Hallo,
zitiere: Vor ein paar Monaten beklagte sich eine Psychologin bei mir darüber, dass man ihr während eines Retreats in einem buddhistischen Zentrum kein Verständnis entgegengebracht habe, als sie statt an einer Gehmeditation teilzunehmen, lieber (zu ihrem christlichen Gott) beten wollte. Sie wiederum zeigte kein Verständnis dafür, dass vietnamesische BuddhistInnen an Geister glauben.
Wie ich es (m.E.

) sehe: - die Vietnamesinnen haben es richtig gemacht, ich stelle mir ihre Denkweise ungefähr so:"Wenn du zu uns freiwillig als Gast gekommen bist, und
möchtest freiwillig an unserer Gottesdienst teilnehmen, kannst du nicht gleichzeitig zu anderem Gott beten, als wir." Richtig!
Übrigens, ich habe noch keiner Islamer oder Buddhisten gesehen, der zusammen mit Christen in einer Kirche an der Gottesdienst aktiv mitbeten und mitfeiern würde....(es geht praktisch überhaupt nicht, bedeutet aber trotzdem nicht gleich, dass sich gegenseitig die verschiedene Religionen nicht akzeptieren) Warum sollten denn die Buddhisten akzeptieren, dass eine Besucherin des Tempels zum anderen Gott betet? Wenn sie an anderen Gott als Buddha glaubt, soll sie in entsprechenden Umfeld zurück gehen .... Diese Gedankenweise ist (m.E.) weise und hat mit der Intoleranz nichts gemeinsames.
Und gerade der (ganz o.a.) Beispiel zeigt, dass die östlichen Religionen noch gesunden Kern haben und hinter eigener Religion fest stehen können.
Wie Schade, dass diese Festigkeit im Glauben viele Menschen in der katholischen / protestantischen Kirche verlernt haben ...
Und warum geht es nicht, dass Menschen von verschiedener Religionen in gleichen Topf geworfen werden können?
Weil jede einzelne Religion ein Wissenschaft für sich ist.
Und der z.B. begabtester Arzt kann trotzdem
nie die feinsten Prinzipien von Astrophysik verstehen ...

- häh ...Metapher !
mfg Schneeflocke
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