Wednesday, May 23rd 2012, 4:41pm UTC+3
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tintenklecks
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Die restlichen Reime sind eher schlichter Natur, was meinem Gefallen aber keinen Abbruch tut.
. Diese Strophe finde ich schwächer als die erste. In Z1 stört mich an dieser Stelle die Elision (oder entspricht das dem dortigen Akzent?) und auch Vers 3 finde ich vom Klang her weniger schön, weil die beiden aufeinanderfolgenden Adjektive mit dem gleichen Plosivlaut beginnen.
. Der Mohn passt mir wunderbar ins Bild, könnte er symbolisch ja für den ewigen Schlaf (Schlafmohn) oder Opium (Schmerzmittel) stehen, i.d.S. dass der Tod die Schmerzen des Lebens beendet, weshalb er, abgesehen vom Marzipan, ebenso als „süß“ bezeichnet werden kann. Date of registration: Mar 9th 2007
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Original von tintenklecks
nun ist es Zeit, mein Versprechen einzulösen.

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Ich habe mir mal ein älteres Gedicht rausgepickt, das bis dato unkommentiert blieb ...

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„einmal“ wird doch auf der vorderen Silbe betont?
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„Ober“: Trochäus .. Brüche im Metrum ...
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Positiv stechen die Reimpaare „Schwarzen/ Parzen“, „Marzipan/Wahn“ und „jäh/Schmäh“ heraus

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wogegen sich „Muße“ und “Bluse“ nur bedingt reimen; ziemlich unsauber, mein Herr!![]()




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Drum spreche man den Ober dort auch nie mit Kellner an, das könnte einem verübelt werden.

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..ist mir der Sprachstil dieses Herren sehr sympathisch, er hat so seine Eigenart, die bis zuletzt durchgehalten ist. Das gefällt mir.

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Diese Damen [Parzen] werden durch das Adjektiv „nasbewarzten“ gleich näher bestimmt ...

.
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Stattdessen bewundert er weibliche Rundungen

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In Z1 stört mich an dieser Stelle die Elision (oder entspricht das dem dortigen Akzent?)
).
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Vers 3 finde ich vom Klang her weniger schön, weil die beiden aufeinanderfolgenden Adjektive mit dem gleichen Plosivlaut beginnen.

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Widerspricht sich die letzte Zeile nicht irgendwie?

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Der Mohn passt mir wunderbar ins Bild, könnte er symbolisch ja für den ewigen Schlaf (Schlafmohn) oder Opium (Schmerzmittel) stehen, i.d.S. dass der Tod die Schmerzen des Lebens beendet, weshalb er, abgesehen vom Marzipan, ebenso als „süß“ bezeichnet werden kann.

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Die Melange (ein Verlängerter mit Milch) ist wohl doppeldeutig gemeint
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Diese Strophe zieht eine Art Bilanz, definiert sozusagen, was das Leben ist: ein kariöser Zahn, der mit der Zeit ausfällt.
... *hihgihi*
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Von Beginn an ist der Mensch mit dem Schicksal, irgendwann das Zeitliche zu segnen, infiziert, gebrandmarkt, beschädigt, so dass dieses „plombiert“ wie die Faust auf’s Auge passt.

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Und beim letzten Vers kann man sich eines Grinsens kaum erwehren; das finde ich hinreißend.

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P.S.
Welche Bedeutung haben die komischen Pünktchen ober- und unterhalb des Sonetts?

tintenklecks
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"die Mehlspeise" gibt es NICHT!!
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Original von tintenklecks
Dass der Trochäus in der letzten Zeile beabsichtigt war, habe ich mir fast gedacht, aber geht das mit der Form des Sonetts noch konform?![]()

... wie oben erläutert: Ich will gerne OBER [[zugegeben regelwidrig]] mit zwei Akzenten empfinden lassen!]
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"die Mehlspeise" ... Doch, die gibt es wohl, vielleicht nicht gerade im Caféhaus, aber im Bertelsmann, S. 640.

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Der Stabreim : Auf mich wirkt das daher eher störend, nicht unbedingt als trefflich eingesetztes Stilmittel. Geschmackssache.

) ... dieses doppelt Geblähte war mir irgendwie zwingend. Nachvollziehbar? 
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Nun, da du dich mit der Formatierung auskennst, kick doch die irritierenden Pünktchen.
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