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Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

1

Friday, July 18th 2008, 8:23pm

Steinkern

Die Lippen der Wellen
sie drängen
in die Bucht
der aufgebrochenen Insel
doch
ihr Echo
hallt jetzt nicht mehr
in der gefrorenen Netzhaut
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

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sanscryt

einfach nur franz

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2

Wednesday, August 13th 2008, 12:19pm

Hi Alexa,

ein Quäntchen Resignation macht sich hier in einem Bild breit, das ich nicht ganz zu fassen bekomme.
Die Lippen der Wellen / sie drängen / in die Bucht / der aufgebrochenen Insel [...]
Ein Bild von Wogen habe ich hier vor Augen. Die Lippen der Wellen, aus den Schäumenden Spitzen der Herannahenden
(heißt die Spitze einer Welle eigtl, Kamm?), und die Bucht der aufgebrochenen Insel als ein 'lösgelöst sein', oder ein 'Befreien/befreit sein von etwas' -
schönes Bild!
Doch aus der gefrorenen Netzhaut kann ich mir beim besten Willen keinen Reim bilden. Mit der Netzhaut sehen wir - in ihr trifft das Licht auf. Ja.
Hier komme ich auch beim Bild der Resignation aus deinem Text heraus (der Titel lässt hier auch vermuten!), aber warum ist die Netzhaut denn gefroren?
Offnes Ende, oder bin ich blind, oder sehe ich den Wald vor Bäumen nicht ?(

Lieben Gruß, Timo

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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3

Friday, August 15th 2008, 12:53am

Hallo Timo

schön, dass ich es hier schaffe dir einige Bilder zu übermitteln. Die gefrorene Netzhaut, ein gefrorener Blick, das Ziel fest vor Augen haben, aber auch ein Hinweis auf „ nichts mehr an sich ranlassen“ wie sprachen bereits darüber. Aber, ich gebe zu, das Bild scheint sich für Außenstehende schwer zu öffnen.
Du siehst also durchaus den Wald noch. =) (fang hier bloß nicht an, an deinem guten Textverständnis zu zweifeln! ) Gute Texte dürfen zwar mehrfach interpretierbar sein, aber das Gefühl –

Quoted

oder sehe ich den Wald vor Bäumen nicht

- sollten sie nicht aufkommen lassen. Ich werde, wenn ich genügend Abstand zum Text habe, an eine Überarbeitung denken.

Quoted

(heißt die Spitze einer Welle eigtl, Kamm?),
ich glaube ja, aber sicher bin ich mir nicht-

Danke für die Rückmeldung
L.G.
Alexa
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georg999

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4

Friday, August 15th 2008, 11:39am

hallo sanscryt/timo...alexa

man kann das gedicht entweder empfinden als die eindrucksvolle wortmelodie, die es ist, oder man kann anfangen, die bestandteile zu zerpflücken. dann gibts freilich brösel. die wie ich finde das lyrische produkt unter der gürtellinie verwunden ... hat es eigentlich nicht verdient...aber wenn ihr schon mit blütenpflücken angefangen habt ...

Quoted

ihr Echo
hallt jetzt nicht mehr
in der gefrorenen Netzhaut

Die Netzhaut ob gefroren oder aufgetaut ist etwas dem Wesen nach zweidimensionales. Da gibts fürs Echo kein "in". In einem Saal kann ein Echo hallen, meinetwegen auch im Mittelohrstübchen, wo hammer amboss steigbügel wohnen. Aber in der noch dazu gefrorenen und daher sowas wie einen reflektierenden Panzer darstellenden Netzhaut nicht, in der Stirnhaut nicht, in der (Vergebung bitte) Vorhaut nicht. Nicht mal im Hymen, auch wenn vorhanden. Und nicht mal IM Trommelfell, obwohl das ja den idealen Partner fürs Echo abgäbe.

Wellenlippen, Wellenkämme? Die passen schon. Theoretisch wäre die Welle so geformt wie die gute alte Sinuskurve. Aber durch die Rotationsströmung im Inneren und diverse Nebeneffekte lösen sich kammähnliche Bereiche am Oberteil der Welle ab, münden in Gischt und Spritzern.

gruß georg

Alexa

Blickdicht(erin)

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5

Friday, August 15th 2008, 1:10pm

Hi Georg,

Quoted

Da gibts fürs Echo kein "in".

Stimmt. Das - in- ist da fehl am Platz.
In der Netzhaut gibt’s kein hallen im wörtlichen Sinn, aber ich hoffe, dass du weißt worauf ich hinauswollte?
Wenn ich jetzt- auf der gefrorenen Netzhaut schreibe, ich weiß, ich weiß es kann da nix hallen- aber wird es dann deutlicher, was ich ausdrücken wollte?

Quoted

empfinden als die eindrucksvolle wortmelodie, die es ist

wow- und das von dir?
Alexa dankt
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georg999

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6

Friday, August 15th 2008, 1:28pm

Quoted



empfinden als die eindrucksvolle wortmelodie, die es ist
wow- und das von dir?
Alexa dankt



nix zu danken, alexa
was wiegts das hats.
vielleicht kennst du ja mozarts/schikaneders (Libretto) zauberflöte.

"IN diesen heilgen HALLEN, kenn ich die Rache nicht"
(oder so ähnlich... natürlich heissts "kennt MAN die Rache nicht")
Na, passt das nicht wie die Faust aufs Hühnerauge? Zweitens, dass ich die Rache nicht kenne, und erstens topicgemäß IN und HALLEN.

dein oberknallkopf ...

~~~~~~~~~~~~~~~

noch etwas (10 min später)
ich sage ja nicht, du solltest "in" durch "auf" ersetzen, Aber wo steht geschrieben, dass es die Netzhaut sein muss? Wegen den Fischen, den unglückseligen, die mit den Wellen ankommen und mit der gefrorenen Netzhaut gefangen werden, um sie schnöde zu backen und zu fressen? DAS wirds doch nicht sein. Nimm die Regenbogenhaut, die is ohnehin lyrischer :thumbsup:

Alexa

Blickdicht(erin)

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7

Friday, August 15th 2008, 4:29pm

Hallo georg

Quoted

ich sage ja nicht, du solltest "in" durch "auf" ersetzen

das habe ich auch nicht gesagt – das war eine Frage. ?(

nein, nicht backen und fressen- wenn du das aus der gefrorenen Netzhaut assoziierst, kommt meine Intention falsch an.
Regenbogenhaut ist ein schönes Wort, ob es nun lyrischer ist, lass ich mal dahingestellt, aber es trifft leider nicht das, was ich mir hier gedacht hatte.

Danke für die Rückmeldung
Alexa


und georg,

Quoted

"IN diesen heilgen HALLEN, kenn ich die Rache nicht"

solang du nicht denkst ein Sonnenkönig zu sein, der dem Mohren vergibt - ist das schon in Ordnung. :P
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