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Alexa

Blickdicht(erin)

Date of registration: Dec 15th 2006

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Location: von draußen vom Walde...

1

Friday, October 19th 2007, 6:18pm

stille Gedanken

Sehe ich den letzten Gruß
durch herbstgefärbte Blätter schimmern,
setz ich Gedanken, Fuß vor Fuß,
um mich noch einmal zu erinnern

und halte sie, am klaren Fluss,
der zarte Silberfäden wiegt,
Momente an, für diesen Kuss,
der warm den Augenblick umweht

und doch gleich kühl den Traum entführt,
wenn graue Gänse Abschied nehmen,
wird das, was mich so warm berührt,
mit jedem Flügelschlag verwehen.
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

Inspira

Unregistered

2

Thursday, October 25th 2007, 9:09pm

n´Abend Alexa,

diese stillen Gedanken malen sehr schöne herbstfarbene Bilder in meinem Kopf. Die melancholische Stimmung hat mich gleich erreicht.
Schade, dass Du den Reim (a-b-a-b) nicht systematisch weiter verfolgst. Irgendwie stört mich das ein wenig... entweder weiterreimen oder von Anfang an nur einen Reim pro Strophe nehmen.
Allerdings fällt mir nur etwas Passendes zur zweiten Strophe ein. Wie wäre es dort mit: wiegt - umschmiegt ?
Trotzdem gerne gelesen!!

Liebe Grüße, Inspira

Luna

Professional

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Location: NRW

3

Friday, October 26th 2007, 9:49am

Hallo Alexa

Ich habe nicht viel zu sagen,

dein Gedicht ist wunderschön.!!

Besonders auffällig empfinde ich die Harmonie deiner Worte.

Vielen Dank fürs lesen

Luna
Ich glaube an Wunder

sanscryt

einfach nur franz

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4

Saturday, October 27th 2007, 2:44pm

Sehe ich den letzten Gruß
durch herbstgefärbte Blätter schimmern,
setz ich Gedanken, Fuß vor Fuß,
um mich noch einmal zu erinnern

und halte sie, am klaren Fluss,
der zarte Silberfäden wiegt,
Momente an, für diesen Kuss,
der warm den Augenblick umweht

und doch gleich kühl den Traum entführt,
wenn graue Gänse Abschied nehmen,
wird das, was mich so warm berührt,
mit jedem Flügelschlag verwehen.


Hallo Alexa,

als Fan von Herbstgedichten und der Jahreszeit an sich, bin ich natürlich Groupie, was deinen Text hier angeht! :D
Ein melancholischer Hauch von Vergessenheit weht durch deine Zeilen. Hier und da finde ich Stellen zu abgegriffen,
was in der Gesammtheit deines Gedichtes jedoch locker untergeht - im positiven Sinne.
Deine Reime, bzw Assonanzen finde ich gut gelungen, bzw. umgesetzt.
Alles in Allem gibt es zu deinem Gedicht nicht viel zu sagen, da
- nicht zu mäkeln
- nichts besonders hervorzuheben
...oder ähnlich, weil
Alles Gut =)

Ein echt schönes Gedicht, das der Jahreszeit nur zu gut gerecht wird -
alle Achtung !

Lieben Gruß, sanscryt

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


basse

Unregistered

5

Saturday, October 27th 2007, 3:27pm

hallo alexa,

so jetzt werden wir mal die keule rausholen und dein werk so richtig schön zerpflücken, wie es die Winde mit dem herbstlichen Baume machen. :P war natürlich nur ein scherz..

ich sehe ich sehe stille Gedanken nun hier bei diesem Werk scheinst du dir wirklich Gedanken gemacht zu haben, denn die erste zeile ist die einzige die dich irgendwo hinträgt und sich somit von den anderen unterscheidet, wie ich richtig sehe und sah Xx die anderen sind nunmehr tragend weil dein LI in Erinnerung schwelgt xX..

eine weitere Unterscheidung findet sich in den Kadenzen, sprich abwechselnd männlich/weiblich in der ersten und letzten Strophe und reimtechnisch weitestgehend sehr rein geblieben...die mittlere strophe fällt insofern aus den Rahmen, dass sie nunmehr nur aus männlichen Kadenzen bestehend und Z2 und Z4 ungereimt bleiben..

alles spricht dafür das dein LI den Kuss der zweiten Strophe nicht halten konnte, und er nunmehr wie ein gewesener Traum davonzieht...die vergleiche sind durchaus nachvollziehbar und alles in allem ist dein werk gelungen..die mühe die form aufzuschlüsseln habe ich mir mal erspart da es auf den ersten blick i.o erscheint, aber genau dies ist es auch was mich ein klitzekleines wenig stören könnte. einige zeilen kommen mir ein wenig zu erzwungen vor und wirken nicht fließend genug, aber dies mag im sinne der betrachtung liegen, wie gesagt alles in allem ist das werk gelungen.

LG basse

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

6

Sunday, October 28th 2007, 11:49am

Hallo

Inspira

Quoted


Wie wäre es dort mit: wiegt - umschmiegt ?

umschmiegt - ?? ich kenne das Wort in der Form mit -um- gar nicht.Und es klingt für mich leider auch nicht wirklich gut.
Ich habe hier versucht durch die Reimunterbrechung etwas auszudrücken...aber scheinbar ist es mir nicht ganz gelungen.

Luna;

Quoted


Besonders auffällig empfinde ich die Harmonie deiner Worte.

Danke... =)

sanscryt;

Quoted


Deine Reime, bzw Assonanzen finde ich gut gelungen, bzw. umgesetzt.

Das war mir wichtig- danke das du das erwähnst

Quoted


Alles Gut

Hey, und das von dir... :]
das freut mich besonders

Basse;

Quoted


die mittlere strophe fällt insofern aus den Rahmen, dass sie nunmehr nur aus männlichen Kadenzen bestehend und Z2 und Z4 ungereimt bleiben..


du bist der Erste der sich darüber Gedanken gemacht hat...klasse =) , denn gerade hier habe ich versucht mit Reim und Endungen zu arbeiten um da noch ein wenig mehr in den Text zu packen, als es auf den ersten Blick scheint.
Womöglich ist mir das noch gar nicht so gut gelungen- aber - ich übe ja auch noch.. ;)



Danke an euch alle

L.G.
Alexa
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(Winston Churchill)

Ich hier

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7

Friday, July 22nd 2011, 10:27pm

Servus Alexa

Welch lieblich, leichtfüßige Melancholie

lg
Paul

franz

einfach nur franz

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8

Saturday, July 23rd 2011, 12:25am

Hallo und Tagchen Alexa,

nachdem ich ja schoneinmal meinen Senf hinterlassen habe und diesen Text durch meinen Vorposter zufällig wiedergefunden habe, wollt ich nur eben vermerken, dass er mir auch heut noch, vier Jahre später, immernoch sehr, sehr gefällt!
Fein kommen die Halbreime im b-Reim der einzelnen Strophen.

Ein super Stück das du da geschrieben hast!

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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9

Monday, July 25th 2011, 3:20pm

wer gräbt denn hier nach alten Schinken :D

Ja, dieser Text ist noch aus der Zeit meiner Reimversuche. Ich find ihn auch immer noch gut. 8)

Danke, Freigeist, Danke Franz fürs aus dem Keller holen und entstauben.

L.G. Alexa
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Ich hier

Raul

Master

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10

Friday, August 5th 2011, 10:16pm

Der Text, auf den ich durch google, Gedichte und Gänse gestoßen bin, ist klasse. Es geht um einen flüchtigen Augenblick, der vom Herbst und dem Flügelschlag von ziehenden Gänsen weggeweht wird, um eine Erinnerung, die bleibt. Allein in der ersten Strophe frage ich mich, und das ist eine generelle Frage, ob man die Verben so stutzen kann, um den Rhythmus beizubehalten.

Quoted

Quoted

Seh[b]e[/b] ich den letzten Gruß
durch herbstgefärbte Blätter schimmern,
setz[] ich Gedanken, Fuß vor Fuß,


Ich stelle mir die Frage bei Texten selbst immer wieder und wäre dankbar für Antworten.

franz

einfach nur franz

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11

Sunday, August 7th 2011, 6:45am

also wo du es so direkt ansprichst ist die Frage gar nicht mal so blöde! Im aktuellen Fall, bzw. in dem Text hier von Alexa un der von dir zitierten Textstelle, find ich es schon ok, auch wenn ich zugegebn muss, dass jetzt, wo du es so explizit an den Mann bringst, es doch ein wenig negativ aufstößt. Im ganzen Gedicht geht die Stelle wohl einfach unter (das machen Fluss und Rhythmus wohl einfach wett) sieht man es dann aber so direkt wie von dir dargelegt vor den Guckerchen merkt man, dass hier etwas nicht stimmt. Die beiden ersten Verse dominieren in ihre Weiblichkeit, bzw. im weichen Ausklang der einzelnen Wörter. Auch verspürt man eine deutliche Dominanz an " e ", welche dann aber plötzlich im dritten Vers verebbt. Die Kürzung kommt schon strange. Da gebe ich dir recht!
Als Lösung des vermeintlichen Debakels würde ich einfach "setze" schreiben, die Gedanken rausnehmen und versuchen auf diesem Wege übereinzukommen. ich denke, da lässt sich auf jeden Fall etwas genehmes einfädeln!
Kürzungen an sich find ich Ok, wenn sie in angemessener Form im Text vorliegen. Soll heißen, dass sich die Kürzung klanglich als auch rhythmisch einfügen sollte, denn sonst klingt datt gaga!
Ausführen könnte man das sicherlich noch bis zum Erbrechen, aber das braucht dann wohl nen extra Faden, oder so.

Die Stelle hier wäre mir ohne dein Einschreiten gar und nimmer in den Sinn gekommen. Da dank ich dir echt für! :]
Interessantes Thema!

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Alexa

Blickdicht(erin)

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12

Monday, August 8th 2011, 11:46am

ich nehme ja jede Kritik ernst und mache mir meine Gedanken, aber, únd seid mir jetzt deswegen nicht böse, ich sehe hier kein Problem. Das Verb ist auch nicht um des Rhythmus Willen gekürzt. ?(
Das setz empfand ich als wesentlich härter als setze, dazu die stumpfe Kadenz in dieser Zeile (Fuß) , die sich übrigens an die erste (Gruß) anschließt, (deswegen kann ich gerade deinen Einwand, Franz ?(

Quoted

Die beiden ersten Verse dominieren in ihre Weiblichkeit, bzw. im weichen Ausklang der einzelnen Wörter.
))
nicht wirklich nachvollziehen.

für mich unterstreicht der harte Klang sogar sehr schön die Schwere diesen (Gedanken)Weg zu gehen.


Für mich ist das also irgendwie überhaupt kein Diskussionspunkt, zumal ich auch nicht sehe, dass es unangenehm den Rhythmus stört, aber das soll euch ja nicht davon abhalten, sich darüber Gedanken zu machen. :P

Danke euch trotzdem

L.G. Alexa
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(Winston Churchill)

Ich hier

Raul

Master

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13

Monday, August 8th 2011, 12:58pm

Nein, Alexa, im Gegenteil, es ist für den Rhythmus sogar sehr gut. Meine Frage zielte allgemein in eine andere Richtung, aber ich sehe jetzt auch mit der Antwort von franz klarer, dass so etwas geht. Ich sehe in älteren Gedichten ganz oft diese Stutzung von Endungen und dachte daher, dass es heute etwas aus Mode gekommen sein könnte. Das wäre mein Diskussionspunkt gewesen, hat sich aber erledigt, weil ich zu der Überzeugung gekommen bin, dass so etwas in der gesprochenen Sprache ja auch vorkommt und deswegen auch immer einen Platz in der Lyrik haben kann. Der Text überzeugt mich noch viel stärker, je häufiger ich ihn lese.

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