Ach Raba, sowohl ich als auch AE werden Dir das Ausbuddeln verzeihen.

Denn ich finde auch, dass der Text es verdient, wieder an die Oberfläche geholt zu werden.
(Aber warum bist Du um 02:00 Nachts noch nicht im Bett?!
)
Also Roland, ich empfinde den Text hier als fast vollkommen rund und stimmig. Für mich hat die Formatierung, jedoch irgendwie eine zusammenhangslose Stimmung. Wie wäre es, wenn Du noch den ein oder anderen stimmigen Zeilenumbruch einbaust, so wie Kali das manchmal macht? Würde mir persönlich optisch wesentlich besser gefallen. So wirkt es nämlich ein wenig "lieblos" ...
Ansonsten gibt es an deinem Text zwei Bilder, die mir fast gegensätzlich erscheinen und sich meiner Meinung nach nicht sonderlich gut vereinbaren lassen.
sehen verstohlen in den Abgrund
und nehmen uns die Höhenangst durch Blicke aus dem Augenwinkel
Als Synonyme für "verstohlen spuckt Word "erschlichen, ungesehen" aus. Und auch ohne Word empfinde ich ein "verstohlenes Sehen" als einen Blick aus den Augenwinkeln und so will mir dein wunderbarer Seitenblick gegen Ende nicht richtig reinpassen.

Weißt Du was ich meine? Eine Lösung wäre es, der "verstohlen" zu streichen oder durch etwas besseres zu ersetzen. Ich glaube durch einfaches Streichen würdest Du dem Satz etwas nehmen. Aber vielleicht lässt Du es ja auch einfach dabei...
Oder ist es vielleicht gerade mit Absicht so und heißt eigentlich, dass sie sich gegenseitig die Angst aus den Augenwinkeln nehmen, den verstohlenen Blick?
Ansonsten kann ich den Text hier nur leben, sowohl Titel als auch die Wortwahl innerhalb des Texten lassen diese feinfühlige Vertrautheit aufkommen. Eine Frühlingswärme.
Liebe Grüße,
Lymielle
"Ob Sie meine Sachen zu Kunst oder zu Scheiße erklären? - Who cares..."
Helmut Newton