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Zwei Störche klappern auf dem Dach,
sie haben einen Ehekrach.
Die Störchin klagt – ihr Herz ist schwer:
„Wir schnäbeln überhaupt nicht mehr!“
Der Göttergatte sagt darauf:
„So ist nun mal des Lebens Lauf,
die Ehe ist kein Zuckerschlecken,
so manches kann auch bitter schmecken.“
„Das ist Geschwätz – Papperlapapp,
du schweifst doch nur vom Thema ab.
Denkst du vielleicht, ich wüsste nicht,
warum du scheust die Ehepflicht?
Die Störchin ist’s von nebenan,
die’s dir so sehr hat angetan.
Schon oft hast du verweilt bei ihr.
So geht das nicht, das sag’ ich dir!“
Und der Ertappte sollte büßen,
die Nestbesuche bei der süßen,
so attraktiven Nachbarin.
Der Ehefrau kam in den Sinn,
sich ihrerseits mal zu verwöhnen.
Sie nahm sich einen jungen, schönen
Geliebten in ihr Kuschelnest.
Das gab dem Ehemann den Rest.
Er flog davon sehr schlecht gelaunt
und sagte überaus erstaunt:
"Wie schnell hat sie mich doch ersetzt!"
Hat er sich da wohl überschätzt?
eine wunderschöne Fabel, die du da in Szene gesetzt hast. Gefällt mir sehr gut und liest sich recht flüssig. Bei allem Wohlwollen hatte der Storch ja noch gewaltiges Glück - da die Bestrafung nicht allzu drakonisch ausfiel.
Hat viel Spaß belm Lesen gebracht......
ganz liebe Grüße
Richard
Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt. (Mark Twain)
hallo xenia,
locker und leicht liest sich dein werk hier.
es ist dir gelungen mir ein grinsen an jeder zeile aufs gesicht zu zaubern.
nur das ende finde ich ein wenig abprubt. irgendwie fehlen mir da die pointe.
wie richard schon sagte, die strafe fällt nicht schwer aus. da könnte das ende mehr hergeben.
liebe grüße von fleur
ich freue mich, dass ich Dich erheitern konnte und bedanke mich für den hilfreichen Kommentar. In der überarbeiteten Fassung findet sich eine - hoffentlich - bessere Pointe!