Halli Hallo Roland!
Dein lyr. Ich befindet sich auf großer Fahrt, es bewegt sich etwas und hoffentlich bleibt das noch eine Weile so, schließlich kann der nächste Halt ja warten.
Also, nochmal ausführlicher.
ICE
Ich schlafe in
Atemzügen
und dichte
Luftschlösser
hinter Notausstiegen
aus Isolierglas.
Die ersten 4 Zeilen gefallen mir immernoch am Besten. Danach hauen mich die Notausstiege von meinem 1.-Klasse-Sitz. *seufz*
Ich mag das Wort einfach nicht.

Die 1. Strophe ist ein Rückblick des lyr. Ichs in die (wie ich meine nicht wirklich schöne) Vergangenheit. Die Erinnerungen an das, was war, sind noch da, natürlich. Wie könnte man alles vergessen, geht ja nicht. Aber sie sind zumindest hinter dem Isolierglas und das ist dick und fest.
Aber das Ziel steht fest,
Gleise weichen nicht ab
von grünen Signalen.
Ihre Fahrkarte bitte –
der nächste Halt
kann warten.
Jetzt der Blick nach vorne. Das lyr. Ich merkt, dass sich endlich etwas bewegt in seinem Leben, endlich wendet es sich zum Besseren. Grün heißt in Signalsprache ja freie Fahrt, also steht ihm nichts mehr im Wege. Auch die Fahrkarte hat es schon, nichts wie los!

Der nächste Halt wäre eine Unterbrechung der Fahrt, ein unerwünschter Stopp. Womöglich wäre er sogar schon wieder die Endhaltestelle...
Der kann warten, fahren ist schließlich viel schöner als halten.
Ich würde sagen, den Titel brauchst du nicht zu ändern. Ich habe nicht an Eis gedacht, aber vielleicht fahre ich auch einfach nur zu viel Zug.

Aber wenn du für die Notausstiege noch was findest (oder überhaupt finden willst?), dann... Tja, ich weiß nicht. Ich mag das Dingens so auch schon.
raba