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farion

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1

Monday, July 2nd 2007, 8:10pm

Liebesbrief

für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das fest verankert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert.

Lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben,
bis der Augenblick vollkommen
und uns beiden endlos bleibt.



.
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

This post has been edited 1 times, last edit by "farion" (Aug 26th 2007, 12:27am)


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2

Wednesday, July 4th 2007, 8:00pm

RE: Liebesbrief

Hallo farion.

Ich weiß gar nicht, wie soll ich anfangen...
Wunderschön... :]

Es vermittelt eine gewisse Geborgenheit und Zuversicht, dass alles irgendwann wieder gut wird.
Mir fehlen die Worte... *seufz* Ich bitte um Verzeihung. :D

Ich glaube, du hast da zwei kleine Kommafehler drin. Str. 2 nach „jenen“ muss eines hin und Str. 3 nach „Weltengrenzen“ muss keines hin. Richtig? ?(

Ich danke fürs Schreiben, :)
raba
Wir müssen nur wollen.

farion

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3

Friday, August 17th 2007, 9:48pm

RE: Liebesbrief

Hallo Raba,

tschuldige die späte Antwort, aber ich habe lange überlegen müssen, da ich mit dem Text noch nicht zufrieden war. Die einzig wirklich gelungene Strophe ist die Erste. Danach lässt einfach die Spannung zu sehr nach. Die letzte Strophe passt außerdem nicht mehr so richtig.

Kurz und gut, meine Entscheidungen ist Strophe 2 und 3 Komplett fallen zu lassen. Gedichte schreiben bedeutet wegstreichen zu können. ;)

Liebe Grüße
das Drachendingsi


Nachfolgend die alte Version..........

Liebesbrief,


für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das fest verankert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert.

Lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben.
Wir verstecken sie vor jenen
die dem Schicksal dienen.

Im wilden Ritt durchs Firmament
verjagen wir Verfolger,
überschreiten Weltengrenzen,
im Moment der Ewigkeit.



PS zu den Kommatas: Ja, nein, keine Ahnung... ?(
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

iblis

Trainee

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4

Friday, August 17th 2007, 11:52pm

Quoted

farion

Liebesbrief,


für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das fest verankert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert.


Hallo farion,

dein Gedicht ist zuckersüß und vermittelt einfache, doch tiefe Innigkeit. Es stört nur ein wenig der urplötzliche Übergang auf den Tod, ich gebe der Kürze die Schuld.

Ich denke jedoch, dass man das Papier und seine Eigenarten weiter ausbauen kann, welches durch die alte Version durchaus gegeben ist:

binden-Buch-Papier
Gedanken falten

Um diese weiterzuführen, hätte ich einen Vorschlag:

"[...]
für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das festgetackert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert."

Mir gefällt die längere Version besser, weil mich die kürzere irgendwie so dastehen lässt.

Lieber Gruß

iblis
Im Abgrund wohnt die Wahrheit.

Alexa

Blickdicht(erin)

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5

Saturday, August 18th 2007, 10:48am

RE: Liebesbrief

Hi Farion

ich hab i.M. nicht viel zeit-
aber eins muss ich dir doch sagen; das kannste so nicht machen...einfach zwei Strophen streichen ?(
man hängt so zwischen...schön- und da fehlt noch was...

Quoted

Lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben.

Vor allem das . Echt schön-
Hol das zurück in den Text!!

L.G.
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

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6

Saturday, August 18th 2007, 1:06pm

RE: Liebesbrief

Hi Farion,

die späte Antwort ist entschuldigt, aber dass du die zwei Strophen einfach so wegstreichst... 8o
Nenenene, das darfste nicht machen.
Obwohl sich damit dann zumindest die Kommafrage erledigt hätte... :D

Mmh, die dritte Strophe könntest du meiner Meinung nach noch weglassen, aber nur die erste ist doch zu wenig.

Quoted

für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das festgetackert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert."

Da muss ich widersprechen, "festgetackert" sagt mir hier überhaupt nicht zu.
Mag sein, dass es zu dem binden/Buch/Papier usw. passt, aber seit wann tackert man Bücher? Oder gar Briefe??
Außerdem kann man die Klammern vom Tacker doch ziemlich einfach wieder lösen. ;)

rablabla
Wir müssen nur wollen.

farion

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7

Saturday, August 18th 2007, 10:05pm

RE: Liebesbrief

Hallo Iblis

Danke für das Lob und die Kritik, aber wie Raba bereits sagte ist "festgetackert" nicht das passende Wort für die Strophe. Schon alleine weil "fest verankert" sich auf die "Gezeiten" bezieht, diese Bildebene will ich um keine Umstände verlieren. Das alte Gedicht in seinen ganzen Länge verliert mir von Strophe zu Strophe aber zu sehr an Kraft, als das ich damit zufrieden wäre.

Hallo Alexa

Quoted

das kannste so nicht machen...einfach zwei Strophen streichen


Das mache ich eigentlich ziemlich oft. Allerdings werden sie in den meisten fällen durch Bessere ersetzt. :rolleyes:

Quoted


Quoted

Original von Farion
Lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben.

Original von Alexa
Vor allem das . Echt schön-
Hol das zurück in den Text!!


Es schmerzt auch mich diese 2 Zeilen zu verlieren. Aber ich bekomme keine würdigen Abschluss in dieser Strophe hin. Der Verweiß auf das Schicksal ist der Versuch auf das Gleichnis mit dem Tod in seiner Kraft Anschluss zu finden. Zu frieden bin ich damit aber nicht im geringsten. Weder ist es ein guter Abschluss des Textes noch angemessen in seiner Wirkung. ;(

Hallo Raba,

Quoted


die späte Antwort ist entschuldigt, aber dass du die zwei Strophen einfach so wegstreichst... geschockt
Nenenene, das darfste nicht machen.
Obwohl sich damit dann zumindest die Kommafrage erledigt hätte...


Ich habe die zwei Strophen in Wahrheit weggestrichen um die scharfen Klippen der Interpunktion zu umschiffen. :D :D :D
Nein im Ernst, die letzte Strophe kann wirklich weg, aber die 2. muss umgeschrieben werden. Aber leider waren meine Ideen bisher noch nicht sehr befruchtend. ;(

Euch Dreien vielen Dank fürs Kommentieren
Farion

......


Nachtrag: Gedicht nochmal überarbeitet
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

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8

Wednesday, September 19th 2007, 1:53pm

Hallo farion.

Späte Antwort, ich weiß… :rolleyes:

Ich finde den Brief jetzt noch besser als den mit den drei Strophen. :]
(Hätte nicht wirklich gedacht, dass das geht. ^^ )

Quoted

für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das fest verankert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert.

lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben,
bis der Augenblick vollkommen
und uns beiden endlos bleibt.

XxX XxXx
XxXxXxX
xXxXxXxXx
XxXxXxX

XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxXx
XxXxXxX

So, ich habs mal ge-xXxt, aus Spaß an der Freude. ^^
Mmh, irgendwie hast du es geschafft, hier einen Rhythmus hineinzubauen, der beruhigt und dieses Zu-Hause-Gefühl vermittelt. (Mir fehlen schon wieder die Worte… Wie machst du das immer? )
In der 1. Strophe scheint mir das lyr. Ich noch ein wenig unsicher, aber in der 2. weiß es, was es will und weiß auch, wie es dieses dem lyr. Du mit beinahe harmlose erscheinenden Worten schreibt/sagt. Bewundernswert sowas. :)
Was ich immer noch nicht verstehe: Warum ist der Anfang der 2. Strophe klein geschrieben? (Und jetzt komm nicht mit der dichterischen Freiheit!)

*seufz*
Schöööön.. :]

rablabla
Wir müssen nur wollen.

farion

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9

Wednesday, September 19th 2007, 2:21pm

Hallo Rababla

Quoted from "Rabenbalade"


Ich finde den Brief jetzt noch besser als den mit den drei Strophen. :]
(Hätte nicht wirklich gedacht, dass das geht. ^^ )

Ich hätte das auch nicht für möglich gehalten. ^^

Quoted from "Rabenbalade"


(Mir fehlen schon wieder die Worte… Wie machst du das immer? )

In dem Falle war es reine Intuition.

Quoted from "Rabenbalade"


Was ich immer noch nicht verstehe: Warum ist der Anfang der 2. Strophe klein geschrieben?


Keine Ahnung, im Original ist es jedenfalls groß geschrieben. :whistling:
Ich wer das mal nachbessern...

Danke für die Antwort
Farion
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Waldameise

Intermediate

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10

Thursday, September 20th 2007, 4:06pm

hi farion,



Quoted

an ein Haus aus Briefpapier


wie schön bitte!





Quoted

Lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben,
bis der Augenblick vollkommen
und uns beiden endlos bleibt.


Einen Brief in ein Kuvert schieben... ich bitte Dich, bewahre Dir diese wunderbare Liebe in Briefform. Du lässt mich hier seufzend zurück...

Toll,

al waldameise

farion

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11

Sunday, September 23rd 2007, 3:13pm

Hallo Waldameise.

Quoted


Einen Brief in ein Kuvert schieben...


In der zweiten Strophe hatte ich eigentlich weniger ein Kuvert im Sinn.
Meine Gedanken hingen eher an dem verrückten Haus aus Briefpapier.
Aber ich will den Lesern damit nicht ihr bild wegnehmen, schon garnicht wenn sie sich wie du, so sehr daran erfreuen. ^^
Vielen Dank für die Begeisterung zu dem Gedicht. :)
Liebe Grüße
Farion
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machtwort

Unregistered

12

Thursday, September 27th 2007, 11:21pm

Hallo Schatz!

Ist das für mich?
Ich schmelze! :love:

Nachdem Du die Mädels und sogar schon einen Wiener wuschig gemacht hast,
hast Du auch mich erwischt.
Ich hab es eben erst entdeckt und kann mich trotz Ähnlichklängen
die manch einer hier bemängeln könnte nur noch den anderen anschließen:
TOP! ( ..und wenn jetzt einer mit Kitsch kommt, der fängt eine... :cursing: )

machtwort

lila

Unregistered

13

Thursday, September 27th 2007, 11:27pm

hallo farion!

ich schmelz mal mit... auch wenn es irgendwie doch kitschg ist... aber das ist nicht weiter schlimm sondern super! :rolleyes:

so. ich weiß, das ist nicht sonderlich produktiv, aber ich wollte es gesagt haben.

lieben gruß von der fließenden

lila

farion

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14

Friday, September 28th 2007, 12:05pm

Hallo Ihr Beiden.

Quoted from "machtwort"


Ich schmelze! :love:

Quoted from "lila"


ich schmelz mal mit... auch wenn es irgendwie doch kitschg ist... aber das ist nicht weiter schlimm sondern super!


:rolleyes:
Das nächste mal werde ich ein Gedicht über Schmelzkäse schreiben!
Danke für das Lob, ich werde mich bemühen den Standard zu halten.

Liebe Grüße
Farion
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15

Wednesday, October 3rd 2007, 3:43pm

hallo farion,

gib mir bitte Bescheid, sobald die Schmelzkäseverdichtung vollbracht ist - ich werde mich daraufhin eines Salamibrotes mit scharfem Senf annehmen !

doch zunächst will ich diese Verse nocheinmal direkt vor meinen Augen haben:

für die Frau, die mich bindet
an ein Haus aus Briefpapier,
das fest verankert in Gezeiten
gegen die der Tod verliert.

lass uns die Gedanken falten,
diese zwischen Räume schieben,
bis der Augenblick vollkommen
und uns beiden endlos bleibt




durch die bisherigen Kommentare kann ich mir ungefähr vorstellen, wie dein Gedicht vor dieser Version aussah, und ich bin froh, dass du es ´mutwillig´ reduziert hast. Jetzt ist es von einer Dichte, die mir das eröffnen kann, was sie wortlos (und stabil!) in sich trägt. Eine sehr sinnliche Räumlichkeit hast du nun mit diesen Bildern geschaffen, und ich kann das Papier sogar rascheln hören..."ein Haus aus Briefpapier, (das*) fest verankert in Gezeiten" - auf den ersten Blick erscheint das schon sehr wuchtig, vor allem durch die kirchturmglockenschweren verankerten Gezeiten, doch dem steht die Leichtigkeit des Papieres entgegen, und ergibt den Eindruck von Freiraum und individuellen Zugeständnissen.

Schmelzkäseambitionen habe ich nicht bekommen, doch bin ich berührt von der Intensität dieser Verse.

mit liebem Gruss

Kali





* artikelbefreit könnte ich diesen Vers ebenso (-gar umso mehr) geniessen...
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

farion

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16

Wednesday, October 3rd 2007, 11:46pm

Hallo Kaleidoskop.

Es Freut mich ungemein, dass dir die Zeilen gefallen haben.
Freiraum und individuelle Zugeständnisse warten wohl tatsächlich die Triebfedern zu dem Gedicht.
Den Gedanken zur Artikelbefreihung lass ich mir noch mal durch den Kopf gehen.
Dein Argument dazu ist nicht von der Hand zu weisen. :)


Vielen Dank für deinen Kommentar
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

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