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Akineton

Intermediate

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Location: Gießen

Occupation: Engelflügelmechatroniker

1

Monday, November 5th 2007, 10:25am

Farbe trinken

Wenn weiche Winde zärtlich tanzen
Dass sanfter Regen sich gesellt
Und von den Wiesen klingt ein Leises
Dass aus Verborgenem Farbe fällt

Wenn alle Fragen friedlich schlafen
Und auf den Straßen tönt ein Lied
Von tausend Türen die sich wandeln
Zu tausend Fenstern in die Welt

Dann will ich sein ein Mensch mit Flügeln
Der noch im Flug sich sieht als Kind
Aus schönen Worten tropft mir Nahrung
So dass dein Lächeln in mir klingt
Meine Ohren lassen die Flügel hängen, weil meine Augen lahmen. Vielleicht erkennt mein Mund einen Weg.

This post has been edited 1 times, last edit by "Akineton" (Nov 5th 2007, 10:58am)


Perry

Lyrisches Licht

Date of registration: Jun 22nd 2007

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Location: Bayern

2

Monday, November 5th 2007, 3:36pm

Hallo Akineton,
der Grundton deines Textes gefällt mir gut, er hat was von "Friedenschließen mit der Welt."
An einigen Bildern könntest du vielleicht noch etwas feilen:

"Dass aus Verborgenem Farbe fällt", da wäre ein näherer Bezug zur Farbe schlüssiger (Trübem, Grauem etc.).

Der Vorteil eines Wandels von Türen in Fenster ist nicht offensichtlich, hier wäre ein angefügtes geschlossen, bzw. offen ev. hilfreich.

Ansonsten gern gelesen!
LG
Perry

Ishuoris

Intermediate

Date of registration: Oct 30th 2007

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Occupation: Sehgeschädigtenpädagogin , LowVisionTrainerin

3

Monday, November 5th 2007, 7:32pm

Hallo Akineton,

Mir gefällt die Stimmung, die dein Gedicht vermittelt: friedlich in sich ruhen, offen dem Zauber der Natur und der Menschen, Mensch sein mit Flügeln - für Fantasie, Freude, Glück empfänglich wie ein Kind.
In der dritten Strophe stört mich ein wenig die verdrehte Satzstellung der ersten zwei Zeilen und, obwohl mir das Bild gefällt, finde ich Mensch sein mit Flügeln schon ziemlich abgegriffen.
Eine für mich besonders sympathische Formlierung ist: wenn die Fragen friedlich schweigen.

liebe Grüße Ishuoris

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Location: Faithland- Niedersachsen

4

Monday, November 5th 2007, 9:18pm

Ich muss sagen du baust eine wunderbare säuselnde Stimmung auf, ich finde alles wirklich sehr gelungen nur eine Sache stört mich:

Quoted


Dass aus Verborgenem Farbe fällt

Wenn alle Fragen friedlich schlafen


Dieses Farbe und Frage nacheinander find ich an sich "unschön". Ich weiß nicht wie ich dir das genau erklären soll, aber es passt irgendwie nicht in deiner schönen Melodie deines Gedichtes rein, denn allein schon die Überschrift bietet so einiges. Hat mich übrigends auch zum Lesen gezwung XD, also unbewusst, denn diese Überschrift hat echt was.
Vielleicht kann man ja auch die Zeilen noch drehen... *grübel*
Naja, wirklich ein wunderbar klares Gedicht, mehr kann ich dazu nicht sagen, denn es gibt sonst nichts zu mäkeln.

Liebe Grüße

Faithlight
~Glaubenslicht~

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Location: Neuseeland

Occupation: Schwarzbuntes verstreuen

5

Sunday, November 11th 2007, 7:39pm

Hallo Akineton.

Das gefällt mir. :)
Die Melodie und die Bilder sind wunderschön, und auch wenn man nicht unbedingt alles haargenau versteht, so weiß man doch, was gemeint ist. Hoffe ich doch. :rolleyes:

Kleine Anmerkung:
Str.1 Z4: "aus Verborgenem" holpert ein bisschen. "Aus Verborg'nem" klingt für mich besser.
Womit ich gleich beim zweiten Dingens wäre, nämlich dem doppelten "klingt". Ich weiß nicht, warum mir das so extrem aufgefallen ist.
Einen Änderungsvorschlag hätte ich, aber keinen besonders guten. Und zwar das erste:
"Und von den Wiesen klingt ein Leises" -> "Und von/auf den Wiesen singt ein Leises"

Wie auch immer, ich mag Dein Gedicht sehr und werde wohl noch oft hierhin zurückkehren, um es laut zu lesen und zu genießen. :]

raba
Wir müssen nur wollen.

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