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Odradek

Master

Date of registration: Mar 9th 2007

Posts: 727 wcf.user.activityPoints: 4,605

Location: reine Fiktion

Occupation: (Un-)Sinnspule

1

Tuesday, March 13th 2007, 1:26am

Durststrecke

Ob das Gedicht hier richtig plaziert ist? ?(
Naja, ist im Prinzip ja egal, unter welchem Etikett es gelesen wird. Oder?
ODER??


--------------------------------------


Durststrecke



Dein Hirn:
eine Wüstenei,
grau in grau
staubig, leblos, leer

Der Himmel des Schädeldachs
wölbt sich dunkel über der Wüste:
kein Gedanke weit und breit
regt sich
nichts in Sicht als Sand
körnchenweise Einsamkeit;
dort,
dort
schleppt sich
ein Geistesblitz
orientierungslos über
die mattglänzende Fläche

Eine Masse:
breiiger Schleim
ohne Struktur;
neokortikale Säulchen
krümmen sich, krüppeln
kümmerlich vor sich hin,
allenfalls Flechten

Eine einzige Windung:
ragende Palmsäulen signalisieren
Oase,
die das Denken tränkt
die das Denken lenkt
herum

Wenn dann im Dunkeln
ein Gedankengecko
sich raustraut,
bleibt ihm nur
ein Hakenschlag:
... ein leises Kichern



.
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(Afrikanisches Sprichwort)

Chepre

Unregistered

2

Friday, March 16th 2007, 11:07pm

Hallo, Odradek. :)

Ich habs im Chat angekündigt :), dass ich an diesem Text ein bisschen zu meckern habe. Insgesamt aber nicht schlecht, auch wenn er, gerade was die Form angeht, meinen Geschmack nicht so ganz trifft. Wirkt mir an manchen Stellen ein bisschen zu, hmm, flüssig.

Quoted

schleppt sich
ein Geistesblitz
orientierungslos über
die mattglänzende Fläche

...das zum Beispiel oder das:

Quoted

Wenn dann im Dunkeln
ein Gedankengecko
sich raustraut,
bleibt ihm nur

Denke, es ist verständlich, was ich meine. Viele Absätze wirken mir zu willkürlich gewählt. Ob sich dein Gedicht nicht vielleicht besser bei den Weltenwandlern machen würde? ?(

Du hast ein paar Formulierungen drin, die mir extrem gut gefallen. :) S2 Z1 und 2 sind meine absoluten Favoriten.

Quoted

Der Himmel des Schädeldachs
wölbt sich dunkel über der Wüste:

...auch wenn ich sie vielleicht ein Stück anders geschriebe hätte. Der Genitiv in der ersten Zeile sieht ein bisschen verloren aus, finde ich. Vielleicht kann man den einfach umwandeln: "Der Himmel als Schädeldach"

Quoted

nichts in Sicht als Sand

:) Aus der Zeile lässt sich mit einem kleinen Handgriff auch ein bisschen mehr machen, denke ich. "Nichts in sich als Sand" mein Vorschlag.

Quoted

körnchenweise Einsamkeit;

schön :). Nicht ganz neu, das Bild, aber hübsche Formulierung. Kann ich auch persönlich einiges mit verbinden. ;)

Quoted

schleppt sich
ein Geistesblitz

auch nicht ohne, interessanter Gegensatz

Quoted

die mattglänzende Fläche

Hier finde ich deine Wortwahl nicht wirklich passend. Eine Wüste matt glänzend? Passt irgendwie nicht so ... Unter "glänzend" kann ich mir noch was vorstellen, aber sobald "matt" dazu kommt, wird's kompliziert. ich würde etwas vorschlagen wie "stumpf glänzend".

Quoted

Eine Masse:
breiiger Schleim
ohne Struktur;
neokortikale Säulchen
krümmen sich, krüppeln
kümmerlich vor sich hin,
allenfalls Flechten

Eine einzige Windung:
ragende Palmsäulen signalisieren
Oase,
die das Denken tränkt
die das Denken lenkt
herum

Hier würde ich nun ganz umdisponieren. :] Werd mir mal die Freiheit nehmen und die zwei Strophen neu sortieren und was in meinen Augen gar nicht dazu passt, werde ich weglassen. (zum Beispiel "breiiger Schleim", was so gar nicht zum Rest passt)

Eine einzige Windung:
ragende Palmsäulen signalisieren
allenfalls Flechten

neokortikale Säulchen
krümmen sich, krüppeln
kümmerlich vor sich hin,

(ohne Struktur) Oase,
die das Denken tränkt
die das Denken lenkt
./ herum

Vielleicht sagt dir was davon zu.

An der letzten Strophe würde ich nur eine einzige Sache gern verändert sehen. :) Die letzte Zeile, die mit Pünktchen und kursiv ziemlich rausfällt.

bleibt ihm nur
ein Hakenschlag

und leises Kichern


Das könnte zB eine Alternative sein. Überhaupt würde ich dir raten, die kursiven Zeilen einfach gerade zu setzen. So sonderlich viel bewirken die paar schrägen Buchstaben nicht. :)

Der Gedankengecko ist für sich die ganz besondere Note deines Textes. :] Den hab ich richtig lieb gewonnen. :D Witzige Idee :) und wieder ein interessanter Gegensatz zum schleppenden Geistesblitz.

Alles in allem sehe ich hier ein Ich, dass dem nur zu Beginn kurz angesprochenen Du vorlegt, welche Wüste es in seinem Kopf trägt. Diese Wüste ist aber nicht einfach nur grau und tot, sondern so eine, die Leben in sich hat. Mir scheint es, als würde hier der Kopf seinen Träger "verarschen" :), weil da irgendwelche Gedanken auftauchen und wieder verschwinden, ohne, dass das Du in der Lage gewesen wäre, sie unter dem Himmel des Schädeldaches einzufangen. Der Gecko steht wohl hier für die Flüchtigkeit derselben und ist eigentlich so ziemlich das einzige, was einen Tupfen Bunt ins Grau wirft. Aber genug davon, dass ich mit einem Lächeln meinen Kommentar schließen kann. ;)

Gefällt mir insgesamt ganz gut, dein Text, kann aber auf jeden Fall eine Überarbeitung vertragen.

Gruß;
Chepre

Date of registration: Jan 8th 2006

Posts: 589 wcf.user.activityPoints: 3,185

Location: Faithland- Niedersachsen

3

Saturday, March 17th 2007, 10:55am

*Kettensäge raushol*
*kicher*

Na dann mal guten Morgen :D
OMG ich hab schon so lange nichts mehr bewertet, weil mir alles nie so ganz gefällt.... >____<"
*lufthol*
Also Zum Anfang möchte ich gleich mal sagen, dass mir deine Art zu schreiben gefällt.Es reimt sich nicht und baut gute Bilder auf. Ich liebe es, wenn Leute mit Bilder spielen, dass vermittelt einen ganz besonderen Stil des Schreibers. :D
Insgesamt kann man dein Gedicht auch auf etwas führen, wie eine Person die gar nicht mehr denken WILL, vielleicht hat sie was verloren, vielleicht eine Geliebte Person, und möchte einfach nicht mehr denken. Der Gedankenblitz könnte dann in dem Sinne das sein, dass das Gehirn bzw. was davon noch übrig ist sagt, dass man sich nicht kaputt machen soll und dass dieser Weg der falsche ist.
Dann finde ich, dass du gute Adjektive benutzt um die Gewisse Stimmung dadurch aufbaust.

Quoted

grau in grau


Grau in Grau benutzt man auch, um zu sagen, wie das Leben einer Person ist, vielleicht möchtest auf das Leben der Person auch anspielen, dass sich vielleicht auch der Eindruck des Lebens auf das Denken ausgewirkt hat.

Quoted

körnchenweise Einsamkeit;


Auch dieses finde ich kann man gut auf das Leben zurückführen. Vielleicht willst du es sogar dadaurch andeuten ?(

Quoted

die mattglänzende Fläche


Leider hab ich auch mit diesem Begriff ein Problem. Dieser "Gegensatz" passt nicht so ganz in deinem Gedicht. Ich weiß zwar was du mit mattglänzend sagen willst, aber es passt einfach nicht so gut. *kopfschüttel*

Quoted

die das Denken tränkt
die das Denken lenkt


Mir gefällts. :)

Quoted

Wenn dann im Dunkeln
ein Gedankengecko
sich raustraut,
bleibt ihm nur
ein Hakenschlag:
... ein leises Kichern


Das Beste ist der Schluß :D *kicher*
Also was mich jetzt, aber im Gesamten stört ist dass du keine Ordnung in deinem Gedicht drinne hast, heißt zu unregelmäßige Absätze, vorallendingen manchmal nicht nachvoll ziehbar. Was schön wäre, wären einheitliche Absätze.

Im Gesamten kann ich nur sagen erstsahnige Bilder.

*sich an den Gedankengecho klammer und mit ihm spielen geht*

Deine
Faithlight :P

*Kettensäge wieder einsteckt- für heute*
~Glaubenslicht~

Odradek

Master

Date of registration: Mar 9th 2007

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Location: reine Fiktion

Occupation: (Un-)Sinnspule

4

Monday, March 19th 2007, 6:38pm

Vielen Dank die Damen, für die Zeit, die sie für mich aufgewendet haben!! :) :)

Mir sind die Kommentare lieb, wert und teuer ... auch wenn manches in andere Richtung geht, als ich ziele. ;)

Ich versuche mal, einigermaßen der Reihe nach Rede und Antwort zu stehen.

Liebe Chepre-Katze:

Quoted

Original von Chepre
...angekündigt, dass ich an diesem Text ein bisschen zu meckern habe.
Jou, tu nur - dehalb frag' ich ja.

Quoted

Insgesamt aber nicht schlecht
... Vielen Dank . . . ;)

---Vorweg vielleicht zwei generelle Punkte zur Klärung des Verständnisses:

Quoted

Alles in allem sehe ich hier ein Ich, dass dem nur zu Beginn kurz angesprochenen Du vorlegt, welche Wüste es in seinem Kopf trägt
So kann man es schon sehen ... aber in wessen Kopf erkennst Du? Des ICH oder des DU? Ich habe das Du hier nicht dialogisch aufgefasst und verwendet, sondern selbstreflexiv ... quasi wie in einem Selbstgespräch - in dem Sinne, wie wenn einer zu sich sagt "Da haste wieder mal Mist gebaut!"
Das zweite betrifft die Typographie -- mein KURSIV.
Für mich ist das quasi eine (Vor)Lesehilfe ... macht in gewissem Sinne Hierarchien oder Abstufungen deutlich, Betonungen.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich sage:
das ist "eine Masse" [eine unter vielen; eine im Ggs. zu mehreren] ----- oder das ist "eine Masse" !!
(Ich hab's hier zur Deutlichkeit noch fett gesetzt; im Gedicht mache ich das nicht - da muss kursiv reichen).

Quoted

Wirkt mir an manchen Stellen ein bisschen zu, hmm, flüssig ... Denke, es ist verständlich, was ich meine.
Hmmmmm ... ja ... ich verstehe. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich lieber ein paar Widerhaken für den Leser einbauen sollte?? Die Syntax brechen?? Eigentlich versuche ich das zu vermeiden ... allzu oft ist gebrochene Syntax reiner Selbstzweck ... aber Du siehst mich ernsthaft grübeln :rolleyes: :rolleyes:

Quoted

Viele Absätze wirken mir zu willkürlich gewählt.
Meinst Du mit Absätzen die Zeilenumbrüche oder die Stropheneinteilung?

Quoted

Ob sich dein Gedicht nicht vielleicht besser bei den Weltenwandlern machen würde?
Tja, ich hab' ehrlich gesagt keinen Plan, was sich bei den WW gut machen würde ... vielleicht ...
edit: Neinnein ...

Quoted

Der Himmel des Schädeldachs
Der Genitiv sieht ein bisschen verloren aus, finde ich. Vielleicht kann man den einfach umwandeln: "Der Himmel als Schädeldach"
...verloren??? hmm ... ?
Wenn schon, dann würde sinngemäß allenfalls umgedreht klappen: "Das Schädeldach als Himmel".
Das ist kein possessiver Genitiv im enegern Sinne ... sondern einer nach dem Muster von "die Scheibe des Mondes" oder "der Ball der Sonne" ... so 'ne Art pars pro toto -- quasi eine aufgelöste Wortbildung "der Schädeldachhimmel"

Quoted

"Nichts in sich als Sand" mein Vorschlag.

Wow! Da hast Du was gefunden ... mit einem Buchstaben die ganze Aussage gedreht / akzentuiert ... auch wenn man dann klanglich leider auf die Parallel-Lautung Sicht - Sand verzichten müsste ... und es ist natürlich ein anderes Bild ... überlegenswert!

Quoted

die mattglänzende Fläche
Eine Wüste matt glänzend? Passt irgendwie nicht so ... Unter "glänzend" kann ich mir noch was vorstellen, aber sobald "matt" dazu kommt, wird's kompliziert. ich würde etwas vorschlagen wie "stumpf glänzend".

mattglänzend ist doch ein ganz normales deutsches Wort ... ?( wenn man's bei Google eingibt, findet sich gleich zu Beginn sogar ein Wörterbucheintrag ... mattglänzend im Ggs. etwa zu Hochglanz oder lack-glänzend ... mattglänzende Armaturen (gebürsteter Edelstahl ?) oder dergl.
und im BILD des Gedichtes verweist das mattglänzend ja auf das andere Ende der Metaphorik - der Wüste gegenüber ... eben die MASSE (!!??!!)

Quoted

was in meinen Augen gar nicht dazu passt, werde ich weglassen -zum Beispiel "breiiger Schleim"

Das wäre aber schade ;( um die schöne "ei"-Lautung!! Eieiei... :rolleyes:
.. und dieser so schön unangenehme Hiat in "brei-ig"

Quoted

Werd mir mal die Freiheit nehmen und die zwei Strophen neu sortieren

Eine einzige Windung:
ragende Palmsäulen signalisieren
allenfalls Flechten

neokortikale Säulchen
krümmen sich, krüppeln
kümmerlich vor sich hin,

(ohne Struktur) Oase,
die das Denken tränkt
die das Denken lenkt
/ herum

Uiuiuiuiui ... das ist .. ... .. interessant. :rolleyes: -- Bist Du Dir bewusst, dass Du damit natürlich die Aussage umdrehst?!
Das, was Du da gemacht hast, -- funktioniert :) ..... nur anders.:tongue:
Vielleicht ist das "ohne Struktur" wirklich verzichtbar.
Aber..aber.. aber.. es sind doch die neokortikalen Säulen, die da allenfalls Flechten sind ... .. ... *schluchz* ...


Quoted

Vorschlag:
bleibt ihm nur
ein Hakenschlag
und leises Kichern

Nööö......das geht wirklich nicht.
Da MUSS der Doppelpunkt sein: Der Hakenschlag IST doch das Kichern.
Nur das bleibt ... ... ... (was auch sonst *kicher*).

Ich bin gestrauchelt, ob's besser wäre:
bleibt ihm nur
ein Haken zu schlagen:
ein leises Kichern

... statt HAKENSCHLAG
Any opinion?????? ?(

Quoted

Der Gedankengecko ist für sich die ganz besondere Note deines Textes. :] Den hab ich richtig lieb gewonnen.

Das freut mich gar sehr, dass Du ein Teilchen von mir gar lieb gewonnen hast :).


PS: Faithy, ein klein wenig Geduld ... muss leider weg! ;)

.
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--------------------------------------------------------------------------

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edit: zusammengefügt von Chepre
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.

Man möge mir gnädig dieses Doppelposting verzeihen [edit: sic!] ... aber erstens hab' ich nich' alles bei einer "Sitzung" rumgekriegt ... und zum andern ist's so wegen der Quotes einfach einfacher :P

.
Dear Faith,

Quoted

Original von Faithlight
... baut gute Bilder auf. Ich liebe es, wenn Leute mit Bilder spielen

Ja, das Spiel mit der (einmal bezogenen) Bild-Ebene ist mir hier ganz zentral :) .. war sogar der eigemtlich Aufhänger für das Gedicht.

Quoted

Insgesamt ... wie eine Person die gar nicht mehr denken WILL

Hmm... Chepre hat nicht ganz unähnlich etwas anders akzentuiert :
als würde hier der Kopf seinen Träger verarschen ...
dann muss da wohl etwas dran sein .. geht irgendwie in eine ähnliche Richtung ... war nicht so ausdrücklich geplant -- muss mir wohl was unterschwellig durchgerutscht sein ;) :P

--- Zu "mattglänzend" : siehe oben


Quoted

... zu unregelmäßige Absätze, vorallendingen manchmal nicht nachvoll ziehbar.

Hmm :( Das hab' ich an anderer Stelle zu anderem Anlass schon mal ganz ähnlich gehört .. dabei will ich doch gar nix Abstruses mit meinen Zeilenumbrüchen ... mir kommen die immer ganz natürlich und logisch vor -- so wie ich's eben im Lesen rhythmisieren, sprecherisch einteilen würde :rolleyes: .. Chepre hat sich da ja auch etwas gestoßen.
Ich scheine da nicht ganz normal zu sein. Muss mich daraufhin mal untersuchen lassen .. 8o

Quoted

*sich an den Gedankengecho klammer und mit ihm spielen geht*

Heee, nich' kaputtmachen ... quäl ihn nicht!
... oooh, der wird ja ganz zahm?! :O

------------ .

ALSO --- wenn man es auf eine Ebene (eine der Ebenen) runterbrechen wollte, könnte man das Gedicht vielleicht als eines über ---- eine Schreibblockade auffassen.
(...oder über BSE ;)).


Dank Euch beiden für die anregende Konversation!! :]

Das
Odradek.
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(Afrikanisches Sprichwort)

Chepre

Unregistered

5

Tuesday, March 20th 2007, 12:57am

Hallo, Odradek.

Bitte vermeide es in Zukunft, zwei Beiträge genau hintereinander zu schreiben. Dafür gibt es "edit" (ändern) :) (der Button da oben rechts überm Beitrag).

Ich füg dir deine Beiträge zusammen.

Gruß;
Chepre / Moderatorin

Odradek

Master

Date of registration: Mar 9th 2007

Posts: 727 wcf.user.activityPoints: 4,605

Location: reine Fiktion

Occupation: (Un-)Sinnspule

6

Tuesday, March 20th 2007, 1:57pm

Ooooh ...

Ich wollte nicht den Zorn der Ägyptischen Götter auf mich ziehen. :(
* besänftigendweihrauchschwenk * .. ( * husthust * )

Hat meine kurze Einlassung doch nicht gefruchtet ...
Ich schreib's mir hinter die Ohren und werd's nich' wieder tun :rolleyes:
.
Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.
(Afrikanisches Sprichwort)

Date of registration: Feb 7th 2006

Posts: 722 wcf.user.activityPoints: 4,130

Occupation: Grossstadtneurotikerin a.D.

7

Wednesday, June 13th 2007, 7:20pm

holla, bei solchen Entdeckungen weiss ich wieder,
weshalb ich so gerne in dieses Forum gehe, wenn ich durstig bin - gibt es hier doch ein paar erfrischende lyr.Sprudelquellen, wie du eine bist.

Du spielst hier freimütig mit den Worten,
als wärns eine Handvoll Murmeln. Da bekomme ich selbst wieder Lust am Schreiben.
An der Formatierung störe ich mich überhaupt nicht, und das nicht aus reiner Oppositionshaltung. Sie passt m.A.n. zum Bild: die einzelnen Verse versteuen sich wie Sand, verdichten sich wieder, werden dünner, verlieren sich fast...

ich könnte dazu auch sagen:

Quoted

neokortikale Säulchen
krümmen sich, krüppeln
kümmerlich vor sich hin


= erstsahnige Alliteration !

dadurch entsteht der Eindruck, dass das Auge suchend um sich blickt,
ohne etwas wirklich fixieren zu können. Doch sucht es womögich schon viel zu lange, und hat sich selbst in dieser Suche verloren (?)
Bei so viel Weite (Wüste), soviel Freiraum kann Orientierungslosigkeit hervorrufen, oder ein Gefühl von Leere (im Kopf).

Quoted

Eine Masse:
breiiger Schleim


so ungefähr... :rolleyes:
da ist nichts festzuhalten, jeder Gedanke entgleitet

über den Begriff "Schleim" lässt sich gut streiten. Ich würde auch ein anderes Wort finden wollen, doch kann ich verstehen dass du nicht auf dein "Ei-ei"-Gebilde verzichten magst. vielleicht gefällt dir ja sowas wie
"breiige Freiheit" ?

Täusche ich mich, oder höre ich aus deinen Versen leise Selbstironie ?
der kichernde Gedankengecko (genial!) erzählt mir zumindest davon...

ich lausche noch eine Weile

liebe Grüsse

Kali
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

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