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Date of registration: May 18th 2007

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1

Sunday, August 24th 2008, 12:55am

Entspannt

.

Entspannt

Entspannt, die Hände leicht verschränkt auf ihrem Bauch,
gebiert ihr Wissen regelmäßig warme Wogen.
Sie sieht mich an, lenkt meinen Blick auf meinen Boden,
und hört mir dennoch stetig zu, denn sie weiß auch,

daß meine Rede hier wie dort über den Sinn
mir half, mich selbst durch meinen Untergrund zu tragen,
das Hier und Dort als auch die ungezählten Fragen
mir dienlich waren zu erkennen, wer ich bin.

Als ich einst unbemerkt in meiner Mitte stand,
vielleicht am Tag, vielleicht bei Nacht in buntem Schein,
vielleicht in einem hohen Tief, vielleicht im Sein,
hat sie mich losgelassen und sich abgewandt.

.
Dämmerungskrallen
Versonnen
Im Schilf
die Kätzchen
Eines Nußbaumes

Schnuffel

Intermediate

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2

Sunday, August 24th 2008, 11:52am

Hallo Katerchen

Da möchte ich gleich ein paar Zeilen dazu texten:
Der Titel macht ja gewöhnlich Lust auf mehr , so habe ich es auch hier empfunden. Deine einzelnen Zeilen sind mir etwas zu lang. Ich weiß nicht woran das liegt, aber ich empfinde es so. Ich glaube, dass du es in einem Rhythmus geschreiben hast und ich kann das nicht so gut beurteilen.

Quoted

Sie sieht mich an, lenkt meinen Blick auf meinen Boden,

Ich finde es etwas komisch, dass man den Blick auf ,,seinen'' Boden lenkt. Es ist ja etwas allgemeines.
Sonst, finde ichs gelungen.

Schnuffel
Wer anderen hilft
sich selbst du finden,
hat sich schon gefunden.


http://lub-lyrik.spacequadrat.de/news.php

Alexa

Blickdicht(erin)

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3

Monday, August 25th 2008, 1:56pm

Hallo Katerchen,

du machst mich hier fast sprachlos.
Ein Halten ohne Enge, ein sanftes auf den Boden ziehen, wenn die Flügel mal wieder hoch hinaus wollen, Verstehen, Begleiten und Loslassen können, das kann nur eine Mutter
Ein wahrlich schönes Gedicht

L.G.
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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4

Tuesday, August 26th 2008, 12:43am

.

Hallo Schnuffel,

ich bedanke mich für Deine umgehende Rückmeldung.
Es ist nicht weiter schlimm, wenn Dir etwas komisch
vorkommt, weil Du es irgendwann einmal besser
verstehen wirst, ganz bestimmt.

Liebe Grüße
Katerchen



Hallo Alexa,

Du bist immer sehr nah an meinen Texten dran. Was immer Du schreibst,
es berührt mich ziemlich. Deine Feinfühligkeit beim Kommentieren,
Dein Vermögen überhaupt, welches vielen anderen immer versagt
bleiben wird, ist absolut stark.

Ja; Mütter bringen tatsächlich auch noch diese Kraft auf.
Sie bereiten zärtlich auf diese Erdung vor, unaufgeregt
und gründlich.

Mit liebem Gruß
Katerchen


.
Dämmerungskrallen
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Perry

Lyrisches Licht

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5

Tuesday, August 26th 2008, 6:03pm

Hallo Katerchen,
inhaltlich ist die verstehende Nähe und Wärme gut zu spüren. Formal machen die vielen "ihr, mein etc." den Text für mich etwas bodenlastig. Auch die gedankliche Ausweitung auf Untergrund, Tiefe und Sein lassen ihn leider im Allgemeinen verharren. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck und soll der erfüllenden Stimmung keinen Abbruch tun.
LG
Perry

Lymielle

Moderator

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6

Tuesday, August 26th 2008, 7:26pm

Hallo Katerchen,

ich möchte mich Alexas Kritik anschließen. Ich empfinde deinen Text als unglaublich warm und stimmig. Es ist eine weiche Atmosphäre und "ein Halten ohne Enge" trifft es wohl am besten.
Perry muss ich widersprechen, ich glaube, ohne dieses bodenlastige, die diese kleinen wörtchen in den Text mischen, wäre es zu rosawatteweich.

Mir hast Du hier wirklich die Sprache verschlagen; das ist rundum dicht, warm und sensibel. Du überzeugst durch Inhalt und Ausführung, sowie durch die Verbindung von beidem.

Liebe Grüße,
Lymielle
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

Luna

Professional

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7

Wednesday, August 27th 2008, 11:39am

Hallo Katerchen

Für einige Wochen war ich nicht im Forum. Um so mehr freue ich mich wunderbare Gedichte zu lesen, von euch,..von Dir.

Die schönste Stropfe ist für mich:

Quoted

Als ich einst unbemerkt in meiner Mitte stand,
vielleicht am Tag, vielleicht bei Nacht in buntem Schein,
vielleicht in einem hohen Tief, vielleicht im Sein,
hat sie mich losgelassen und sich abgewandt.


Genau so Treffsicher wie dein Titel "Entspannt" spüre ich auch deine Zeilen.

Mit berührten Grüßen

Luna
Ich glaube an Wunder

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8

Tuesday, September 2nd 2008, 11:21pm

.

Hallo Perry,
liebe Lymielle, liebe Luna, :)

ich bedanke für die herzlichen Rückmeldungen inkl. Anregungen.

Mit Gruß
Katerchen

.
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Odradek

Master

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9

Thursday, September 4th 2008, 3:12am

RE: Entspannt

Katerchen, dies ist mir ein Wunder-Text ... und ein wunder Text - im Sinne von einem, der so viel emotionale Direktheit und Nähe transportiert, dass man ihn ganz behutsam und vorsichtig lesen möchte, um ihm durch ein interpretierendes Lesen nicht weh zu tun.

=)

Ein nicht sehr oft bedichtetes Thema.
Das jeden, der denkend mitliest, anrühren muss (wie ja auch die Komments beweisen).
Du hast ein paar wunderbare Formulierungen gefunden, in denen sich Bildvorstellungen mit lyrischen Klängen in großer Wärme verbinden.
Doch bleibt mir im Gesamt-Fazit des Textes nicht nur ... nicht in erster Linie "Wärme" übrig.
Natürlich, von der Atmosphäre her. Was die Grundkostellation gegenüber der Mutter angeht.
Aber letzte Zeile
"hat sie mich losgelassen und sich abgewandt." - das klingt für mich auch unversehens irgendwie bitter. Unabsichtlich, unterschwellig ... aber dennoch.
Da sitzt irgendwo ein kloßiges Brennen im Hals.

- - - -

Dein Einstieg Z. 1/2 ist mE bestens gelungen!
Und dann geht es mit einer exquisit ziselierten Sprache weiter, wie wir sie an Dir schätzen gelernt haben. Und nur an Dir.

Nur in Str. 2, Z. 3/4 stehe ich etwas ratlos:
"das Hier und Dort als auch die ungezählten Fragen
mir dienlich waren, zu erkennen, wer ich bin. "

Ist ein substantiviertes "Hier und Dort" gemeint mit Artikel?
Oder sollte es eine Konjunktion "dass" sein? Die Wiederholung der Nebensatz-Konstruktion?
Das "als" ... es mag wohl nicht von einem gedachten "sowohl - als auch" kommen.
Oder ist gemeint: waren dienlich als was? - als ungezählte Fragen (nee, das klappt nicht ... ich muss es anders lesen).
Ich lese die beiden Zeilen - ganz problemlos so:
"das Hier und Dort wie auch die ungezählten Fragen
mir dienlich waren zu erkennen, wer ich bin."

(Bei einem nicht-erweiterten Infinitiv mit zu braucht's kein Komma.)
So lese ich diese Zeile als ebenfalls abhängig von dem "sie weiß auch, / daß" (das "daß" muss ja nicht mehr wiederholt werden.)

Und die letzte Strophe läuft wieder ganz exquisit ihrem kraftvoll packenden Ende zu.


Katerchen, genau das ist so ein Gedicht, das ich im Sinn gehabt haben könnte, als ich mir meine "Scream of the Butterfly"-Gedanken gemacht habe.
Genaus diese Qualitäten sind hier exemplarisch zu finden.
Und das Ganze in Deiner ur-eigenen so entspannten Rhythmisierung und Klanglichkeit.
Und das Loslassen am Ende ist auch eine Form der Lösung von Spannung.


Nun ganz entspannte Grüße,
Odra. :)
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(Afrikanisches Sprichwort)

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10

Thursday, September 11th 2008, 11:26pm

edit
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