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Date of registration: Feb 3rd 2005

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Occupation: Werkzeugmacher

1

Tuesday, October 2nd 2007, 10:18pm

Herbst 2007



Der Weißdorn stellt rotdunkle Knäufe,
die Laubsänger steigen ins Kar,
der Neckar leckt schwach seine Läufe,
mäandert ins endende Jahr.

Die unsichtbar weisende Fährte,
von Schwalben, die zogen durchs Tal,
die Wärme, die schlehenblau währte,
beschleunigt mir ein Admiral.

Ich blicke den Abend hinunter
ins einsame Randecker Maar,
der Buchensaum wird langsam bunter,
der Norden, die Weite, wird klar.



Ciproflox

Professional

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2

Wednesday, October 3rd 2007, 12:45pm

Hallo,

sehr schönes Gedicht :rolleyes:

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube dass dieser Vers "beschleunigt kurz ein Admiral." xXxXxXxX aus der Reihe fällt zu "mäandert ins endende Jahr" xXxxXxxX, oder?

Ansonsten läuft da alles rund, es kommt eine -wortwörtlich- bewegende Stimmung auf, als wenn alles sich dem Herbst bereit erklärte. Besonders stark:

Quoted


der Neckar leckt schwach seine Läufe,
mäandert ins endende Jahr.

und

Quoted


Ich blicke den Abend hinunter
ins einsame Randecker Maar,
der Buchensaum wird langsam bunter,
der Norden, die Weite, wird klar.

wo ein besonderer Kontrast hervorgehoben wird: den Abend hinunter/ der Norden, die Weite, wird klar.

Die Natur scheint bereit für den Zeitenwechsel, beim Ich bin ich mir nicht ganz sicher

Das hab ich gerne gelesen

Grüße

Cip
Überblick

Zitat von »King Lear«

Aus nichts kann nichts entstehen: sprich noch einmal

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3

Wednesday, October 3rd 2007, 7:41pm

hm, die Admiralzeile tanzte beim lesen aus der Reihe?
danke für den Hinweis, Ciproflox,
das ist nämlich so nicht beabsichtigt. ich werde die Zeile dann wahrscheinlich zu ändern versuchen.

die Bereitschaft zum Wechsel hast du richtig erkannt.
freut mich, dass es dir gefallen hat.

Gruß
Alcedo

ruelfig

Master

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Location: Von

Occupation: Ökologische Ausgleichsfläche

4

Wednesday, October 3rd 2007, 8:43pm

Hallo Alcedo,
ein überaus schönes Herbstgedicht mit genauer Beobachtung. Dass du es datiert hast, gefällt mir besonders, so kann man es nächstes Jahr wieder hervorholen und vergleichen.
Der Admiral allerdings stockt ein wenig (passt aber als Bild überaus), gerade weil er beschleunigen soll, da schließe ich mich Cipro an. Verbesserungsvorschlag habe ich nicht, aber dir wird sicher etwas einfallen.
Herbstlich gerne gelesen,
ruelfig
Gegenismen

Akineton

Intermediate

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Occupation: Engelflügelmechatroniker

5

Wednesday, October 3rd 2007, 8:50pm

Ja hier muß ich auch noch unbedingt mein Lob loswerden. Sehr schön, gerade weil Naturgedichte m.M.n. sehr schnell kitschig und langweilig werden können. Dieses gefällt.

Die Admiralsgeschichte ist ja schon angesprochen. Also gibt's auch nichts zu kritisieren.

lg akineton
Meine Ohren lassen die Flügel hängen, weil meine Augen lahmen. Vielleicht erkennt mein Mund einen Weg.

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6

Thursday, October 4th 2007, 3:48am

.

Hallo Alcedo,

Ein sehr schönes Herbstgedicht, dem eine ruhige und edle Stimmung innewohnt.
Hier stimmt alles, von der exzellenten Wortwahl über die Form, bis ins kleinste Detail.



Liebe Grüße
Katerchen
.
Dämmerungskrallen
Versonnen
Im Schilf
die Kätzchen
Eines Nußbaumes

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Occupation: Werkzeugmacher

7

Thursday, October 4th 2007, 5:02pm

Danke fürs dreifache Lob.

in der Admiral-Zeile hab ich jetzt ein Wort geändert.
ich hoffe der Falter fällt jetzt besser in den Anapäst.

Grüße
Alcedo

Referenzversion der Strophe:
Die unsichtbar weisende Fährte,
von Schwalben, die zogen durchs Tal,
die Wärme, die schlehenblau währte,
beschleunigt kurz ein Admiral.

Ingo Baumgartner

Unregistered

8

Friday, October 5th 2007, 11:52am

Hallo Alcedo!

Wo Alcedo draufsteht, ist Natur drin. Schön. Lg Ingo

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9

Friday, October 5th 2007, 3:32pm

danke Ingo

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