Thursday, May 24th 2012, 2:29am UTC+3
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Chepre
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basse
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Chepre
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immer wieder erwachend, durch die kühle, jedoch scheint hier das ende einer Nacht beschrieben oder das zwischen aufwachen...
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hin und her was sich auch formell niedergeschlagen hat,

Inspira
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ich schlafe wach in meinem Nest
aus Sehnsucht, Einsamkeit und stillem Fluchen
mein Körper ist schon weit herabgekühlt
ich bin zu müde, ihn am Grunde dieser Nacht zu suchen
Dem Erlebnis der Kälte steht dann das Erlebnis der Tiefe bei, was mit dem Traum in Einklang ginge, die Kälte widerum mit der Einsamkeit, die beiden zusammen mit dem Wasser, der Ruhe der Situation
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auf hohen Temperaturen fiebere ich
und blase Glas in Kugeln, das mich trägt
und das von ein bis acht Uhr pochend leis zerschellt
ich falle stumm heraus und in ein anderes Extrem

und weiter geht die Reise zum Nächsten Extrem
Chepre
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also, das hier ist das schönste aller Deiner Gedichte, die ich bisher gelesen habe.
Danke, danke, ich hätte nicht erwartet, dass das hier eine teils so positive Resonanz verursachen kann.
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Natürlich fällt auf, dass Du zuerst einen Reim einbaust (fluchen-suchen), das aber dann nicht weiterführst und erst in Strophe 3 zurückkehrst. Absicht?

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Du hast doch mehr solcher Elementargedichte, nicht?
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Unnütze, wie das "Nest", das bezugslos da steht.
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ich schlafe wach in meinem Nest
aus Sehnsucht, Einsamkeit und stillem Fluchen
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wach schlafen entspricht einem entweder zu müde zum Schlafen zu sein, einem Halbschlaf oder aber einem Traum.
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Also könnte die Reihenfolge durchaus von Bedeutung sein.
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Dem Erlebnis der Kälte steht dann das Erlebnis der Tiefe bei, was mit dem Traum in Einklang ginge,
Traum? Nicht unbedingt, nein. Ich habe eher an einen Brunnen gedacht (auf den man hier natürlich nicht zwangsläufig kommen muss), dieser Brunnen ist mit Wasser gefüllt und darin schwimmt und taumelt das Ich. Der Brunnen wäre hier meine Nacht.
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fraglich das "das mich trägt",
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das Reimschema vollends über Bord zu schmeißen.
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Glaskugel bringt natürlich Assoziationen mit sich: Wahrsagerei; aber auch steht sie für Transparenz des Ganzen.
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der Vers wirkt ziemlich strapaziert,
Das würde mir mehr weiterhelfen.
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achso du warst drin, das war aber nicht klar oder
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"Tippen" ist naja unschön
Erkläre dich.
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Vielleicht die Nacht hinter dem Glas?
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Da ich keine Frau bin, hab ic hwahrscheinlich das Wesentliche überlesen,

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Alles in allem also gut, aber das geht noch besser, besonders in Hinblick auf die Form.

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Also wenn, dann nicht mit Absicht. Fallen dir da spezielle Sachen ein?
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Das Nest ist alles andere als bezugslos, im Gegenteil, es ist eine wichtige Sache im Text. Hab ich so schlecht geschrieben oder hast du es einfach nich so verstanden, wie ich es gern gehabt hätte??
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Warum? Klingt es beschissen oder ist der Bezug unklar?
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Ich wollte mit den Glaskugeln etwas anderes ausdrücken. Man denke an Seifenblasen: Auch diese werden gepustet, wie hier das Glas, und sind gemeinhin Symbol für Träume. Nur sind hier die Träume schwererer Art. Sie haben keine Leichtigkeit, sie drücken das lyrIch praktisch in so einer Art langsamem Herabschweben ins Wasser. Dass es von den Kugeln bzw in den Kugeln getragen wird, empfindet es im Grunde nur aus eigener Perspektive so.

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Warum? Weißt du, vielleicht kannst du einfach mal erklären, warum dir bestimmte Sachen net gefallen. Das würde mir mehr weiterhelfen.
Liegt es vielleicht an den vielen einsilbigen Worten? Hast du vielleicht sogar Verbesserungsvorschläge?
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Warum? Mir gefällt es. Erkläre dich.
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Nö. Warum soll das lyr Du denn nicht an die Nacht tippen können? Hier ist speziell auf die Nacht Bezug genommen, wie sie das lyr Ich erlebt.
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ich muss dir was verraten: als ich das hier geschrieben habe, habe ich mich nicht groß um die Form geschert. Schlicht drauflosgeschrieben, wies mir in den Kopf kam, ohne auf Metrum oder Reimschema bewusst zu achten. Jetzt nachträglich eine hineinzubiegen käme mir unehrlich meinem eignen Text gegenüber, das muss nicht sein.
Chepre
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Was ich meinte ist, dass das Nest im Gedicht nicht wiederkommt, das meinte ich mit bezugslos.
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Vielleicht könnte man den Zeitbegriff anders fassen. "das sieben Stunden pochend leis zerschellt" um wenigstens die ein oder andre Silbe zu kürzen.
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Klar kann man das. Aber da ich davon ausgegangen bin, dass hier einfach Gedanken mitgeteilt werden, finde ich die Begriffserweiterung von tippen in Sinne von schreiben relativ nutzlos. Es entsteht dadurch in meinen Augen kein Metatext oder etwas derart. Da finde ich das "das Glas der Scheibe antippen" wesentlich anspruchsvoller und schöner
Naja, da kann ich ja nichts dafür, wenn tippen ein Teekesselchen ist, und ich meinte es sicherlich nicht im Sinne von Schreiben, sondern einfach im Sinn von berühren, und, wie gesagt, mir passt es sehr gut an der Stelle da.