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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Tuesday, March 27th 2007, 6:45pm

Auf dem Halbmond

Auf dem Halbmond

Die Mauer scheint die Wärme des Frühlingstages aufgesogen zu haben. Mit schwammigen Knien sitzen wir nebeneinander, sehen verstohlen in den Abgrund, der unter unseren Füßen baumelt, und nehmen uns die Höhenangst durch Blicke aus dem Augenwinkel.
Es ist nicht tief unter uns, sondern wir sind weit über allem. Der Rest ist Nähe.

RPK 270307
Sammelsurium: Werkesammlung


Rune

Professional

Date of registration: Jun 8th 2006

Posts: 173 wcf.user.activityPoints: 1,025

Location: aus einem unbekannten Land.... vor gar nicht allzu langer Zeit

Occupation: Azubi

2

Wednesday, March 28th 2007, 12:41pm

Hey AE,

Ich erwarte viel mehr, um richtig darin zu versinken... ich geh praktisch schon unter und sitz dann plötzlich auf dem Trockenen. Du schreibst so herrlich.... bunt und melodiös....verträumt und gefühlsaufwallend..... im Gunde reicht es eigetnlich, es ist alles gesagt, aber ich will so viel mehr!!! Für mich ist das ein Ansatz zum Traum. Die Vorstellung, was davor war und wie es weitergeht ist verlockend zu erfahren, aber es ist schön, es nicht gesagt zu bekommen, sondern selber zu "erleben". Das die Höhenangst durch Blicke aus dem Augenwinkel verschwindet kann ich nachvollziehen. Ich habe selber schreckliche Höhenangst, aber wenn jemand dabei ist, an dem man sich mit Blicken festhalten kann, dann ist irgendwie alles gut.
Du beschreibst einfach einen viel zu schönen Moment, der einem unter die Haut geht. Für einen kurzen Moment hatte ich die Assoziation an Jugend. Während des Spieles auf einer Mauer zu sitzen, völlig erschöpft vom "Räuber&Gendarmen" , mit den Jugendfreunden und man fühlte sich gut und unverwundbar und über allem stehend. Danke für die Erinnerung.

Rune
"Wie verächtlich gehen die Herrscher über Worte hinweg, die den Krieg verdammen, wie gelangweilt die Intellektuellen, weil diese Worte weder originell noch neu sind. Aber sie werden gelten, solange wir Kriege führen.
[...] Keine Zwerge auf den Schulter von Riesen werden wir sein, sondern ein Volk von Riesen, die einander viel zu schnell über den Kopf wachsen- aber wenn es drauf ankommt, schlagen wir einander den Schädel ein wie in den dunklen Zeitaltern."

Frank Schätzing >Tod und Teufel<

Date of registration: Dec 16th 2006

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Location: Neuseeland

Occupation: Schwarzbuntes verstreuen

3

Thursday, July 24th 2008, 3:01am

(@AE: Ist zwar kein Null-Reply, aber naja... :rolleyes: )

Liebe Moderation, verzeiht mir das Ausbuddeln, aber dies ist ein Text, der (genau wie z.B. machtworts und Alcedos "Schneetraum") nicht so einfach verschwinden darf, wie ich finde. Sagen kann ich zum Text selbst nichts mehr, ich hoffe nur, es finden sich noch ein paar Leser und Genießer. :)

rablabla
Wir müssen nur wollen.

Lymielle

Moderator

Date of registration: Jan 31st 2007

Posts: 1,494 wcf.user.activityPoints: 8,225

4

Thursday, July 24th 2008, 8:20am

Ach Raba, sowohl ich als auch AE werden Dir das Ausbuddeln verzeihen. 8) Denn ich finde auch, dass der Text es verdient, wieder an die Oberfläche geholt zu werden. (Aber warum bist Du um 02:00 Nachts noch nicht im Bett?! 8o )

Also Roland, ich empfinde den Text hier als fast vollkommen rund und stimmig. Für mich hat die Formatierung, jedoch irgendwie eine zusammenhangslose Stimmung. Wie wäre es, wenn Du noch den ein oder anderen stimmigen Zeilenumbruch einbaust, so wie Kali das manchmal macht? Würde mir persönlich optisch wesentlich besser gefallen. So wirkt es nämlich ein wenig "lieblos" ...
Ansonsten gibt es an deinem Text zwei Bilder, die mir fast gegensätzlich erscheinen und sich meiner Meinung nach nicht sonderlich gut vereinbaren lassen.

Quoted

sehen verstohlen in den Abgrund

Quoted

und nehmen uns die Höhenangst durch Blicke aus dem Augenwinkel

Als Synonyme für "verstohlen spuckt Word "erschlichen, ungesehen" aus. Und auch ohne Word empfinde ich ein "verstohlenes Sehen" als einen Blick aus den Augenwinkeln und so will mir dein wunderbarer Seitenblick gegen Ende nicht richtig reinpassen. :huh: Weißt Du was ich meine? Eine Lösung wäre es, der "verstohlen" zu streichen oder durch etwas besseres zu ersetzen. Ich glaube durch einfaches Streichen würdest Du dem Satz etwas nehmen. Aber vielleicht lässt Du es ja auch einfach dabei...
Oder ist es vielleicht gerade mit Absicht so und heißt eigentlich, dass sie sich gegenseitig die Angst aus den Augenwinkeln nehmen, den verstohlenen Blick?

Ansonsten kann ich den Text hier nur leben, sowohl Titel als auch die Wortwahl innerhalb des Texten lassen diese feinfühlige Vertrautheit aufkommen. Eine Frühlingswärme.

Liebe Grüße,
Lymielle
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."

Helmut Newton

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