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Sarisand

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1

Monday, April 7th 2008, 4:39pm

Es hüllt mich Dunkelheit

Es hüllt mich Dunkelheit

Es hüllt mich ein die Dunkelheit,
ich höre schon dein Singen.
Bald sind wir wieder eins – zu zweit!
Er wird mich zu dir bringen.

Der Vorhang fällt, der Tunnel ruft
- ich spüre eine Träne.
Vom Tunnelende lockt dein Duft,
strahlt golden deine Mähne.

Jahr ein, Jahr aus war ich allein,
kahl waren meine Wände.
Nun kann ich wieder bei dir sein,
die Sehnsucht hat ein Ende.


23.09.07
(eigentlich als Liedtext gedacht)

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2

Monday, April 7th 2008, 10:52pm

Hallo Sarisand,

du schaffst es hier mit verhältnismäßig einfachen Stilmitteln ein sehr stimmungsvolles, eingängiges GEdicht zu schaffen - finde ich sehr gelungen.

Einziger, winziger Verbesserungsvorschlag: Statt "und Sehnsucht hat ein Ende" würde wie ich finde "die Sehnsucht hat ein Ende" in der letzten Zeile besser passen.

LG Aurely
Der Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis - Indisches Sprichwort

Wunderliche Welt

Sarisand

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3

Tuesday, April 8th 2008, 10:55am

Hallo AurelyAutumn,
danke für das Lob! :]
Deinen Verbesserungsvorschlag finde ich gut und nehme ihn gerne an. :D Wird gleich geändert!

LG Sarisand

lila

Unregistered

4

Tuesday, April 8th 2008, 4:53pm

hallo sarisand
also: ich seh hier eine oder einen wartenden, der einen lieben menschen verloren hat und zwar an den tod. nun ist es auch für diese person zeit. sie sieht den tunnel und am ende ein licht, hier die goldene mähne. find ich gut. aber mich stören zwei dinge: 1. der titel. der ist mir zu langweilig, er macht nicht wirklich neugierig und zum zweiten: die rubrik. ich finde, es ist mehr hofnung die vermittelt wird. klar, es handelt vom tod, aber in diesem fall ist das für das li etwas gutes, eine hoffnung. vielleicht denkst du drüber nach? ich fänd es in hoffnung, sehnsucht, räume besser
gruß
lila

Sarisand

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5

Tuesday, April 8th 2008, 7:38pm

Hallo lila,
schön, dass du dich mit meinem Text auseinandergestzt hast! :)
ich seh hier eine oder einen wartenden, der einen lieben menschen verloren hat und zwar an den tod. nun ist es auch für diese person zeit. sie sieht den tunnel und am ende ein licht, hier die goldene mähne.
Du hast es erfasst! :D

Quoted

der titel. der ist mir zu langweilig, er macht nicht wirklich neugierig
Das mag gut sein. Da ich das Gedicht ursprünglich eigentlich als Liedtext gedacht war, habe ich mir nie sehr viele Gedanken über den Titel gemacht, sondern habe, wie es auch bei vielen (Volks)liedern ist, einfach nur die erste Zeile, hier verkürzt, genommen. ich werde mir aber mal über einen neuen Titel nachdenken! :)

Quoted

die rubrik. ich finde, es ist mehr hofnung die vermittelt wird. klar, es handelt vom tod, aber in diesem fall ist das für das li etwas gutes, eine hoffnung. vielleicht denkst du drüber nach? ich fänd es in hoffnung, sehnsucht, räume besser
Die Rubrik ist einer der Gründe, warum ich lange gezögert habe den Text zu posten. :S 100%ig zufrieden bin ich mit meiner Wahl nicht und ich war mir bisher auch nicht sicher, ob diese Grenzwertigkeit des Themas auch von anderen wahrgenommen wird. Daher danke für deine Bemerkung! :)

LG Sarisand

Sarisand

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6

Sunday, April 20th 2008, 4:01pm

Titeländerung

Habe überlegt den Titel des Gedichts in Tunnelende zu ändern!
:S

Hinrich

Intermediate

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7

Monday, April 21st 2008, 12:10am

Es hüllt mich Dunkelheit

Liebe Eva,

dieses Gedicht hat sehr viel Tiefe, obgleich es m. E. nicht ganz ausgereift ist.

Der Titel ist tatsächlich etwas unglücklich gewählt, er sollte konsequenter
Weise ein Wegweiser durch das Gedicht sein, und was wäre in diesem Falle
passender als auf das Licht hinzuweisen, von dem Du in Deinem Text in
Metaphern sprichst, z.B. "LICHT", VERHEISSUNG" oder "WIEDERSEHEN"

Je öfter ich Dein Gedicht lese, desto mehr vermisse ich einen Vorspann,
vorangestellt als eine Strophe, die "neugierig" machst, die einläd, Dich ein
Stück des Wegs zu begleiten, so dass ich Fragen stelle auf die Antworten,
die Du Vers für Vers bereit hältst.

Was mich darüber hinaus beschäftigt, ist Deine Einlassung auf dieses Thema.
Du bist noch so jung und hast noch einen weiten Weg vor Dir, ehe Du überhaupt
in die Nähe jenes Tunnels gelangst, sei es, Du gibst hier Zeugnis eines gelebten,
langen glücklichen Ehelebens.

In gewisser Weise erinnert mich Dein biographisches Fragment an meinen
Großvater, der sich mit 95 Jahren in vollem Bewusstsein in vergleichbarer
Weise verabschiedete - Seine innig geliebte Ehegefährtin ging bereits 7 Jahre
vor ihm - mit den Worten: "Es ist so hell - Er ruft mich - Nun komme ich endlich
zu Dir, mein liebes Gretchen". Als der Großvater beerdigt wurde habe ich
(zum Entsetzen der Angehörigen) gelacht, denn ich freute mich mit ihm.

Danke für dieses Gedicht.

Liebe Grüße
Hinrich
© whp

Sarisand

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8

Monday, April 21st 2008, 4:46pm

RE: Es hüllt mich Dunkelheit

Hallo Hinrich,
Der Titel ist tatsächlich etwas unglücklich gewählt, er sollte konsequenter
Weise ein Wegweiser durch das Gedicht sein, und was wäre in diesem Falle
passender als auf das Licht hinzuweisen, von dem Du in Deinem Text in
Metaphern sprichst, z.B. "LICHT", VERHEISSUNG" oder "WIEDERSEHEN"
An einen ähnlichen Titel wie "Wiedersehen" habe ich auch gedacht, denn die Wiedervereinigung der beiden liebenden Menschen ist der Kern des Gedichts! Das Wort "Wiedersehen", verbinde ich aber gleichzeitig auch mit der gängigen Abschiedsformel "(Auf) Wiedersehen" und diese Assoziation empfinde ich als zu gegensätzlich zur Aussage des Gedichts. :S
WIEDER VEREINT wäre jedoch ein Titel, den ich mir vorstellen könnte.

Quoted

Je öfter ich Dein Gedicht lese, desto mehr vermisse ich einen Vorspann,
vorangestellt als eine Strophe, die "neugierig" machst, die einläd, Dich ein
Stück des Wegs zu begleiten, so dass ich Fragen stelle auf die Antworten,
die Du Vers für Vers bereit hältst.
Das Gedicht hinterlässt sicherlich viele Fragen, jedoch denke ich, müssen diese nicht umbedingt näher beantwortet werden. Diesen kurzen Ausschnitt aus dem Leben des lyrischen Ichs, der nur den Moment des "Hinfortgehens" und die damit verbundenen Erinnerung und Vorfreude auf den geliebten Menschen zeichnet, halte ich für ausreichend.

Quoted

Du bist noch so jung und hast noch einen weiten Weg vor Dir, ehe Du überhaupt
in die Nähe jenes Tunnels gelangst
Auch wenn ich (wahrscheinlich) noch ein gutes Stück Lebensweg vor mir habe, ist der Tod und die Bewältigung bzw. Verarbeitung des Todes für mich schon immer ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem Lebens gewesen. Manche mögen sich in jungen Jahren darüber wenig Gedanken machen, für mich war dieses Thema aber seit Kleinauf sehr gegenwärtig, beschäftigt mich und ist oft ein sehr zentrales Motiv in meinem schriftstellerischen Schaffen.

Quoted

Als der Großvater beerdigt wurde habe ich
(zum Entsetzen der Angehörigen) gelacht, denn ich freute mich mit ihm.
:) Ja, manche können in solche einem Moment nur die eigene Trauer ausdrücken, andere wiederum habe die Fähigkeit über die eigene Traurigkeit hinweg, die Freude des Anderen zu teilen. Beides hat seine Berechtigung, doch gerade letztere Menschen empfinde ich als große Bereicherung für unsere Welt!

"The road goes ever on..."

LG Sarisand :D

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