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Date of registration: May 3rd 2007

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1

Monday, July 30th 2007, 8:53am

Die letzte Kiste

Die letzte Kiste

Ich half Dir nicht,
obwohl die letzte Kiste
die unsere war.
Rechtzeitig verschanzte
ich mich hinter meinem
starken Entschluß.
Dort stand ich,
weinte durchs Fenster
und sah runter zu Dir
wie in Sekunden Jahre
die Straße entlang gingen.
Freundschaft ist, wenn jemand Dir sagt "fühl dich wie zu Hause" und es Dir sofort gelingt!

Toby

Sage

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2

Monday, July 30th 2007, 9:16am

Good morning.

Die Geschichte einer Trennung, wie es sich anhört. Das lyrische Ich hat offenbar seine Geliebte vor die Tür gesetzt und trauert der gemeinsamen Zeit nach; da keine Einzelheiten genannt werden, kann diese Beschreibung wohl stellvertretend für das Ende so manch einer Beziehung stehen...

V.1: die unsere ("unsere" bezieht sich auf die "Kiste")

V.6: mit dem "starken" Entschluss bin ich nicht so richtig happy... ich würde "fester Entschluss" schreiben (und mit doppeltem s nach neuer Rechtschreibung)


Vor allem die beiden Schlussverse sind sehr gut gelungen, finde ich. Das Enjambement trägt hier dazu bei, ein kurzes Innehalten zu signalisieren und wird gefolgt von einem letzten kurzen Vers: dann ist sie weg; the rest is silence...


gern gelesen.

Toby
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

Luna

Professional

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3

Monday, July 30th 2007, 10:00am

RE: Die letzte Kiste

Hallo Wortspieler

Ich denke auch, das es sich um das Ende einer Beziehung handelt.
Jahre vergingen in Sekunden, schön geschrieben

Quoted

Original von DerWortspieler
wie in Sekunden Jahre
die Straße entlang gingen
.


Auch folgender Satz ist sehr gut

Rechtzeitig verschanzte
ich mich hinter meinem
starken Entschluß


Durch das Wort Rechtzeitig, kann man immer noch annehmen, das du wankelmütig geworden wärst, wäre da nicht der starke Entschluß gewesen.

Wirklich schön.

Danke

Luna
Ich glaube an Wunder

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4

Monday, July 30th 2007, 10:00am

RE: Die letzte Kiste

Guten Morgen,

"Das lyrische Ich hat offenbar seine Geliebte vor die Tür gesetzt" - in dem Fall war es der Lebenspartner. ;)

Was stark betrifft - ich finde hier das Wort stark viel besser als fest. Das lyr. Ich versuchte zumindest stark zu sein. Wie man merkte viel es ihm aber sehr schwer. Das lasse ich daher stehen.

Die "unsere" groß - hmm bist Du sicher. Ich fand das schwierig zu entscheiden in dem Fall.

Hat mich gefreut, dass Du hier warst. Mal sehen wann ich einen Text von Dir in die Finger kriege!

Gruß vom Wortspieler

PS: Hallo Luna. Da hatte sich gerade etwas überschnitten. Ich danke Dir für Deine lobenden Worte und werde mich gern in einem Deiner Texte austoben, sobald ich einen sehe.
Freundschaft ist, wenn jemand Dir sagt "fühl dich wie zu Hause" und es Dir sofort gelingt!

Toby

Sage

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5

Monday, July 30th 2007, 10:06am

RE: Die letzte Kiste

Quoted

Original von DerWortspieler
Hat mich gefreut, dass Du hier warst. Mal sehen wann ich einen Text von Dir in die Finger kriege!

Das kann noch dauern... ich bin momentan so unkreativ! :D
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

machtwort

Unregistered

6

Monday, July 30th 2007, 3:26pm

RE: Die letzte Kiste

Hallo Wortspieler!

Ich finde den Text dicht.
Eine Momentaufnahme, kein lyrisches Feuerwerk,
aber einer der wenigen Texte, bei der ich das Gefühl habe:
Mehr muss nicht, es ist alles gesagt.
„Sich hinter einem starken Entschluß verschanzen“, ist sehr
treffend, und wie wenig Trost diese Entschlossenheit bietet,
zeigt das ebenfalls zu Grübeleien inspirierende „durchs
Fenster weinen“.

Hat mir sehr gefallen: machtwort

(edit: Titel lockt auch an & ist stimmig)

ninniach

Trainee

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7

Monday, July 30th 2007, 4:04pm

RE: Die letzte Kiste

Hi kerlchen upps

Quoted

Ich half Dir nicht,
obwohl die letzte Kiste
die unsere war.
das klingt für mich danach, als ob da eine Liebe zu ende gegangen ist, die eigentlich bis zum Tod dauern sollte. bis in die letzte Kiste.

Quoted

Rechtzeitig verschanzte
ich mich hinter meinem
starken Entschluß.
das LI ist sich seiner Sache nicht ganz sicher, aber es hat den Entschluß gefasst und verschanzt sich dahinter um nicht doch noch nachzugeben.

Quoted

Dort stand ich,
weinte durchs Fenster
und sah runter zu Dir
wie in Sekunden Jahre
die Straße entlang gingen.
das ist eine sehr dichte Stelle. hier wird alles auf den Punkt gebracht. die Trauer. der Verlußt.

hat mir sehr gut gefallen

LG nin

sim

Professional

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8

Monday, July 30th 2007, 5:31pm

Hallo Wortspieler,

die letzten drei Zeilen sind unpräzise, auch stört mich das umgangssprachliche "runter" statt "hinunter".
Vor allem gingen aber in den Sekunden die Jahre nicht einfach die Straßen entlang, sondern fort. Es geht ja um eine Trennung.
Es kann natürlich sein, dass ich nicht verstanden habe, was du meintest, wenn ich es aber verstanden habe, wäre es z.B.:
Dort stand ich,
weinte durchs Fenster
und sah unten mit dir
in Sekunden Jahre
vergehen.

"wie" zum Beginn der vorletzten Zeile fehlt bei dir der Aufbau und Nachbau, letztlich würde es ja einen Vergleich oder eine Art und Weise einleiten, die nicht kommt. Wenn du es aber (was in der Alltagssprache oft gemacht wird) verwenden möchtest, müsste es eingeleitet werden, etwa durch "beim Blick hinunter zu dir". So wirkt es für mein Gefühl einfach gramatisch falsch.
Das Bild "sich hinter einem starken Entschluss verschanzen" finde ich auch sehr gelungen.

Lieben Gruß, sim
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I've always considered writing the most hateful kind of work. I suspect it's a bit like fucking — which is fun only for amateurs. (Hunter S. Thompson)

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9

Monday, July 30th 2007, 5:51pm

Hallo machtwort,

es freut mich, dass Du diesen Text stimmig und gelungen findest.
Das finde ich auch. Deswegen habe ich ihn zum Einstand auch mit eigestellt.

ninniach

Thanks auch für Deine Worte. Allerdings habe ich nie an eine Totenkiste gedacht, sondern es geht um eine Umzugskiste und um eine Beziehungskiste als Metapher. Dann wird es vielleicht klarer. Oder ?

sim,

ich teile Deine Ansicht mit runter und hinunter nicht. Und natürlich gingen die Jahre dort entlang, weil ich vom Fenster aus sah, wie er mit seiner Kiste die Straße entlang lief - daher auch der bildliche Vergleich. Und so fühlte ich mich auch. Es wundert mich gerade, dass Du das so nicht verstanden hast.
Ein Gedicht lebt doch vom Sprachgefühl. Du bist bisher der Erste von über 30 Personen, die das so empfindet bei diesem Gedicht. Ich werde daher nichts am Text ändern. Dennoch Danke ich Dir für Deine offene Meinung. Vielleicht ist Dein Sprachansatz einfach ein anderer als meiner.

Es grüßt der Wortspieler
Freundschaft ist, wenn jemand Dir sagt "fühl dich wie zu Hause" und es Dir sofort gelingt!

sim

Professional

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10

Monday, July 30th 2007, 6:24pm

Hallo Wortspieler,

ich sollte mir abgewöhnen, in Literaturforen über Grammatik zu reden. ;)
Wie war dein Gefühl genau? "Da gehen sie entlang, die Jahre" oder "da gehen sie hin, die Jahre"? Entlanggehen impliziert für mich nichts Endgültiges, keinen Schlusspunkt.

Ein zweiter von mir kritisierter Punkt ist die "Verdichtung", die ja in der Lyrik nicht ganz unwesentlich ist.
Schon dein erklärender Satz "weil ich vom Fenster aus sah, wie er mit seiner Kiste die Straße entlang lief" würde eine Spezifizierung des "wie" erfordern, wie ging er denn mit seiner Kiste die Straße entlang? Humpelte er, ging er schnell, blickte er sich noch einmal um, winkte er hinauf? Dieses "wie" setzt sich analog zum "Deppen-wo" im täglichen Sprachgebrauch allerdings immer mehr durch (was es natürlich nicht richtiger macht). Das ist ja durchaus in Ordnung, wenn es, wie in der Lyrik aber um Verdichtung geht, haben wir einen Satz, bei dem der grammatikalische Fehler den Satz auch noch künstlich bläht, denn "weil ich ihn vom Fenster aus die Straßen entlang laufen sah" würde ohne Nebensatz mit weniger Worten den gleichen Inhalt grammatikalisch korrekt wiedergeben.

Quoted

Ein Gedicht lebt doch vom Sprachgefühl.
In diesem Falle würde ich sagen, das Gedicht lebt von einigen Bildern und von der Tatsache, dass jeder schon mal eine Trennung hinter sich hat, jeder hat schon mal jemandem hinterher geblickt. Die Ansprache der eigenen Erfahrung vernebelt in diesem Falle das Sprachgefühl. Ich bin sicher, mancher der 30 wird nach meinem Hinweis erst noch mal nachgeschaut haben, ob da wirklich entlang gehen, statt fortgehen steht oder überlegt haben, ob es dasselbe wäre. Den fehlenden Satzteil hätte außer mir jemand bemerken müssen.
Stell dir vor, ich hätte geschrieben: "Ich sah dem Hund hinterher, wie in Sekunden ein Leben verlosch". Jeder hätte bemerkt, dass da etwas fehlt. Dass es im Falle deines Textes nicht so wahr, sagt nur aus, dass sich jeder in seiner Erfahrungswelt angesprochen fühlte und ahnen konnte, was ausgedrückt werden soll, nicht, ob dies auch wirklich ausgedrückt wurde.
Ich finde aber, in einem Gedicht kommt es durchaus auf diese Präzision an, egal, wie viel Arroganz man mir dafür immer wieder nachsagt.

Lieben Gruß, sim
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11

Monday, July 30th 2007, 6:56pm

....mir fallen 2 Sachen dazu ein - mache sollte vielleicht besser ein Vermesseungsbüro aufmachen, anstelle sich mit modernen Vers libre Texten auseinander zu setzen, wenn ihnen offensichtlich der Zugang dazu fehlt.
Ich hab mir längst abgewöhnt mich mit Menschen zu streiten, die anders senden als ich empfange und umgekehrt.

Ich lasse mich gern kritsieren wenn es Sinn macht. Die, die mich kennen und kennen lernen wissen das. Manch anderen bleibt es verschlossen, was mir auch egal ist. In dem Fall halte ich Deine Argumetation für blanken unnötigen "Unsinn".

Man kann es nicht allen Recht machen. Das lernt man bereits vor 30.

Thema 2 Präzision:

Das ist ganz Deine Meinung. Mir kommt es auf andere Dinge wesentlich mehr an! Über Kunst lässt sich da nicht verhandeln.
Dieser Text ging bereits an Autoren und Verlegern ohne Makel vorbei. Vielleicht zeigt das Deinen Status?

Wir lesen uns wieder - oder auch nicht.

Der Wortspieler
Freundschaft ist, wenn jemand Dir sagt "fühl dich wie zu Hause" und es Dir sofort gelingt!

machtwort

Unregistered

12

Monday, July 30th 2007, 7:42pm

Hallo zusammen!

@sim:
Es ist kein Zeichen von Arroganz, wenn Dir die Präzision des Textes
zu sehr an eigens Erlebtes gebunden ist, das ist letzlich einfach
eine andere Auffassung als z.B. ich sie habe.
Ich sach immer: „Meinungen, Deinungen....sowas ist müßig und nicht so wichtig“.
Ich finde, daß es dem Text nicht an Präzision mangelt, sondern eher, daß Du
etwas vom Autoren einforderst, was dieser ganz bewusst nicht im Angebot hatte.

@Wortspieler:
Ruhig Brauner, die Erwähnung von Autoren und Verlegern ist argumentativ
überflüssig, die haben auch nur Meinungen und einige teilen ihre sicher auch mit Sim!
Also lieb sein, Ihr beiden, ich komm kucken! ;)

diplomatwort

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13

Monday, July 30th 2007, 8:35pm

;) Ein Diplomat - da wären wir ja schon 2 ;).

Was bedeutet "brauner" ?

Ich für meinen Teil habe keinen weiteren Klärungsbedarf.

thanks für`s noch einmal vorbei schauen.

DerWortspieler
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sim

Professional

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14

Monday, July 30th 2007, 8:47pm

Ich frage mich ja schon, wenn doch der Text unbeanstandet an Verlegern vorbeiging, warum du ihn dann hier veröffentlichen musst, anstatt in einem hübsch gebundenen Buch?
Und ich frage mich weiter, warum du darauf ausweichst, mich persönlich anzugreifen, meine Kompetenz infrage zu stellen und dich als Künstler, mich als Vermessungsbeamten zu sehen, dem der Zugang fehlt, anstelle mich mit Argumenten zu widerlegen. Abqualifizierung ist nur die unhöfliche Form, Recht zu geben.
Generell frage ich mich, was so entsetzlich schlimm für einen Lyriker daran ist, Sprache zu achten und wichtig zu nehmen. An anderer Stelle in diesem Forum beklagt jemand, die deutsche Sprache wäre nicht genau genug. Dabei bietet kaum eine Sprache so viel Genauigkeit, wenn man sie denn beachtet.
Ich lasse mir den blanken Unsinn meiner Argumetation gern nachweisen, ich habe es aber deutlich satt, dass sich von der Grammatik beleidigte Künstler auf ihre künstlerische Freiheit berufen und allen anderen den Status Kunst absprechen.

@Machtwort. Vor allem in meinem zweiten Beitrag habe ich über weite Strecken vom Autor nichts weiter eingefordert, als eine korrekte Verwendung der Grammatik der Sprache, in der er schreibt. Fehler als künstlerische Freiheit können Bestandteil lebendiger Sprache sein, dies aber mE unter inhaltlicher Begründung. Der Inhalt bestimmt die Form. "Weil ich es so will" ist jedenfalls keine künstlerische Begründung sondern die eines Kindes in der Trotzphase.
Wenn der Autor Grammatik nicht im Angebot hat, begehe ich mit dieser Erwartung natürlich einen Fehler, diese zu erwarten.
Wenn Grammatik eine Frage der Meinung ist, nehme ich das gern zur Kenntnis und schmeiß meinen Duden aus dem Fenster.
Wenn Grammatik die Freiheit der Kunst gefährdet, anstatt sie zu unterstützen, sollten die Künstler die Grammatik vielleicht verbrennen?

Ich jedenfalls bleibe weiterhin froh, wenn man mich unter meinen Texten auf grammatische Fehler hinweist.

Zum Schluss noch einmal: Es ging um die letzten drei Zeilen, die ich formal und begründet kritisiert habe. Den Rest fand ich gut und habe das auch geschrieben. Es gibt also keinen Grund, mir aus gekränkter Eitelkeit gleich zu servieren, wie kritikfähig der Autor unter normalen Umsänden wäre, meine Kompetenz oder mein künstlerisches Verständnis anzuzweifeln. Und schon gar keinen, mich zu beleidigen, Wortspiel.
Texte einer multiplen Persönlichkeit

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15

Monday, July 30th 2007, 9:06pm

Hallo sim,

ich habe hier keinen beleidigt. Mein Ton ist nur etwas schärfer geworden nachdem Du fröhlich weiter gebohrt hast.

Abgesehen davon ist dieser Text in dem Buch Bordsteingesepräche verlegt worden. (siehe meine Homepage)
Ich bin weder gekränkt noch sonst was. Ich sehe aber, dass Du Erwartungen an eine Metapher hast, die ich nicht nachvollziehen kann.
Hättest Du Lust zu begründen warum ein Frühstücksei oval ist ? Ich habe das nicht. Wenn Du magst tauschen wir uns gern per PN weiter aus. Ggf. werde ich mich entschuldigen. Aber nicht weiter in diesem Faden. Ich brauche keine Schiedsrichter.

Gruß Wortspieler
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ruelfig

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16

Monday, July 30th 2007, 9:33pm

RE: Die letzte Kiste

Hallo Wortspieler,
dein Gedicht gefällt mir. Ich mag besonders die Kiste, die ich lese als Beziehungskiste. Das li hatte wohl schon ein paar, denn dies ist die letzte, das ganze betreibt er nicht zum ersten Mal. Jetzt hat er sich rechtzeitig entschieden, er hilft dem anderen nicht, sein Entschluß ist stärker als ein verbleichendes Gemeinschaftsgefühl. Durchs Fenster weinen empfinde ich als sehr trauriges, passendes Bild, dem li bleiben die Tränen, sie können nicht das Glas durchdringen, wären aber von der anderen Seite sichtbar.
Jetzt kommt mein einziges Fragezeichen: nach zu Dir ist für mich der Satz abgeschlossen. Könntest du dich zu einem Punkt entschließen? Dann wäre: Wie in Sekunden.....ein wundertrauriger Abschluß.
Zu der Auseinandersetzung im Faden sage ich nichts, ausser, dass Brauner ein Zitat ist, glaube ich, aus Fury. Man verwendet den Ausdruck "Ruhig, Brauner" scherzhaft, um Dampf aus den Segeln einer Auseinandersetzung zu nehmen.
Gerne gelesen,
Grüße,
r
Gegenismen

mellifica

Unregistered

17

Tuesday, July 31st 2007, 12:51am

hallo wortspieler,

obwohl ich mich noch nicht all zu oft mit den freien metrischen gedichtformen beschäftigte versuche ich dennoch eine interpredation, da mir einige passagen sehr gut gefallen..

als erstes wirkt auf mich, dass "Ich half dir nicht," wie etwas..ja mein gott ich wusste, das dies wahrscheinlich die letzte chance ist oder der letzte funke sein würde, um diese beziehung zu retten, doch ich resignierte.

letzte kiste: ist natürlich vielfach auslegbar, wobei gerade das letzte anscheinend den endgültigen schlusspunkt setzt, den tot einer beziehung oder deren ende. sehr schön, sehr schön

das verschanzen, erinnert mich an ein schild, dass wenn abgelegt doch, viell. nicht zum ende geführt hätte, jedoch diese tat an sich. der nicht hilfe erübrigte dann alles weitere.

weil, warum sollte ansonsten jemand hinter jemanden hinterherweinen? aber das ende ist dennoch da, denn nichts anderes drückt ein film aus der jahre in sekunden widergibt.

ich denke dein werk birgt als abschiedszene viel und obwohl ich kein ausgesprochener fan freier verswahl bin, den reiz einer sehr kompakten momentaufnahme, mit frei auslegbarer vorgeschichte :)

liebe grüße melli

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18

Tuesday, July 31st 2007, 11:49pm

RE: Die letzte Kiste

Hallo ruelfig,

es freut mich, dass Du die "Kiste" magst. Ich bin hin und hergerissen wegen Deinem Vorschlag. Im Prinzip stimmt es, dass man den Satz an dieser Stelle beenden könnte. Allerdings klingt für mich dann der Abschluss, als ob er dann etwas in der Luft hängen würde. Bevor ich etwas zerstöre, was mich eigentlich nicht stört lasse ich es mal so stehen. Es sei denn mir käme mir noch ein Blitzgedanke.

Hallo mellifica,

wenn Du Dich sonst nicht mit solchen Werken beschäftigst freut es mich nun umso mehr. Konkret war mit der letzten Kiste eben die Umzugskiste gemeint, die jemand packte, während das lyrische ich nicht helfen wollte (oder auch nicht konnte). Da dieses Wort aber so gut mit der Beziehungskiste verbunden werden konnte habe ich es auch im Titel so gewählt.

Es grüßt der wortspielnde Stuttgarter
Freundschaft ist, wenn jemand Dir sagt "fühl dich wie zu Hause" und es Dir sofort gelingt!

betja

Trainee

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19

Monday, September 3rd 2007, 8:18pm



Ich jedenfalls bleibe weiterhin froh, wenn man mich unter meinen Texten auf grammatische Fehler hinweist.


Hallo Sim, ich möchte dich beim Wort nehmen und dich auf einen schlimmen Grammatikfehler hinweisen, den du in deiner Kritik gemacht hast.

Quoted

""Dass es im Falle deines Textes nicht so wahr, sagt nur aus... ""
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
(F.Nietzsche)

Toby

Sage

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20

Monday, September 3rd 2007, 8:49pm

Liebe betja, in diesem Faden geht es um das Gedicht von DerWortspieler und nicht um die Rechtschreibung in einem Kommentar. Deshalb bitte on topic bleiben.. vielen Dank.
"Ach, aber mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn und Süßigkeit sammeln ein ganzes Leben lang und ein langes womöglich, und dann, ganz zum Schluß, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind. Denn Verse sind nicht, wie die Leute meinen, Gefühle (die hat man früh genug), - es sind Erfahrungen."
(Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge)

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