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lyrikel

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1

Wednesday, September 19th 2007, 10:11pm

wegweisend

Die Nacht tanzt
hinaus
auf Sturmgedanken,
schmeckt
ungeduldig
nach Erdbeeren
und Wind,
trägt mich
zum Rauschen
in den Bäumen,
zum Streifen
durch die Wiesen,
zum Entfachen
des Feuers.
Funkenflug
riecht
seelenruhig
nach Sternenlicht
und Mondstaub
leuchtet mir
- Liebling -
silberne Wege ...
- Frühstück -

Und höhnisch grinst
der Gartenzwerg
im Vorgarten.

This post has been edited 1 times, last edit by "lyrikel" (Jan 11th 2008, 10:43am)


Ciproflox

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2

Monday, September 24th 2007, 5:25pm

Hallo!

wegweisend

Den Titel find ich ganz annehmbar! Schließlich will man wissen, was so wegweisend ist, das Gedicht? Oder was?

Die Nacht tanzt hinaus
Ja so darf ein Gedicht beginnen! Find ich toll
auf Sturmgedanken,
...weniger, aber es klappt,
schmeckt ungeduldig nach Erdbeeren
das find ich klasse! Da ist so viel Bewegung drin!

Jetzt kommen drei Einheiten:

zum Rauschen
in den Bäumen,

zum Streifen
durch die Wiesen,

zum Entfachen
des Feuers.

Dreimal Wind, nur beim letzten Mal finde ich jetzt wirklich einen Unterschied. Von daher denke ich, dass man das Streifen oder das Rauschen weglassen könnte, da dem nur eine wiederholende Funktion zukommt.

Funkenflug
riecht
seelenruhig
nach Sternenstaub
und Mondschein
leuchtet mir
- Liebling -
silberne Wege ...
- Frühstück -

Ich mag die wilden Assoziationen, das hat was expressionistisches (soll mich da wer korrigieren wenn ich falsch liege). Gut, der Sternenstaub ist altbacken und völlig weggewischt, aber ich denke es ist okay. Auch "Mondschein" scheint bei mir nicht mehr so positiv durch, da finde ich die Wortwahl etwas schach. Zwischen den Gedankenstrichen spricht dann die Wirklichkeit (oder doch nur ein Traum :D ) das ans Bett gebrachte Frühstück an. Na wie romantisch!

Und höhnisch grinst
der Gartenzwerg
im Vorgarten.


Aber dann doch noch eine Wendung! :thumbsup:

Freundliche Grüße,

Cip
Überblick

Zitat von »King Lear«

Aus nichts kann nichts entstehen: sprich noch einmal

lyrikel

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3

Monday, October 1st 2007, 9:21pm

Hi Chiproflox,

dankeschön, dass Du Dich so kritisch mit meinem Gedicht hier auseinander gesetzt hast.

Traum ist hier ganz richtig, Flucht aus der Realität. Deswegen auch die Wiederholungen, ich wollte den Traum durchaus ein bisschen mit dem Wind treiben lassen.
Bei Sternenstaub und Mondschein hast Du sicher recht, vielleicht fällt mir noch mal was anderes ein.

Schön, das Dir der Umschwung gefallen hat, ich hatte wirklich Bedenken?

Nochmal Danke und
liebe Grüße
Franzi


ruelfig

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Location: Von

Occupation: Ökologische Ausgleichsfläche

4

Monday, October 1st 2007, 9:21pm

Hallo Lyrikel,
in Klammern meine Gedanken und Meinung.
Die Nacht tanzt
hinaus, (wenn du hier das Komma wegnähmest, wäre das ein Gewinn)
auf Sturmgedanken,
schmeckt
ungeduldig
nach Erdbeeren
und Wind,
trägt mich
zum Rauschen
in den Bäumen,
zum Streifen
durch die Wiesen,
zum Entfachen (im Gegensatz zu meinem geschätzten Vorschreiber finde ich diese Betonung des windischen verstärkend - ich mag Wiederholungen)
des Feuers.
Funkenflug
riecht
seelenruhig
nach Sternenstaub (hier würde ich einen kleinen Verdreher anraten: Sternenschein und Mondstaub)
und Mondschein
leuchtet mir
- Liebling -
silberne Wege ...
- Frühstück -

Und höhnisch grinst
der Gartenzwerg
im Vorgarten.
Der Schluss ist klasse gemein, wie dein LI ausgerechnet mit "Liebling" zurückgeholt wird. Hoffentlich war das Frühstück ausgleichend.
Ein schöner Versuch des Ausbruchs. Mach weiter, bald ist wieder Mond und Sterne. Der Traum ist nie so ganz vorbei.
LG,
r
Gegenismen

lyrikel

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Occupation: Biologin

5

Monday, October 1st 2007, 9:31pm

Da hab ich doch tatsächlich solange zum Antworten gebraucht, dass mir da schon wieder ein neuer Kommentar ins Haus flattert.

Vielen Dank Rolf, dass Du mir meinen windgetriebenen Traum bestätigst.
Dein Vorschlag gefällt mir sehr gut und hilft mir vielleicht aus der Misere abgegriffen zu klingen, ich denke ich werde es verändern.
Vielen Dank!

Vielleicht bleibts beim nächsten mal nicht nur beim Ausbruch-Versuch! :rolleyes:

viele liebe Grüße
Franzi


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