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Date of registration: Feb 7th 2006

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Occupation: Grossstadtneurotikerin a.D.

1

Thursday, October 18th 2007, 5:04pm

An der Tür



Meine Kinderhände liegen
auf weichgeliebter Lederhaut

Glasfasern tauchen an den Schläfen
zwischen meinen Fingern auf

Im Zimmer schüttelt eine Frage
ihre weissen Flügel aus

An der Tür flüstert ein Name -
Stille weht durchs Vaterhaus

Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

nihil

Professional

Date of registration: Jan 6th 2006

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2

Monday, October 22nd 2007, 4:42pm

Hallo Y-did :)

das Gedicht kommt mir sehr unbestimmt vor, wie wenn man zurückdenkt und sich nicht an alles erinnert, nur noch z.B. an das Gefühl z.B. einer Berührung. Kinder sehen Details, machen Vergleiche (Glasfasern, find ich gut). S3 ist mir zu unbestimmt. Ich denke an ausgeschüttelte Frau Holle-Bettdecken, aber auch an eine große weiße Gans, vermutlich ist es aber metaphorisch zu verstehen (Haha). S4 löst auf, um was es sich handelt, obwohl mir "An der Tür flüstert ein Name" trotzdem beliebig gewählt vorkommt.

An früher denkt: nihil

Date of registration: Feb 7th 2006

Posts: 722 wcf.user.activityPoints: 4,130

Occupation: Grossstadtneurotikerin a.D.

3

Tuesday, October 23rd 2007, 3:54pm

hallo nihil,

woran du alles denkst...mit Frau Holle hast du mir jetzt meine schöne Metapher versaut, auf die ich doch besonders stolz war, bevor du die dumme Gans auf sie losgelassen hast, du Schuft!
Was dir so beliebig gewählt erscheint, ist genau das, was ich nicht benennen wollte (so ein Mist: jetzt hab ich mich doch erklärt *grummlgrumml*)
Und, ja: die Glasfasern mag ich auch ganz besonders - siehe deine Worte...

und jetzt?

weiter Märchen lesen...

und brav grüssen

You did
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sanscryt

einfach nur franz

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4

Saturday, October 27th 2007, 1:53pm

Guten Morgen Kalei,

ein schönes Stück an eine - wie es Nihil schon nannte - verstummende Erinnerung, was du hier geschrieben hast.
Wie auch schon genannt, weiß ich für mich nicht so recht ob ich es mir positiv oder negativ auslegen soll.
Erfährt das Lyrich Gutes oder Schlechtes durch die verstummenden Erinnerungen? Von dir nicht wirklich offengelegt,
was hier nicht negativ zu nehmen sein soll, sondern - mich zumindest - fein zum Nachdenken einlädt.
Favorit in deinem Text ist die erste Strophe, welche sich hier - wo ich sie noch einmal anschaue neu eröffnet:

Quoted

von mir:
Wie auch schon genannt, weiß ich für mich nicht so recht ob ich es mir positiv oder negativ auslegen soll.
Erfährt das Lyrich Gutes oder Schlechtes durch die verstummenden Erinnerungen?


Naja, bestimmt kein schönes Gefühl eine schrecklich doll geliebte Person zu verlieren. Als meine Großmutter
verstorben ist, habe ich an meiner Mutter gesehen was Trauer wirklich heißen kann, und scheue mich vor dem Tag, an dem ich es kennenlernen werde.

Was mich ein wenig stört sind deine weißen Flügel in der dritten Strophe. Ich finde sie ein Stück weit zu weich im Gegensatz zum Rest des Textes. Das mag an dieser
Stelle vielleicht schon angebracht sein, ... aber z.B. die Frau Holle Idee hätte man doch fein verwenden können.
Klingt vielleicht bekloppt, löst aber schöne Ideen diesbezüglich aus!
Nach dem ersten Lesen sprang mir das Metrum der letzten Strophe / erster Vers ins Auge, da dies vom Klang her
schon heraussticht, sich im ganzen Text jedoch sinnvoll einfügt. Keine Ahnung ob du hier eine besondere Intention hattest.

Ein schönes Gedicht =)

Lieben Gruß, sanscryt

zephyr - beeblebroxed

einfach nur franz


Date of registration: Feb 7th 2006

Posts: 722 wcf.user.activityPoints: 4,130

Occupation: Grossstadtneurotikerin a.D.

5

Monday, October 29th 2007, 4:23pm

...
Wie auch schon genannt, weiß ich für mich nicht so recht ob ich es mir positiv oder negativ auslegen soll.
Erfährt das Lyrich Gutes oder Schlechtes durch die verstummenden Erinnerungen? Von dir nicht wirklich offengelegt,
was hier nicht negativ zu nehmen sein soll, sondern - mich zumindest - fein zum Nachdenken einlädt.


So, wie ich dich eben zu verstehen glaube, ist dir eine klare Auslegung nicht wichtig (?). Für mich zumindest kann es eine solche gar nicht geben - ist es mir selbst doch nicht möglich, etwas, von dem ich allerhöchstens den Hauch einer Ahnung habe, offenzulegen. Nur Verschwommenes, Schleierhaftes erreicht mich. Der Wunsch danach, zu begreifen, liegt fern - näher liegt es vielleicht, selbst schleierhaft und unbegreiflich zu fühlen.
Die weissen Flügel erscheinen dir ´ein Stück weit zu weich´...hmmm...das mag wohl daran liegen, dass jeder für sich in einer dem anderen schwer zugänglichen Bildsprache/Welt lebt.
So, wie ich sie sehe, sind es Formationen, deren Ausdehnung und Form sich nicht bestimmen lassen, so, wie ein grosses Rauschen aus Überkopfhöhe, dem ich versucht habe mit meinen Worten eine Vision zu verleihen.

Quoted

Nach dem ersten Lesen sprang mir das Metrum der letzten Strophe / erster Vers ins Auge, da dies vom Klang her
schon heraussticht, sich im ganzen Text jedoch sinnvoll einfügt. Keine Ahnung ob du hier eine besondere Intention hattest.



Frag mich bloß nicht nach Intension, Sanscryt. Ich hab doch erst Recht keine Ahnung - schliesslich bin ich ja der Autor :O


Ich hoffe, ich konnte mit meinen Ausführung dazu beitragen, deiner Verwirrung klaren Nachdruck zu verleihen +

dank dir sehr für deine Anregungen (auch für die bekloppten )


mit liebem Gruss

U-did
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

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