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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Tuesday, May 22nd 2007, 3:27pm

Dresden, Theaterplatz bei Nacht

Dresden, Theaterplatz bei Nacht

Auf diesem menschenleeren Platz
webt sich die Nacht ein Stoffgewaber
aus den Worten und der Hatz
des Tages. Nur der Kandelaber
leuchtet stolz auf seinen Schatz
aus Kronengold, der ohne Aber
glänzt in einem hellen Satz,
der nie verstummt in dieser Nacht:
Was dir an Schönheit angehört,
die niemals schläft, die immer wacht,
was Semper opernhaft betört,
das ist die elbflorenzer Pracht,
die, einst im Phosphorsturm zerstört,
nun auferstanden Freude macht.

RPK 220507

für Farion


Quelle: Wikipedia
Sammelsurium: Werkesammlung


farion

Professional

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Posts: 449 wcf.user.activityPoints: 2,495

Location: Drachenhort

Occupation: Hausdrache

2

Wednesday, May 23rd 2007, 9:40pm

RE: Dresden, Theaterplatz bei Nacht

Hallihallo...

Danke für das gewidmete Gedicht :]
Haus du es Aufgrund des abgebildeten Fotos geschrieben?

Quoted

Auf diesem menschenleeren Platz

Also... Menschenleer ist dieser Platz fast nie, außer vielleicht
in solchen klirrend kalten Winternächten. Aber das weiß ja keiner außer uns. ;)

Quoted

webt sich die Nacht ein Stoffgewaber

"Stoffgewaber" ist ein schöner Griff.

Quoted

des Tages. Nur der Kandelaber

Allerdings gefällt mir der "Kandelaber" nicht ganz so.

Quoted

aus Kronengold, der ohne Aber

warum "Kronengold"?

Soweit ein schönes Gedicht, für mich leider ein Hauch zu pathetisch.
Liegt vielleicht daran, das ich doch sehr kritisch zu den Entwicklungen der Stadt stehe. Insbesonders auf touristische Attraktionen und städtische Wahrzeichen. :rolleyes:

Liebe Grüße
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Date of registration: Dec 23rd 2006

Posts: 1,181 wcf.user.activityPoints: 6,805

3

Thursday, May 24th 2007, 2:14pm

RE: Dresden, Theaterplatz bei Nacht

Hallo Du Teemensch,

bitte und so.

Quoted

Original von farion
Hast du es Aufgrund des abgebildeten Fotos geschrieben?
Nein, das habe ich erst nach dem Posten des Textes gesucht und hinzugefügt. Ich war oft dort, auch schon mitten in der Nacht, und zu der Stadt, der Geschichte ihrer Entstehung, Zerstörung und ihres Wiederaufbaus habe ich eine besondere Beziehung. Meine Mutter ist in Dresden geboren und als Kind habe ich vor den Ruinen des Taschenbergpalais und des Schlosses gestanden, auch die Semperoper kenne ich noch in ausgebrannt. Die im letzten Vers beschriebene Freude ist als ein Kindheitstraum von mir, denn ich habe damals nicht wirklich verstanden, warum dort so lange nach dem Krieg eine solche Geisterkulisse zu finden ist.

Quoted

Allerdings gefällt mir der "Kandelaber" nicht ganz so.
Mhh ja, der war mit aber schon wichtig, weil er die feierliche Stimmung dort auf dem Platz ausmacht (siehe Foto).

Quoted

warum "Kronengold"?
Metapher für die königlichen Bauwerke, also nicht das Kronentor, das ist ja auf der entgegengesetzten Seite des Zwingers.

Quoted

Soweit ein schönes Gedicht, für mich leider ein Hauch zu pathetisch.
Sollte es sein, weil es vom Textcharakter her eine Hommage ist.

Liebe Grüße
Roland
Sammelsurium: Werkesammlung


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