möglicherweise, oh, nein, höchstwahrscheinlich hattest du etwas ganz anderes im kopf, als du das (übrigens sehr eindrücklich/-dringlich
![:]](wcf/images/smilies/pleased.gif)
) geschrieben hast.
niederschlag hatte für mich sofort etwas von schicksalsschlag oder auch resignation, unter einer last zusammenbrechen, die man zu lang getragen hat
der regen/die tränen fegen den staub/die eindrücke und abgeladenen erlebnisse, die das gesicht schon (über)zeichneten in den rinnstein. und was bei dir sand ist, ist für mich eindeutig die zeit, die in einer sanduhr zerrinnt. sie kommt nicht wieder aus dem untergrund, ist nur noch zu erahnen, als ein erinnerungsfetzen oder ein schimmern in der tiefe

und doch steht man auch fest auf ihr...
der asphaltene spiegel beschwört nur noch mehr das bild einer am boden liegenden person in mir herauf. sie ist buchstäblich am boden, aber auch geerdet. das auswaschen hat etwas reinigendes und das verwaschene gesicht kommt mir so bekannt vor. man verlässt die klaren strukturen, wenn auch nicht unbedingt freiwillig.
benetzt und gefangen
das spiel mit der zärtlichen und der raubenden bedeutung des benetzens gefällt mir, wobei letztere durch das gefangen hervorgehoben wird. wenn man im regen steht und schon nass ist bis auf die haut und noch tiefer, dann wird das gefühl irgendwann zum genuss und der wasserfilm reinigung von und schutz vor der welt
all in all: wie du eventuell mitbekommen hast

hat dein gedicht mich etwas über den tellerrand blinzeln lassen.
jetzt muss ich mich erst einmal wieder erholen
gruß, gruß!
laughing_lupa
(die sich das wasser aus dem fell schüttelt, weil...naja.. nasse wölfe... :rolleyes