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Ja, natürlich sieht die Realität oft anders aus. Und dennoch kenne ich erstaunlich viele 15-Jährige, die es tatsächlich schaffen, jemanden so zu akzeptieren, wie er ist. Deine Überlegung kommt meiner beim Schreiben aber recht nahe. Ich wollte die Geschichte in der Schwebe halten. Sie könnte so passiert sein, sie könnte aber auch Gottfrieds abendliche Fantasie sein, wie eine Szene des Tages hätte verlaufen können, wenn er nicht mit dem Fahrrad an einem Lächeln vorbei gefahren wäre. Insofern muss ich Sarisand natürlich enttäuschen. So wie sie da steht, ist sie leider Fiktion.
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Fast könnte man meinen, dass Felix hier kein Mensch ist
Witzigerweise argumentierst du hier genau so, wie ich den Namenstauch begründe. Beiden ist der Name mehr als nur ein paar Buchstaben, genau deshalb tauschen sie ja.
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Ein schwieriges Terrain ist auch der Namenstausch. Gerade in bei 15jährigen höchstwahrscheinlich noch schwelenden pubertären Wirren ist der NAME mehr als nur soundsoviele Buchstaben ... wer seine Erwachsenenidentität finden sollte, wird kaum so einen festen Identitätsbaustein wie seinen Namen hergeben.
Natürlich wäre ein solcher Dialog denkbar, mir allerdings für das, was ich erzählen wollte nicht dienlich erschienen. Es wäre zu direkt gewesen, die Jungen hätten zu viel von sich preisgegeben beim ersten Treffen und dabei nicht mehr in der Andersartigkeit der Situation versinken können, in der diese ganzen Verurteilungen für sie gerade keine Rolle spielen.
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In der Grundschule haben sie „Fritzi“ zu mir gesagt, aber jetzt sagts nur mehr mein Banknachbar. - ff
Ich bin überzeugt, die Kraft zum Selbstbetrug kostet viele weniger Überwindung als die Kraft zu verzichten.
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Auch bei G spiesst sich da was. Wenn er sich so weit hunzen kann, dass er zwecks Abnehmen im hohen Gang radelt, dann sollte er sogar noch eher die Kraft haben, Eis- und andere Kalorienbomben zu meiden.

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Das hatte ich auch nicht so empfunden. Wir setzen uns ja hier eher inhaltlich auseinander. Und da ist es eben schwierig, einen Menschen gut oder böse oder auch nur anders zu schreiben, wenn es für mich eben nicht zu dem passt, was ich erzählen möchte.
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ich hoffe es ist klar, dass ich deine gut ausgedachte und perfekt getexte story nicht irgendwie abwerten möchte, dazu ist absolut kein Anlass.
Na, das war jetzt aber ein hübsches Fettnäpfchen. Als Vierzehn/Fünfzehnjähriger hatte ich einen imaginären Freund namens Michael, der in einem Kinderchor ähnlich den Wiener Sängerknaben sang und dessen Aussehen ich noch heute genau vor mir habe. Bis auf meinen Zwillingsbruder waren alle von dessen Existenz überzeugt. Der allerdings hat mir Jahre später einmal erzählt, welche Sorgen er sich zu dieser Zeit gemacht hat.
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Aber jemand, der sich so plastisch ein nur in seinem Kopf existierendes Alterego Felix konstruiert, wie es bei Gottfried der Fall ist, der ist zweifellos sehr schwer gestört, mag es nun Autismus oder sonstwie genannt werden