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farion

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1

Wednesday, April 18th 2007, 8:57pm

Im Kontrast

Im Kontrast

Nein, das ist mir zu wenig!

Du bekommst, was du verdienst.

Ich sollte bekommen, was mir beliebt.

Das kann ich nicht erlauben.

Dann wirst du gegen mich kämpfen müssen.

Es reicht, wenn ich dir widerstehe.

Damit verhinderst du unser beider Glück.

Dessen bin ich mir bewusst.

Niemand wird dir deine Taten danken.

Niemand wird mich deshalb verachten.

Nun, ich verachte dich dafür.

Die Verachtung reicht weit, erreicht doch nichts!

Und was wirst du schon erreichen?

Dich hier festzuhalten.

Du wirst mich nicht für immer festhalten können.

Ein Leben lang genügt.

Glaubst du wirklich das ganze Leben lang stark genug zu sein?

Wenn nicht, werde ich es beenden.

An deiner Stärke zweifle ich doch sehr.

Wie auch an dir selber.

Du selbst verlierst dadurch alles und erhältst doch nichts.

Du verlangst alles und gibst doch nichts.

Ich gebe dir von meinem Verlangen.

Das besitze ich bereits.

Warum gibst du ihm nicht seinen Raum?

Weil es unstillbar ist.

So wie deine Angst.

Es ist auch deine!

Ich fürchte mich nicht vor den selben Dingen.

Es reicht zu wissen, wovor du dich fürchtest.

Was macht dich so sicher, dass du meine Angst kennst.

Sie gibt mir die Kraft.

Wofür solltest du Kraft besitzen?

Um dich am Ausbruch zu hindern.

Wieso sollte mich das daran hindern hier auszubrechen?

Du würdest sonst nicht versuchen, mit mir zu verhandeln.

Ich nehme nur den einfachen Weg.

Es wird für dich gar keinen Weg hier heraus geben.

Auch du bist mit mir hier gefangen.

Dieses Gefängnis reicht für uns beide.

Du bist also bereit diese Mauer in dein Leben zu setzen?

Bist du bereit die Mauer in Deinem zu akzeptieren?

Nein, das ist mir zu wenig!

.
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Inspira

Unregistered

2

Thursday, April 19th 2007, 10:13am

Hallo Farion,

wie gut, dass diese Auseinandersetzung mit kursiv endet. Das ist doch ein Hoffnungsschimmer in dieser scheinbar niemals enden wollenden Diskussion.
Offen bleibt, ob dieser Disput innerlich oder zwischen zwei Personen stattfindet, ob zwischen Elternteil und Kind, zwischen einem Paar oder Rivalen...
Es wäre sicherlich hier spannend es mal mit verteilten Rollen auf verschiedenen Ebenen life zu sprechen. Vielseitig verwendbar also.

Gefällt der Inspira =)

Alexa

Blickdicht(erin)

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Location: von draußen vom Walde...

3

Thursday, April 19th 2007, 10:58am

RE: Im Kontrast

Hi farion

ich lese in diesem Kontrast, einen Dialog von Gut und Böse im inneren des Lyrich.
Das Gute erscheint mir hier allerdings die stärkere Seite zu sein.
Das Lyrich versucht das Böse zu verdrängen und würde sogar sein leben opfern wenn es ihn bemächtigen würde.
So verstehe ich deinen Text und muss dazu sagen- es sind einige Stellen die mir hier nicht ganz klar werden.
Sollte es sich hier tatsächlich um - Engelchen und Teufelchen auf der Schulter des Lyrich handeln, dann klappt das Wenn nicht, werde ich es beenden.
so nicht.
Nimmt das Böse Überhand wird das Gute abnehmen und unfähig überhaupt etwas zu unternehmen- denn das Böse diktiert dann das weitere Leben. Also wäre es dem Lyrich gar nicht mehr möglich sein leben zu beenden.


Also mir gefällts
Gruß
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

farion

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4

Saturday, April 21st 2007, 6:20pm

RE: Im Kontrast

Hallo Inspira

ich bin mir nicht ganz klar wie du das Ende durch den kursiven Teil mit einem Hoffnungsschimmer verbindest. Vielleicht magst du es mir ja genauer ausführen, da ich den Text so angelegt habe, das er als nicht endendes Gespräch wirken soll.
Aber es freut mich das er dir gefällt, ist er eigentlich alles andere als Fertig.

Hallo Alexa

Quoted

ich lese in diesem Kontrast, einen Dialog von Gut und Böse im inneren des Lyrich.


Im inneren Ich stimmt soweit, aber Kampf Gut gegen Böse trifft es nicht ganz.
Gut und Böse sind Platzhalter für 2 Extreme auf deren Standpunkten nur Instabilität herrscht. ;)
Es ist vielmehr der Dialog zwischen etwas stabilem und etwas instabilen, die aber beide ihre Berechtigung haben.

Quoted

Das Lyrich versucht das Böse zu verdrängen

..im "Zaum zu halten" war eher meine Intention.

Quoted

So verstehe ich deinen Text und muss dazu sagen- es sind einige Stellen die mir hier nicht ganz klar werden.

Welche wären das noch außer dem: Wenn nicht, werde ich es beenden. ?

Quoted

Nimmt das Böse Überhand wird das Gute abnehmen und unfähig überhaupt etwas zu unternehmen- denn das Böse diktiert dann das weitere Leben. Also wäre es dem Lyrich gar nicht mehr möglich sein leben zu beenden.


Wie gesagt, Gut/Böse trifft nicht ganz den Kern des Gedanken.
Die Logik des Textes besteht ja darin das der kursive Teil dem anderen nicht besiegen kann. Denn wenn er es könnte würde er sich nicht auf die Diskussion einlassen. Dessen sind sich beide auch bewusst, wie sie auch wissen das beide untrennbar mit einander verbunden sind.

Schön das der Text dir dennoch gefällt.
Ich werde noch dran arbeiten, mal sehen was ich daraus machen kann...

Liebe Grüße
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Inspira

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5

Tuesday, April 24th 2007, 8:24am

RE: Im Kontrast

Hallo Farion,

den kursiven empfinde ich in Deinem Text als den (oder die), der den Aufbruch möchte, der die Veränderung ersehnt und in seiner Unzufriedenheit nicht passiv bleibt. Das ist aus meiner Sicht immer die bessere Variante, denn Bewegung (damit ist kein Weglaufen gemeint) ist immer kreativ und fordert eine Entwicklung.

Auch wenn sich die Katze dann zum Schluß in den Schwanz beißt:
Nein, das ist mir zu wenig! Diese Person liegt mir näher und beginnt bzw. beendet diese Diskussion (in der Hoffnung, dass es kein ewiger Kreislauf wird).

Soweit klarer? Liebe Grüße, Inspira

Kirmet

Trainee

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6

Tuesday, April 24th 2007, 11:00am

RE: Im Kontrast

Hallo farion,

ein sehr schönes Stück! Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Gruß Kirmet

Marot

Administrator

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7

Saturday, May 5th 2007, 12:07am

Hm, sehr seltsam. Die ganze Zeit konnte ich irgendwie nichts so richtig mit diesem Text anfangen, aber immoment, wo ich ein bisschen melankolisch bin spricht er mich aufeinmal an.
Ein wenig zu lang erscheint er mir, gerade die Mitte könnte man eventuell etwas straffen, muss man aber nicht zwangsläufig.
Gut gefällt mir das nicht festgelegt wird um was es genau geht.
Sicher, die normale Schrift steht für den Oberbegriff Vernunft und Kontrolle, das Kursive für Trieb, welchen Trieb genau kann man sich als Leser aber je nach Stimmung selbst ausdenken, das macht den Text vielseitig einsetzbar.
gruß marot
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

farion

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8

Tuesday, May 15th 2007, 8:32pm

Hallo Kirmet,

danke für das Lob.

.

Hallo Marot.

Der Text besitzt wirklich die Eigenheit, das er nur unter bestimmten Voraussetzungen Zugang erlaubt.
Ob das nun positiv oder negativ ist, kann ich nicht sagen.
Bisweilen kann ich den Zeilen auch nichts abgewinnen, ein andermal alles.

Quoted


Ein wenig zu lang erscheint er mir, gerade die Mitte könnte man eventuell etwas straffen, muss man aber nicht zwangsläufig.

Ich fand den Dialog als solches eigentlich viel zu kurz. :D
Aber um den Kerngedanken zu fassen, muss er nicht länger sein, da hast du Recht!

Quoted

Gut gefällt mir das nicht festgelegt wird um was es genau geht.

Ja das war mir wichtig, ich wollte dem Leser die Bedeutungsebene nicht vorgeben.

Danke für deinen Kommentar.


Quoted


Nachfolgend leicht veränderte Version.

Du hältst das hier tatsächlich für Lebenswert?

Es ist für ein Leben vollkommen ausreichend!

Nein, das ist mir zu wenig!

Du bekommst, was du verdienst.

Ich sollte bekommen, was mir beliebt.

Das kann ich aber nicht erlauben.

Dann wirst du gegen mich kämpfen müssen.

Es reicht, wenn ich dir widerstehe.

Damit verhinderst du unser beider Glück.

Dessen bin ich mir bewusst.

Niemand wird dir dafür danken.

Niemand wird mich deshalb verachten.

Doch, ich verachte dich dafür.

Deine Verachtung reicht weit, erreicht doch nichts!

Und was wirst du schon erreichen?

Dich hier festzuhalten.

Das kannst du nicht für immer

Ein Leben lang genügt.

Bist du dein Leben lang stark genug?

Wenn nicht, werde ich es beenden.

Ich bezweifle deine Stärke

Dein Zweifel schließt auch dich mit ein!

Du verlierst dadurch alles und erhältst doch nichts.

Du verlangst alles und gibst doch nichts.

Ich gebe dir von meinem Verlangen.

Das besitze ich bereits.

Warum gibst du ihm nicht seinen Raum?

Weil es unstillbar ist.

So wie deine Angst.

Es ist auch deine!

Ich fürchte mich nicht vor den selben Dingen.

Es reicht zu wissen, wovor du dich fürchtest.

Was macht dich so sicher, meine Angst zu kennen?

Sie gibt mir die Kraft.

Die Kraft wofür?

Um Dich am Ausbruch zu hindern.

Wieso sollte es mich daran hindern hier auszubrechen?

Du würdest sonst nicht versuchen, mit mir zu verhandeln.

Wieso hältst du Das hier für eine Verhandlung?

Weil du versuchst, mich umzustimmen.

Ich nehme nur den einfachen Weg.

Es wird für dich gar keinen Weg hier heraus geben.

Du bist hier gefangen wie ich.

Das Gefängnis ist für uns beide geschaffen.

Du bist also bereit diese Mauern in dein Leben zu setzen?

Bist du bereit die Mauern in Deinem zu akzeptieren?

Sie engen mich zu sehr ein.

Sie erlauben dir zu leben

Du hältst das hier tatsächlich für lebenswert?

Es ist für ein Leben vollkommen ausreichend!



.
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Kirmet

Trainee

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9

Wednesday, May 16th 2007, 11:17am

Hallo Farion,

habe deine neue Version gelesen und befinde allerdings die Erste für ein wenig besser. Die Zweite erzeugt meiner Meinung nach mehr Distanz als die Erste, bietet aber mehr Verständnishinweise des LyrIch.

Lieben Gruß

Kirmet

Alexa

Blickdicht(erin)

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10

Wednesday, May 16th 2007, 11:27am

Hallo farion

die zweite Version gefällt mir besser bis auf diese eine Stelle

Quoted

Wieso hältst du Das hier für eine Verhandlung?

Weil du versuchst, mich umzustimmen.


diese Erklärung halte ich für überflüssig.

den Einstieg und der Schluss hingegen gefallen mir wesentlich besser als in der ersten Version

Quoted

Du hältst das hier tatsächlich für Lebenswert?


Quoted

Es ist für ein Leben vollkommen ausreichend!


der Text kommt mit diesem Schluss besser bei mir an und wirkt nicht so abgebrochen wie das Ende der ersten Fassung

Gruß
Alexa
Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.
(Winston Churchill)

Ich hier

farion

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11

Wednesday, May 16th 2007, 3:40pm

Hallo Kirmet.

Kannst du die höhere Distanz in der 2. Version irgendwie begründen?
Für mich ist dies einfach nicht erkennbar, wahrscheinlich weil man sich als Autor sowieso sehr nahe am Text befindet.

Danke für das nochmalige Lesen
Liebe Grüße
Farion



...




Hallo Alexa.

Quoted

von Alexa
die zweite Version gefällt mir besser bis auf diese eine Stelle

Quoted


von Farion

Wieso hältst du Das hier für eine Verhandlung?

Weil du versuchst, mich umzustimmen.



diese Erklärung halte ich für überflüssig.



Nach heutigem Lesen gebe ich dir Recht.
Zumal die Stelle sich irgendwie dem Lesefluss sperrt.
Ich werde sie wohl weglassen.


Quoted

der Text kommt mit diesem Schluss besser bei mir an und wirkt nicht so abgebrochen wie das Ende der ersten Fassung


Ja, ich hatte mich entschlossen es etwas aufzuweichen, da es sonst zu trostlos gewesen wäre.
Im Großen und Ganzen habe ich mich allerdings schwer getan mit meinen Veränderungen.
Bei dem Titel bin ich mir aber noch nicht sicher ob ich ihn so belassen werde,
er ist inzwischen zu hart und trocken für die 2. Version.

Auch dir vielen dankt für die nochmalige Auseinandersetzung mit dem Text.

Liebe Grüße
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

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