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Sarisand

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Date of registration: Jan 10th 2007

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Location: Dransfeld (Niedersachsen)

Occupation: Studentin (Ägyptologie/Ur- und Frühgeschichte) und MAMA ;)

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Sunday, May 4th 2008, 2:29pm

Auf zu fernen Landen

Auf zu fernen Landen


Weit draußen auf dem Meer
fährt ein stolzes Schiff daher.
Der Mast steht wie ein Baum,
die Planken sind mächtig,
der Bug schimmert prächtig
von Gold, man glaubt es kaum.

Kommandeur ist Sarisand,
Prinzessin aus einem fernen Land,
geflohen mit ihren Getreuen.
Verheiraten wollte man sie,
doch das wollte Ihre Hoheit nie.
Ihre Flucht kann sie nicht bereuen.

Getrieben von Wind und Gezeiten
will sie über die Meere reiten,
bis sie eine neue Heimat find`t.
Salziges Wasser, Salz in der Luft,
fürwahr der Freiheits Duft
für dieses mutige Königskind.

So segelt sie Tag auf Tag
und was die Zukunft bringen mag,
legt sie in Poseidons Hand.
Anmutig blickt ihr Gesicht
empor ins Sonnenlicht.
Das Haar hält ein breites Band.

Die Fahrt verläuft ohne Sorgen,
bis dann an einem Morgen
in aller frühe der Maat
seiner Herrin berichtet,
er habe etwas gesichtet,
was ihn besorgt gemacht hat.

Auf Deck schaut darauf Sarisand
hinaus in die Ferne, angespannt.
Am Horizont, hoch wie ein Turm,
bilden sich Wolkengekräusel
und aus des Windes Gesäusel
wird ein mächtiger Sturm.

Befehle hallen über Bord,
einige trägt der Wind mit sich fort,
doch jeder eilt sogleich an Deck.
Sie holen die Segel ein,
bald stürzen Wellen auf sie herein,
Wassermassen von Bug bis Heck.

Der Mast bricht, Mann über Bord,
die Wellen tragen ihn fort,
Windes Heulen vermischt mit Hilfegeschrei.
Welle auf Welle dringt
in das Schiff und wenn es sinkt
dann ist alles vorbei.

In dieser großen Not
wünschen sich viele, sie wären tot,
Sarisand jedoch gibt nicht auf.
Wasser peitscht ihr ins Gesicht,
alles dunkel, nur Blitzes Licht,
so sieht sie zum Himmel hinauf.

Und ihre Stimme, hell und klar,
bringt dem Sturm ein Schlaflied dar,
während Luft heult und Wasser rauscht.
Plötzlich auf seltsame Weise
wird alles ringsum ganz leise.
Ob der Wind ihrem Liede lauscht?

Da wird der Himmel heiter,
die Wolken ziehen weiter,
erlöst von ihrer Last.
Seichte Winde wehen,
als wäre nichts geschehen,
um den zerbrochnen Mast.

Am Bug steht die holde Frau,
ihr Gesicht, vorher so grau,
erleuchtet ein strahlendes Licht.
Der Sturm ist überstanden.
Nun auf, zu fernen Landen!
Wo sie es hinführt, weiß sie nicht.


28.02.06

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