Hi Odra
schön wie du hier mit den Buchstaben jonglierst und sie eigentlich eher unauffällig in Einklang bringst. Das hinterlässt einen stimmigen Eindruck.
Auch die eingeschobene Alliteration passt hier wunderbar.
Der "Sinn" hinter diesem Text will sich mir aber leider noch nicht wirklich erschließen. Positiv fällt mir erstmal der Zusammenhang von Titel und Text ins Auge. Brombeerhecken ( bei uns sind das mehr wüst um sich wachsende Sträucher) assoziiere ich zuallererst mit Dornen, dann mit einer dunkelroten Zunge und irgendwie auch noch mit kleinen Würmern...igitt...
(Bei den Himbeeren ist das aber noch schlimmer)
Und ja, auch mit Brennnesseln.
Allerdings nicht mit diesem Unrat drumherum und mittendrin - ( aber hier haben Reh und Hase auch keine Kondome und schon gar keine Kronkorken

)
Ich vermute jetzt, dass du einfach nur ein Bild eingefangen hast. Ein Bild, in dem sich Brombeeren und Kondome mit Kotze mischen, und dieses Bild ist dir wahrscheinlich "hoch gekommen" Da wäre ich allerdings auch zu "feige" Beeren zu pflücken.
Den letzten Absatz deines Textes verstehe ich jetzt einfach mal so: beim Anblick dieser leckeren Mischung stehen deinem Lyrich die Haare zu Berge. Es jätet die Brombeerhecke ( demnach wächst sie direkt vor seiner Tür) und dabei bleiben kleine Erdklumpen an den Wurzeln der Sträucher hängen, die du hier mit Hirnklumpen beschreibst. Eine Anspielung auf die Gedankenlosigkeit der Menschen? Haben sie nicht nur Kronkorken, sondern auch noch ihr Hirn in die Dornen geworfen?
( ich dachte hier zuerst an ein " Haare jäten" das könnte man evtl. auch als ein Haare raufen verstehen, aber das müssen furchtbare Schmerzen sein....mit Wurzel )
Gruß
Alexa, die mit ihrer Interpretation sicher mitten in den Dornen sitzt.