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Date of registration: May 18th 2007

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1

Saturday, February 21st 2009, 12:18am

Baron de Vivario

.

Baron de Vivario

steht im Schatten einer alten Kirchenmauer,
auf den Stock gestützt betrachtet er den Garten.

Zaubernuß wird links zu seiner Seite glänzen,
rechts erklimmt Lazurstern ausgedehnter Sprossen
morsche Finger. Hisakuras Arme schwitzen
Blütenblätter auf die Muster alter Wege.
Doldentrauben wird die Silberspiere reichen.

Zu erahnen was mir blüht zwischen Stämmen
schwarzer Kiefern und dem Klang der Winterstille,
will ich innehalten - später bleiben.




.
Dämmerungskrallen
Versonnen
Im Schilf
die Kätzchen
Eines Nußbaumes

Alexa

Blickdicht(erin)

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2

Thursday, March 5th 2009, 10:01am

Hallo Katerchen

Ich komm mal ganz leise um die Ecke, zum Einen damit es nicht heißt, wir überschütten uns nur mit Lob, zum Anderen, weil ich fürchte diese stille Betrachtung zu stören.
Echt stark, wie du hier ein Bild vor meinem geistigen Auge malst. Ich sehe sie förmlich, diese Rose, den weißen Baron de Vivario. Wirklich klasse, wie die Personifizierung hier funktioniert. Durch -auf den Stock gestützt/betrachtet- bekommt sie/er tatsächlich menschliche Züge und mit der Kirchenmauer führst du mich sogar genau an den Ort, an dem sie steht. Die Rose als Zeichen der Verschwiegenheit, weiß als Zeichen der ewigen Liebe, auch über den Tod hinaus. Und ich sehe dein L.I. wie es in diese, für mich ist es eine Herbststille (hier symbolisch für das Leben), blickt. Wie es ruhig, ohne Furcht, ja sogar mit der Gewissheit auf ein blühendes später nach vorne sieht und doch den Wunsch hegt, erst etwas später dort bleiben zu dürfen.
Ich bin begeistert. Hier strömt eine Ruhe, eine Zuversicht aus deinen Zeilen- das kann ich nicht weiter beschreiben. Ich schleiche mich ganz leise wieder davon, lass ein riesiges Lob hier (sollen die anderen denken was sie wollen, denn ich kann hier nichts negatives finden) und nehme das Bild des Barons mit mir. Danke sagt

Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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3

Thursday, March 5th 2009, 10:24am

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Tinus

Master

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4

Thursday, March 5th 2009, 10:45pm

Ein graubuntes Pflanzenensemble führt den Leser in ein Stimmungsbild, das wirklich kurz innehalten lässt. Viele Attribute der Vergänglichkeit, der antiquirte Baron (der paradoxerweise sich als Rose entpuppen könnte?) am Stock, die alte Kirchenmauer, abgrenzend die Sammelstelle der Toten, morsch, schwarz und alt kommt es daher. Und doch sind es Pflanzen, die das morbide Stimmungsbild umranken, Pflanzen, die das genaue Gegenteil symbolisieren, die wachsen und leben werden, wenn der Winter vorbei sein wird. Und dann, unheilschwanger, zwar drohend aber dennoch ins Gegenteil doppeldeutig: was blüht mir? Nach dem innehalten doch wohl irgendwann das Bleiben, jenseits der Kirchenmauern. Aber auch wird wohl selbst dann, nach meinem Bleiben, ein neuer Frühling kommen, und aus meinen Resten wird es dann Blühen, das graubunte Ensemble. Sozusagen: was blüht mir? Ich blühe!

Gerne gelesen, Katerchen.
Liebe Grüße,
Tinus

Perry

Lyrisches Licht

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5

Friday, March 6th 2009, 12:59am

Hallo Katerchen,
je eine wunderschöne Blumensprache in der soviel Stille und Schönheit wohnt.
Trotzdem muss ich als geistiger Kleingärtner ein paar Fragen stellen:
Wäre "der" alten Kirchenmauer nicht treffender, da es sich ja sicher um einen bestimmten Garten handelt, den du da beschreibst.
Auch der Wechsel zwischen Zukunft ("wird ... glänzen; wird ... reichen) und Gegenwart (erklimmt; schwitzen) im 2. Vers irritiert doch etwas.
Wenn schon ein erahnender Blick, dann aber insgesamt.
Zum Schluss wären dann noch die Arme(Äste), die Blütenblätter auf die Wege schwitzen und das mitten in der Winterstille oder doch in der heißen Zukunft.
Wie du siehst stehe ich stellenweise auf dem Schlauch, aber du wirst mir sicher weiterhelfen können.
LG
Perry

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6

Friday, March 6th 2009, 2:00pm

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Perry

Lyrisches Licht

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7

Friday, March 6th 2009, 4:01pm

Hallo Katerchen,
du meinst also der besagte Baron, steht im Schatten einer beliebigen Kirchenmauer. Ich bin im Geiste extra zu unserer Kirche gefahren und habe weder einen Schatten, noch den Baron getroffen. Deshalb bin ich nachwievor für "der Kirchenmauer" und wenn es nur die in deiner Vorstellung ist. ;)

Hier meine geistige Sommerbetrachtung:

Zaubernuß wird links zu seiner Seite glänzen,
rechts mit morschen Fingern der Lazurstern
ausgedehnte Sprossen erklimmen.
Hisakuras Arme werden schwitzen
Blütenblätter Muster auf alte Wege werfen.
Doldentrauben wird die Silberspiräe reichen.

LG
Perry

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8

Friday, March 6th 2009, 4:53pm

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Perry

Lyrisches Licht

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9

Saturday, March 7th 2009, 2:30pm

Hallo Katerchen,
nun so sind wir eben manchmal, wir geistigen Kleingärtner. ;)
LG
Perry

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10

Wednesday, March 18th 2009, 12:35pm

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