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lila

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1

Friday, January 18th 2008, 1:28pm

schuldig oder nicht?

hallo ihr!
ich hab mal eine frage an euch (ach... in dieser rubrik... kommt man auch nicht drauf, ne? ;) ).
ich hab vor kurzem mit einem freund darüber dikutiert, ob man triebtäter mit einer freiheitsstrafe bestrafen sollte und ob sie überhaupt als schuldig gelten können?
(wir hatten hierbei ein recht krasses beispiel: ein pädophiler. es ist eine tat, die, meiner meinung nach, verurteilenswert ist, aber ist es sinnvoll ihn einzusperen oder gibt es eine bessere alternative? es ist eine triebtat, kann man da von persönlicher schuld sprechen? ich hoffe hr habt verstanden worum es mir geht.)
ich find eure meinungen dazu mal spannend.
gruß
lila

Chepre

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2

Saturday, January 19th 2008, 4:50pm

Ich glaube, in Dänemark war das, da werden solche Triebtäter (manchmal? immer?) Triebtäter, beispielsweise Pädophile, mit Hormonspritzen therapiert. Aber nur mit deren Einverständnis. Durch eine regelmäßige Behandlung mit sowas kann der Trieb unterdrückt werden, die Leute gelten dann praktisch als "geheilt".

Ob man deswegen die Haft vermindern sollte, wenn sich jemand freiwillig einer solchen Behandlung unterzieht? Warum eigentlich nicht.

Aber schuldig ist der Täter trotz allem in meinen Augen. Schuldig ist man auch, wenn man einen Totschlag begeht .. unterschieden werden kann nur in Schwere und Bestrafung der Schuld.

Nitrogenium

Lyrisches Licht

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3

Sunday, January 20th 2008, 9:19am

Hallo lila.

Bei Delikten wie Kindesmisshandlung ist es mir offen gestanden egal, in wie weit der Täter jetzt selbst "schuldig" ist oder nur eine Marionette seiner eigenen Triebe ist. Solche Menschen sind eine Gefahr für die Allgemeinheit, allein deswegen gehören sie eingesperrt.
Eine psychologische Behandlung wäre sinnvoll, wenn die Psychologen selbst einen Teil der Verantwortung für solche Patienten übernehmen müssten. Heute ist es - vereinfacht dargestellt - eher so, dass da ein paar Gespräche auf der Couch geführt werden und der Täter dann bescheinigt bekommt, dass er wieder vollkommen gesund wäre. Nur um ein paar Wochen später wieder ein kleines Mädchen zu vergewaltigen und vielleicht sogar zu ermorden. Ich bekomme dann immer eine Wut, wenn der zuständige Psychologe dann über Radio verlauten lässt: "Ja, das ist sehr schockierend, aber das war damals überhaupt nicht vorrauszusehen, dass er nochmal rückfällig würde." Hier gehörte dem Psychologen die Zulassung entzogen, und drei Jahre Gefängnis obendrauf. Vielleicht wären dann einige etwas sorgfältiger in ihrer Arbeit.

Selbst wenn der Täter wirklich nichts für seine Taten können sollte (was ich irgendwie nicht glauben mag), was soll man mit ihm machen? Frei rumlaufen lassen kann man ihn nicht. Auch hielte ich dies für einen falschen Schritt. In ei paar Jahren erlangen wir womöglich noch die Erkenntnis, dass auch Diebe, Schlägerer und Mörder eigentlich nur unfähig sind, wie gewöhnliche Menschen zu leben, und überhaupt keine Schuld für ihre Taten tragen.
Ein Staat, der sich so stark auf Grund- und Menschenrechte stützt, muss seine (volljährigen) Bürger als aufgeklärte Menschen ansehen, die für ihr Tun verantwortlich sind. Wenn nun jemand dem entspricht, kann man ihn entweder behandeln wie einen gewöhnlichen Menschen (also Strafe, wenn auch oft abgemildert), oder ihm die Menschlichkeit aberkennen. Und da letzteres mit unseren Moral- und Wertevorstellungen schwer vereinabr wäre, bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten.

Liebe Grüße
Olli

Liebe Grüße
Olli
"Ich wollte das schönste aller Leben führen, und jetzt hab ich sowas!"
Albert Weber

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jonny

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4

Sunday, January 20th 2008, 7:07pm

ein psychologe ist auch nur jemand, der geld in die kassen bringen muss. ich will nicht wissen, was in einem moralisch korekten psychater vorgeht, wenn patienten zu ihm kommen, bei denen er von anfang an weiß, das eine behandlung nichts bringt. aber dann bleibt die frage: die gesellschaft nicht gefährden oder egozentrisch die kasse klingeln lassen?

ausserdem kann man einem psychater nicht die schuld in die schuhe schieben, zu mal für einen psychopaten kinderschänder einfach mehr beamte zuständig sind, als nur der psychater. da wäre beispielsweise der richter bzw. das gericht an sich, welches, wenn es hört der täter wäre psychisch instabil, gleich eine mildere strafe sucht. und so etwas zu behaupten, ist längst kein problem mehr. dann bekommt der täter 3 jahre und darf dann zum psychater. was soll der machen? natürlich sagt der ja und wenn er keine lust mehr hat sagt er, der täter wär ok. ist er ja auch, wenn er keine 10 jährigen mädchen um sich hat. nur ist ein psychater auch nur ein mensch, der nicht gerne einem kinderschänder in die augen schaut und sich mit diesem unterhält.

man kann einen psychopaten mit viel vergleichen und ihm viel schuld zu sprechen, aber man sollte nicht versuchen, irgendwelchen anderen menschen, nur weil es einen solchen systemfehler gibt, die schuld zuzuschieben, weil man meint, der systemfehler könne nichts dafür, das er ist wie er ist. für kindesmisshandlungen aller art gibt es keine entschuldigungen. so wie für vergleichbare straftaten auch. und wenn jemand einmal ein kind misshandelt hat, dann wird es wieder und wieder tun. da kann kein psychater und kein gefängnis helfen. da bleibt höchstens der stuhl oder die spritze. nur lässt sich eben mit allem geld machen, deswegen gibts psychater.

laughing_lupa

nicht einzig

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5

Sunday, January 20th 2008, 7:07pm

bin ich grausam, wenn ich triebtäter, insbesondere pädophile kastrieren will?

ne, tut mir leid, aber strafe muss sein... *kopfschüttel*... vielleicht kann man über die härte der strafe diskutieren, aber da seh ich rot :evil:

gruß, gruß!

muhaha_lupa
in uteri zur winterszeit


Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen, daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern und verstehe die Freiheit aufzubrechen, wohin er will.

Friedrich Hölderlin

Kreuz.Ass

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6

Sunday, January 20th 2008, 8:06pm

Denk sowassolltedannin ne Klinik anstatt ins Gefängniss ^^
Schrödingers cat is dead - Schrödingers cat is not dead.

Spammposts sind möglichlkeiten Leuten schnell seine Meinung mitzuteilen.

Das ist Magie! -Keine Regelfickerei!

lila

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7

Monday, January 21st 2008, 10:51pm

hallo ihr.
ich wollte nur mal eben nochmal stellung nehmen:
erstmal: ich bin absolut dafür, dass pädophile etc. eigentlich jeder straftäter bestraft wird. in gerade dem genannten fall sehe auch ich rot, lalu. auch bin ich der meinung, dass diese menschen schuld tragen.
aber einzeln:
chepre:
die sache mit der hormonspritze finde ich interessant. aber ob das so funktioniert? strafmilderung... ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
nitrogenium:
ja, auch die psychologen in unserer schönen gesellschaft streben nach geld bzw besitz. natürlich ist es schwierig einen menschen einzuschätzen. ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber man kann auch die, ch so tollen, psychologen hinters licht führen. und wenn das mit einfachen dingen funktioniert, dann sicherlich auch mit kompletten persönlichkeitsprofilen. die menschlichkeit absprechen wäre wohl fatal. somit bleibt einem wirklich nicht mehr viel spielraum.
jonny:

Quoted

da bleibt höchstens der stuhl oder die spritze

das finde ich krass. als gegner der todesstrafe, finde ich das auf keinenfall eine gute lösung.
es sind eine menge menschen zuständig für einen einzelnen straftäter, allerdings finde ich nicht, dass das den einzelnen von schuld befreit. wenn der gutachter ein falsches gutachten erstellt, dann trifft ihn, meiner meinung nach, durchaus schuld.
kreuz ass:
naja, etwas kurz gedaht... ich hab gelernt, dass selbst die therapieplätze für schon straffälliggewordene nicht ausreichen. wie soll man das bewerkstelligen?
sooo...
gruß
lila

jonny

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8

Monday, January 21st 2008, 11:10pm

es sind eine menge menschen zuständig für einen einzelnen straftäter, allerdings finde ich nicht, dass das den einzelnen von schuld befreit. wenn der gutachter ein falsches gutachten erstellt, dann trifft ihn, meiner meinung nach, durchaus schuld.
na das es den straftäter von der tat nicht befreit, hab ich doch geschrieben.

und das beamte wie der richter etc. (also auch ein gutachter ;)) falsche entscheidungen treffen, auch. nur trifft diese leute keine schuld, weil der straftäter ein psychopat ist. das betrifft besonders den psychologen, um den es in meinem post hauptsächlich ging. falsche entscheidungen sind im grunde milde, in einem fall von kindesmisshandlung. ob der straftäter 3 oder 5 jahre bekommt ändert nichts an der situation. menschen mit geschädigter psyche sind nicht geheilt, in dem sie im gefängnis sitzen und über ihre tat nachdenken. ihr urteilvermögen ist gestöhrt. das was wir als falsch betrachten, ist für sie nicht mit einem richtig oder falsch abzustempeln. das wäre vergleichbar mit dem griff nach einem butterbrot, wenn man hunger hat. man denkt nicht drüber nach, sondern tut einfach. vielleicht isst man am ende mehr, als einem gut tut, aber das wars dann auch schon.
und dieser drang schlummert in solchen menschen für immer. vielleicht trennt sich der ein oder andere mit der zeit von diesem drang und lernt, damit umzugehen, aber wie viel menschen schaffen diesen schritt?

Chepre

Unregistered

9

Monday, January 21st 2008, 11:12pm

:) das funktioniert wohl, sonst würden sie es denke ich nicht tun

Quoted

Eine Studie mit dem Titel "Medizinische Kastration" hatte den Stein ins Rollen gebracht. Die Studie präsentierte durchweg positive Ergebnisse. Medizinische Kastration ist ein Verfahren, das den Sexualtrieb durch Hormonspritzen ausschaltet.

von http://www.shortnews.de/start.cfm?id=605139

und noch ein Zitat von einer Seite namens gamestar.de, zu der leider der bei google aufgeführte Link nicht funktioniert:

Quoted

Es geht um temporär den Sexualtrieb unterbindende Hormonspritzen,


ich denke schon, dass man Leuten, die sich einer solchen Behandlung unterziehen, Haftmilderung zugestehen könnte. Sei es durch Verkürzung der Haftzeit oder Verbesserung der Haftsituation. In meinen Augen ist dieses medizinische Kastration ein Vorstoß, der genutzt werden sollte. Ev auch in Deutschland. Und wenn sich ein Triebtäter freiwillig darauf einlässt, was gegen den Trieb zu tun, der ihn zum Verbrechen treibt ?(, warum sollte man das nicht auch honorieren?

Grey_Fox

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10

Thursday, January 24th 2008, 1:00pm

Letztlich solte man nicht nur den moralischen Hintergrund bedenken, sondern auch ganz klar eine Frage stellen: Kann man unsere Gesellschaft weiterhin diesem Individuum aussetzn? Denn: Wie erfolgreich sind Therapien wirklich? Die Rückfallquote bei "aus einer erfolgreichen Threapie entlassenen" Straftätern ist in der Tat enorm. Auch oft liest man in der Zeitung "Der Täter war gerade erst als therapiert aus einer Psyiatrischen Einrichtung entlassen worden".

Allein zur Sicherung aller sollte ein solcher Mensch weggesperrt werden.
Alle wollen in den Himmel, alle wollen wie Könige agieren -
doch keiner will am Ende sterben und keiner will regieren.

betja

Trainee

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11

Thursday, January 24th 2008, 4:56pm

Hello,

deine Frage ist zu ungenau. Man muss unterscheiden. Triebtäter? Was soll das heißen. Täter, also hat er eine Tat begangen. Dann wird er für die Tat bestraft werden. Er hat die Tat wegen seines Triebes begangen? Was für ein Trieb? Hat nicht jeder irgendeinen Trieb?

Dann sprichst du von Pädophilie. Das ist etwas Angeborenes zusammen mit etwaigen Entwicklungsbedingungen. Demzufolge nichts, was als schuldhaft angesehen werden kann.

Nun, es gibt viele Pädophile, die nie in ihrem Leben eine Tat begehen. Dann gibt es Pädophile, die tatsächlich zum Täter werden. Darüberhinaus gibt es eine große Gruppe von Tätern, die Sexualtaten an Kindern vollbringen, ohne dass sie pädophil sind.

Aber gehen wir mal davon aus, dass du von einem Pädophilen sprichst, der tatsächlich eine Tat an einem Kind vollbracht hat. Klar, er wird verurteilt werden. Kann es Einfluss auf das Urteil haben, dass er erwiesenermaßen mit diesem Trieb vorbelastet ist? Einen Trieb, für den er nichts kann? Ganz schwierige Frage. Man wird fragen, ob er hätte etwas unternehmen können, sich gegen den eigenen Trieb zu schützen. Aber nicht jeder ist in der Lage, moralisch oder intellektuell, sich mit eigenen eventuellen abweichenden Trieben auseinander zu setzen. Wie also soll ein Richter so etwas werten?

Therapierbar ist eine solche Störung auch nicht, sie kann höchstens dazu beitragen, zu verhindern, dass der Trieb negativ ausgelebt wird.

Also, Antworten habe ich auch nicht.

Gruß
betja
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
(F.Nietzsche)

Chepre

Unregistered

12

Thursday, January 24th 2008, 6:35pm

Quoted

Die Rückfallquote bei "aus einer erfolgreichen Threapie entlassenen" Straftätern ist in der Tat enorm.

manchmal habe ich das Gefühl, da liest jemand die vorigen Beiträge nicht richtig, bevor er postet. Bei dieser Hormontherapie in Dänemark wurden laut dem, was ich gelesen habe, durchweg Erfolge verzeichnet.

Quoted


Therapierbar ist eine solche Störung auch nicht, sie kann höchstens dazu beitragen, zu verhindern, dass der Trieb negativ ausgelebt wird.

na das ist doch was wert, oder nicht?

lyrikel

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13

Thursday, January 24th 2008, 8:27pm

Boah, was für ein schwieriges Thema

Quoted

Hat nicht jeder irgendeinen Trieb?
Hier würde ich betja eindeutig recht geben, denn es handelt doch jeder Täter, ob Mörder, Dieb oder Steuerhinterzieher aus einem Trieb heraus, welcher Natur dieser auch immer sein mag.
Irgendwie Trieb gesteuert sind doch alle Menschen. Immer wieder taucht
die Diskussion auf, ob wir wirklich einen freien Willen haben oder ob
wir von Instikten geleitet werden? Haben wir wirklich die Wahl uns frei
für oder gegen etwas zu entscheiden? Und hier drehe ich mich im Kreis. ?(

Bleibt die Frage nach der Schuld? Das ist kompliziert.
Wen z.B. trifft die Schuld bei den im Moment ja viel diskutierten Amokläufen an den Schulen? Sind die Gewaltspiele schuld, das wäre die einfache Lösung, wie sie viele Politiker propagieren. Oder müssen wir vielleicht doch die Gesellschaft hinterfragen? Haben vielleicht auch die Eltern versagt? Oder trifft allein die Kinder die Schuld?
Wer hat Schuld am Entstehen bestimmter Triebe? Und da kommen wir tief in die Psychologie, wie entstehen im Menschen Triebe? Was ist angeboren und was erlernt?

Ich schließe mich jedenfalls der allgemeinen Meinung an, dass die Gesellschaft, so schuldbelastet sie auch selber ist, vor solchen Tätern geschützt werden muss und ich denke auch, dass jeder Mensch, der zum Täter an anderen Menschen wird unweigerlich Schuld auf sich lädt. Die Frage ist, inwieweit er sich dieser Schuld bewusst ist und diese bereut.
Es wäre aber sicher falsch eine reuigen Täter nach kurzer Psychotherapie vorschnell zu entlassen, denn damit nehmen die Verantwortlichen die Schuld für alle weiteren Taten mit auf sich.

Ob es wirklich erfolgreiche Therapien gibt vermag ich nicht zu beurteilen, aber selbst, wenn man entsprechende Täter wieder in die Freiheit entlässt, sollten sie auf alle Fälle unter ständiger Beobachtung bleiben, denn auch für Drogensüchtige bleibt die lebenslange Gefahr eines Rückfalles bestehen.


betja

Trainee

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14

Friday, January 25th 2008, 1:36pm

Kann man unsere Gesellschaft weiterhin diesem Individuum aussetzn?
Mich stören herabsetzende Ausrucksweisen; jedes Individuum ist ja Teil dieser Gesellschaft. Herablassende und moralisierende Standpunkte verhindern eher Lösungen, als sie zu befördern.

Quoted

"Therapierbar ist eine solche Störung auch nicht, sie kann höchstens
dazu beitragen, zu verhindern, dass der Trieb negativ ausgelebt wird."
na das ist doch was wert, oder nicht?
Jede Maßnahme, die ein schweres Verbrechen an einem anderen Menschen
verhindern kann, ist was wert. Insoweit gebe ich dir Recht.i oben
angeführte Option ist aber denkbar gering. D.h. sie erreicht nur ganz
wenige aus dem Betroffenenkreis. Viele Vorbedingungen müssen erfüllt
sein, damit positive Wirkungen zum tragen kommen. Der Betroffene muss
offen gegenüber seiner Gefährdung (also seiner Gefahr für andere) sein.
Das setzt schon mal einiges voraus. Er muss die Iniziative aufbringen,
sich selbst zu einer Therapieeinrichtung zu bewegen. Er wird sich davon
erwarten, durch die Therapie von seinem Trieb befreit zu werden. Das
erste, was er erfährt, wenn er überhaupt einen geeigneten Platz bekommt
ist, dass sein Trieb nicht geheilt werden kann. Das es darum geht,
verantwortlich damit umzugehen.Er wird sich klarmachen müssen, dass das Kapitel Sexualität für ihn in diesem Leben wahrscheinlich geschlossen ist. Das ist eine ziemlich schwere Hypothek. Für jeden wäre es das. Es ist sicher um einiges schwieriger, als für einen Alkoholiker, lebenslang trocken zu bleiben.
Und so gesehen, ist es schon "was" aber wenig.
Ich schließe mich jedenfalls der allgemeinen Meinung an, dass die Gesellschaft, so schuldbelastet sie auch selber ist, vor solchen Tätern geschützt werden muss und ich denke auch, dass jeder Mensch, der zum Täter an anderen Menschen wird unweigerlich Schuld auf sich lädt. Die Frage ist, inwieweit er sich dieser Schuld bewusst ist und diese bereut.
Es wäre aber sicher falsch eine reuigen Täter nach kurzer Psychotherapie vorschnell zu entlassen, denn damit nehmen die Verantwortlichen die Schuld für alle weiteren Taten mit auf sich.
Das mit der Schuld ist so ne Sache. Wenn man dem bis zu Ende nachgeht, kommt man zu keinem Ergebnis mehr, es verzweigt sich dann in den unendlichen Mäandern der Philosophie. Im tatsächlichen praktischen Leben muss man sich an bestimmte gesetzte Rahmen halten, so falsch diese im moralischen Sinne auch sein mögen. Sonst wird praktisches Leben unmöglich. Insofern stimme ich dem zu.
Mit dem bereuen habe ich dann wieder so meine Schwierigkeiten, ich würde eher verantwortlichen Umgang befürworten.
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
(F.Nietzsche)

Luna

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15

Saturday, February 2nd 2008, 12:25pm

Hallo

Ich bin für Freiheitsstrafe.

Generell, versuche ich immer an Lösungsmöglichkeit zu basteln, und sie auch zu abzeptieren.

Wenn man aber immer wieder Lösungen (Entschuldigungen) hat, wer fürchtet sich dann noch vor dem vollem Strafmaas??

Luna
Ich glaube an Wunder

farion

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16

Saturday, February 2nd 2008, 6:00pm

Hallo allerseits...

Quoted from "Nitro"


Solche Menschen sind eine Gefahr für die Allgemeinheit, allein deswegen gehören sie eingesperrt.

Das ist keine sonderlich gute Argumentation, Nitro.
Ich könnte genauso gut Autofahrer oder Raucher als Gefahr für die Allgemeinheit bezeichnen,
sie deswegen pauschal wegzusperren ist wohl kaum die Lösung.

Quoted from "Nitro"

Eine psychologische Behandlung wäre sinnvoll, wenn die Psychologen selbst einen Teil der Verantwortung für solche Patienten übernehmen müssten.

Interessant, sollen die Psychologen dann die Strafe für die Täter absitzen?
Wenn schon Mitschuld, wie weit sollte sie gehen?
Der Richter, Polizist oder Nachbar die eine Tat vielleicht hätten verhindern können?

Quoted from "Nitro"


Heute ist es - vereinfacht dargestellt - eher so, dass da ein paar Gespräche auf der Couch geführt
werden und der Täter dann bescheinigt bekommt, dass er wieder vollkommen gesund wäre.

Vereinfacht dargestellt???
Woher nimmst du die Gewissheit, Hast du dafür sachliche Belege? Ich zweifle sehr daran, dass es so läuft.
Ich zweifle sogar, dass die Täter überhaupt eine passende Therapie bekommen.


Quoted from "Lupa"

bin ich grausam, wenn ich triebtäter, insbesondere pädophile kastrieren will?
ne, tut mir leid, aber strafe muss sein... *kopfschüttel*... vielleicht kann man über die härte der strafe diskutieren, aber da seh ich rot

Ich kann deine Aussage gut verstehen ... was mich interessiert, wäre Kastration für dich Teil der Strafe oder der Therapie?

Quoted

und wenn jemand einmal ein kind misshandelt hat, dann wird es wieder und wieder tun.
da kann kein psychater und kein gefängnis helfen. da bleibt höchstens der stuhl oder die spritze

Denk bitte über diese Argumentation lieber nochmal nach, Jonny!

Quoted

ihr urteilvermögen ist gestöhrt. das was wir als falsch betrachten,
ist für sie nicht mit einem richtig oder falsch abzustempeln

Denkt das nicht jeder Straftäter?
Auch ein einfach Dieb hält doch seine Tat für moralisch gerechtfertigt, wenn er nicht mit Gewissensbissen leben will.
Worin unterscheidet er sich bitte von einem ein Sexualstraftäter, abgesehen von dem geringeren Vergehen?
Ist die Rückfallquote anderer Verbrecher tatsächlich geringer als die von Pädophilen?

Quoted from "Grey Fox"

Die Rückfallquote bei "aus einer erfolgreichen Threapie entlassenen" Straftätern ist in der Tat enorm.

Hast du einen Nachweis für diese Behauptung? Ich habe von derlei Studien noch nichts gesehen.
Was man in einer Zeitung liest ist als Quelle hierzu alles andere als repräsentativ.

Quoted from "betja"


Dann sprichst du von Pädophilie. Das ist etwas Angeborenes zusammen mit etwaigen Entwicklungsbedingungen. Demzufolge nichts, was als schuldhaft angesehen werden kann.

Nun, es gibt viele Pädophile, die nie in ihrem Leben eine Tat begehen. Dann gibt es Pädophile, die tatsächlich zum Täter werden. Darüberhinaus gibt es eine große Gruppe von Tätern, die Sexualtaten an Kindern vollbringen, ohne dass sie pädophil sind.

Aber gehen wir mal davon aus, dass du von einem Pädophilen sprichst, der tatsächlich eine Tat an einem Kind vollbracht hat. Klar, er wird verurteilt werden. Kann es Einfluss auf das Urteil haben, dass er erwiesenermaßen mit diesem Trieb vorbelastet ist? Einen Trieb, für den er nichts kann? Ganz schwierige Frage. Man wird fragen, ob er hätte etwas unternehmen können, sich gegen den eigenen Trieb zu schützen. Aber nicht jeder ist in der Lage, moralisch oder intellektuell, sich mit eigenen eventuellen abweichenden Trieben auseinander zu setzen. Wie also soll ein Richter so etwas werten?

Therapierbar ist eine solche Störung auch nicht, sie kann höchstens dazu beitragen, zu verhindern, dass der Trieb negativ ausgelebt wird.

Hallo Betja,
so ähnlich waren meine Überlegungen zu dem Thema auch:
Wie sehr ist es einem Menschen möglich sich einem starken Trieb zu wiedersetzen?
Wenn er nicht stark genug ist und aufgrund des Triebes eine Tat begeht, inwiefern ist eine Bestrafung angemessen?
Besitzen wir überhaupt einen freien Willen, der Einfluss auf unser handeln haben könnte?
(diese Frage war für mich übrigens der Ausgangspunkt meiner Diskussion mit Lila)


Anschließend noch mal einen Link zum Thema Therapie:
http://www.kein-taeter-werden.de/
Meines Wissens ist es die erste dezidierte Therapie in der versucht wird, die sexuellen Übergriffe (präventiv) einzudämmen.
Die Resonanz auf das Projekt der Charité ist übrigens enorm.

Grüße
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

jonny

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17

Sunday, February 3rd 2008, 6:08pm

Denk bitte über diese Argumentation lieber nochmal nach, Jonny!


Sicher, ich weiß was du meinst. Und sicher wirst du verstanden haben, wie und was und worauf bezogen ich es meine. deswegen belasse ich das ganze guten gewissens, wie es da steht.

Quoted


Denkt das nicht jeder Straftäter?
Auch ein einfach Dieb hält doch seine Tat für moralisch gerechtfertigt, wenn er nicht mit Gewissensbissen leben will.
Worin unterscheidet er sich bitte von einem ein Sexualstraftäter, abgesehen von dem geringeren Vergehen?
Ist die Rückfallquote anderer Verbrecher tatsächlich geringer als die von Pädophilen?


ein einfacher dieb? es wäre aus meiner sicht noch ok, psychopaten in eine sparte zu stecken, aber einfach diebe? meinst du jemand, der mal in nem laden ein t-shirt klaut, findet seine tat korekt? oder jemand, der ein handy in nem auto liegen sieht, die fensterscheibe einschlägt und das handy klaut, findet seine tat korekt?

diese leuten wissen zu gut, dass das, was sie tun, falsch ist. warum sie es tun, ist eine andere frage. aber du kannst doch nicht ernsthaft behaupten, dass einfache diebe das selbe wie psychopaten sind? diebstahl und mord ist also beides nichts weiter als ein vergehen?
ich weiß ja nicht, in welche soziale sparte du dich einkategorierst, und welchen moralischen und ethnischen grundsätzen du folgst, was ich auch gar nicht wissen will, aber ein dieb ist kein psychopat, und ein psychopat kein gewöhnlicher verbrecher.

die rückfallquote unterscheidet sich definitiv. wieso? weil ein dieb nicht aus dem trieb heraus agiert. er ist in der lage, aus seinen fehlern zu lernen. ein psychopat lebt in seinen eigenen welt, da gibt es keine grundsätze, keine gesellschaft. das ist doch der grund, weshalb er sich unserer gesellschaft und unseren grundsätzen nicht anpasst. er denkt nicht darüber nach, weshalb er ein kind misshandelt bzw. umbringt. wohlmöglich entspricht es seinen sexistischen fantasien. und wenn jemand seit 30 jahren mit einer solchen einstellung lebt, kann man mir nicht weis machen, das er dann geheilt wird, nur weil irgendjemand über stunden auf ihn einredet.
es ist wie bei einer katze, die immer auf den beinen landet. du kannst diesen mechanismus nicht einfach so unterbinden.

ein dieb landet irgendwann, wenns mal wirlkich hart auf hart kommt, für einige jahre im gefängnis, kommt raus und wird sich schwören, nie wieder in sone irrenanstalt zu gehen, wenn es ein gesunder mensch ist.

diese rationalisierung, die solltest du mal überdenken. das ist krass.

Chepre

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18

Monday, February 4th 2008, 5:31pm

Quoted

meinst du jemand, der mal in nem laden ein t-shirt klaut, findet seine tat korekt? oder jemand, der ein handy in nem auto liegen sieht, die fensterscheibe einschlägt und das handy klaut, findet seine tat korekt?

Ich kenn leider so Leute, die da gar nix falsches dran finden. Kann mich jetzt nicht weiter drüber auslassen, da ich wenig Ahnung von psychischen Erkrankungen hab, aber es gibt doch "Kleptomanie". Es hat bestimmt nicht jeder Dieb ein schlechtes Gewissen, wenn er was nimmt. Und zu wissen, dass man gegen das Gesetz handelt, muss ja nicht zwingend ein schlechtes Gewissen mit sich bringen.

.. mein bescheidener Einwurf

farion

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19

Wednesday, February 6th 2008, 3:42pm

Quoted from "Jonny"


Sicher, ich weiß was du meinst. Und sicher wirst du verstanden haben, wie und was und worauf bezogen ich es meine. deswegen belasse ich das ganze guten gewissens, wie es da steht.


Um erlich zu sein, bin ich durch diese Aussage erst recht verwirrt.

Quoted from "Jonny"

meinst du jemand, der mal in nem laden ein t-shirt klaut, findet seine tat korekt? oder jemand, der ein handy in nem auto liegen sieht, die fensterscheibe einschlägt und das handy klaut, findet seine tat korekt?


Ich bin kein Psychologe, aber wenn jemand seine eigenen Bedürfnisse über geltende Gesellschaftsprinzipien stellt muss ich ihm erstmal genau Das unterstellen.
Um meine Argumentation auf die Spitze zu treiben, ich kenne keinen Raubkopierer, der für seine Taten ein schlechtes Gewissen zeigen würde.
Davon abgesehen kann ich mich Chepres Einwurf voll und ganz anschließen.

Quoted from "Jonny"

aber ein dieb ist kein psychopat, und ein psychopat kein gewöhnlicher verbrecher.

Chepre hat bereits auf Kleptomanie hingewiesen, welches eine Psychopathie ist.

Quoted from "Jonny"

die rückfallquote unterscheidet sich definitiv.

Das kann man sich natürlich einreden, wenn man daran glaubt, eine Recherche bei google fördert dazu aber Interessantes zu Tage.
Ich habe keine Statistik gefunden, die anzeigt, dass die Rückfälle bei Sexualstraftaten signifikant höher liegen, als bei Diebstahl ohne Gewaltanwendung.
Eine Schweizer Statistik zeigte sogar das Gegenteil: da waren die Rückfälle der Diebstähle höher als die der Sexualdelikte.

Quoted from "Jonny"

weil ein dieb nicht aus dem trieb heraus agiert.

Psychologisch gesehen ist das Gegenteil richtig! Wir agieren immer aus einem Trieb heraus.
Diebstahl ist Bedürfnissbefriedigung. Wenn ich Geld stehle, befriedige ich zum Beispiel mein Bedürfnis nach Reichtum und Besitz.
Indem ich diese Tat begehe, stelle ich meinen Trieb höher, als die herrschenden Gesetze, egal ob richtig oder falsch.

Quoted from "Jonny"

ein psychopat lebt in seinen eigenen welt, da gibt es keine grundsätze, keine gesellschaft. das ist doch der grund, weshalb er sich unserer gesellschaft und unseren grundsätzen nicht anpasst

Das ist sehr grob gesiebt, ich würde das schon differenzieren.

Quoted from "Jonny"

und wenn jemand seit 30 jahren mit einer solchen einstellung lebt, kann man mir nicht weis machen, das er dann geheilt wird, nur weil irgendjemand über stunden auf ihn einredet.

Eine angemessene Behandlung sieht auch anders aus...


Quoted from "Jonny"

du kannst diesen mechanismus nicht einfach so unterbinden.

Nein, einfach so kannst du aber auch einen Dieb nicht resozialisieren.
Davon abgesehen gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die funktionieren(siehe die Links in dem Faden).

Quoted from "Jonny"


diese rationalisierung, die solltest du mal überdenken.

Was meinst du damit, worauf willst du hinaus?
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

jonny

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20

Wednesday, February 6th 2008, 6:31pm

Ich bin kein Psychologe, aber wenn jemand seine eigenen Bedürfnisse über geltende Gesellschaftsprinzipien stellt muss ich ihm erstmal genau Das unterstellen.


wieso musst du das? warum können eigene bedürfnisse nicht über den prinzipien der gesellschaft stehen? sowas passiert in jeder revolution. ohne solche maßnahmen würden wir vor unserem guten alten kaiser sitzen und um die schuhe sauber machen.

ich will damit nich sagen, dass es gut wäre zu klauen, aber wie viele ausnahmen gibt es in dem fall, im gegensatz zu sexualdelikten?


Quoted

Um meine Argumentation auf die Spitze zu treiben, ich kenne keinen Raubkopierer, der für seine Taten ein schlechtes Gewissen zeigen würde.
Davon abgesehen kann ich mich Chepres Einwurf voll und ganz anschließen.


sicher, ich auch nicht. dieses gesetz gegen raubkopieren ist auch nur reinste zeitverschwendung und staatliche geldgewinnung. weiter nichts.

Quoted from "Jonny"

aber ein dieb ist kein psychopat, und ein psychopat kein gewöhnlicher verbrecher.

Kleptomanie wär wieder ne schöne verallgemeinerung. ich werde immer noch nicht einsehen, dass ein sexualstraftäter genau so ein psychopat ist, wie ein dieb. völlig egal wie viele statistiken über nutella-brote es da geben wird, die können mir doch nicht weiß machen, dass ich einen dieb genau so behandeln soll, wie einen sexualstraftäter.


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Das kann man sich natürlich einreden, wenn man daran glaubt, eine Recherche bei google fördert dazu aber Interessantes zu Tage.
Ich habe keine Statistik gefunden, die anzeigt, dass die Rückfälle bei Sexualstraftaten signifikant höher liegen, als bei Diebstahl ohne Gewaltanwendung.
Eine Schweizer Statistik zeigte sogar das Gegenteil: da waren die Rückfälle der Diebstähle höher als die der Sexualdelikte.


gut. mag es statistiken geben, die so etwas belegen. aber was von beidem ist wohl schwerwiegender, jemand der in nem laden ein brötchen klaut oder ein kind misshandelt?

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Psychologisch gesehen ist das Gegenteil richtig! Wir agieren immer aus einem Trieb heraus.
Diebstahl ist Bedürfnissbefriedigung. Wenn ich Geld stehle, befriedige ich zum Beispiel mein Bedürfnis nach Reichtum und Besitz.
Indem ich diese Tat begehe, stelle ich meinen Trieb höher, als die herrschenden Gesetze, egal ob richtig oder falsch.


hm, keine ahnung was du in deiner jugend so getrieben hast und ob du eventuell mal auch etwas im laden hast mitgehen lassen. sonst würdest du wissen, wovon ich rede.

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Quoted from "Jonny"

ein psychopat lebt in seinen eigenen welt, da gibt es keine grundsätze, keine gesellschaft. das ist doch der grund, weshalb er sich unserer gesellschaft und unseren grundsätzen nicht anpasst

Das ist sehr grob gesiebt, ich würde das schon differenzieren.


ich kann dir gerne ein paar beispiele nennen, an denen sich leicht erkennen lässt, wovon ich rede. klar, leute, die psychisch krank sind, passen sich unserer gesellschaft an. was bleibt ihnen denn sonst übrig? aber an sich unterscheiden sie sich in ihrer anpassung. ich hab nen lehrer, der is n neurothiker. meinst du man findet es stink-normal, wenn er alle 10 minuten aus der klassentür rausschaut? oder sich nach jedem kontankt mit der kreide die hände mit eigenst mitgebrachter seife wäscht und anschließend mit eigenst mitgebrachtem handtuch die hände abtrocknet?
da gibt es noch genug weitere solcher beispiele, die zeigen, das sich die welt eines psychisch kranken von unserer unterscheidet. ganz einfach weil sie anders ist. natürlich, das kann auch wie immer falsch verstanden werden.

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Eine angemessene Behandlung sieht auch anders aus...


wie? mit tabletten, bei denen man sich selbst beim verrotten zu sehen kann?

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Nein, einfach so kannst du aber auch einen Dieb nicht resozialisieren.


wohl eher als einen dieb mit einem sexualstraftäter gleichzustellen.

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Was meinst du damit, worauf willst du hinaus?


die rationalisierung, die ich ca. 5 mal genannt habe.

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