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Akineton

Intermediate

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Occupation: Engelflügelmechatroniker

1

Tuesday, October 2nd 2007, 9:32am

bebrauchsland

mehrdeutig
formatiert wachsen brüche
ins heillose
dünnblättrig vernutzt
erleuchtet
von schnelle und mahlzeiten

auf deinen augen
tanzt
fassadennebel

rückblendend
bezweifelt der mond
unseren kuss
Meine Ohren lassen die Flügel hängen, weil meine Augen lahmen. Vielleicht erkennt mein Mund einen Weg.

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2

Tuesday, October 2nd 2007, 3:31pm

hallo Akineton,

das zerrt so richtig unter der Haut. leicht verdaulich ist es nicht, was ich hungrig begrüsse. ich spüre genau, wovon diese Strukturen erzählen - dein Stimmungsbild ist auf emotionaler Ebene von dermaßen hoher Prägnanz, dass ich einen Teufel tun werde, hier jetzt mit Interpretation daherzukommen (es sei denn, du zwingst mich ^ ^)

wunderbar unverbraucht und prägnant empfinde ich deine Sprache und danke für den tiefen Einblick

Kali
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

Pseudonym

Lyrisches Licht

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3

Wednesday, October 3rd 2007, 8:43am

für mich persönlich auf die ersten male lesen absolut dicht und wie kali sagte prägnant:

sind die ersten drei Zeilen so wie die letzten drei Zeilen. Die Ersten drei sind sehr gut aber die LEtzten nochmal besser. Unnötig zu sagen dass eine derartige Steigerung bis zum Schluss einen nicht zu verachtenden Effekt in einem Text erzeugt.

Die mittleren sechs Zeilen sind für mich weniger prägnant und dicht. Vielleicht machst du das ja mit Absicht, als Meta- Metapher für den NEbel / die Ambivalenz von der dein Text ja zu handeln scheint
wie der Mond als Schluss Licht.

Ich gehe davon aus, dass das mit Absicht ist und als Idee finde ich es sehr gut. Dennoch überzeugen mich die mittleren sechs Zeilen in dieser Funktion nicht so sehr wie die anderen. Die sprachliche Qualität der unter anderem Wortspiele und die Dichte der zu beschreibenden "nicht Dichte" hätte ich lieber auf selbem Lesegenuss Niveau (persönlicher Geschmack eben)

Auf die Weise wie es da steht, kann ich meine "Sehnsucht" nach jener intensiveren Qualität allerdings wieder als Metapher spüren / verstehen...

Wenn du das wiederum beabsichtigt hast ist es natürlich wieder gut....

gerne gelesen und hoffe mich unklar ausgedrückt zu haben.. wie ein fahler Mond hinter Nebel schleier Wolken.

Grüße,
Tao.

Akineton

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4

Wednesday, October 3rd 2007, 11:31am

Danke euch beiden.

@Kali: Nein, nicht leicht verdaulich. Kann durchaus als ein Stimmungsbild gelesen werden. ohne es interpretieren zu müssen.

@ tao: Ja, die ersten und die letzten drei Zeilen bilden eine Klammer (auch wenn die Umbrüche, das zu vertuschen suchen) und die eigentliche Aussage.

Der Mittelteil ist sozusagen Füllstoff, die gesetzten Bilder müssen nicht so stehen, es könnten durchaus auch andere sein ohne die Grundaussage des Gedichtes zu verändern. Das ist es glaube ich, was du beim Lesen spürst. So kann der Lesende sich gerade im Mittelteil assoziativ wiederfinden. "schnelle", "mahlzeiten","dünnblättrig", "fassadennebel", bezeichnen das Nichthaltbare, Nicht(er)fassbare, die Unwiederbringlichkeit von Zeit, von Gemeinsamkeit...

lg akineton
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