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Penyair

Trainee

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Location: Deutschland

1

Tuesday, December 23rd 2003, 3:58am

Die Waage der Gerechten

Die Waage der Gerechten

Es tropft der Blumenduft
auf den Spiegel des schwebenden Sees
durch den reflektierenden Schrei
der Schwäne aus sprechender Luft.

Und die wärmenden Treppen
tragen sich über die musikalische Sonne,
während die gefräßige Orgel
und die Brezel gemeinsam steppen.

Weil eine gefrühstückte Bank
im Kreise der Herberge schwimmt,
bezahlt das übernächtete Tretboot
bei Dichtern den Müllermilchs Dank.

Neben den schlafenden Uhren
schlägt der Mond die Cocktails,
mit sidem Zug des wartenden Lichts,
fahrend durch die erhellten Huren.

Zu letzt wiegen die trutschiegen Stunden
schwer auf den Badekappen der Zeit.
Es schreibt den Freunden nur die Nacktheit,
wie Fitness einst die Bravo gefunden.

(I. Penyair)

Malefiz

Professional

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Location: Niedersachsen; z.Z irgendwo in Schweden

Occupation: Student

2

Friday, December 26th 2003, 4:52am

RE: Die Waage der Gerechten

Moin!
gefällt mir, gefällt mir ...
nicht dass ich mir anmasse, auf den grund dieser zeilen vorgedrungen zu sein, aber um zumindest eintauchen zu können um die korallen zu bewundern(ungleich verstehen!), müsste ich immerhin alle farben und formen kennen ... will sagen, malefiz versteht zwei wörter nicht ... "sidem" und "trutschiegen" ... falls es sich um neologismen handeln sollte, erübrigt sich die nachfrage ... falls ich vielleicht nur an einer dialektalen oder bildungstechnischen barriere scheitere, bitte ich um aufklärung ...
mfg, Malefiz
"Mit Literatur verdirbt man sich den Spaß am Lesen" - Anthony Rowley (Linguist)

Kamelot

Unregistered

3

Friday, December 26th 2003, 3:27pm

Quoted


Hi Penyair

Was soll ich sagen. Das Stück erinnert an ein Werk von Jandl. Jedoch darfst du mich nicht nach dem Titel fragen, denn den weiß ich leider nicht. Vor allen die Metaphern sind in diesem Werk interessant. Gefräßige Orgeln, erhellte Huren. Wirklich gut geworden. Mehr will ich auch nicht mehr dazu sagen, da man bei einem experimentellen Gedicht zur Form absolut nichts sagen kann.

Möchte jedoch erwähnen, dass mich das verwenden der Reime doch überrascht hat, da ich damit eigentlich am wenigsten gerechnet hätte. Auch die durchgehende Strophenform und das nahezu fehlerfrei Versmaß (zumindest auf den ersten Blick) haben mich sehr überrascht.

lg Kamelot

Penyair

Trainee

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Location: Deutschland

4

Saturday, December 27th 2003, 4:32pm

Ohh, danke, hätte nicht gedacht, dass dieses Gedicht so freudig aufgenommen würde! Ich fühle mich richtig geehrt!!--DANKE!!--

-sid=ist das Wort für: nicht durstig (vergl.satt=nicht hungrig)
-trutschich=ca. albern, möchtegern schick,...(siehe Foto in diesem Bord mit den dreinen, die eine trutschige Badekappe auf dem Kopf haben.)

Dieses Foto ist sogar Bestandteil dieses Gedichtes:

Zur Aufklährung:

Diese Worte, die scheinbar zusammenhanglos zusammengewürfelt scheinen, sind immer paarweise und nur verückt angeordet, um die Situation, die der Grund für dieses Gedicht ist, verdeutlichen soll bzw.den Spaß den 4 aus diesem Bord hatten, als wir uns in einer hier beschrieben Stadt gemeinsam verdnügten und was für verückte Sachen wir so erlebt haben. Um alles etwas abzurunden verwändete ich die Reihmform, damit es nicht noch komfuser wird, als es eh schon ist.

Wer dieses Gedicht ließt bekommt nur einen Bruchteil des Spaßes mit, den wir 4 Dichter in einer Stadt hatten.
Es ist einem der vieren gewitmet, als Andenken, und weil derjenige an der Reihe war endich mal ein Gedicht gewittmet zu bekommen, denn das hat der für wahr verdient!

Hoffe ihr hattet alle schöne Weihnachten! Wünsche euch nun alles Gute fürs kommende neue Jahr, auf das ihr in einem Jahr hoffendlich gern zurück schaut!

-LG-Penyair

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