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Alexa

Blickdicht(erin)

Date of registration: Dec 15th 2006

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Location: von draußen vom Walde...

1

Tuesday, November 13th 2007, 3:46pm

Ausflug

Ich höre sie die Nacht anbeten,
ihr scharfes Kratzen an den Türen.
und fühl wie sie den Raum betreten
ihr Atmen mir die Sinne schnüren

und ihre Krallen auf der Brust,
sie dringen vor, mein Herz zu fassen.

Da klopft es laut, an meinem Fenster
steht der Mond und grinst mich an.
Er spinnt mir flugs zwei Silberfäden
und hängt ein Sternchen unten dran,

hebt mich hinauf, der Wind gibt Schwung,
und ich flieg aus ----------
Erinnerung.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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laughing_lupa

nicht einzig

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Location: dazwischen

Occupation: fragmentarier

2

Tuesday, November 13th 2007, 4:38pm

hallo alexa!

nehmen wir das dingelchen doch mal auseinander ;) :

Quoted


Ich höre sie die Nacht anbeten,
ihr scharfes Kratzen an den Türen.
Spür wie sie meinen Raum betreten
ihr Atmen mir die Sinne schnüren


xXxXxXxXx
xXxXxXxXx
XxxXxXxXx oder xXxXxXxXx (ist aber satzlogisch nicht flüssig :S
xXxXxXxXx

was mich hier stört ist, dass du in v3 eine elision verwendest, in v1 bei "höre" aber nicht, so dass offensichtlich wird, dass es um der metrik willen geschah...

Quoted


und ihre Krallen auf der Brust,
sie dringen vor, mein Herz zu fassen.


xXxXxXxX
xXxXxXxXx

das geht so, allerdings wären einheitliche kadenzen m.E. besser für den lesefluss...

Quoted


Da klopft es laut, an meinem Fenster
steht der Mond und grinst mich an.
Er spinnt mir flugs zwei Silberfäden
und hängt ein Sternchen unten dran,


xXxXxXxXx
XxXxXxX
xXxXxXxXx
xXxXxXxX

das ist zu unregelmäßig... in der ersten strophe hast du immer unbetont angefangen und aufgehört, hier klappt das nicht.

auch hast du in der ersten strophe zwei umarmende reime gehabt und hier hast du nur einen...

zudem hast du hier von v1 zu v2 einen zeilensprung, der ob der anderen unregelmäßigkeiten stärker ins gewicht fällt als vielleicht ohne jene.

Quoted


hebt mich hinauf, der Wind gibt Schwung,
und ich flieg aus ----------
Erinnerung.


xXxXxXxX
xXxX
xXxX

das passt gut, rein metrisch.




leider muss ich sagen, dass das niveau deines gedichtes von strophe zu strophe eher sinkt.

die stimmung des lyrichs bewegt sich von düster zu verträumt naiv. der bruch ist sehr stark, auch sprachlich.

die bilder der zweiten strophe mit den aktivitäten des mondes passen mir hier nicht rein. wahrscheinlich sehen das andere anders, doch das hat mehr was von nem wiegenlied für kinder...

sorry, muss jetzt hier abbrechen! komm später bestimmt noch mal wieder!

tut mir leid, dass ich hier nicht so viel positives schreiben konnte!

gruß, gruß!

lalupa
in uteri zur winterszeit


Alles prüfe der Mensch, sagen die Himmlischen, daß er, kräftig genährt, danken für Alles lern und verstehe die Freiheit aufzubrechen, wohin er will.

Friedrich Hölderlin

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

3

Wednesday, November 14th 2007, 9:21am

Hallo Luuupinchen ;)

Quoted


was mich hier stört ist, dass du in v3 eine elision verwendest, in v1 bei "höre" aber nicht, so dass offensichtlich wird, dass es um der metrik willen geschah...

Hey, eine Elision wird immer zugunsten des Versmaßes gesetzt.
Aber du hast schon recht mit der dritten Zeile, da stimmte die Betonung ja gar nicht.. ;(

und ihre Krallen auf der Brust,
sie dringen vor, mein Herz zu fassen.



Quoted


xXxXxXxX
xXxXxXxXx

das geht so, allerdings wären einheitliche kadenzen m.E. besser für den lesefluss...

Hmm...da bin ich aber anderer Meinung :D

Quoted


xXxXxXxXx
XxXxXxX
xXxXxXxXx
xXxXxXxX

das ist zu unregelmäßig... in der ersten strophe hast du immer unbetont angefangen und aufgehört, hier klappt das nicht.

auch hast du in der ersten strophe zwei umarmende reime gehabt und hier hast du nur einen...

zudem hast du hier von v1 zu v2 einen zeilensprung, der ob der anderen unregelmäßigkeiten stärker ins gewicht fällt als vielleicht ohne jene.


Ja, stimmt- aber ich spiele hier ein wenig. Da ich am Ende der ersten Zeile eine Senkung drin habe, finde ich die betonte Anfangssilbe weniger schlimm.
Aber womöglich seh' ich das gar nicht mehr objektiv genug,.

Quoted


eider muss ich sagen, dass das niveau deines gedichtes von strophe zu strophe eher sinkt.

die stimmung des lyrichs bewegt sich von düster zu verträumt naiv. der bruch ist sehr stark, auch sprachlich.


Das du hier diesen starken inhaltlichen Bruch liest, freut mich- denn so sollte es auch sein. das es dir so nicht gefällt, freut mich aber gar nicht... :(
es war ein Versuch- der einen Hintergrund hat. Ich wollte versuchen dunkle Erinnerungen zu vertreiben indem ich das Kind im Lyrich wecke. Wiegenlied ist da sogar passend. Dieser krasse Bruch war da durchaus beabsichtigt....aber es ist gut zu wissen dass es kein Gefallen findet.

Nun ja, ich danke dir für deine ehrliche Meinung. Manche texte sieht man als Autor eben durch die rosa Brille....

L.G.
Alexa
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Akineton

Intermediate

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Occupation: Engelflügelmechatroniker

4

Wednesday, November 14th 2007, 4:35pm

Nun um auch einmal eine andere Meinung in die Diskussion zu bringen. Mir gefällt es sehr gut, gerade des Bruches wegen. Wäre es im Stil der ersten beiden Strophen durchkomponiert, ich hätte es kommentarlos zur Kenntnis genommen. Aber das Umkippen des Gedichtes in "naivere Bilder" hat etwas pfiffiges und auch angstlösendes. Das konterkariert auch die Dramatik des Angstgefühles der vorderen Strophen.

Ich mußte schmunzeln, und das ist gut. :)

Also, der Meinungen sind viele, mir hat's gefallen.

lg akineton
Meine Ohren lassen die Flügel hängen, weil meine Augen lahmen. Vielleicht erkennt mein Mund einen Weg.

Alexa

Blickdicht(erin)

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5

Friday, November 16th 2007, 6:05pm

Hallo Akineton

Quoted


Wäre es im Stil der ersten beiden Strophen durchkomponiert, ich hätte es kommentarlos zur Kenntnis genommen

Ja, das dachte ich mir auch.

Quoted


Aber das Umkippen des Gedichtes in "naivere Bilder" hat etwas pfiffiges und auch angstlösendes.

genau das hatte ich beabsichtigt.
Vll. habe ich es aber übertrieben.. :(

Quoted


Ich mußte schmunzeln, und das ist gut.

Das ist mir Bestätigung genug, dass es bei dir funktioniert hat.

Danke und
liebe Grüße
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

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