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Sarisand

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1

Monday, April 21st 2008, 10:23pm

Von den friedlichen Inseln

Von den friedlichen Inseln

Weit vor der Küste der großen Lande
lagen die friedlichen Inseln in Reihen,
weiß-glänzend, voll Muscheln ihre Strande,
in hügligen Hügeln Feldfrüchte gedeihen.

Ruhe und Frieden regierten die Festen
fruchtbarer Erde im unendlichen Nass.
Warmmilde Winde wehten von Westen,
bis Inselvolks Glück schürte Meervolkes Hass.

Nicht nur unter Menschen schleicht der Neid,
auch in den Tiefen des Meeres gibt es ihn.
Landvolks Ruhm und Reichtum wuchs mit der Zeit,
Meervolk war nicht so begünstigt von Schicksalsgöttin.

So bliesen Meerkönigs Hörner Kampfgesang,
Meerweiber tanzten in vielen Reihen.
Ihre Musik hoch in die Lüfte drang
und der Himmel ließ Wolken gedeihen.

Tiefe Schwärze mordete das Tageslicht,
der Wind blähte sich auf zum Orkan.
Wasser peitschte den Fischern ins Gesicht,
eine riesige Welle formte sich dann.

Einem Legenden-erzählten Seemonster gleich
fraß sie sich auf die Inselchen zu.
Dann enterte die See das Menschenreich
und verwüstete alles im Nu.

Wie ein Pirat plündert ein Handelsschiff,
raubte das Meer die Eiländer aus.
Hinterließ nichts weiter als ein Felsenriff,
es überlebte nicht die kleinste Maus.

Tief unten in Meerkönigs Algenstadt
betrachtete das Meervolk seine Beute.
Sein Neid verblasste, seine Habgier wurd` satt,
so herrschte lange Zeit Ruhe – bis heute.

Hinrich

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Occupation: Berufung

2

Tuesday, April 22nd 2008, 12:11am

Von den friedlichen Inseln

Liebe Eva,

das Thema Deines Gedichtes kommt mir irgendwie bekannt vor.
Gehe ich recht in der Annahme, dass Dich die Schilderungen Odysseus so
sehr gefesselt haben, dass Du Dich in der Erzählkunst der Antike übst ?

Der Aufbau des Textes ist interessant. Dennoch bleibt mir der Stoff ein
ein Rätsel, zumal der "rote Faden" an vielen Stellen gerissen scheint.

Gib mir doch bitte mal einen Tipp, was die Beweggründe zu diesem
Gedicht waren und worauf Deine Erzählung fußt.

Ich komme dann noch einmal auf Dieses Gedicht zurück.

Liebe Grüße
Hinrich
© whp

Sarisand

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3

Tuesday, April 22nd 2008, 11:23am

RE: Von den friedlichen Inseln

Hallo Hinrich,
das Thema Deines Gedichtes kommt mir irgendwie bekannt vor.
Gehe ich recht in der Annahme, dass Dich die Schilderungen Odysseus so
sehr gefesselt haben, dass Du Dich in der Erzählkunst der Antike übst ?

Gib mir doch bitte mal einen Tipp, was die Beweggründe zu diesem
Gedicht waren und worauf Deine Erzählung fußt.
Das Thema ist sicherlich vielfach in der Literatur anzutreffen. Meine eigene Inspiration ging jedoch von dem modernen, weltlichen Oratorium "Rungholt" vom Komponisten Jacob Vinje aus. Darin geht es um die 1362 in einer Sturmflut untergegangene nordfriesische Hallig Rungholt. Eine meiner kleinen Schwestern hatte die Möglichkeit, an der Uraufführung des Werks teilzunhemen und als mir Aufnahme davon nach vielen Jahren wieder in die Hände fiel, konnten meine Finger irgendwann nicht mehr stillhalten. :D

Gruß Sarisand

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