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rox

unregistriert

1

Samstag, 5. April 2008, 11:07

Liebesgedicht interpretieren

Hallo ich schreibe nächste woche eine Gedichtsinterpretation über ein Liebesgedicht un wollte fragen ob es da ein paar sachen gibt wo ich besonders drauf achten sollte oder typische Sachen die oft speziell in Liebesgedichten vorkommen. Außerdem wollte ich fragen wie ich das Metrum herausbekomme wenn ich ein Gedicht lese, weil dass kann ich irgendwie überhaupt nicht. Ich würde mich sehr über ein paar tipps freuen

mfg rox

Rabenballade

unregistriert

2

Samstag, 5. April 2008, 14:11

Ich weiß nicht, ob es spezielle Dinge gibt, auf die man bei Liebesgedichten achten muss. Aber ich kann versuchen, dir bei dem Metrum zu helfen. Ansonsten das Übliche: Gf ist keine Hausaufgabenhilfe usw. Aber du zeigst ja, dass du lernen willst, also los.

Das Metrum eines Gedichtes erkennst du daran, dass du, wenn du laut liest, betonte und unbetonte Silben hast. Um die deutlich zu erkennen, braucht's schon ein bisschen Übung. Ich gebe dir einmal ein Beispiel vor und dann kannst du versuchen, das Metrum bei deinem Liebesgedicht zu erkennen. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du mir das Gedicht und dein Metrum mal per PN schicken und ich guck dann drüber.

Als Beispiel nehme ich mal Goethes Zauberlehrling:

Zitat

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben!
Seine Wort' und Werke
Merkt' ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu' ich Wunder auch.

Metrum:
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXx
XxXxX
XxXxXx
XxXxX

Okay, die großen Xe stehen für eine betonte Silbe, die kleinen für eine unbetonte. Du siehst, dass hier das Metrum sehr regelmäßig ist. Auf jede Betonte Silbe folgt eine unbetonte usw. Goethes Zauberlehrling ist also im Trochäus geschrieben.

Dieser Faden hier ist auch sehr zu empfehlen: Metrikübungen für Anfänger

Hoffentlich hilft's,
raba :)

rox

unregistriert

3

Samstag, 5. April 2008, 16:01

Danke schonmal für die Hilfe der Link hat mir sehr geholfen aber bei vielen gedichten finde ich es trotzdem noch zimlich schwiereig das metrum herauszufinde, überhaupt bei denen die sich nicht reimen. Aber würde gerne noch wissen ob jemand auf meine ersten Frage eine Antwort hat.

mfg rox

Schuh.Klebe.Set

unregistriert

4

Samstag, 5. April 2008, 16:13

Sowas gibts hier?^^Mies!Hat mir auch geholfen :D

Rabenballade

unregistriert

5

Samstag, 5. April 2008, 17:41

Bei Gedichten ist nicht immer zwingend ein Metrum vorhanden. Besonders bei den sich nicht reimenden muss kein durchgängiges Metrum vorhanden sein, deswegen sind es auch Gedichte in freier Form. ;)
Ansonsten schick mir doch mal dein Gedicht und dein "herausgelesenes Metrum" dazu und dann gucke ich mal drüber. :)

LG,
raba

rox

unregistriert

6

Sonntag, 6. April 2008, 12:19

[editiert wegen Urheberrechtsverletzung]

aNFANGENDe / Moderator


dieses gedicht reimt sich nicht aber mein lehere meinte dass das ein Jambus mit männlicher Kadenz wär...kannst du mir dass bitte erläutern?

jonny

unregistriert

7

Sonntag, 6. April 2008, 19:02

ein durchgängiger jambus mit durchgehend männlicher kadenz? das kann nicht sein, wohlmöglich hast du da was falsch verstanden oder deine lehrerin hat nur eine bestimmte zeile gemeint.

Zitat

Und sie darauf die Liebe ist


xXxXxXxX

(x: unbetont ; X: betont)
das hier wäre ein 4 häbiger jambus. jedes silbenpaar (kleines x und großes X) bilden eine hebung. (das liegt am jambus, dieser besteht ja aus der form xX). die männliche kadenz wäre das große X am ende des verses.

aber dieser vers:

Zitat

muß ausgetreten werden.


ist ersteinmal kein jambus, finde ich. ich glaube zu vermuten, dass "muß" eine betonte silbe ist. wenn der vers aber mit einer betonten silbe beginnt, kann es kein jambus mehr sein, da der jambus mit einer unbetonten silbe beginnt. abgesehen davon endet der vers mit "werden". wörter, dessen endsilbe ein "en" ist, enden immer mit einer unbetonten silbe. in dem zitierten vers endet der gesamte vers mit einem "en", besitzt also eine weibliche kadenz.


vielleicht fragst du einfach noch mal bei deiner lehrerin nach. ;)

aNFANGENDe

unregistriert

8

Sonntag, 6. April 2008, 19:54

Hallo rox,

bitte poste hier keine Texte von Autoren, die noch leben oder noch nicht 70 Jahre tot sind. Die unterliegen dem Urheberrechtsschutz.
Ulla Hahn ist 1946 geboren.
Bitte beachte zukünftig das Regelwerk und das Urheberrecht!

aNFANGENDe / Moderator

rox

unregistriert

9

Montag, 7. April 2008, 14:07

ok sorry habs wohl nich so genau durchgelesen aber habt ihr vielleicht noch ein paar grundsätzliche tipps für mich für eine gedichtsinterpretation?

jonny

unregistriert

10

Montag, 7. April 2008, 17:32

ich will dir ja nicht auf die füße treten, aber sagt dir das deine lehrerin nicht? normalerweise bekommt man da von der lehrerin/lehrer blätter oder tafelbilder. ansonsten: google einfach mal.

es ist immer das selbe. schau dir die form an (metrik, reime, enjambements etc.). die metaphern, stilmittel und interpretiere. bei interpretationen helfen dir epochenkontexte sehr viel weiter. die musst du unbedingt draufhaben, weil du nicht wild heruminterpretieren darfst. belege deine interpretationen und analysiere IMMER mit zitaten aus dem gedicht. das macht es nicht nur optisch schöner, sondern auch inhaltich, da deine lehrerin beim lesen weiß, worauf du hinaus willst. deine eigene meinung ist bei liebesgedichten nicht so wichtig, da keiner wissen will, wie viele freundinnen/freunde du schon hattest oder wie deine erste liebe aussah.

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