da bleib ich nun schon zum xten mal an diesen Altarpflöcken hängen, und sie gehen mir nicht aus dem Sinn.
Altare...was ich allein schon damit alles an Vorstellungen verbinden kann: jemanden in den himmel heben, in schwindelerregende Höhen, mit frenetischer Anbetung, ohne je auf Augenhöhe sein zu können. Wie fühlt es sich an, so aufgebahrt zu werden? Es fühlt sich für mich so an, wie das, was mir deine Bilder vermitteln: wie ein Ausgeliefertsein, Zerbrechlichkeit, auch Furcht davor, der andere könnte mich irgendwann stürzen lassen in seinem Wahn.
´die horizonte von oben bis unten mit Kreuzen befleckt´ - so kann ich es auch lesen, und teilen. Diese Mitteilung lässt mich an ´Entheiligung´ (nicht von mir, aber ein guter Begriff!) denken. Ein befleckter Horizont an Beschränkung und daran, dass dem LI bereits Kreuze errichtet wurden. Ein enorm starkes Stück, Akineton! Und ich freue mich, es so oft lesen zu dürfen, wie ich mag...
bildhungrige Grüsse
J.
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.