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erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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Location: Wien

1

Sunday, April 19th 2009, 10:45pm

Kein Mensch Ist Keine Insel

verschlossen
wenn wir
wild gestikulierend
zu klären versuchen
wie wir uns fühlen
schwierig
so schwer
tanzen wir
ein bein erhoben
das andere stampfend
die erde in
grund und boden tretend
wenn wir
vom empfinden sprechen
fällt der versuch
uns verständlich
zu machen
hart
verlassen
aber nicht
allein
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

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Occupation: singender tanzender abschaum der welt

2

Sunday, April 19th 2009, 11:02pm

hallo erik
du beschreibst eine situation in die ich mich nur zu gut hinein versetzten kann ^.^ allerdings finde ich persönlich die umsetzung deiner intention ein wenig zu gerade heraus, als dass sie mir wirklich gefallen könnte....und ich versteh dir überschrift auch nicht so ganz ^^ was bezweckst du mit dem grammatikfehler?
außerdem kann ich den letzten gedankengang nicht wirklich nachvollziehen, wie man im letzten vers nach(durch/trotz?) seinen beschriebenen probleme seine gefühle auszudrücken zu dem schluss kommt, dass man verlassen aber nicht alleine sei?
unkonstruktive grüße
nighty
als ob Gefangenes sich drinnen rege,
das ein Entfernter groß zusammengreift.
(Rilke)

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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3

Sunday, April 19th 2009, 11:09pm

Quoted

und ich versteh dir überschrift auch nicht so ganz was bezweckst du mit dem grammatikfehler?
ein tippfehler! (hatte zuerst keine insel ist kein mensch, das schien mir aber zu verdreht)

verlassen ist man weil man sich nicht mitteilen kann alleine in diesem unvermögen aber keinesfalls, weil es den anderen ebenso ergeht

das gerade heraus kommt wahrscheinlich von der verpackten botschaft an die ich den stil anzupassen versuchte und um dem wortkargen frust der aus solcher situation entstehen muß eine stimme zu verleihen

mfg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

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4

Monday, April 20th 2009, 8:17pm

.

Hallo erikroderickandara,

die Idee gefällt mir (wie immer) sehr gut, die Umsetzung könnte
kleinere Änderungen vertragen, ich wollte dem Leser
nicht jedes gut verständliche Detail nochmals haarklein erklären - siehe:

verschlossen
nicht offen
wenn wir
wild gestikulierend
zu erklären versuchen - s.u. versuch
wie wir uns fühlen

schwierig so schwierig - s.u. - das ist ausreichend schwierig [
/i]tanzen wir ein bein erhoben
das andere fest stampfend - [i]stampfend ist immer fest


die erde in
grund und boden tretend - s.o. stampfend
wenn wir

vom empfinden sprechen - empfinden/fühlen s.o.
fällt der versuch schwer - "fällt der Versuch" reichte vollkommen aus
so schweruns verständlich

zu machen
mitteilslos - s.o. nonverbal - gestikulierend
verlassen aber nicht
allein


Meine Verdichtung zu Deinem Text, die Du allerdings unbeeindruckt
beiseite lassen kannst.


verschlossen
wild gestikulierend
suchen wir
unser fühlen zu klären
die erde in grund und boden
tretend
wenn wir sprechen
fällt der versuch
uns verständlich zu machen
verlassen
aber nicht allein



Was meinst Du? Ich hoffe, ich war nicht zu grob beim Verdichten.

Lieben Gruß
Katerchen

.
Dämmerungskrallen
Versonnen
Im Schilf
die Kätzchen
Eines Nußbaumes

erikroderickandara

Glasphasen-Moderator

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5

Monday, April 20th 2009, 8:30pm

Quoted

verschlossen
wild gestikulierend
suchen wir
unser fühlen zu klären
die erde in grund und boden
tretend
wenn wir sprechen
fällt der versuch
uns verständlich zu machen
verlassen
aber nicht allein


gefällt mir kurz und knackig, die erste assoziation, die ich jetzt dazu habe ist es geschrien vorzutragen es bindet für mich also schön den frust den man dabei empfinden sollte;

ich wollte es aber mehr wie ein lamentieren anlegen, deswegen die oftmaligen wiederholungen (schwer so schwer etc..)

also ich archiviere den grundtext und mach mich im original ans überarbeiten:

verschlossen
nicht offen
wenn wir
wild gestikulierend
zu erklären versuchen
wie wir uns fühlen
schwierig
so schwierig
tanzen wir
ein bein erhoben
das andere fest stampfend
die erde in
grund und boden tretend
wenn wir
vom empfinden sprechen
fällt der versuch schwer
so schwer
uns verständlich
zu machen
mitteilslos
verlassen aber nicht
allein

danke fürs mitdenken!

lg
erik
under the sea, is where I'll be
no talking 'bout the rain no more

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6

Monday, April 20th 2009, 10:33pm

.

Danke für Deine Rückmeldung!

Ein Klaglied also - dachte ich mir schon. Schreiend sollte mein Version keinesfalls daherkommen.
Du siehst also, das hat auch nicht funktioniert. Wie wäre es, den Text so zu verdichten,
bis sich eine sog. frist flush (Teeblume) Wirkung gegenüber dem Leser entfaltet. Ich denke, das
meinte auch nighty, als sie schrieb "ein wenig zu gerade heraus". Ich freue mich jedenfalls schon
auf Dein bearbeitetes Gedicht.

Lieben Gruß
Katerchen

.
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