschirm) landete und nach ewigkeiten wieder reime benutzt danke ich dir für die positive rückmeldung, franz

das "du gehst" seh ich mir nochmal an (postpost: habe ich gerade gemacht und es ist mit den drei anderen alleinschwebende aktiva irgendwie so untrennbar verbändelt dass ich mir nicht ganz schlüssig bin, wie ich es rausbekomme ohne den ductus empfindlich zu stören, sollte ein kurzes, prägnantes verb sein das aber dann sicher wieder schroff wirken würde; das muß ich mir nochmal in ruhe durch den kopf gehen lassen)

auch an dich ein großes dankeschön lila, mit einer so postiven aufnahme habe ich echt nicht gerechnet weil mir der text wie geagt aus dem rahmen meiner momentanen intentionen kippt und aus einer gefühlslage heraus entstand, was ich echt schon lange nicht mehr gemacht habe weil ich die erfahrung machen mußte, daß da meistens nur sehr halbgares bei rauskommt;

mfg
erik
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rude66

Master

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14

Tuesday, May 19th 2009, 6:45pm

Hallo erik,

ein sehr schönes Stück Lyrik. Was mir am besten daran gefällt, ist die dezente, fast zärtliche Art, in der du die Reime eingesetzt hast. Oft empfinde ich beim Lesen gereimter Texte Unbehagen, da die Reime doch nicht selten sehr gezwungen wirken, zu sehr das Augenmerk auf sich ziehen. Anders in deinem Text. Hier lesen sie sich wie aus dem normalen Sprachgebrauch heraus angebracht, sozusagen zufällig "passiert".

Klasse!

lG

rude66
lG

versbrecher

bababadalgharaghtakamminarronnkonnbronntonnerronntuonnthuuntrovarrhounawnskawntoohoohoordenenthurnuk

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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15

Tuesday, May 19th 2009, 6:55pm

Quoted

Oft empfinde ich beim Lesen gereimter Texte Unbehagen
ich auch

hohes lob dewegen das deine hier

lg
erik
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Perry

Lyrisches Licht

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16

Friday, May 22nd 2009, 5:51pm

Hallo Erik,

ein besonderen Augenblick hast du hier gekonnt eingefangen. Ich würde die Unsicherheit, ob die Freundschaft eine positive Wendung nimmt, ganz einfach durch ein Fragezeichen im Titel andeuten und das etwas sperrige "(m)einerseits" weglassen.
Bildlich habe ich etwas Schwierigkeiten mit "mein Blick ruht auf deinem." Können zwei nichtmateriellen Dinge aufeinander ruhen? Da würde mir trifft, kreuzt oder verharrt besser gefallen.
Gern gelesen!
LG
Perry

erikroderickandara

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17

Friday, May 22nd 2009, 7:34pm

das mit dem kreuzen ist eine prima idee (in seiner vielschichtigkeit - man kann ja auch klingen kreuzen), die werde ich gleich umsetzen!
auch das mit dem fragezeichen im titel ist nicht schlecht, ich bin mir nur nicht sicher b das nicht einen gewissen wiederkennungswert nehmen würde

mfg
erik
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Hazel

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18

Friday, May 22nd 2009, 9:23pm

Dieses Gedicht gefällt mir auch sehr gut. Ich finde es immer faszinierend,
wenn es jemand schafft, mit so knappen Worten eine so umwobene Szenerie
aufzubauen. Auch die Reime merkt man beim Lesen kaum. Sie wirken kein
bisschen hineingepresst, sondern fast zufällig ;-)

Liebe Grüße,
Hazel
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

erikroderickandara

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19

Friday, May 22nd 2009, 9:32pm

§$*#! me,
soviel lob für ein gedicht, daß ich selber als mittelmäßig abgeschrieben habe (noch während seiner verfassung) weil es so schnell und undurchdacht nach draussen wollte aus der situation hinaus, quasi

sehr überraschend für mich, das es so gefällt aber auch sehr erfreulich
auch an dich danke hazel

ein ziemlich perplexer
erik
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Hazel

Moderator

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Occupation: Germanistik-Student

20

Friday, May 22nd 2009, 9:34pm

Was wohl hinter dem §$*#! versteckt ist :D
Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort im selben Augenblick.

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