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Date of registration: May 28th 2008

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1

Saturday, May 31st 2008, 1:41am

Urteil einer sterbenden Kuh

Urteil einer sterbenden Kuh


„Immer nehmen, niemals geben
Ist ein selbstzerstörend Streben.
Das Urteil ist schon längst gefällt:
Es ist Natur schrecklich entstellt,

Denn Spuren tilgen wolltet ihr nicht
Vom geheimnisdurchtränkten Gesicht

Aus vergnügtem Wasser mit Strandpalmen,
Wilden Wüstensteppen und Grashalmen.
Aus weiten Himmeln und Sternenwolken.“,
Sprach die Kuh und starb als wir noch molken.


Nun ja, des Gedicht hat sich mehr zufällig ergeben, wobei ich's eigentlich sehr gelungen finde, und die Kuh so toll zum anderen Bild passt, weil's der ja genauso ergeht wie der Natur und es ist so schön zynisch. Wobei, es hat ja auch 'ne tiefergehende Seite, vielleicht hätte ichs lieber zu
"Nachdenkliches und Philosophisches" gesteckt :P Ach und ich glaube, es wäre besser "geheimnisdurchtränkten" mit geheimnisgetränkten" zu
ersetzen, aber ich bin mir nicht sicher (sagt ruhig eure Meinung).Überhaupt: Seit wann intressieren sich Kühe für die Schönheit der Natur? Nun ja, viel Spaß damit...


Das Leben ist keine Aussichtslosbude
Und ein Optimist steht nicht im Regen, sondern duscht unter einer Wolke.

georg999

Professional

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Occupation: schlecht, falls erste Beruf-Silbe fehlt

2

Thursday, July 24th 2008, 4:12pm

Hi springhunter ... hab mir gedacht, warum soll man nicht (und seis nur in Ermangelung anderer Rindviecher) in diesem verregneten Hochsommer eine Kuh exhumieren, die schon im Mai verreckt ist ... vor allem wenn es sich um so eine metaphorische Kuh handelt ... die sollte doch gleich Persephone von Hades den ihr zustehenden Urlaub in der Oberwelt bekommen ...



Du hast einst im Mai das leichtlebige Volk gebeten, dir „ruhig“ die Meinung zu sagen. Nun, ruhiger gings nicht. Aber ich finde dein Gedicht nicht zu übel, um es mit Missachtung zu belohnen .. oder so ähnlich.

Das große PLUS ist, dass die Kuh als Naturmetapher wirklich toll melkbar ist, da finde ich hast du ganz recht.

Die Poeten hast du indes allem Anschein nach durch zeitweises Holpern verstört....



„Es ist Natur schrecklich entstellt“------- wie in der vorhergehenden Zeile „längst“ müsste hier „lich“ betont sein, was nicht klappt, daher vielleicht UNSRE NATUR IST ARG ENTSTELLT



das getränkte Gesicht ob durch- oder sonst was gefällt mir nicht, auch scheint mir gerade angesichts der Kuh-Metapher das geheimnis hier eher verwirrend... und dass sich der ganze Block

Aus vergnügtem Wasser mit Strandpalmen,
Wilden Wüstensteppen und Grashalmen.
Aus weiten Himmeln und Sternenwolken.“


Immer noch auf das „Spuren tilgen“ bezieht, ist wohl zu viel auf einmal, zu viel für ein paar Spuren in der Wüste. Auch das vergnügte Wasser solltest du eher betrauern. Und was die weiten Himmel mit zugehörigen Sternenwolken anbelangt, so sind dieselben gottlob noch einigermaßen sicher vor Melkversuchen. Im einzelnen zu alternativeln gelang mir nicht, ich könnte höchstens diskret eine Gesamtlösung für die letzten sechs Zeilen anbieten, die aber auch eine Verschlechterung sein mag.



Immer neue Schrunden, nicht mal make-up

für mein gemartertes Antlitz! Ins Grab

bringt ihr mich noch, killt Mangroven und Palmen,

Steppe, Urwald...... Verlogene Psalmen

singt ihr gar gerne! Ich flieh’ zu den Wolken!

Sprach die Kuh. Und starb, als wir sie noch molken..

sommerliche Maiengrüße georg

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